AOK Hessen: Guter Rat von den Besten

Die AOK Hessen kooperiert mit BetterDoc. Der Service unterstützt Versicherte bei der
Suche nach einem Spezialisten für eine Zweitmeinung, Behandlung oder Operation. Dabei geht es
insbesondere um schwerwiegende und komplexe Krankheiten.

Versicherte der AOK Hessen können sich an BetterDoc wenden, um innerhalb von 48 Stunden einen geeigneten
Spezialisten für eine Zweitmeinung, Behandlung oder Operation zu finden. Jeder Patient wird bei BetterDoc durch einen
festen Ansprechpartner betreut. Die Informationen zu geeigneten Spezialisten werden dem Patienten schriftlich
zugestellt und im Anschluss durch seinen persönlichen Betreuer telefonisch erläutert. Auf Wunsch übernimmt BetterDoc
auch die Terminvereinbarung. Allein in der Probephase der Kooperation (Mai bis Oktober 2016) wurden über 150 Fälle
bearbeitet. Das Ergebnis: Ein Drittel aller Diagnosen wird korrigiert, zwei Drittel der Therapiepläne werden angepasst.
So wurden beispielsweise 62 Prozent aller geplanten Operationen ? in erster Linie wegen Knie- und Hüftarthrose oder
Rückenleiden ? vermieden, weil sie tatsächlich unnötig gewesen wären.

Die Weiterempfehlungsrate für den Service von BetterDoc seitens der AOK-Versicherten lag in diesem Zeitraum bei 95
Prozent. „Für den medizinischen Laien ist es nahezu unmöglich, eine vorgeschlagene Operation oder Therapie
medizinisch zu beurteilen, zumal sich diese Menschen gerade in einer belastenden Lebenssituation befinden. Durch
unsere Kooperation mit BetterDoc bieten wir hier eine schnelle und unkomplizierte Hilfe für unsere Versicherten,? meint
Dr. med. Roland Strasheim, verantwortlich für stationäre Versorgung bei der AOK Hessen. Dabei setzt BetterDoc
diagnosespezifisch auf die Auswertung verschiedener Qualitätskriterien, um für die Erkrankungen und die individuelle
Situation der Patienten geeignete Spezialisten zu identifizieren.

Das können beispielsweise Fallzahlen, Zertifizierungen oder Routine-datenanalysen sein. ?Wir prüfen auch, ob sich ein
Arzt regelmäßig bei Fachkongressen, Arbeitsgruppen, Qualitätszirkeln und Fortbildungen engagiert. Darüber hinaus
betreuen wir jeden Patienten auch nach Therapiebeginn zwei Jahre lang weiter und messen den Behandlungserfolg
direkt am Patienten?, erklärt Dr. med. Donata von Dellingshausen, medizinische Direktorin bei BetterDoc. Einzigartig am
BetterDoc-Service ist die ehrenamtliche Unterstützung durch über 2.500 hochspezialisierte Ärzte aus 32 Fachgebieten
mit über 400 Spezialisierungen, die dem Expertenbeirat von BetterDoc angehören.

Diese Ärzte unterstützen bei Fällen seltener und komplexer Erkrankungen, indem sie ? in einem onlinebasierten
Verfahren ? die Frage beantworten, wo sie sich oder einen Angehörigen in dieser Situation behandeln lassen würden.
So hat das Unternehmen die Möglichkeit, über alle Indikationen hinweg das kollektive Wissen führender Experten an die
Patienten weiterzugeben. ?Wir sind sicher, mit diesem Serviceangebot für unsere Versicherten einen bedeutenden
Beitrag für eine hochwertige und qualitätsgesicherte Medizin zu leisten?, betont Dr. Roland Strasheim. BetterDoc
spendet für jeden Fall, an dem sich der Expertenbeirat beratend beteiligt, 100 Euro an ?Ärzte ohne Grenzen? bzw. zwei
weitere gemeinnützige Projekte.

