Weltkindertag – Heranwachsende benötigen Jod für eine gesunde geistige Entwicklung

„Jod und Schilddrüse“ Schon vor der Geburt bis zu der Pubertät: Heranwachsende benötigen Jod für eine gesunde geistige Entwicklung

Auch wenn Deutschland laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr als explizites Jodmangelgebiet gilt, sind Teile der Bevölkerung, unter anderem Kinder und Jugendliche, nicht ausreichend mit Jod versorgt. In der KiGGS-Studie (Untersuchung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) wurde bei etwa 30 Prozent der untersuchten Heranwachsenden eine unzureichende Jodversorgung nachgewiesen. Jod ist ein essentielles Spurenelement und für die Bildung der Schilddrüsenhormone unentbehrlich. „Besonders in den kritischen Phasen der Entwicklung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen kann ein Jodmangel schwerwiegende Folgen haben“, erklärt Professor Thomas Remer, Wissenschaftler und Ernährungsendokrinologe am Studienzentrum DONALD Studie Dortmund der Universität Bonn und 2.Vorsitzender des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ), anlässlich des Weltkindertages am 20. September. Dazu gehören Wachstumsstörungen, Hördefekte, Konzentrations- und Lerndefizite sowie bleibende Beeinträchtigungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Die Auswirkungen der unzureichenden Jodversorgung, unter anderem auf die geistige Entwicklung des Kindes, wurden in einer Stellungnahme der American Thyroid Association (US-amerikanischen Schilddrüsengesellschaft) von 2017 zum universellen Einsatz von Jodsalz hervorgehoben und entsprechend die Bedeutung einer ausreichend hohen Jodzufuhr gerade in der Schwangerschaft und während des anschließenden Stillens betont (6).

Jod – von großer Bedeutung in der Schwangerschaft

Ist nicht ausreichend Jod vorhanden, wird zu wenig Schilddrüsenhormon T4 (Thyroxin oder Tetrajodthyronin) gebildet. Das T4 liegt im Blut an ein Protein gebunden oder frei vor. Besonders das freie T4 (fT4) ist dafür verantwortlich, dass sich die Nervenzellen gesund entwickeln, da für eine adäquate Hormonwirkung im Gehirn vorwiegend das fT4 die Bluthirnschranke passieren muss. Es wird anschließend in den Zielzellen durch das Enzym Dejodase in die aktive Hormon-Form T3 (Trijodthyronin) umgewandelt. Schon leicht verminderte fT4-Werte können die geistige Entwicklung beeinträchtigen. Die Schwangerschaft gilt dabei als die kritischste Phase der kindlichen Hirnentwicklung. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche wird der Fetus über die Schilddrüsenhormone der Mutter mitversorgt. Daher benötigt sie in der Schwangerschaft mehr Jod, um vermehrt Schilddrüsenhormone produzieren zu können. Aber auch danach: Zwar beginnt die kleine Schilddrüse des ungeborenen Kindes nun selbst Hormone zu bilden, benötigt hierfür jedoch das Jod der Mutter über die Nabelschnur. Professor Remer betont deshalb: „Um ausreichend mit Jod versorgt zu sein, sollten alle Schwangeren besonders auf ihre Jodzufuhr achten und sich gerade in dieser wichtigen Lebensphase dafür entscheiden, eine übliche, in der Regel joddefizitäre Kost mit täglich 150 bis 200 Mikrogramm Jod (in Tablettenform) zu ergänzen.“ Die Dosierung entspricht der gemeinsamen aktuellen Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (7).

Stillzeit: Mütterliche Jodversorgung unentbehrlich für das Kind

Nach der Geburt bis zum Ende der Stillzeit ist das Kind ebenfalls auf eine ausreichende Jodzufuhr seitens der Mutter angewiesen. Während der Stillzeit stellt die Muttermilch die einzige Nahrungsquelle für das Kind dar. In der Regel weist sie ein ideales Verhältnis aller notwendigen Nährstoffe auf – mit Ausnahme des Spurenelements Jod in Jodmangelgebieten. Die Brustdrüse kann aktiv nur so viel Jod für das Baby bereitstellen wie aufgrund der Nahrungszufuhr der Mutter in ihrem Blut zirkuliert. Deswegen sollte auch hier der erhöhte Jodbedarf mithilfe der Einnahme von Jodtabletten gedeckt werden, wenn nicht durch die übliche Ernährung eine tägliche Jodzufuhr von ca. 200 Mikrogramm pro Tag sichergestellt werden kann. Nicht gestillte Säuglinge werden generell durch kommerzielle Säuglingsanfangsnahrungen ausreichend mit Jod versorgt. Säuglinge haben eine kleinere Schilddrüse und können daher weniger Jod speichern. Somit besteht schneller die Gefahr einer Unterversorgung. Die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die tägliche Jodzufuhr in den ersten Lebensmonaten liegt derzeit bei 40 Mikrogramm (siehe Tabelle). „Experten plädieren allerdings für eine deutliche Anhebung der Empfehlung gerade während der ersten Lebensmonate, um eine optimale Entwicklung des Gehirns zu unterstützen. So lauten die Referenzwerte des US-amerikanischen Institute of Medicine für die adäquate Jodzufuhr von Säuglingen bis zum sechsten Lebensmonat sogar: 110 Mikrogramm täglich“, sagt Professor Remer.

Während des gesamten Wachstums auf Jodzufuhr achten

Nach der reinen Stillzeit ist besonders bei selbst hergestellter Beikost die Jodzufuhr kritisch, da diese überwiegend pflanzlich ist (Getreide-, Obst-, Gemüsebreie) und daher nur wenig Jod enthält. Auch industriell hergestellte Beikost ist nur teilweise ausreichend angereichert. „Bei teilgestillten Säuglingen und der Zufütterung von selbst hergestellter Beikost wird oft weniger als die Hälfte der täglich notwendigen Jodzufuhr erreicht“, so Professor Remer. Zur Verbesserung der Jodversorgung können Jodtropfen zur Anreicherung der Nahrung genutzt werden. Allerdings sollte dies zuvor mit dem Kinderarzt besprochen werden.

Auch im Schulkindalter sollten Eltern auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. „Bei neuseeländischen Schulkindern, mit annähernd ähnlicher Jodversorgung, wie sie auch bei deutschen Kindern zu beobachten ist, konnten durch die tägliche Jodgabe von 150 Mikrogramm über ein halbes Jahr bereits deutliche Verbesserungen geistiger Leistungsparameter im Vergleich zu Kindern der Kontrollgruppe ohne Jodgabe nachgewiesen werden“, erläutert Professor Remer.

