Hessische Landesregierung vergibt zum 8. Mal den Hessischen Gesundheitspreis

Staatssekretärin Anne Janz ehrt herausragende und innovative Ansätze zur Gestaltung eines gesunden Lebens der hessischen Bürgerinnen und Bürger jeden Alters.

Der hessische Gesundheitspreis soll Menschen in Hessen davon begeistern, sich für ihre eigene oder die Gesundheit anderer einzusetzen und diese zu fördern. Die Preisträgerinnen und Preisträger tragen mit ihrer großartigen Arbeit dazu bei, Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen qualitativ weiterzuentwickeln“, betonte die Staatssekretärin in ihrer Begrüßung. Sie ehrte je ein Projekt aus den Bereichen „Gesund Aufwachsen“, „Gesund Bleiben“ und „Gesund Altern“. Aufgrund des beispielhaften Engagements wurde darüber hinaus ein lebensphasenübergreifendes Projekt mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten eine Urkunde und ein Preisgeld von je 2.000 €, der Sonderpreis wurde mit einer Urkunde gewürdigt.

Die Gewinner:

 Bereich „Gesund Aufwachsen“: Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen, Darmstadt

Die Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kitas und Schulen der Prinzessin Margarete Kliniken in Darmstadt sollen Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte im Umgang mit chronisch kranken Kindern stärken, um die uneingeschränkte Teilhabe und Teilnahme der Kinder an allen Aktivitäten in Kitas und Schulen zu ermöglichen.

Es geht dabei insbesondere um jene Kinder, die im Rahmen ihrer außerhäuslichen Versorgung Medikamente benötigen. In den Betreuungseinrichtungen sind Medikamentengabe und bzw. oder Messungen von Körperfunktionen, also medizinische Hilfsmaßnahmen, freiwillige und zusätzliche Leistungen. In den Fortbildungen werden Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher umfassend über die rechtlichen Aspekte bei der Ersten Hilfe und bzw. oder Medikamentengabe aufgeklärt, um mehr Handlungssicherheit zu erlangen und mögliche Unsicherheiten auszuräumen.

Dadurch soll die Versorgung der betroffenen Kinder verbessert, die Inklusion und Integration gefördert sowie eine Ausgrenzung und Stigmatisierung vermieden werden. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, der Unfallkasse Hessen, dem Darmstädter Schulamt und weiteren überregionalen Schulämtern sowie regionalen Kreisverwaltungen umgesetzt.

Bereich „Gesund Bleiben“: Kommunale Gesundheitsinitiativen – interkulturell (KoGi), Frankfurt am Main

Um gesundheitliche Chancengleichheit für alle herzustellen, sind niedrigschwellige Gesundheitsinformationen, Aufklärung und ein gleichberechtigter Zugang zu den Gesundheitsdiensten Voraussetzung. Das Projekt „KoGi“ zielt genau darauf ab. Es wurde entwickelt, um die interkulturellen Herausforderungen an die öffentliche Gesundheit kommunal und lebensweltlich zu gestalten.

Die zentrale Methode ist das Multiplikatorenkonzept. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund werden durch eine Fortbildung befähigt, als Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen in ihrer jeweiligen Lebenswelt gesundheitsförderliche Bedingungen zu gestalten. Die Ausbildung beinhaltet Themen der Prävention und Gesundheitsförderung, insbesondere auch im Kontext von gesundheitlichem Verbraucherschutz- und Patientenrechtsfragen.

Die an den Schulungen und Trainings beteiligten Migrantinnen und Migranten werden in die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur primären Prävention und Gesundheits- und Selbsthilfeförderung einbezogen. Das Projekt ist hauptsächlich auf die Sozialräume der Stadt Frankfurt am Main ausgerichtet und arbeitet insbesondere mit Stadtteil- und Quartierseinrichtungen zusammen. KoGi wird im Wesentlichen im Rahmen des Gesunde-Städte-Projektes über die Stadt Frankfurt finanziert.

Bereich „Gesund Altern“: Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil, Kassel

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft mit Gleichgesinnten kann die Lebensqualität erhöhen sowie die physische und psychische Gesundheit stärken. Ältere Menschen leiden häufiger an Bewegungsmangel.