Bild©123RF

AXA Präventionsreport: Hälfte der Deutschen fühlt sich nur mittelmäßig gesund

AXA Präventionsreport: Fit sein, gesund werden, leistungsfähig bleiben – aber wie? Hälfte der Deutschen fühlt sich nur mittelmäßig gesund

• Fast zwei Drittel fehlt die Motivation, mehr für die eigene Gesundheit zu tun
• Wer Kinder hat, ist häufig nicht aktiv genug
• Frauen zeigen mehr Durchhaltevermögen
• Intensivere Begleitung durch Krankenversicherungen gefordert
• Staat soll Prävention durch steuerliche Förderung unterstützen

Sich fit zu halten, gesund zu ernähren und im stressigen Alltag zwischen Job und Privatleben ausreichend zu entspannen – das sind Ziele, die sich viele Deutsche vor allem zu Beginn des Jahres vornehmen. All diese guten Vorsätze wirken sich auch positiv auf die gesundheitliche Prävention aus. Aber natürlich nur, wenn man auch über eine längere Zeit durchhält.

Wie schätzen die Deutschen ihren Gesundheitszustand im Allgemeinen ein?

Was tun sie, um gesund zu bleiben oder gesünder zu werden? Und vor allem: Wie steht es um das Durchhaltevermögen, wenn es um Gesundheitsprävention geht? Der aktuelle AXA Präventionsreport 2019, eine groß anlegte Umfrage von AXA in Zusammenarbeit mit dem Institut forsa,
spiegelt die Einschätzungen und Erwartungen der Bundesbürger.

Nur wenige Jahre ist es her, dass die Deutschen in Umfragen ein überwiegend positives Bild von ihrer eigenen Gesundheit zeichneten. 1 Im aktuellen AXA Präventionsreport hingegen bezeichnet fast die Hälfte aller Befragten, nämlich 48 Prozent, ihren aktuellen Gesundheitszustand als eher mittelmäßig oder schlechter.2 Vor allem Befragte aus Bremen und Berlin schätzen ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig ein.
Gleichzeitig zeigt sich aber auch Einsicht und der Wunsch nach Verbesserung:

Immerhin 53 Prozent derjenigen, die ihren Gesundheitszustand als eher mittelmäßig einschätzen, sind der Meinung, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten. Doch selbst die Befragten, die den Gesundheitszustand mit „gut“ bewerten, wollen mehr tun: 42 Prozent sind der Meinung, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten.

Guter Vorsatz ja! Durchhaltevermögen nein? Hätte, könnte, würde, sollte – dass Gesundheitsprävention wichtig ist und sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt ist unumstritten, und eigentlich kann man immer mehr für sich und seine Gesundheit tun. Dieser Meinung sind 58 Prozent der
Befragten: Sie geben zu, mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen. Dies zeigt sich erstaunlicherweise besonders in der verhältnismäßig jungen Gruppe der 30-44-Jährigen: 68 Prozent sind der Meinung, mehr für Ihre Gesundheit tun zu müssen. Gleicher Meinung sind viele der Eltern: 69 Prozent der Personen mit Kindern im Haushalt meinen, sie würden zu wenig für ihre Gesundheit tun, bei Personen ohne Kinder im Haushalt
sind es nur noch 55 Prozent.

Immerhin zwei Drittel der Befragten haben laut eigenen Angaben den guten Vorsatz auch in die Tat umgesetzt – dann aber nur kurz durchgehalten. Ein ernüchterndes Ergebnis vor dem Hintergrund, dass Gesundheitsprävention nur auf langfristige Sicht wirksam ist. Doch woran hapert es? Die Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) verliert leider zu schnell die Motivation. Dies betrifft insbesondere unter 30-Jährige (76 Prozent) und ausgerechnet diejenigen, die meinen mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen (79 Prozent). Die Ergebnisse zeigen, dass Männer häufiger die Motivation verlieren (69 Prozent) als Frauen (59 Prozent).

Macht uns Technik gesünder?
Nur wenige Befragte nutzen aktuell oder haben schon einmal technische Angebote, z. B. Apps für das Smartphone, genutzt, um ihr Gesundheitsverhalten zu beobachten. Am häufigsten werden aktuell Fitnessbzw. Sport-Apps sowie ein Fitness-Armband bzw. Fitness-Tracker (jeweils 17 Prozent) genutzt. Eine Schlaf-App bzw. einen Schlaf-Tracker nutzen derzeit 9 Prozent, Ernährungs-Apps 7 Prozent.