 

(Tab.1: Referenzwerte der deutschen Gesellschaft für Ernährung, 2017; a) Schätzwert; µg = Mikrogramm
AlterEmpfohlene Zufuhr in µg pro Tag
0 bis 4 Monatea40
4 bis12 Monate80
1 bis 4 Jahre100
4 bis 7 Jahre120
7 bis 10 Jahre140
10 bis 13 Jahre180
13 bis 15 Jahre200
über 15 Jahre200

 

Um die Kleinsten von Anfang an gut mit Jod zu versorgen, gibt der AKJ folgende Tipps:

Bei der Herstellung von Beikost, speziell auf pflanzlicher Basis und der hauptsächlichen Verwendung von Bio-Milchprodukten, muss auf eine ausreichende Gesamt-Jodzufuhr geachtet werden. Die Beikost sollten Eltern bei Kleinkindern unter einem Jahr nicht eigenmächtig nachsalzen, auch nicht mit Jodsalz. Ein zu hoher Salzkonsum kann langfristig eine ungünstige Entwicklung des Blutdrucks und der Geschmacksprägung verursachen. Wenn Kinder etwa ab dem ersten Lebensjahr auch salzhaltigere Mahlzeiten angeboten bekommen, sollten diese – wenn immer möglich – mit jodiertem Speisesalz zubereitet werden. Im höheren Kindes- und Jugendalter empfiehlt der AKJ eine jodreiche Ernährung mit regelmäßig Seefisch, Milch- und Milchprodukten sowie der gezielten Auswahl von Lebensmitteln, die mit jodiertem Speisesalz produziert wurden. Insbesondere die Jodsalzprophylaxe hat in der Vergangenheit maßgeblich zu einer verbesserten Jodversorgung beigetragen – dies betont nicht nur die amerikanische Schilddrüsengesellschaft in ihrem Statement (6), sondern auch das seit 30 Jahren weltweit eng mit der WHO und mit UNICEF zusammenarbeitende IGN (Iodine Global Network). „Laut der American Thyroid Association stellt die Anreicherung von Speisesalz mit Jod und dessen Verwendung in der Lebensmittelproduktion eine effektive sowie nachhaltige Strategie zur Behebung jodmangelbedingter Auswirkungen und Schilddrüsenerkrankungen dar“, äußert Professor Remer.

1.     Remer T. et al. (2010) Jodmangel im Säuglingsalter – ein Risiko für die kognitive Entwicklung. Dtsch med Wochenschr,Vol. 135, S.1551-1556

2.     Niwattisaiwong S., Burman K.D., Li-Ng M. (2017) Iodine deficiency: Clinical implications. Cleveland Clinic Journal of Medicine, Vol.84, Nr.3, S.236-243

3.     Wie wirkt sich Jodmangel in der Schwangerschaft auf die kognitive Entwicklung der Kinder aus? Lancet 2013, Vol. 382, S.331-337. In: Archiv 2014, Thieme Verlag www.thieme.de; (Download 19.05.2017, 17.01 Uhr)

4.     Remer T. (2007) Jodversorgung bei Kindern und Jugendlichen: Maßnahmen, Probleme und Erfolge im Wachstumsalter. Prävention und Gesundheitsförderung, Vol. 3, S.167-174

5.     Rayman M.P, Bath S.C. (2015) The new emergence of iodine deficiency in the UK: consequences for child neurodevelopment. Ann Clin Biochem, Vol.52, S.705-708

6.     Pearce E.N. (2017) The American Thyroid Association: Statement on Universal Salt Iodization. Thyroid, Vol. 27, No.2

7.     Feldkamp J. (2016) Klug entscheiden:…in der Endokrinologie. Dtsch Arztebl, Vol.113, Nr.17

8.     Iodine Global Network. The Iodine Global Network: 2016 Annual Report. IGN: Seatle, WA. 22 May, 2016. Seatle, WA. 22 May, 2016.

Bild:FOTOLIA

 

 

 

Klimawandel, Migration, Mobilität Neue Augeninfektionen in Deutschland

Durch Klimawandel, Migration und weltweite Mobilität treten in Deutschland neue entzündliche Augenerkrankungen auf, die unbehandelt Sehschäden bis hin zur Erblindung verursachen können.

 Tigermücken, die ursprünglich in Afrika und Asien heimisch waren, sind aufgrund des klimatischen Wandels in Südeuropa sesshaft geworden – und befinden sich derzeit auf dem Sprung nach Süddeutschland. Ihr Stich kann das Dengue-, Chikungunga-, West Nile- und Zika-Virus übertragen. „Diese Viren zählen zu den neuen Erregern für eine Entzündung der Aderhaut im Auge“, erklärt Professor Dr. med. Carsten Heinz, Leitender Arzt am Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster.

Klimawandel: Tigermücke überträgt virale Augenentzündung

Die Anzeichen einer solchen viralen Augeninfektion reichen von einer leichten Entzündung im vorderen Teil des Auges mit Druckgefühl und vorübergehender Rötung bis hin zu einer schweren Netzhaut-Infektion mit dauerhaftem Verlust der Sehfunktion. „Weil die Erkrankung in unseren Breitengraden so selten vorkommt, liegt die Herausforderung für Augenärzte in der raschen Diagnose“, erläutert Heinz. Betroffen sind bislang vor allem Reiserückkehrer und Menschen mit Migrationshintergrund. „Neben der Untersuchung ist daher das Gespräch mit dem Patienten, die Anamnese, entscheidend“, so Heinz. Betroffene, die unter solchen Beschwerden leiden, sollten den Augenarzt über ihr Herkunftsland oder Reiseaktivitäten informieren. Die Symptome der viralen Aderhaut-Infektion werden mit Kortisonpräparaten behandelt.

Narbige Bindehautinfektion durch Chlamydien aus Afrika

Vorsicht ist auch geboten bei einer bakteriellen Infektion mit einem Chlamydientyp, der in Afrika vorkommt und sich in Form einer schwer vernarbenden Bindehautentzündung zeigt. „Wird ein solches Trachom rasch erkannt, hilft eine antibiotische Therapie“, so Heinz. „In fortgeschrittenen Stadien kann eine Operation erforderlich werden, um Erblindung zu verhindern.“ Die Erkrankung geht, im Gegensatz zu anderen Chlamydieninfektionen, nicht auf die Geschlechtsorgane über. Sie wird durch direkten Kontakt mit Tränenflüssigkeit übertragen, in Afrika ebenfalls durch Fliegen, die ins Auge gelangen.

 Migration bringt Rückkehr der Augen-Tuberkulose

Dank verbesserter Lebens- und Hygienebedingungen spielte die Lungenerkrankung Tuberkulose kaum noch eine Rolle in Deutschland. Was vielen nicht bekannt sein dürfte: Tuberkulose kann sich in Form einer Entzündung der Aderhaut auch an den Augen zeigen, als Uveitis. „Durch die Migration aus Risikogebieten, wozu auch Russland und Osteuropa zählen, sehen die Ophthalmologen diese Augen-Tuberkulose hierzulande wieder häufiger“, berichtet Heinz. Die Erkrankung wird über Tröpfcheninfektion übertragen und führt unbehandelt zur Erblindung. „Weltweite Mobilität und Klimawandel werden das Spektrum der infektiösen Augenerkrankungen vermutlich noch weiter verändern“, prognostiziert DOG-Präsident Professor Dr. med. Hans Hoerauf.

 ©

DOG: Forschung – Lehre – Krankenversorgung

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 7.750 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, lehren und behandeln.