Um inaktive ältere Menschen dabei zu unterstützen, aktiver zu leben, sind die Begleitung beim Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Koordination von vielfältig vorhandenen Informationen und Angeboten wichtige Schritte. „Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil“ ist ein innovatives flächendeckendes Bewegungsangebot für ältere Menschen in mittlerweile bald zehn Stadtteilen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hauptsächlich Menschen im Alter von über 60 Jahren, die sich einmal wöchentlich an einem vorher abgesprochenen Treffpunkt in einem der Stadtteile zum Spazierengehen treffen. Dies erfolgt in Begleitung von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Unterstützt wird das Projekt von Kasseler Sportvereinen und Netzwerkpartnern sowie dem Gesundheitsamt Kassel und dem Sozialamt Kassel. Wissenschaftlich betreut wird es von der Universität Kassel, es findet im Rahmen des „Transfer- und Anwendungszentrums Sport in Kassel (TASK)“ statt. TASK wird vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport (HMdIS) gefördert.

Sonderpreis der Jury: Integrierter Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“, Marburg und Marburg-Biedenkopf

Die Gesamtinitiative „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ bildet den strukturellen Rahmen für den Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“ und wird vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg getragen.

Dabei handelt es sich um eine integrierte Handlungsstrategie, die sich in drei Lebensphasen gliedert: „Gesund aufwachsen“, „Gesund bleiben – Mitten im Leben“ und „Gesund altern“. Dadurch soll langfristig ermöglicht werden, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen in den verschiedenen Lebensphasen aufeinander aufbauen.

Die Entwicklung einer integrierten kommunalen Strategie und der Aufbau sogenannter „Präventionsketten“ sind erprobte Vorgehensweisen. Die Initiative möchte durch Maßnahmen der Gesundheitsförderung sowie Prävention und der Förderung der medizinischen und pflegerischen Versorgung die Gesundheit und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner verbessern. Die Initiative wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert.

Informationen zur Jury

Die Jury des 8. Hessischen Gesundheitspreises setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, welche die Gesundheitsförderung und Prävention aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Krankenversicherung, Gesundheitsdiensten und Verwaltung:

 

  • Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Volker Beck, Hochschule Darmstadt
  • Dr. med. Harald Herholz, Kassenärztliche Vereinigung Hessen
  • Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller, Hochschule Fulda
  • Jürgen Krahn, Landesverband Hessen der Ärzte und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V.
  • Detlef Lamm, AOK Hessen
  • Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
  • Dieter Schulenberg, HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.

Die HAGE

Die HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. macht sich stark für die Gesundheitsförderung und Prävention in Hessen. Sie ist eine landesweit arbeitende Vereinigung mit aktuell 61 institutionellen Mitgliedern und verbindet Akteurinnen und Akteure und ihre Aktivitäten aus allen Bereichen und Arbeitsfeldern, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen. Die HAGE versteht sich als Brückeninstanz zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik. Ziel des Vereins ist es, einen integrierten Beitrag zur Verbesserung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens der hessischen Bevölkerung zu leisten.

 

Text: Redaktion gesund-in-rheinmain und Hess. Landesregierung

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Gesündere Lebensmittel sofort erkennen!

Wie können Verbraucher bei einer gesünderen Lebensmittelauswahl unterstützt werden? „Mit den Angaben auf Lebensmittelverpackungen sind viele Verbraucher überfordert. Daher könnte eine einfache, leicht verständliche Nährwertkennzeichnung auf Verpackungen helfen. Ein zurzeit viel diskutierter Ansatz ist der sogenannte Nutri-Score. In Frankreich wird es bereits seit 2017 angewandt. Doch was ist der Nutri-Score eigentlich? Wie wird der Score berechnet? Und was kann er leisten?

Was ist der Nutri-Score?

Der Nutri-Score ist ein von renommierten Wissenschaftlern konzipiertes fünfstufiges Kennzeichnungssystem (A, B, C, D, E), das Lebensmittel und Getränke anhand ihres Nährwertprofils in fünf Kategorien einteilt. Dabei werden „weniger günstige“ sowie „günstige“ Nährwertelemente berücksichtigt.

Darüber hinaus wird der jeweilige Buchstabe farblich hervorgehoben – von Dunkelgrün bei A über Gelb bei C bis hin zu Rot bei E. Durch das Symbol auf der Vorderseite von Verpackungen (Front-of-pack) kann der Verbraucher das Nährwertprofil von Lebensmitteln und Getränken auf einen Blick erfassen.