Text ©: Petersen&Partner Health Agentur

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DAK Gesundheit Hessen: Neuer Kinder- und Jugendreport

Neuer Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit untersucht Behandlungsdaten von rund 56.000 Jungen und Mädchen Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis – in Hessen ist mehr als jedes vierte Kind körperlich chronisch krank. Sieben Prozent leiden an einer psychischen
Erkrankung mit potentiell chronischem Verlauf. Das zeigt der neue Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit. Für die Studie hat die Krankenkasse Versichertendaten von rund 56.000 Kindern in Hessen ausgewertet. Demnach sind mehr als 90 Prozent aller Jungen
und Mädchen wenigstens einmal im Jahr beim Arzt oder im Krankenhaus. Dabei zeigt sich auch: Bereits Schulkinder leiden vermehrt unter krankhaftem Übergewicht und Rückenschmerzen. Für die Versorgung aller Minderjährigen gibt die DAK-Gesundheit in Hessen jährlich rund 54 Millionen Euro aus.

Im Auftrag der DAK-Gesundheit hat die Universität Bielefeld die Gesundheits- und Versorgungssituation der hessischen Jungen und Mädchen umfassend untersucht. Die repräsentative Studie mit Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2016 liefert erstmals systematischeAnalysen zum Erkrankungsgeschehen bei Kindern. „Wir leisten mit dem Report Pionierarbeit und machen uns stark für Kindergesundheit“, sagt

Sötkin Geitner, Leiterin der DAK-Landesvertretung Hessen. „Wir wollen die gesundheitliche Situation von Kindern besser verstehen und sie in den
Vordergrund der politischen Diskussion rücken.“

Chronische Leiden belasten die Kinder

Mehr als jedes vierte Kind ist in Hessen körperlich chronisch krank. Jungen etwas häufiger als Mädchen. Der Kinder- und Jugendreport wertet
14 verschiedene Erkrankungen aus, die potenziell einen chronischen Verlauf nehmen können. Am stärksten verbreitet sind Asthma und
Neurodermitis gefolgt von Heuschnupfen und entzündlicher Darmerkrankung. „Das sind Erkrankungen, die den Alltag für Kinder und Eltern erheblich beeinträchtigen können“, betont Sötkin Geitner. Bei Asthma bronchiale führen verengte Bronchien zu rasselnder Atmung. Die Patienten leiden anfallsartig unter Husten und Luftnot. Asthma-Spraysgehören zur fünfthäufigsten Arzneimittelgruppe bei Kindern. Infos auch unter www.dak.de/presse und www.twitter.com/dakgesundheit 2

Schon Kinder haben Rückenschmerzen

Atemwegserkrankungen stehen insgesamt auf Platz 1 der wichtigsten Erkrankungsarten im Kindesalter. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) aller
Jungen und Mädchen in Hessen leidet mindestens einmal pro Jahr unter einem grippalen Infekt oder einer akuten Bronchitis. In der Häufigkeit
dahinter folgen Infektionskrankheiten, Augenerkrankungen, Hauterkrankungen und psychische Leiden. Muskel-Skelett-Probleme wie
Rückenschmerzen sind ebenfalls recht verbreitet. Jedes sechste Kind hat wenigstens einmal im Jahr eine entsprechende Diagnose. Ab dem zwölften Lebensjahr ist fast ein Viertel aller Jungen und Mädchen betroffen. „Das ist alarmierend“, betont Geitner, „denn frühe Muskel-
Skelett-Probleme können im Erwachsenenalter schwere Rückenleiden nach sich ziehen.“ Ein weiteres Leiden, das mit Bewegungsarmut zusammenhängt, ist krankhaftes Übergewicht. Über alle Altersgruppen hinweg sind rund drei Prozent betroffen, im Alter zwischen neun und 13
Jahren waren es 4,5 Prozent. „Bei Schülern der Sekundarstufe I werden für solch verhaltensbezogene Krankheitsbilder die Weichen gestellt“,
kommentiert Geitner die Ergebnisse.

