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Unsere Kneipp-Gesundheitstipps!

Gesundheitstipps aus der Natur sind moderner denn je!

Sebastian Kneipp war, obwohl kein Arzt, eine Lichtgestalt in der Medizin des 19. Jahrhunderts, besonders im Bereich Naturheilverfahren. Seine „Fünf Säulen der Gesundheit“ sind ein Manifest seines Denkens und haben sich millionenfach bestätigen lassen. Wir heutigen Ärzte stehen auf den Schultern dieses „Gesundheitsriesen“. Das sagt Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen, Ärztlicher Seniordirektor der Schlosspark-Klinik Gersfeld/Rhön (Foto).

 Zum Sebastian-Kneipp-Tag führt der hessische Mediziner, der auch bundesweit durch seine Bücher und Vorträge bekannt ist, noch weiter aus: „Wir ganzheitlich denkenden Ärzte werden noch in 100 Jahren von der bahnbrechenden Theorie und Therapie von Pfarrer Kneipp profitieren. Jede Gesundheitsmedizin baut auf seinen Ideen auf. Wir schulden ihm größte Hochachtung“

Dr. von Rosen ist – wie viele ganzheitlich denkende Mediziner – ein „großer Kneippianer“, wie er selbst unlängst im Rahmen der „Seligenstädter Gesundheitstage 2019“ formulierte. Seine Therapie ist die Grundlage einer ganzheitlich aufgestellten Medizin, wie sie nicht nur in Gersfeld betrieben wird, sondern auch bundesweit in zahlreichen Praxen und Kliniken angeboten wird. Unter anderem auch in den Kliniken Essen Mitte bei Prof. Gustav Dobos, der, wie Dr. von Rosen in seiner Gersfelder Klinik ebenfalls die „fünf Säulen der Gesundheit“ von Sebastian Kneipp in seine Heilkunde und „Integrative Medizin“ aufgenommen hat.

Zu diesen fünf Säulen der Gesundheit gehören:

1. Wasseranwendungen

Sie steigern die Leistungsfähigkeit, regen die Abwehrkräfte an, verbessern die Durchblutung und wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem sowie auch auf die Psyche.

2. Bewegung

Unsere Muskeln und Knochen, das Herzkreislaufsystem, die Verdauungsorgane und das Nervensystem werden hierdurch angesprochen.

3. Ernährung

»Du bist, was du isst.« Einfach, aber wahr.

4. Phytotherapie –Heilpflanzen

Zum Beispiel durch Anwendungen von Heilkräutern, innerlich in Form von Tee oder Saft, äußerlich in Form von Salben, Ölen, Einreibungen, Wickeln und Bädern.

5. Lebensrhythmus

Auch »Ordnungstherapie « genannt. Gemeint ist damit z. B. ein bewusster Lebensrhythmus, eine natürliche Lebensführung, das richtige Maß – wie nicht zu viel und nicht zu wenig Arbeit, ausreichend Erholung – aber kein Müßiggang; körperliche Betätigung – ohne Höchstleistungen; schmackhafte Nahrung – ohne Völlerei usw.

„Das Bewusstsein der Menschen für einen verantwortungsvollen, gesunden Lebensstil nimmt genauso zu wie das Interesse und die Akzeptanz für sanfte und natürliche Heilmethoden“, erklärt der Präsident des Deutschen Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek zum Sebastian-Kneipp-Tag am 17. Mai 2019. „Das ist auch Kneipps Verdienst, das Behandlungsspektrum seiner Naturheilverfahren ist riesengroß. Kneippsche Anwendungen eignen sich, neben Maßnahmen der Prävention, vor allem bei der Behandlung von Zivilisationskrankheiten“, so Holetschek.

Der Kneipp-Bund sieht seine Aufgabe auch darin, dass die konventionelle Schulmedizin das steigende Bedürfnis der Menschen nach sanfter, natürlicher Medizin unterstützt und bei ihren Verschreibungen auch auf naturheilkundliche Maßnahmen zurückgreift und die ganzheitliche Betrachtung des Menschen berücksichtigt. „Daher setzen wir uns auch für die Stärkung der Integrativen Medizin ein, also das Zusammenwirken von Natur- und Schulmedizin. Im Vordergrund steht dabei immer das Wohl des Patienten“, so Holetschek.

Der Kneipp-Bund e.V. als Bundesverband für die rund 600 Kneipp-Vereine in Deutschland setzt sich für Gesundheitsförderung und Prävention ein. Mit über 160.000 Mitgliedern ist der Kneipp-Bund e.V. die größte private deutsche Gesundheitsorganisation.

Das ganzheitliche Gesundheitskonzept des Kneipp-Bund profitiert von über 100 Jahren Erfahrung und entwickelt sich unter Einbeziehung innovativer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung weiter. Das Ziel: Gesunde Menschen. Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur führen und auf diese Art aktiv vorbeugen und Heilung finden.

Diesen ganzheitlichen Ansatz hat Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) zur Grundlage seiner Heilverfahren gemacht – mit Erfolg. Sein Konzept hat überdauert und sich stetig weiterentwickelt. Aus der ursprünglichen Wasser- und Kräuterheilkunde entstand ein anerkanntes Naturheilverfahren.

Im Dezember 2015 wurde das „Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps“ von der Deutschen UNESCO Kommission in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kneippbund.de

Titelfoto: © Kneipp-Bund e.V.

Text und Autoren: Dr. Jürgen von Rosen, Andrea Thoma M.A. und Kneipp-Bund e.V.

© Foto Dr. Jürgen von Rosen: ATH Medien