Wiedereröffnung der Starkenburg: Finanzielle Unterstützung der Jugendherbergen in Hessen

Nachtwanderung, Schnitzeljagd, Tagebuch schreiben, im Matsch Fußballspielen und Streit mit der besten Freundin haben – jedes Ereignis für sich ist für Kinder und Jugendliche aufregend. In einer Jugendherberge erleben sie in wenigen Tagen alles auf einmal. Wer mit Verein oder Schule eine Jugendherberge besucht, hat meistens hinterher einiges zu erzählen. Seit heute ist auch die Jugendherberge Starkenburg in Heppenheim wieder Erlebnisort für Kinder, Jugendliche und Familien. „Die Starkenburg wurde umfassend renoviert und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat dies mit rund 300.000 Euro gefördert“, sagt der hessische Sozialminister Kai Klose, „ich freue mich sehr, dass dieses historische Gebäude mit seinem tollen Ausblick über die Rheinebene seine Tore jetzt wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet hat.“

Die Burgjugendherberge ist ein Beispiel dafür, wie sehr sich das Land Hessen für junge Menschen und Familien engagiert. Neben der Starkenburg sind seit 2018 ebenfalls das Kolping Feriendorf Herbstein (400.000 Euro), die Jugendherberge Marburg (700.000 Euro) und der Falken-Zeltlagerplatz Flörsbachtal (40.000 Euro) unterstützt worden. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert regelmäßig Investitionsvorhaben, um Jugendherbergen, Familienbildungsstätten, Jugendbildungsstätten und Familienerholungseinrichtungen zu bauen und besser auszustatten.

Darüber hinaus hat die Landesregierung im Mai, während der ersten Phase der Corona-Pandemie, hessische Jugendherbergen des Deutschen Jugendherbergswerkes mit einer Million Euro Soforthilfe unterstützt. „Jugendherbergen sind im Unterschied zu den Jugendbildungseinrichtungen bis dato durch das Raster der Rettungsschirme von Bund und Land gefallen“, erklärt Sozialminister Kai Klose. „Unsere Soforthilfe war eine schnelle Reaktion auf den akut angezeigten Liquiditätsengpass der Jugendherbergen.“ Die Entscheidung, wie viel Geld welche Jugendherberge nach welchen Kriterien aus diesen Mitteln erhält, hat der Landesverband der Deutschen Jugendherbergen eigenständig getroffen. Mit der Fördersumme von einer Million Euro hat das Land den Beihilferahmen des EU-Rechts, mit dem eine finanzielle Hilfe für die Herbergen möglich ist, ausgeschöpft.

„Die Bundesregierung prüft derzeit weitere Fördermöglichkeiten. Wir hoffen, dass so schnell wie möglich eine Entscheidung zugunsten der Herbergen fällt“, sagt Klose. Damit der Jugendherbergsverband aus den bereits bestehenden Bundesprogrammen für gemeinnützige Übernachtungseinrichtungen weitere Gelder erhalten kann, ist es nötig, sich mit der EU-Kommission in Brüssel abzustimmen. Die Hessische Landesregierung hat sich hierfür mit Nachdruck bei der Bundesregierung eingesetzt. „Aktuell arbeitet der Bund an einer Rahmenregelung, die mit der EU-Kommission abgestimmt wird. Sobald das genehmigt ist, ist es dem Herbergsverband auch möglich, weitere nötige Gelder zu beantragen“, so Klose.

Corona? Bei uns nicht mehr!

Kommentar der Redaktion!

Mag. Andrea Thoma, Chefredakteurin girm

Liebe User,

nach langen Überlegungen sind wir – die Chefredaktion, die Kollegen der Redaktion und auch die Geschäftsleitung – zu der Überlegung gekommen, das Corona-Thema zunächst auf unserer Internetseite www.gesund-in-rheinmain.de NICHT mehr abzubilden.

Wir möchten Ihnen auch erklären, warum wir das so entschieden haben:

Wir haben das Gefühl, dass sich, vor allem in Deutschland, immer mehr „zwei gesellschaftliche Fraktionen“ herausbilden, wenn es um dieses Thema geht. Das entwickelt sich, wenn wir nicht ALLE  gegensteuern, zu verhärteten Positionen, die immer weniger Toleranz zulassen. Diese Entwicklung wollen wir nicht mehr unterstützen.

Auch in unserem Unternehmen gibt es zwei „Fraktionen“. Diejenigen, die eher der Politik und den Mainstream-Medien wie ARD und ZDF Glauben schenken, und diejenigen, die das gesamte Thema Corona (und seine gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswüchse) extrem kritisch sehen, ohne dabei sogenannte Verschwörungstheoretiker zu sein. Wir diskutieren unsere unterschiedlichen Positionen immer mal wieder offen aus, kommen aber auf keinen gemeinsamen Nenner. Der „Rettungsanker“ ist unser Diskussions-Credo: Toleranz, Offenheit und Akzeptanz im Umgang mit der Meinung und Haltung des Anderen. – Genau das aber vermissen wir seit Monaten in der Politik, in den Medien, in der Medizin und in der Gesellschaft.

Bis sich diese offene, kritische und tolerante Haltung wieder gesellschaftlich und vor allem medial durchgesetzt hat (hoffentlich!), halten wir uns aus dem Thema Corona ab jetzt raus. Wir glauben, dass Sie durch die zahlreichen Print-, TV- und Internet-Medien mehr als Genug Gelegenheit haben, sich, wenn auch jeweils einseitig, zu informieren.

Wir bilden deshalb ab jetzt weder Artikel oder Interviews noch Tabellen, weder Neuinfektionszahlen noch Quaratäne-Regeln ab (Außer bei wichtigen hessischen Infos, die Ihr Alltagsleben entscheidend betreffen, oder bei Reiseregeln.).

Um aber unserer Informationspflicht nachzukommen, bieten wir Ihnen bei www.gesund-in-rheinmain.de in Kurzform, nämlich durch Internet-Links, BEIDE Seiten der Corona-Berichterstattung. Leider macht das bisher kein Medium. Sollte aber genau das nicht Aufgabe der 3. „Gewalt“ im Staat sein? Sei´s drum – wir sind mutig und tun es! Uns ist es nämlich ein Anliegen, dass Sie, unkommentiert von unserer Redaktion, auf unterschiedlichen Informationsplattformen Fakten und Meinungen zu Corona sammeln können.

Wir geben Ihnen hier einige Info-Links weiter. Hierbei finden Sie „Mainstream“-Informationen, aber auch kritische Gedanken zum Gesamtthema:

www.rki.de

www.charité.de

www.soziales.hessen.de

https://twitter.com/c_drosten

www.rubikon.news

www.fairtalk.tv

www.krisenrat.info

www.frag-uns-doch.de

 

 

 

DRK Blutspende Termine im RheinMain Gebiet

Ihren persönlichen DRK Blutspende Termin finden ein Service von Gesund-in-RheinMain:

Aufruf von Sozial- und Integrationsminister Kai Klose an die hessische Bevölkerung:

„Bitte spenden Sie Blut und helfen Sie, Leben zu retten.“

Ihren Termin hier abrufen: https://www.blutspende.de/blutspendetermine/

Es drohen erneut Engpässe bei Blutkonserven

Nach dem Engpass von Blutkonserven im Mai ist die Lage auch nun wieder angespannt.

Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, ruft deshalb alle Hessinnen und Hessen erneut zum Blutspenden auf: „Blutspenden können Leben retten. Ich bitte alle, die können und dürfen, Blut zu spenden und dazu beizutragen, dass die Versorgung mit Blutkonserven weiterhin gewährleistet ist. Jeder kann, z.B. als Unfallopfer, auf Blutspenden angewiesen sein.“ Um Patienten zu versorgen, werden in Hessen wöchentlich mehrere tausend Blutspenden benötigt.

Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten zwei Wochen aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt ist. Diese zweiwöchige Rückstellfrist gilt auch für Spendewillige nach Aufenthalt in einem Risikogebiet in Deutschland (Risikogebiete in Deutschland sind Gebiete mit einer Neuinfektionsrate von 50 oder mehr pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb von 7 Tagen). Spendenwillige mit Kontakt zu einer Person, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, dürfen zwei Wochen nach dem letzten Kontakt kein Blut spenden. Personen, die an COVID-19 erkrankt waren, werden für vier Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt.

Auch unabhängig von Corona gibt es einige Punkte, die beachtet werden müssen, damit Spender und Empfänger von Blutprodukten optimal geschützt werden. Mit einem Spende-Check kann man selbst unter https://www.drk-blutspende.de/spenderservices/spende-check-neu.php seine Spendentauglichkeit prüfen. Allerdings ersetzt er nicht das Arztgespräch beim Blutspende-Termin. Erst hier stellt die Ärztin bzw. der Arzt tagesaktuell die Spendetauglichkeit fest.

Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den vorgegebenen Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

Der DRK-Blutspendedienst versorgt über 90 Prozent der Patientinnen und Patienten in den hessischen Kliniken mit Blut- und Blutbestandteilkonserven. Informationen über Blutspendetermine sind kostenlos unter der DRK-Info-Hotline 0800/11 949 11 erhältlich oder im Internet unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/.

 

 

 

 

Videomitschnitt zur Online-Pressekonferenz – Deutschen Hormonwoche 12. bis 19. September 2020

Videomitschnitt Hormonwoche

Deutschen Hormonwoche (12. bis 19. September 2020)
Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE)

60 Jahre Pille – Licht und Schatten
Professor Dr. Vanadin Seifert-Klauss, Leitende Oberärztin Poliklinik/Endokrinologie an der Klinik
und Poliklinik für Frauenheilkunde am Klinikum rechts der Isar in München

Wenn Kinder zu wenig oder zu viel wachsen
Professor Dr. med. Joachim Wölfle, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft „Pädiatrische Endokrinologie
und Diabetologie“ der DGE, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie
(DGKED), Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Erlangen der FriedrichAlexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Gezielte Entzündungsmodulation – ein Konzept zur Behandlung von Diabetes Typ 2?
Professor Dr. rer. nat. Jan P. Tuckermann, Leiter des Instituts für Molekulare Endokrinologie der Tiere
an der Universität Ulm und Vizepräsident der DGE

Presseartikel zur Online Konferenz:

Wenn Kinder zu viel oder zu wenig wachsen

Wachstumsstörungen immer ärztlich abklären lassen
Altdorf, 8. September 2020 – Wachstumsstörungen vom Baby bis zum Teenager zählen zu den
häufigsten Gründen, einen Kinderarzt aufzusuchen. Tatsächlich sind jeweils etwa drei Prozent
aller Kinder klein- oder hochwüchsig. Die Ursachen für Wachstumsstörungen sind vielfältig.
Häufig handelt es sich um Abweichungen von der Norm, die nicht weiter einer medizinischen
Behandlung bedürfen. Sie können aber auch ein erstes Anzeichen für eine ernste Erkrankung
sein. Deshalb sollten sie immer vom Kinderarzt und gegebenenfalls einem
Kinderendokrinologen abgeklärt werden. Die 5. Deutsche Hormonwoche der Deutschen
Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) vom 12. bis 19. September 2020 bietet Anlass, über
Wachstumsstörungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Klein- und Hochwuchs
ist auch ein Thema auf der heutigen Online-Pressekonferenz im Vorfeld der 5. Deutschen
Hormonwoche.
Ein zu geringes, aber auch ein zu frühes oder starkes Längenwachstum kann für die Betroffenen und
ihre Angehörigen sehr belastend sein. Eine Erwachsenengröße von unter 150 cm gilt in Deutschland
als Behinderung. Tatsächlich suchen deutlich weniger Groß- als Kleinwüchsige eine medizinische
Abklärung. „Dies mag damit zusammenhängen, dass Hochwuchs gesellschaftlich deutlich akzeptierter
ist als Kleinwuchs“, sagt Professor Dr. med. Joachim Wölfle, Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Kinderendokrinologie (DGKED) und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft „Pädiatrische Endokrinologie
und Diabetologie“ der DGE.
Das schnellste Wachstum erfolgt im Bauch der Mutter. Innerhalb von neun Monaten entwickelt sich
die befruchtete Eizelle zu einem vollständigen kleinen Menschen von 46  bis 55 cm (3. bis
97. Perzentile) beim Mädchen und 47  bis 55,5 cm (3. bis 97. Perzentile) bei Jungen. „Nie wieder
wächst ein Mensch so rasch wie in dieser Zeit“, erläutert der Kinderendokrinologe und Direktor der
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg. Auch im 1. Lebensjahr ist das Wachstum noch schnell: So wachsen Mädchen im
Durchschnitt 24,5 cm und Jungen 25,5 cm (1). In der Kindheit nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit
allmählich ab – bis zum letzten Wachstumsschub in der Pubertät. Unter dem Einfluss der
Sexualhormone kommt es zu einem vermehrten Längenwachstum. Als Faustregel kann gelten, dass
Mädchen nach der ersten Monatsblutung noch etwa 4 bis 5 cm wachsen. „Für Jungen gibt es leider
keinen entsprechenden Anhaltswert“, so Professor Wölfle.
Eine Abweichung von der Norm bedeute nicht automatisch, dass das Kind krank ist, beruhigt
Professor Wölfle. Dennoch gelte es, organische Erkrankungen auszuschließen, die zu einer
Wachstumsstörung führen können. Oft handle es sich lediglich um Normvarianten von
Größenwachstum, etwa als Folge von familiärer Veranlagung. Mehr Augenmerk bedürften in der
Regel konstitutionsbedingte Verzögerungen von Wachstum und Entwicklung. „Zu Kleinwuchs
können Mangel- oder Fehlernährung, aber auch zehrende Erkrankungen wie schweres Asthma,
Mukoviszidose oder erworbene schwere Herzerkrankungen wie eine Herzinsuffizienz führen. Zu den
hormonbedingten Ursachen von Kleinwuchs gehören etwa die Unterfunktion der Schilddrüse, das
Cushing-Syndrom, eine Rachitis, ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus oder ein Mangel an
Wachstumshormon“, erläutert Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Mediensprecher der DGE und
Leiter des Schwerpunktes Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Universitätsmedizin
Mainz. Kleinwuchs kann aber auch das Erstsymptom weiterer schwerer Erkrankungen sein. Hierzu
zählen unter anderem eine chronische Niereninsuffizienz oder auch Achondroplasie – eine seltene
Erbkrankheit, bei der vor allem Oberarm- und Oberschenkelknochen verkürzt sind. „Der rasante
Fortschritt in der genetischen Diagnostik erlaubte in der jüngeren Vergangenheit eine Identifizierung
von Krankheitsursachen und bietet so die Möglichkeit für die Entwicklung von mehr zielgerichteten
Therapien“, berichtet Professor Wölfle.
Auch Hochwuchs kann für andere Begleiterkrankungen stehen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar
sind. So leiden Patienten mit dem sogenannten Marfan-Syndrom nicht nur an einem
überdurchschnittlichen Längenwachstum. Sie gehen oft auch mit Fehlbildungen des Herz-
/Blutgefäßsystems wie Aussackungen der Aorta (sogenanntes Aneurysma) und Einrissen und
Spaltbildung zwischen den Gefäßwänden der Hauptschlagader (Dissektionen) einher. Unerkannt
können sie zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