Gesünder als im Bundesdurchschnitt

Im bundesweiten Vergleich sind hessische Kinder gesünder als Gleichaltrige anderswo. Zwar dominieren dieselben Erkrankungen wie auf
Bundesebene, aber der Anteil der betroffenen Jungen und Mädchen ist häufig geringer. So haben Kinder in Hessen im Vergleich zum
Bundesdurchschnitt seltener Viruserkrankungen (minus 35 Prozent) und Neurodermitis (minus 13 Prozent). Auch ADHS wurde in Hessen seltener
dokumentiert (minus 23 Prozent). Häufiger gab es in Hessen dagegen Allergien (plus 21 Prozent). „Mit dem Kinder- und Jugendreport liegen
belastbare Zahlen zur regionalen Häufigkeit bestimmter Erkrankungen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt vor“, erklärt Julian Witte von der
Universität Bielefeld als Co-Autor der Studie. „Es ist die erste kontinuierliche und erkrankungsartenübergreifende Analyse von solchen
regionalen Abrechnungsdaten einer gesetzlichen Krankenkasse.“ Infos auch unter www.dak.de/presse und www.twitter.com/dakgesundheit 3

„Unterschied zwischen Stadt und Land ist größer als gedacht“

Mehr als die Hälfte aller DAK-versicherten Minderjährigen in Hessen wachsen in ländlich geprägten Gebieten auf. Der Kinder- und
Jugendreport zeigt, dass diese Jungen und Mädchen anders krank sind als Gleichaltrige aus der Stadt: Stadtkinder leiden häufiger unter
Viruserkrankungen, Zahnkaries und krankhaftem Übergewicht.Landkinder haben hingegen eher eine Allergie. „Unser Report belegt,
dass der Unterschied zwischen Stadt- und Landkindern in SachenGesundheit größer ist als gedacht“, betont Sötkin Geitner. „Allerdings
kennen wir die Gründe für diese beobachteten Zusammenhänge nicht. Eskann an den Versorgungsstrukturen liegen, an der Umwelt, oder auch am
Verhalten der Eltern.“ Tatsächlich zeigt der Report, dass der Bildungsstatus der Eltern den Gesundheitszustand ihrer Kinder
beeinflusst. So leiden Kinder von Eltern ohne Ausbildungsabschluss bis zu 2,8-mal häufiger unter Karies als der Nachwuchs von Akademikern.

Prävention an Schulen und Kitas ausweiten

Auf Grundlage des Reports will die DAK-Gesundheit die bestehende Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter optimieren. Außerdem
wird die Krankenkasse ihre Prävention an Kitas und Schulen intensivieren.Mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Stressbewältigung ausgeweitet
werden. Das Programm läuft aktuell an mehr als 100 Grund- und Förderschulen in Hessen mit etwa 22.000 Schülern und soll in diesem
Jahr an weiterführenden Schulen und 2020 auch in Kitas starten.

Rund 54 Millionen Euro für Kindergesundheit

Insgesamt zahlte die DAK-Gesundheit 2016 in Hessen rund 54 Millionen Euro für Kindergesundheit. Davon gingen knapp zwei Drittel an Kliniken
(36 Prozent) und niedergelassene Ärzte (26 Prozent). Arzneimittel machten fast ein Viertel aller Kosten aus, Heil- und Hilfsmittel zusammen
14 Prozent. Reha-Leistungen hatten mit etwas mehr als einem Prozent den geringsten Anteil. Umgerechnet auf alle versicherten Jungen und
Mädchen zahlte die Kasse am meisten für Säuglinge. Sie benötigten in Hessen im Durchschnitt pro Kopf und Jahr 1.442 Euro.
Infos auch unter www.dak.de/presse und www.twitter.com/dakgesundheit 4 Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Für die Analyse wurden die Daten von 56.000 minderjährigen Versicherten der DAK-Gesundheit in Hessen durch die Universität Bielefeld ausgewertet. Infos zu allen Angeboten, die die Krankenkasse speziell für Kindergesundheit bereithält, unter: www.dak.de/kinder

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