Ein Produkt der Kategorie B weist ein eher gesundes Nährwertprofil auf.

Wie erfolgt die Bewertung?

Für die Berechnung des Nutri-Scores wird der Gehalt an Nahrungsenergie, Zucker, gesättigten Fettsäuren und Salz (Natrium) pro 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter ermittelt, da sich ein zu hoher Verzehr dieser Nährstoffe langfristig ungünstig auf die Gesundheit auswirken kann. Das Modell berücksichtigt aber auch günstige Nähr- und Inhaltsstoffe wie Proteine und Ballaststoffe sowie den Anteil an Obst, Gemüse und Nüssen.

Für jeden einzelnen Nähr- beziehungsweise Inhaltsstoff, den das System berücksichtigt, werden Punkte vergeben und miteinander verrechnet. Anhand des Gesamtergebnisses erfolgt dann die Einordnung auf der Bewertungsskala vom dunkelgrünen „A“ bis zum roten „E“. Dabei gilt: Je geringer die Gesamtpunktzahl, desto gesünder das Nährwertprofil.

Was soll das farbliche fünfstufige Modell leisten?

Der Nutri-Score ist ein Ansatz, der Konsumenten bei einer besseren Lebensmittelauswahl und damit bei der Umsetzung einer gesünderen Ernährung unterstützen kann. Denn wie verschiedene Verbraucher- und Vergleichsstudien belegen, ermöglicht das Kennzeichnungssystem, die Nährwertqualität von Lebensmitteln innerhalb einer Lebensmittelgruppe sowie über Lebensmittelgruppen hinweg einfach und intuitiv zu unterscheiden.

Auf einen Blick ist die Bewertung durch den Nutri-Score auf der Verpackung zu erkennen.

Allein kein Garant für eine bessere Ernährung

Der Nutri-Score ist nicht automatisch Garant für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Nach wie vor kommt es auf ein gewisses Ernährungswissen, die sinnvolle Kombination von verschiedenen Lebensmittelgruppen und deren Verzehrmenge an. Nichtsdestotrotz kann eine für den Verbraucher leicht verständliche Nährwertkennzeichnung zusammen mit verbraucherorientierten Ernährungsinformationen die Ernährungsgewohnheiten nachhaltig beeinflussen.

Wie geht es weiter?

Derzeit führt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Verbraucherbefragung zu vier „Front-of-Pack-Modellen“ durch. Neben dem Nutri-Score stehen drei weitere Modelle zur Auswahl – eines des Lebensmittelverbands Deutschland, des Max Rubner-Instituts sowie das skandinavische Keyhole-Modell.

Die Ergebnisse dieser Verbraucherbefragung werden die Grundlage für eine politische Empfehlung eines Nährwertkennzeichnungssystems in Deutschland sein. Die Ergebnisse werden im September 2019 erwartet.

 Information: Nestlé Deutschland

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Nachts, wenn der Atem stockt

Neuer AOK-Versorgungsvertrag mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt

Mittlerweile gibt es elf Schlaflabore in Kliniken, die mit der AOK Hessen Verträge zur besonderen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe geschlossen haben. Lungenfachärztinnen und -ärzte sind sich sicher, dass eine ausbleibende Therapie bei Atemaussetzern in der Nacht das Leben um bis zu zehn Jahre verkürzen kann.

Seit kurzem ist die das St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt dem Vertrag der AOK Hessen beigetreten. Es ist die elfte Klinik mit einem Schlaflabor, in der eine Versorgung dieser Art möglich ist und die jene AOK-Versicherten nutzen können, bei denen ein Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom besteht. Über 700 Versicherte haben sich allein 2018 in den Vertrag eingeschrieben, dessen Ziel es ist, die Behandlungsqualität durch eine aufeinander abgestimmte Behandlungskette zu verbessern. Auch sind mehrere Kontrolluntersuchungen vorgeschrieben. Doch der erste Schritt ist immer die ambulante Untersuchung in einer Praxis. Nach spätestens 24 Werktagen betritt der oder die Betroffene dann das Schlaflabor, dort gibt es eine sofortige Versorgung, auch Schulungen mit dem Therapiegerät, das daheim angewendet wird.