60 Jahre Antibabypille: Licht und Schatten

Betreuung von Frauen rund um die Einnahme verbessern
Altdorf, 8. September 2020 – Vor 60 Jahren wurde die sogenannte Antibabypille eingeführt. Das
Anwendungsspektrum der Hormonpräparate ist weit gesteckt. Es umfasst neben der Verhütung
einer Schwangerschaft die Behandlung häufiger Störungen des weiblichen Hormonhaushalts –
von Blutungsstörungen über Endometriose bis Akne. Die 5. Deutsche Hormonwoche der
Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) vom 12. bis 19. September 2020 nimmt das
Jubiläum zum Anlass, über Nutzen und Risiken der „Pille“ und ihrer Einsatzmöglichkeiten zu
informieren. Denn die hormonelle Verhütung greift tief in den Stoffwechsel ein. Warum sie
deshalb auch kein Lifestyle-Präparat ist, das routinemäßig verschrieben werden sollte, ist ein
Thema auf der heutigen Online-Pressekonferenz im Vorfeld der 5. Deutschen Hormonwoche.
Professor Dr. med. Vanadin Seifert-Klauss, leitende Oberärztin der Gynäkologischen
Endokrinologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, gibt einen
Überblick über den aktuellen Wissensstand, so auch zu Thrombosen und Depressionen im
Zusammenhang mit der „Pille“, und beantwortet Fragen.
Seit ihrer Markteinführung im Jahr 1960 in den USA nehmen weltweit täglich über 100 Millionen
Frauen die „Pille“. Das sind etwa neun Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter. Unter der „Pille“
versteht man im Allgemeinen ein Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparat (kombinierte orale
Kontrazeptiva (KOK). Wenn es, wie heute meist üblich, niedrig dosiert ist, wird es als Mikropille
bezeichnet. Daneben gibt es reine Gestagen-Produkte, die sogenannten Minipillen oder
Gestagenpillen.
In Deutschland ist die „Pille“ das nach wie vor am Häufigsten verwendete Verhütungsmittel. Doch
aktuelle Auswertungen der gesetzlichen Krankenversicherungen AOK (1) und Techniker
Krankenkasse (2) zeigen, dass besonders unter den jungen Frauen die Anwender-Zahlen zurück gehen.
So ist der Anteil der Pillen-Verordnungen bei den bei der AOK versicherten Mädchen und Frauen im
Alter bis zu 20 beziehungsweise 22 Jahren von 46 Prozent im Jahr 2010 auf 31 Prozent im Jahr 2019
gesunken. Seit Mitte 2019 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für die „Pille“
bis zum Alter von 22 Jahren. „Immer mehr lehnen heute diesen Eingriff in die natürlichen Vorgänge
ihres Körpers ab“, sagt Professor Seifert-Klauss. „Hinzu kommen verunsichernde Berichte, etwa über
Thrombosen oder Depressionen im Zusammenhang mit der Anwendung.“
„Bezüglich eines erhöhten Thromboserisikos ist richtig, dass der synthetische Östrogen-Anteil in KOK
generell dieses Risiko im Vergleich zu jungen Frauen, die nicht hormonell verhüten, erhöht“, so
Professor Seifert-Klauss. Es gebe zudem Hinweise, dass die modernen KOK-Präparate der 3. und 4.
Generation – insbesondere jene mit dem künstlichen Gestagen Drospirenon – sowie die LangzeitEinnahme von KOK die Thrombosegefahr möglicherweise weiter erhöhen. „Dennoch bewegt sich das
Risiko eines Gefäßverschlusses durch die Pille auf einem generell niedrigen Niveau.“ Bei
Schwangeren oder erst recht bei Frauen untermittelbar nach der Geburt eines Kindes sei die
Wahrscheinlichkeit der Bildung eines Blutgerinnsels, das die Gefäße verstopfe, um ein Vielfaches
höher, so die Ärztin.
Doch um über Nutzen und Risiken der „Pille“ aufzuklären und zu möglichen individuellen
Nebenwirkungen und den Umgang mit ihnen zu beraten, brauche es Zeit für die Anamnese und
ärztliche Kompetenz. „Die sprechende Heilkunde bleibt zugunsten der operativen Medizin auf der
Strecke“, kritisiert Professor Seifert-Klauss. „Da ist es dann kein Wunder, dass Patientinnen sich von
hormoneller Verhütung abwenden“, findet die Fachärztin für Gynäkologische Endokrinologie.
Dabei habe die Pille – eine korrekte Einnahme und gesundheitliche Eignung der Patientinnen
vorausgesetzt– viele Vorteile: Sie verhüte sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft und sei
komfortabel in der Anwendung. Weniger im Fokus der Öffentlichkeit, aber nicht minder wichtig seien
auch die zahlreichen therapeutischen Wirkungen von hormoneller Verhütung. „Viele hormonell
verursachten weiblichen Beschwerden werden bei der Einnahme ganz „nebenbei“ behandelt“, erläutert
Professor Seifert-Klauss und zählt Beispiele auf: etwa eine Blutarmut durch zu starke
Monatsblutungen, eine unregelmäßige Periode, Zystenbildung der Eierstöcke, Endometriose,
Hautunreinheiten und vieles mehr könnten gelindert oder sogar behoben werden. „Manche
Patientinnen nehmen die „Pille“ sogar weniger zur Verhütung als aus medizinischen Gründen.“ Am
Ende des Tages, so die DGE-Expertin, komme es darauf an, für jede Patientin den Nutzen der Pille
gegen die Risiken abzuwägen.
Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Mediensprecher der DGE und Leiter des Schwerpunktes
Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Universitätsmedizin Mainz, fasst zusammen: „Die
hormonellen Regelkreise sind sehr komplex. Daher müssen Anwendungen wie die „Pille“ unbedingt
von gynäkologisch-endokrinologisch versierten Expertinnen und Experten begleitet werden.

Diabetes Typ 2 und Übergewicht: hilft eine gezielte Entzündungsreduktion?

