Beiträge

Naturkosmetik-Markt boomt – Kosmetik von der Kräuterwiese

– Natur-Kosmetik wird aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt –

„Wahre Schönheit kommt von innen“ – so lautet die uralte Weisheit. Doch manchmal muss man auch von außen ein bisschen nachhelfen. Gerade bei zunehmendem Alter. Ob „Frau“ oder „Mann“ die duftenden Kosmetik-Produkte aus der Drogerie kaufen oder – umweltbewusst – der Naturkosmetik den Vorzug geben, ist individuell sehr unterschiedlich. Aber, der Naturkosmetik-Markt boomt. Längst haben die Produkte ihren „Geruch“ von „Öko“ verloren. Der Markt für kontrollierte Naturkosmetik ist gerade in den letzten Jahren immens gewachsen.

 Naturkosmetik ist:

  • Ohne künstliche Duft- und Farbstoffe,
  • frei von Mineralölen und Silikonen,
  • mit Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau,
  • hergestellt ohne Tierversuche.

„Heute wechseln immer mehr Menschen zur Naturkosmetik oder zu Haushaltsmitteln ohne synthetische Stoffe, weil ihr Arzt eine Duftstoff- oder Körperpflegemittel-Allergie diagnostiziert hat“, sagt Naturkosmetikerin Claudia Englert. „Ich habe auch so angefangen. Meine Tochter hatte mit zwei Jahren eine schlimme Hautallergie. Ich habe dann lange gesucht, bis ich die Ursache für diese Krankheit gefunden habe. Letztendlich war sie allergisch auf die vielen Duftstoffe der Körperkosmetik und der Haushaltsreiniger“. So begann Claudia Englerts´ „ganzheitlicher Weg“.

Die Palette der „kontrollierten Naturkosmetik“ ist riesig. Nicht jeder wagt sich gleich an Präparate von Firmen wie „Weleda“ oder „Dr. Hauschka“. Letzterer arbeitet sogar auf Basis der anthroposophischen Medizin. Auch die Kosmetik von „Martina Gebhardt“, die als einzige Herstellerin Demeter-zertifiziert ist, und die ihre Inhaltsstoffe nach dem Stand des Mondes erntet, ist etwas für „Fortgeschrittene“, wie Claudia Englert es formuliert.

Die Naturkosmetik hält so genannte „Einsteiger-Produkte“ bereit. Von „Börlind“ über „Tautropfen“, „Logona“ oder „Lavera“ kann sich der Käufer „durch riechen“. Denn, die Naturkosmetik unterscheidet sich nicht nur durch ihre andere Konsistenz – sie ist ohne Mineralöle und Silikone – sondern auch durch ihre Gerüche, die eher an eine Almwiese als an ein Kosmetikstudio erinnern. Minze, Sanddorn, Kamille, Salbei oder Rosmarin – die ätherischen Öle, die hier zur Anwendung kommen, sind nicht jedermanns Sache.

Für die Zellregeneration setzt die Naturkosmetik auf Pflanzenstoffe wie Granatapfel, Katzenkralle, Trauben- und Sojaextrakte oder Rotklee. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren und Antioxidantien. Auch die körpereigene Hyaluronsäure wird in der „Kosmetik von der Kräuterwiese“ verwendet.

Heute gibt es für jede Haut und für jedes Alter – und für jeden Geruchssinn – die passende Kosmetik, deren Rezepturen auf die Kräfte der Natur setzen, und die man auch selbst herstellen kann, wie:

Basisöl für Gesicht und Körper

Olivenöl kann pur direkt auf die Haut aufgetragen werden. Für die Gesichtspflege nimmt man etwa einen halben Teelöffel zimmerwarmes Öl und massiert es sanft ein.

Etwas aufwendiger ist es, das Öl mit Johanniskraut zu veredeln. Die als Heilkraut verwendete Pflanze soll die Wirkung des Olivenöls verstärken, indem sie Entzündungen hemmt und bei Juckreiz hilft. So geht’s: 100 Milliliter Olivenöl in einem Topf leicht erwärmen und mit einer Tasse Johanniskrautblüten aus der Apotheke oder dem Reformhaus vermengen. Die Mischung etwas abkühlen lassen und in einem fest verschlossenen Glas zwei Wochen ziehen lassen. Sobald sich das Öl dunkelrot verfärbt, die Mischung durch ein Sieb gießen und in einem luftdicht verschließbaren Glas aufbewahren – am besten kühl und geschützt vor Sonneneinstrahlung. Das Öl ist gut als Basisöl für die Pflege normaler Haut zu verwenden. Wer eine sonnenempfindliche Haut hat oder zu Allergien neigt, sollte darauf verzichten, Johanniskraut beizumischen, da es die Lichtempfindlichkeit erhöhen kann.

Text: Red. girm

Bild: 123Rf.com