Sind die oberen Atemwege wegen einer erschlafften Muskulatur verengt, erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit beim Ein- und Ausatmen – dadurch steigt der Druck im Rachenraum, was wiederum zu starken Vibrationen führt. Diese erzeugen dann laute Schnarchgeräusche. Bei der obstruktiven Schlafapnoe entsteht zeitweise sogar ein kompletter Verschluss des Rachens, bis hin zum Kollabieren der Luftröhre. Es gibt Menschen, bei denen sich Atemstillstände von über einer Minute fünfzig oder achtzig Mal in der Nacht wiederholen. Sie sind dauerhaft übermüdet, selbst wenn sie deswegen nicht jedes Mal aufwachen. Die Gefahr eines Infarktes oder Schlaganfalls ist stark erhöht. Auch besteht akute Unfallgefahr, vor allem im Straßenverkehr durch Sekundenschlaf.

In Frankfurt nimmt außerdem noch das Krankenhaus Nordwest am Vertrag teil. Ebenso Kliniken in Eschwege, Bad Wildungen, Wiesbaden, Weilmünster, Darmstadt, Bad Soden, Marburg, Bad Nauheim und Elgershausen bei Gießen.

Foto: 1,2,3rfm

Text: GM Redaktion, AOK

Weniger Hausärzte in Hessen als bundesweit

Das Ärztenetz in Hessen ist dichter geworden, aber die einzelnen Mediziner sind regional und nach Fachrichtungen ungleich verteilt. Das geht aus neuen Daten des Bundesarztregisters hervor, die die Deutschen Presse-Agentur veröffentlicht hat.

Ende 2019 kamen in Hessen 214,2 Ärzte und Psychotherapeuten auf 100 000 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es 210,9 gewesen. Gesunken ist allerdings die Zahl der Hausärzte: von 65,2 auf 64,9 pro 100 000 Einwohner. Fakt ist: Immer weniger junge Mediziner wollen sich als Hausärzte niederlassen.

Der hessische Durchschnittsarzt ist 54 Jahre alt, fast zwölf Prozent der Mediziner im Land sind älter als 65 Jahre. Der durchschnittliche Hausarzt ist sogar zwischen 55 und 56, in dieser Berufsgruppe sind fast 15 Prozent älter als 65 Jahre.

Sowohl bei der Ärztedichte als auch beim Durchschnittsalter liegt Hessen im Mittelfeld der Bundesländer.

Schaut man sich aber die einzelnen Regionen in Hessen genauer an, dann sieht das Bild wie folgt aus:

Der Kreis Darmstadt-Dieburg hat am zweitwenigsten Hausärzte von ganz Deutschland! 51,2 Hausärzte kommen hier auf 100 000 Einwohner. Nur in Herford in Nordrhein-Westfalen ist die Lage noch schlechter. Die Stadt Kassel gehört hingegen mit 316,7 Ärzten und Therapeuten pro 100 000 Einwohner zu den „Top 10“ bei der allgemeinen Arztdichte, die niedergelassene Mediziner verschiedener Fachrichtungen erfasst.

Zur Gesundheitsversorgung in der jeweiligen Region tragen die Praxen der Kassenärzte nicht alleine bei – dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler.

Text: dpa/girm Red.

Foto:123RF

Hessen hält als Sportland eine Spitzenposition inne

Der Sport ist ein elementarer Bestandteil der aktiven Bürgergesellschaft in Hessen. Über zwei Millionen Menschen betreiben in den gut 7.600 hessischen Vereinen Sport. Hiervon sind ca. 800.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis 27 Jahre. Das entspricht rund 40 Prozent aller Vereinsmitglieder. Aber auch die über 60-Jährigen sind aktiv: 15 Prozent von ihnen treiben Sport in den Vereinen. Der Anteil wächst weiter.

Das zeigt: Sport geht einen Großteil der Bevölkerung in Hessen an.

Sport ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten gesellschaftlichen Organisationen. Es ist deshalb eine unverzichtbare Aufgabe für die Landesregierung, den Sport in all seinen Facetten zu stärken und zu fördern.