Experten stellen neue mögliche Strategien für eine Diabetestherapie vor
Altdorf, 8. September 2020 – Adipositas löst chronische Entzündungen im Fettgewebe aus. Diese
Entzündungen wiederum schaden dem Stoffwechsel und können so etwa
Stoffwechselerkrankungen wie einen Diabetes Typ 2 zur Folge haben. Doch nicht immer hilft die
Änderung des Lebensstils, um Gewicht zu verlieren, oder die Erfolge sind nur von kurzer
Dauer. Forscher arbeiten deshalb an Lösungen, gezielt in diese Entzündungsprozesse mithilfe
von Medikamenten einzugreifen. Auf der heutigen Online-Pressekonferenz der Deutschen
Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) informieren Experten, wie Fettstoffwechsel, Hormone
und Diabetes Typ 2 zusammenhängen und welche Lösungsansätze es für eine Therapie von
Menschen mit Adipositas und Diabetes Typ 2 gibt. Anlass ist die 5. Deutsche Hormonwoche der
Fachgesellschaft vom 12. bis 19. September 2020.
Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre zeigen, dass in überschüssigem Fettgewebe
niederschwellige chronische Entzündungen stattfinden können. Dies gilt auch für im
Energiestoffwechsel aktive Gewebe wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Gehirn. Diese von den
Patienten oft gar nicht wahrnehmbare, „stille“ Entzündungsreaktion hat vielfältige nachteilige
Wirkungen auf den Organismus. Sie senkt beispielsweise die Empfindlichkeit des
blutzuckersenkenden Hormons Insulins herab. „Dadurch verbleibt nach der Nahrungsaufnahme der
Zucker im Blut und wird nicht oder schlecht von den Geweben aufgenommen“, erläutert Professor Dr.
rer. nat. Jan Tuckermann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE).
Entsprechend produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin, um den Blutzucker zu senken.
Schließlich erschöpfen sich die insulinproduzierenden Zellen und es kann sich ein Diabetes Typ 2
entwickeln. „Wir sehen diese schwelende Entzündung nicht mehr nur als „passiven“ Begleitprozess
von Erkrankungen. Wir wissen heute, dass sie vielmehr eine wesentliche, ursächliche Rolle in der
Krankheitsentstehung spielt“, so Tuckermann, der das Institut für Molekulare Endokrinologie der
Tiere an der Universität Ulm leitet. Umso wichtiger sei es, überschüssiges Körperfett abzubauen.
Um abzunehmen gelten als etablierte Maßnahmen Diät, Bewegung und Sport sowie eine
Verhaltenstherapie und Medikamente. In schweren Fällen verkleinern Chirurgen den Magen und
Darmtrakt. Und tatsächlich zeigen viele Studien, dass eine Gewichtsabnahme Diabetes zurückdrängen
kann. Doch oftmals sind die Effekte nicht langanhaltend (Jo-Jo-Effekt), Patienten sprechen auf Diäten
kaum oder gar nicht an. Und manche Patienten, die an chronischen Krankheiten leiden, dürfen aus
gesundheitlichen Gründen nicht fasten. „Deshalb sind wir auf der Suche nach neuen Ansatzpunkten,
um die Entzündungen als Folge von Adipositas wirkungsvoll und schonend zu behandeln oder um
ihnen sogar vorzubeugen.“
Der Hormonexperte weist jedoch darauf hin, dass die generelle Unterdrückung der
Entzündungsreaktion vermutlich nicht der richtige Weg sei: „Wenn man das Immunsystem komplett
unterdrückt, schwächt dies die Abwehrkräfte derart, dass man Infektionen schutzlos ausgeliefert ist“,
sagt Tuckermann.
Wichtiger sei es eher, Strategien zu entwickeln, immunabschwächende und damit
entzündungshemmende Hormone und Substanzen gezielt an die (Entstehungs-)Orte der
niederschwelligen Entzündung zu bringen. „Wir wollen wichtige Akteure im schädlichen
Entzündungsstoffwechsel punktgenau ausschalten“, so Tuckermann. Dieser vielversprechende Ansatz
hat ein neues Forschungsfeld begründet – den sogenannten Immuno-Metabolismus. Dieser befasst
sich mit den Zusammenhängen von Immunabwehr, Stoffwechsel und Hormonen.
„Wir setzen große Hoffnungen in den spezifisch wirkenden Einsatz von Entzündungsmodulatoren.
Damit könnten wir auch denjenigen Patienten helfen, bei denen die bisherigen Maßnahmen nicht
greifen“, sagt auch Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Mediensprecher der DGE, Leiter des
Schwerpunktes Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Universitätsmedizin Main

Volkskrankheit Fettleber verstehen und bekämpfen: Ihr persönlicher Fettleber-Risiko-Check

Infoportal www.fettlebercoach.de geht online: Gehören Sie zur Risikogruppe? Zum persönlichen Fettleber-Risiko-Check.   

Karlsruhe/Stuttgart – Die Fettleber ist eine der häufigsten chronischen Lebererkrankungen: Über 40 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland leiden darunter, häufig ohne es zu bemerken, denn eine Fettleber schmerzt nicht und wird daher oft viel zu spät entdeckt. Auslöser für die Erkrankung sind nicht nur Alkoholkonsum oder Medikamente, auch ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung schaden der Leber. Die neue Website www.fettlebercoach.de soll Betroffene nun auf die Risiken einer Fettlebererkrankung aufmerksam machen, über das Krankheitsbild informieren und Betroffene dabei unterstützen, ihre Fettleber durch eine gesunde Lebensweise langfristig abzubauen. Interessierte können auf der Seite zudem ihr persönliches Erkrankungs-Risiko ermitteln.

Viele Menschen leiden an einer Fettleber – meistens, ohne es zu wissen. Doch je früher die Krankheit entdeckt wird, umso besser ist sie behandelbar. Entscheidend für den Verlauf ist der Grad der Verfettung und welche Ursachen dahinterstecken. Um eine Fettleber zu bekämpfen, ist häufig eine Veränderung des Lebensstils notwendig. Gelingt diese nicht, ist ein Fortschreiten der Erkrankung meist unvermeidbar – mit dramatischen Folgen: Eine nicht-alkoholische Fettleber kann sich zu einer Fettleberentzündung, einer Leberzirrhose und im schlimmsten Fall zu Leberzellkrebs entwickeln. Dabei entstehen irreversible Schäden und es kann zu Organversagen kommen.

Dennoch haben Betroffene Chancen, den Krankheitsverlauf durch Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen. Die nicht-alkoholische Fettleber ist im Anfangsstadium sogar vollständig heilbar, denn grundsätzlich zählt die Leber zu den anpassungsfähigsten Organen im Körper.

Auf der Website www.fettlebercoach.de finden Menschen, die zu einer der Risikogruppen gehören könnten, umfassende Information rund um die Fettleber, über ihre Ursachen sowie Hinweise zur Diagnose und Behandlung. Mit wenigen Klicks können Besucher beim Fettleber-Risiko-Check ermitteln, ob sie selbst möglicherweise unter einer Fettleber leiden und einen Arzt zu Rate ziehen sollten. Auf der Website finden sich neben Informationstexten rund um das Krankheitsbild außerdem viele Tipps zur Ernährung und Bewegung – kostenlos und gänzlich werbefrei. Laufend aktuelle Beiträge sollen Betroffenen helfen, einen gesunden Lebensstil in ihren Alltag zu integrieren. Begleitend können sich Nutzer der Website und Interessierte untereinander auf der Facebookseite austauschen. Das Angebot stellt die Dr. Willmar Schwabe GmbH aus Karlsruhe zur Verfügung, die zusammen mit dem Kooperationspartner Thieme TeleCare GmbH aus Stuttgart das neue Angebot zur Verfügung stellt.

 

Gehören Sie zur Risikogruppe? Zum persönlichen Fettleber-Risiko-Check.