Die Hessische Landesregierung verfolgt einen auf dem Prinzip der Subsidiarität beruhenden sportpolitischen Ansatz. Das bedeutet, dass all diejenigen Aufgaben, die von der nächst niedrigeren Ebene, also lokal und regional, erledigt werden können, dort auch erfüllt werden sollten. Die Landesregierung hilft den Rahmen zu setzen, damit die Bevölkerung in der Breite Sport treiben kann sowie Leistungs- und Spitzensport systematisch entwickelt werden können. In diesem Sinne betreibt die Landesregierung Sportpolitik als Politik für den Sport und füllt die große Bandbreite sportpolitischer Wirklichkeit mit Leben.

Von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter begleitet uns der Sport, er durchzieht alle Lebensbereiche und alle Kulturen. In jedem Alter vermittelt der Sport ein lebenstaugliches Wertegerüst und eine positive Kraft, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausgeht. Sport ist zudem das ideale Mittel zur Integration von Jung und Alt, Deutschen und Ausländern, für Behinderte und Nichtbehinderte und zwischen Frauen und Männern. Nirgendwo in der Gesellschaft ist es so selbstverständlich, sich gemeinsam zu betätigen. Das belegt eindrucksvoll die Bedeutung des Sports.

In den Jahren 2019-2023 sollen über das neu aufgelegte Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramms („SWIM“) erforderliche Investitionen in hessischen Frei- und Hallenbädern erneut mit 50 Millionen € Landesmitteln gefördert werden. Fünf Jahre lang stehen jeweils 10 Millionen Euro zur Förderung von Investitionsvorhaben zur Verfügung, die insbesondere die Betriebskosten und den Energieverbrauch senken. Das Landesprogramm zielt darauf ab, dass moderne und zukunftsfähige Schwimmbäder in Hessen zur Verfügung stehen und somit umfangreiche Möglichkeiten bestehen, die Schwimmfähigkeit generell zu erlernen und den Schwimmsport in Hessen weiterzuentwickeln. Die Förderung des Behindertensports und der Inklusion im Sport ist ein großes Anliegen der Hessischen Landesregierung. So unterstützt sie u.a. die Arbeit des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes mit einer institutionellen Förderung von jährlich 340.000 €.

Text: Hessische Landesregierung/Redaktion girm

Logo: Hessische Landesregierung

Mehr Laienaufklärung zur Reanimation auch in Hessen gefordert

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ hat der „German Resuscitation Council“ (GRC) eine bundesweite Aufklärungskampagne zur Laienreanimation gestartet. Die Organisation wird von vielen Partnern unterstützt wie dem ADAC und der Pépinière-Stiftung sowie Städten, Gemeinden und Landkreisen einschließlich ihrer Verkehrsunternehmen. Vorreiter ist der Kölner Prof. Bernd Böttiger mit dem wir über Reanimation erst kürzlich exklusiv gesprochen haben. Klicken Sie dieses Interview in unserer Serie „Andrea Thoma trifft…Prof. Bernd Böttiger“ jetzt an!

Die wichtigsten Schritten im Notfall heißen: „Prüfen, Rufen, Drücken“. Dazu dienen Plakate und Infoscreens an öffentlichen Plätzen sowie in Bussen und Bahnen, teilt der GRC mit. Die Kampagne geht bis zum 16. Oktober, dem weltweiten Tag der Wiederbelebung („World Restart a Heart Day“).

Um die Reanimation ist es in Deutschland nicht gut bestellt, betont der GRC. Nach Angaben der Organisation erleiden deutschlandweit jährlich über 50.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand – und nur jeder zehnte Betroffene überlebt. Der Grund: Bereits nach drei bis fünf Minuten kommt es aufgrund von Sauerstoffmangel zu Hirnschäden. Rettungsdienste benötigten aber durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Patienten.

Diese Zeit könnte durch Herzdruckmassage eines Laien oder eines Ersthelfers überbrückt werden. Nach GRC-Angaben helfen aber nur 39 Prozent der Deutschen aktiv. In anderen europäischen Ländern liege die Quote bei bis zu 80 Prozent.

Zur Verbesserung der Situation hat der GRC einen vierstündigen „Modularen Lehrerausbildungskurs zum Wiederbelebungsunterricht in Schulen“ entwickelt (Notfall + Rettungsmedizin 2019; 22: 334). Für den Unterricht stellt der GRC zudem Lehrmaterialien und Hintergrundinformationen zur Reanimation zur Verfügung.