Klinikum Darmstadt: Schlaganfallgefahr durch verengte Halsschlagader – neue Leitlinie Carotisstenose

Schlaganfallgefahr durch verengte Halsschlagader

Kontrolluntersuchungen und OP-Termine sind unbedingt wahrzunehmen – PD Dr. Farzin Adili rät Risikopatienten jährliche Ultraschallkontrollen

In Deutschland leben etwa eine Million Menschen mit einer Halsschlagader, die zu mehr als 50 Prozent durch Ablagerungen verengt ist – lösen sich Teile dieser Ablagerungen oder Blutgerinnsel, droht ein Schlaganfall. Viele dieser Patientinnen und Patienten haben aus Angst vor einer Corona-Infektion notwendige Kontrolluntersuchungen oder anstehende Operationen vermieden. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) rät, diese Termine unbedingt wahrzunehmen.

„Wir befinden uns fast wieder im Normalbetrieb“, betont der Direktor der Klinik für Gefäßmedizin, Gefäß- und Endovascularchirurgie, Privatdozent Dr. med. Farzin Adili. „Die Angst vor einer Corona-Infektion im Krankenhaus ist weitgehend unbegründet“. Alle Patienten und Besucher werden vor der Aufnahme und vor dem Betreten der Kliniken gescreent, Corona-Risikopatienten werden abgestrichen und solange isoliert, bis ein Testergebnis vorliegt. Ist der Corona-Test positiv, dann werden diese Patienten strikt isoliert und während des Krankenhausaufenthaltes alle Hygienemaßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung der Infektion zu unterbinden. „Wir tun alles dafür, dass unsere Patienten und Mitarbeitenden bestmöglich geschützt werden.“

In Deutschland erleiden jedes Jahr bis zu 30.000 Menschen einen Schlaganfall, der von Ablagerungen (Plaque) in der Gefäßwand einer verengten Halsschlagader ausgehen – einer sogenannten Carotisstenose. „Das entspricht 15 Prozent aller durch eine Durchblutungsstörung bedingter Schlaganfälle“, erklärt Adili. Die Verengung fällt häufig lange Zeit nicht auf, weil sie zunächst keine Beschwerden verursacht und die Halsschlagader der Gegenseite eine etwaige Minderdurchblutung ausgleichen kann. Problematisch wird es jedoch, wenn sich an der Oberfläche der Ablagerungen Blutgerinnsel bilden, die sich von Zeit zu Zeit ablösen können und immer wieder Blutgefäße im Gehirn verstopfen. Es kommt dann, je nach Größe der Gerinnsel sowie der Hirnregion, in die sie abgeschwemmt wurden, zu vorübergehenden oder dauerhaften Durchblutungsstörungen des Gehirns und neurologischen Ausfallserscheinungen, einem Schlaganfall.

„Zeigt ein Betroffener etwa vorübergehende Lähmungserscheinungen oder Kribbeln an Händen, Armen oder Beinen einer Körperhälfte, oder spürt er ein seitenbetontes Schwächegefühl und knickt beispielsweise mit dem Bein ein, ist Dringlichkeit geboten“, erklärt Dr. Adili weiter. Das gilt ebenfalls für Sprach- oder einseitige Sehstörungen.

Ultraschalluntersuchung macht Ablagerungen sichtbar

Auch stark zerklüftete Ablagerungen oder ein hoher Anteil an Fetten oder Blutgerinnseln in der Plaque sind gefährlich. Eine Ultraschall-Untersuchung ist sehr gut geeignet, die Ablagerungen sichtbar zu machen. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin empfiehlt ein jährliches Ultraschall-Screening der Halsschlagader ab dem 65. Lebensjahr, wenn Risikofaktoren vorliegen. Zu diesen Risiken zählen Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, die periphere arterielle Verschlusskrankheit, Nikotinkonsum oder Bluthochdruck. „Herzpatienten etwa können ihren Kardiologen bitten, auch die Halsschlagader zu untersuchen“, rät Klinikdirektor Adili. Mit einer schmerzlosen und wenig belastenden Duplex-Sonographie lässt sich innerhalb weniger Minuten feststellen, ob eine Verengung der Halsschlagader vorliegt und falls ja, wie ausgeprägt sie ist.

Ab 50-prozentiger Verengung kommt ein Eingriff in Frage

Die neue Experten-Leitlinie zur Carotisstenose aus dem Februar dieses Jahres empfiehlt, dass bei einem Menschen mit Symptomen einer Durchblutungsstörung des Gehirns und gleichseitiger Halsschlagaderverengung von mehr als 50 Prozent, eine Operation der Halsschlagader durchgeführt werden sollte, um einem drohenden Schlaganfall vorzubeugen. Für die Operation an der Halsschlagader gilt: Sie gehört zu den wissenschaftlich bestuntersuchten Eingriffen und ist sicher, sofern der Gefäßchirurg über entsprechende Expertise verfügt, erläutert PD Dr. Farzin Adili, der auch in 2020 wieder zu den Top-Ärzten der Focus-Ärzteliste zählt und dessen Klinik auch für 2021 als Top-Klinik Deutschlands für Gefäßchirurgie ausgezeichnet ist. „Die Komplikationsrate des Chirurgen darf bei Vorliegen einer symptomatischen Verengung maximal vier Prozent betragen“, so Adili. „Es ist gesetzlich vorgeschrieben, die Ergebnisse der Carotisoperationen zu melden. Sie werden in jährlichen Qualitätsberichten angegeben. Patienten können sich bei ihrem Gefäßchirurgen danach erkundigen.“

Mit Blick auf den Eingriff sollte daher, so Adili weiter, für bestimmte Patienten die Operation dem Einsatz eines Stents vorgezogen werden. Bei dem Stent handelt es sich um eine kleine Gefäßstütze aus Draht, die an die mit einem Ballonkatheter aufgeweitete Engstelle platziert wird. „Das Risiko, während einer solchen Stentimplantation einen Schlaganfall zu erleiden, ist etwas größer als bei der Operation“, erklärt Adili. Zudem verbleibe mit dem Stent ein Fremdkörper in der Schlagader und die Ablagerung wird lediglich in die Wand gedrückt, statt entfernt zu werden.

Im Klinikum Darmstadt arbeiten Gefäßchirurgen, Neurologen und Radiologen eng zusammen. Patienten mit neurologischen Symptomen werden bereits bei Aufnahme von einem Neurologen untersucht und im Bedarfsfall auf eine spezialisierte Station, der „Stroke Unit“ aufgenommen. Es findet ein unmittelbarer Austausch mit den Spezialisten aus Radiologie und Gefäßchirurgie über das weitere Management und die beste Therapie statt. Ungeachtet dessen treffen sich alle auf Gehirn und Gefäße spezialisierten Fachabteilung des Klinikums bei einer wöchentlichen „Neurovaskulären Konferenz“, wo alle Patienten mit Carotisstenose, die sich im Klinikum vorstellen, ausführlich besprochen werden.

Die Operation kann Schlaganfälle verhindern

Für die Operation einer Carotisstenose stehen dem Gefäßchirurgen  grundsätzlich zwei Techniken zur Verfügung: Entweder der Operateur klemmt die Arterie vor und hinter der Engstelle ab, schneidet den abgeklemmten Abschnitt längs auf, schält die Plaque mit einem Spatel heraus und verschließt anschließend das Gefäß mit einem Flicken aus Polyester, Teflon oder Rinder-Herzbeutel. Oder, es wird eine sog. „Eversions-Endarteriektomie“ durchgeführt: Dabei wird nach dem Abklemmen die hirnversorgende Arterie quer durchtrennt und die Ablagerungen über die Öffnung entfernt. Anschließend wird das Gefäß wieder angenäht. „Wenn für die Naht ein Faden verwendet wird, der sich nach einiger Zeit von selbst auflöst, bleibt nach der Operation keinerlei Fremdmaterial im Patienten zurück, ein absolut biologisches Rekonstruktionsverfahren“, erläutert Dr. Adili.

Wachoperation oder Vollnarkose

„Beide chirurgischen Operationsverfahren können unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie durchgeführt werden“, erklärt Adili. Ist der Patient nur regional betäubt, bleibt er während der Operation ansprechbar. „Das hat den Vorteil, dass wir sofort merken, wenn sich eine Durchblutungsstörung bzw. neurologische Komplikation einstellt.“

Nach einer Halsschlagaderoperation muss der Patient keine zusätzlichen Medikamente einnehmen, die er nicht ohnehin schon aufgrund bestehender Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Herzrhythmusstörungen einnehmen muss. Regelmäßig sollte er sich in jedem Fall die Halsschlagadern kontrollieren lassen. Wie? „Natürlich mit Ultraschall!“, sagt Dr. Adili.

Text & Bild: Klinikum Darmstadt

17 Millionen Menschen in Deutschland haben eine rheumatische Erkrankung

Etwa 800.000 davon leiden unter Gelenkrheuma.

Hilfe ermöglichen die besten Strategien aus Natur- und Schulmedizin.

Ein großer Teil der Betroffenen hat viel zu lange unnötige Schmerzen.

Hinter dem Begriff Rheuma verbergen sich mehr als 400 Krankheitsformen. Der „fließende Schmerz“ kann jeden treffen. Frauen erkranken daran aber öfters. Meist beginnt die entzündliche Erkrankung im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Am weitesten verbreitet ist die Rheumatoide Arthritis. Die Ursachen kann man noch nicht eindeutig festmachen; möglicherweise sind sie ebenso vielfältig wie die Rheumaformen. Deswegen durchleben Betroffene auch häufig eine lange Ärzte-Odyssee.

Ein schmerzloses Leben durch kombinierte Schulmedizin und Naturmedizin.

Doch in der Rheuma-Therapie hat sich in den letzten Jahren viel getan. Ernährungs-Doc Jörn Klasen, u.a. Vertreter der Naturheilkunde und anthroposophischen Medizin, und Dr. Ahmadi-Simab, einer der führenden Rheumatologen, bringen für eine zeitgemäße Therapie das Beste aus Naturheilkunde und Schulmedizin zusammen.

Mit 30 Anti-Entzündungsrezepten

Die Experten klären über Diagnosestellungen, neuste Therapieoptionen, die häufigsten Rheuma-Formen, Aktuelles aus der Rheuma-Forschung und antientzündliche Ernährung auf. Und sie zeigen, wie mit einer Kombination aus schulmedizinischen und naturheilkundlichen Medikamenten und verschiedenen Begleittherapien Rheuma-Patienten lange beschwerde- und evtl. tablettenfreie Phasen haben und ihr Leben wieder ohne Schmerzen genießen können. Dabei ist ihnen wichtig, dass die Patienten aktiv mitmachen.

Dr. med. Jörn Klasen, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Magen-, Darm- und Lebererkrankungen, Anthroposophische Medizin, Naturheilkunde und Ernährungsmedizin war Chefarzt am Asklepios Westklinikum Hamburg und ist heute am MEDIZINICUM (Klinikum Stephansplatz) verantwortlich für das Zentrum für Integrative Medizin. Er ist einer der „Ernährungs-Docs“ (NDR).

Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie sowie Gastroenterologie, gehört zu den renommiertesten Fachärzten Deutschlands. Er gründete und leitete als Chefarzt die Abteilung für Rheumatologie in der Asklepios Klinik Altona. Seit 2014 ist er Ärztlicher Direktor des MEDIZINICUM (Klinikum Stephansplatz) in Hamburg und u. a. Gründer der Autoimmun-Akademie Hamburg. Dr. Keihan Ahmadi vertritt die klassische Rheumatologie.

Dr. med. Jörn Klasen / Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab

Gemeinsam gegen Rheuma – Das Wissen zweier Top-Mediziner:

Die besten Strategien aus Naturmedizin und Schulmedizin

240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-96584-028-7

€ 24,99 (D)

ZS Verlag

 

SOS-Sodbrennen-Natürliche und nachhaltige Hilfe bei Sodbrennen, Reflux und Magendruck

Ohne Medikamente – Natürliche und nachhaltige Hilfe bei Sodbrennen, Reflux und Magendruck

Es brennt und brennt, aber kein Feuerlöscher in Sicht – Sodbrennen, der brennende Schmerz hinterm Brustbein, der oft bis in den Hals und Rachen ausstrahlt und für die Betroffenen sprichwörtlich einfach nur ätzend sein kann.
Sodbrennen ist eine der häufigsten Beschwerden des Menschen und nervt rein statistisch etwa 10–20 % der Bevölkerung in Industrienationen Tag für Tag und Nacht für Nacht.

Der Patientenratgeber der Prof. Dr. med. Seiderer-Nack möchte helfen, die Ursachen und verschiedenen Formen der Refluxerkrankung besser zu verstehen und – als Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Therapien – Möglichkeiten aufzeigen, wie man selbst durch Ernährung und Lebensgestaltung auf natürliche und nachhaltige Weise dem Säurefluss den Hahn abdrehen und rechtzeitig Komplikationen vorbeugen kann.

Der erste Teil des Buches beinhaltet neben leicht verdaulichem Wissen über die Vorfahrtsregeln der Verdauung auf dem Weg durch unseren Organismus die Bedeutung der Anti-Reflux-Barriere zwischen Magen und Speiseröhre. Der zweite Teil befasst sich mit den Themen Ernährung und Essverhalten, Körperhaltung und Schlafposition, Genussmittel und Medikamente, aber auch Stress und Hektik werden in den Blick genommen und praktische Ernährungs-Tipps und Atemübungen rund um das Thema „natürliche Refluxblockade“ vorgestellt.
Wobei reflux-hemmende Ernährung nicht automatisch Haferschleimsuppe bedeutet: Viele leckere Rezepte machen Appetit darauf, den Ursachen von Refluxbeschwerden entgegenzuwirken und langfristig neues Wohlbefinden und Gesundheit zu erlangen.

 

  • Keine Vorfahrt für die Säure – Verkehrsregeln der Verdauung
  • Reflux – Magensaft im Rückwärtsgang
  • Säureblocker – Fluch oder Segen?
  • SOS Sodbrennen – Refluxbeschwerden natürlich blockieren
  • Die Feuerfibel – Refluxtagebuch

Text: Prof. Dr. med. Julia Seiderer-Nack ist Fachärztin für Innere Medizin und Ernährungsmedizin und lehrt als Professorin in München. Sie ist spezialisiert auf die ganzheitliche Behandlung von gastroenterologischen Erkrankungen und hat neben ihrer Praxistätigkeit bereits mehrere Gesundheitsratgeber

Südwest

978-3-517-09969-9

20,00 € (D), 20,60 € (A), CHF 28,90*

PB, Klappenbrosch., 160 Seiten