Foto: Prof. Bernd Böttiger und Flyer: © Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Universitätsklinik Köln

Text: GM Redaktion und GRC

Aktuell: Hessen will Tierschutz durch Datenbank sicherstellen

Hessen und Schleswig-Holstein bringen Antrag zu mehr Tierwohl auf der Agrarministerkonferenz in Mainz ein

„Wir sind dem Tierschutz verpflichtet und das auch über EU-Grenzen hinaus. Aus diesem Grund bringen wir bei der Agrarministerkonferenz gemeinsam mit Schleswig-Holstein einen Antrag auf den Weg, der den Bund zur Einrichtung einer bundesweiten Datenbank auffordert. Diese soll umfangreiche Informationen zu den Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren beinhalten. Nur so können wir den Tierschutz sicherstellen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz dieser Tage vor der Agrarministerkonferenz in Mainz.

Transport in Drittländern

„Wenn Rinder länger als 29 Stunden unterwegs sind, ohne Pausen, ohne genügend Futter oder Wasser, dann dürfen solche Transporte nicht genehmigt werden. Den Veterinärbehörden, die über Transportgenehmigungen entscheiden, fehlen aber häufig valide Daten darüber, wo die Tiere auf dem Transport im Drittland überhaupt abgeladen und versorgt werden können. Deshalb ist eine zeitgemäße Datenbank von so großer Bedeutung“, erklärte Ministerin Hinz. „Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat ein Konzept für eine moderne Datenbank entwickelt, das bereits seit Mai vorliegt. Trotzdem hat der Bund, der selbst nur einen nicht praktikablen Vorschlag machte, die Einrichtung einer solche Plattform bisher noch nicht beauftragt. Uns ist unklar, warum die nächsten Schritte nicht eingeleitet wurden. Im Sinne des Tierwohls sollte die Umsetzung nun endlich erfolgen,“ ergänzte Hinz.

„Versprechen, Verzögern und Aussitzen scheint derzeit die Strategie des zuständigen Bundesministeriums. So kündigt Ministerin Klöckner aktuell an, den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, Transporte von Tieren bei Temperaturen von über 30 Grad zukünftig auch sanktionieren zu können. Dabei bezieht sie sich auf massive Verstöße im Sommer 2017 und 2018. Die Umsetzung dieser Maßnahme wäre im Frühjahr 2019 erforderlich gewesen. Wieder ist ein Sommer ohne weitere Aktivität des Bundes vergangen“, bedauerte Hinz.

Tierleid verhindern

„Hessen hat bereits im März 2019 mit einem Erlass die Exporte von Nutztieren in Drittländer gestoppt. Dies ist wichtig, um unnötiges Tierleid zu verhindern“, sagte Ministerin Hinz. „Doch wir kommen nicht weiter, wenn die Bundesländer alleine für mehr Tierschutz bei Tiertransporten kämpfen. Selbstverständlich sind die Länder für die Inaugenscheinnahme des Transportfahrzeugs vor Ort zuständig. Die Länder allein können aber nicht dauerhaft die Überprüfung von Versorgungs- und Entladestationen in Drittländern übernehmen. Wir brauchen bundesweit einheitliche Regeln und verbindliche Tierschutzabkommen mit Drittstaaten. Unser langfristiges Ziel muss sein, den Transport von lebenden Tieren über mehrere Tausend Kilometer zu vermeiden“, betonte die Ministerin. Meistens werden Tiere zu Zuchtzwecken in Drittstaaten exportiert. Mit dem Export von Samen gibt es eine sinnvolle Alternative zu den langen Tiertransporten.

Recherche der Hessischen Tierschutzbeauftragen

Der Antrag bei der Agrarministerkonferenz beruft sich auf die Recherche der Hessischen Tierschutzbeauftragen Dr. Madeleine Martin. Sie hatte Transportrouten und Versorgungsstationen in Kasachstan und Usbekistan besichtigt und herausgefunden, dass der Transport von Rindern unter den aktuellen Umständen in diese Länder nicht genehmigungsfähig ist.

Zu einem tierschutzgerechten Transport gehört gemäß EU-Verordnung, dass Rinder nach 29 Stunden Fahrt in einem Transporter in hierfür eingerichteten Versorgungsstationen abgeladen, gefüttert und getränkt werden und außerdem eine Ruhepause von 24 Stunden erhalten.

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Text: GM Redaktion und Hessisches Ministerium für Umwelt

Fund der Asiatischen Tigermücke in Frankfurt: Bevölkerung wird um aktive Mithilfe gebeten!

Aktuell wurde im Frankfurter Stadtgebiet wieder Stechmücken gefunden, die gefährliche Krankheitserreger auslösen können. Es handelt sich um die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die bereits 2018 erstmals in Frankfurt am Main nachgewiesen.

Der Nachweis erfolgte durch einen aufmerksamen Bürger und den Mückenatlas, einem Projekt des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Die aus Südostasien stammende Stechmücke ist potenzielle Überträgerin verschiedener hauptsächlich in wärmeren Regionen vorkommender Krankheitserreger wie beispielsweise dem Dengue- oder Chikungunyavirus. In einigen Regionen Deutschlands hat die Tigermücke bereits überwintert und sich dauerhaft angesiedelt. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass sich die Tigermücke nicht auf dem eigenen Grundstück und im eigenen Garten ansiedelt.

Ausbreitung der Stechmücken

Um die Ausbreitung der Stechmücken zu verhindern und ihre Populationen einzudämmen, bittet die Landesregierung die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe durch einfache Maßnahmen im eigenen Garten und auf dem eigenen Grundstück. Der wirksamste und nachhaltigste Schutz ist, den Mücken die Möglichkeit zum Brüten zu nehmen und so ihre Ansiedlung von vorneherein zu verhindern. Die Ansiedlung der Tigermücke kann mit einfachen Handgriffen verhindert werden, z.B. indem jegliche unbeaufsichtigten Wasseransammlungen auf dem Grundstück und im Garten über den Sommer vermieden werden.

Wasseransammlungen in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen oder Eimern sollten vermieden und Regentonnen abgedeckt werden. Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken sollte mindestens einmal wöchentlich ausgetauscht werden. Zudem sollten Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreit werden, damit sich kein Wasser darin staut. Bei der Grabpflege auf dem Friedhof empfiehlt es sich, ungenutzte Blumenvasen auf den Kopf zu stellen und Giesskannen zu leeren.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat einen Flyer erstellt, der in allen hessischen Gesundheitsämtern ausliegt. Ausführliche Informationen sowie Handlungsempfehlungen für die Bevölkerung sind zudem online zu finden.

Mückenmonitoring

Eingefangene Mücken können beim Mückenatlas zur Artbestimmung eingeschickt werden. So kann jeder schnell und einfach einen Beitrag zum Mückenmonitoring in Deutschland leisten.

Wertvolle Informationen über das Ausbreitungsmuster

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat Expertinnen und Experten des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums mit der Durchführung eines Tigermückenmonitorings beauftragt. Die hierbei erhobenen Daten sollen wertvolle Informationen über das Ausbreitungsmuster der Stechmücken liefern und künftig dabei helfen, die erforderlichen Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke, nicht nur in Frankfurt am Main, gezielter einzusetzen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration steht im engen Austausch mit dem Mückenatlas und dem HLNUG.

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Text: GM Redaktion, Hess. Ministerium für Umwelt

Sollen auch Arbeitnehmer jetzt Hitzefrei bekommen?

Die Partei „Die Grünen“ hat eine Idee für zukünftige Hitzewellen: Sie fordert ein „Recht auf Hitzefrei“! Das berichtet heute „Spiegel online“. Weiterhin möchte die Partei für Büroangestellte ein „Recht auf Home-Office“.

Hitzeaktionsplan

Geht es also nach den Grünen, so soll es ab dem nächsten Sommer nicht mehr nur Hitzefrei für Schüler und Lehrer geben, sondern auch für Arbeitnehmer mit Freiluftberufen. Die immer deutlicher werdende Klimakrise sei eine Gefahr für die menschliche Gesundheit, heißt es in einem sogenannten „Hitzeaktionsplan“ der Partei. Der Bericht zitiert Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter mit den Worten: „Wir brauchen dringend einen koordinierten Hitzeaktionsplan, um unsere Gesellschaft auf die extreme Hitze vorzubereiten und unsere Gesundheit zu schützen.“ (dpa)

Des Weiteren ergänzen die Grünen ihre aktuellen Forderungen: Das Recht auf Arbeit von Zuhause solle demnach für alle Beschäftigten gelten, „sofern dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen“.

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Vorsicht vor Durchfallerkrankungen bei Ägypten-Urlauben!

Das Robert-Koch-Institut meldet aktuell: Bereits 31 deutsche Ägyptenreisende haben sich im Sommer 2019 eine EHEC-Infektion mit Durchfällen und teilweise schweren Komplikationen zugezogen.

Das Kürzel EHEC steht für enterohämorrhagische Escherichia coli – bestimmte Stämme des Darmbakteriums E. coli, die hauptsächlich im Darm von Wiederkäuern vorkommen und besondere Giftstoffe, so genannte Shigatoxine produzieren können.

Infektionen mit diesen Erregern verursachen wässrige Durchfälle und krampfartige Bauchschmerzen, die manchmal mit Fieber einhergehen, in den meisten Fällen aber ohne ärztliche Hilfe wieder abklingen. „Gerade Kinder und ältere Menschen sind jedoch durch den Flüssigkeitsverlust stark belastet“, sagt Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin.

Außerdem bestehe gerade bei diesen Altersgruppen ein erhöhtes Risiko, ein so genanntes hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) zu entwickeln – eine gefährliche Komplikation der EHEC-Infektion, bei der die Bakteriengifte unter anderem die Niere angreifen und das Organ schwer schädigen können. Von dieser Komplikation, die unbehandelt bis zum Nierenversagen führen kann, waren in diesem Jahr bereits fünf deutsche Ägyptenreisende betroffen – im Vergleich zu jeweils nur einem Reisenden in den beiden Vorjahren.

Wodurch die diesjährigen Erkrankungen im Einzelnen verursacht wurden, ist nicht bekannt.

Die Urlauber, die von der aktuellen Erkrankungswelle betroffen waren, hatten in verschiedenen Hotels an unterschiedlichen Orten Urlaub gemacht. „Eine gemeinsame Infektionsquelle gab es somit nicht“, sagt Jelinek. Häufig gelangen die Bakterien mit kontaminiertem Essen oder Getränken in den Körper – auch Leitungswasser ist in Ägypten, anders als in Deutschland, nicht sicher. Die gefährlichen Keime können aber auch beim Schwimmen aufgenommen werden, wenn verunreinigtes Wasser in den Mund gelangt.

Um einer EHEC-Infektion vorzubeugen, empfiehlt das CRM daher, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten, die prinzipiell für den Urlaub in Ländern mit geringeren Hygiene-Standards gelten:

 – Auf Salat oder rohes Gemüse verzichten,

– Obst nur dann essen, wenn man es selbst schälen kann,

– nur frisch zubereitetes, durchgegartes Fleisch essen – Fleisch, das noch rosa oder schon wieder abgekühlt ist, sollte vermieden werden.

– Keine Rohmilch trinken. Auch Milchprodukte wie Käse oder Speiseeis sollten aus pasteurisierter Milch hergestellt sein.

– Kein Leitungswasser trinken oder zum Zähneputzen verwenden – auch Eiswürfel sollten nicht aus Leitungswasser bestehen.

– Speisen vermeiden, die unbedeckt herumstanden und möglicherweise Hitze und Fliegen ausgesetzt waren,

– beim Schwimmen darauf achten, möglichst kein Wasser zu schlucken,

– aus Rücksicht auf andere: aufs Schwimmen verzichten, wenn man sich bereits krank fühlt.

 Wie das CRM betont, gelten diese Vorsichtsmaßnahmen auch für Urlauber, die in vergleichsweise teuren Hotels untergebracht sind. Wer sich trotz aller Vorsicht eine Durchfallerkrankung zuzieht, sollte zunächst vor allem seinen Flüssigkeits- und Salzhaushalt stabilisieren – also ausreichend trinken und auch salzhaltige Speisen zu sich nehmen. Um den Keim nicht weiterzutragen, ist eine gute Toiletten- und Händehygiene wichtig. Wenn die Symptome nach 48 Stunden nicht deutlich nachlassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 Text: Zentrum für Reisemedizin und Redaktion girm

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