Sicher Reisen: Reise- und Sicherheitshinweise Auswärtiges Amt

Für Ihr Reiseland

Informationsseite des Auswärtigen Amtes nutzen: Reise- und Sicherheitshinweise

Einzelne Länder können weiterhin Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei Einreise vorsehen. Umso wichtiger ist für Reisende, sich vorab über die Reise- und Sicherheitshinweise  über die Situation in ihrem Reiseland zu informieren. Die Entscheidung über das Ob und Wie einer Reise entscheiden Reisende nach wie vor selbst.

Informationsseite: Auswärtiges Amt

Bild:123RF

Coronavirus / Covid-19: Reisewarnung für Staaten außerhalb der EU/Schengen-Gebiet

10.06.2020

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Ausgenommen sind Länder der EU, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien.

Weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen

Vor nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen ins Ausland, außer in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden*, Slowakei, Slowenien, Spanien*, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern), in Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen*, Liechtenstein, Island) und in das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland wird derzeit gewarnt.

Dies gilt vorerst bis einschließlich 31. August 2020. Eine vorzeitige Aufhebung ist bei positiver Pandemieentwicklung, einem stabilen Gesundheitssystem, stimmigen Sicherheitsmaßnahmen für den Tourismus und verlässlichen Hin- und auch Rückreisemöglichkeiten möglich und wird im Einzelfall gesondert bekannt gegeben.

Weitere Informationen unter: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

Pressemeldung & Bild Auswärtiges Amt

Weltweite Reisewarnung bis 31. August verlängert, © Auswärtiges Amt

 

 

Reisen während der Corona-Pandemie: Hygieneregeln und aktuelle regionale Informationen – was Reisende beachten sollten

Reisen während der Corona-Pandemie:

Hygieneregeln und aktuelle regionale Informationen – was Reisende beachten sollten.

 Nach der schrittweisen Aufhebung der bundesweit geltenden Quarantäne-Maßnahmen folgen weitere Lockerungen: Die aufgrund der COVID-19 Pandemie weltweit geltende Reisewarnung soll ab 15. Juni für die EU-Länder sowie Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein aufgehoben werden, wie die Bundesregierung heute ankündigte. Sie wird ab15. Juni durch differenzierte Reisehinweise ersetzt. Diese sollen eine Hilfestellung geben, in welchem Land ein Urlaub geplant werden kann. Auch über Reisen außerhalb von Europa wird es künftig weitere Entscheidungen geben. Welche Vorsorge Reisende treffen können, um sich bestmöglich vor SARS-CoV-2 zu schützen, darüber informiert das CRM Centrum für Reisemedizin.

 „Reisende sind zum einen potenziell gefährdet, da sie sich vor Ort anstecken können, zum anderen sind sie aber auch potenziell gefährdend, da sie die Infektion in andere Länder bringen können. Diese Mechanismen, die wir alle beim Ausbruch der Pandemie beobachten konnten, behalten ihre Wirksamkeit auch nach einem Rückgang der Fallzahlen in Europa“, betont Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. „In der aktuellen Situation gilt es daher, die geltenden Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auch im Urlaub unbedingt einzuhalten.“ Zu diesen zählt neben sorgfältigem und häufigem Händewaschen unter anderem auch die Abstandsregelung: Der Abstand zu Menschen, die nicht im gleichen Haushalt leben, sollte 1,5 Meter betragen. Wo dies nicht möglich ist – beispielsweise in Geschäften oder an belebteren Orten – empfiehlt sich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dieser ist in Europa oftmals, wie in Deutschland auch, vorgeschrieben und gehört in ausreichender Menge ins Reisegepäck, ebenso wie Desinfektionsmittel für die Hände, falls unterwegs keine Waschmöglichkeiten bestehen. „Reisende sollten sich vor Antritt der Reise unbedingt darüber informieren, welche Regeln in ihrem Urlaubsland und der besuchten Region gelten“, so der Experte. „Denn je nach aktuellen Infektionsgeschehen wird es hierbei regional sehr unterschiedliche Vorschriften geben. Auch die Regeln zur Einreise werden sich zum Teil kurzfristig ändern, wenn die Infektionszahlen sinken oder steigen.“

 „Ob Reisen hinsichtlich Corona besonders risikoreich ist, hängt von Reiseziel, -weg und -art ab“, erklärt Jelinek. „Gibt es wenige COVID-19 Fälle in einer Region oder einem Land, ist das Risiko gering, bei höheren Fallzahlen besteht auch ein höheres Risiko.“ Auch hierüber müssten sich Reisewillige bei der Planung informieren, aber berücksichtigen, dass sich die aktuelle Situation auch ändern könne. Insgesamt seien die Covid-19-Fallzahlen in vielen Ländern aber auch niedriger als in Deutschland, das Risiko also eher geringer. Der Reiseweg werde grundsätzlich sicherer, je mehr Isolation er ermöglicht, das Auto sei daher beispielsweise Busreisen vorzuziehen. Flüge gelten als sicher, da die Luft im Flugzeug mit Virus-sicheren HEPA-Filtern gereinigt werde. „Flughäfen können aber – wie alle Orte, an denen Menschen aus unterschiedlichen Gegenden auf engem Raum zusammen-treffen, ein Problem sein und haben sicher auch zur Verbreitung von Corona beigetragen“, erläutert der Experte. „Ein wesentlicher Teil der Übertragungen fand bei Großveranstaltungen statt, denen man eher fernbleiben sollte.“ In den meisten Ländern blieben diese ohnehin weiterhin untersagt. In Hotels und Gastronomie werden geltende Abstandsregeln die bisherigen Abläufe deutlich verändern und so die Sicherheit vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 erhöhen. „Letztlich sollte man akzeptieren, dass sich ein Restrisiko beim Kontakt mit anderen Menschen nicht ganz ausschließen lässt“, betont der Experte.

 Außerhalb von Europa werden manche Länder nach Öffnung der Grenzen eine meist 14-tägige Quarantäne nach Einreise verhängen oder auf einem „Fit to Fly“ oder „Corona-free“-Zertifikat bestehen. Hierbei wird ein negativer Abstrich verlangt, der nicht älter als 72 bzw. 96 Stunden sein darf und kurz vor Abreise durchgeführt werden muss. „Später werden vermutlich auch Antikörper-Tests akzeptiert, die eine Immunität nach durchgemachter Infektion bestätigen“, sagt Professor Jelinek. Chile sei diesen Schritt bereits im April gegangen und stellt Immunitäts-Ausweise aus, die eine freie Bewegung im Land ermöglichen. „Auf der Reise selbst werden wir uns zudem auf vermehrte Kontrollen einrichten müssen“, so der Reisemediziner. Je nach Land werden dies Fragebögen sein, die ausgefüllt werden müssen, Temperaturmessungen, Befragungen, in seltenen Fällen auch Entry- oder Exit-Untersuchungen. „Sobald effektive Impfstoffe verfügbar sind, werden sehr viele Länder ein Impfzertifikat bei Einreise verlangen. Dieses Vorgehen kennen wir schon von anderen Impfungen, wie Gelbfieber. Erst dann wird sich das Reisen wieder weitgehend normalisieren“, sagt Professor Jelinek.

Text: CRM Centrum für Reisemedizin.

Bild: 123RF

 

 

Polio-Impfpflicht für Langzeit-Aufenthalte ab vier Wochen in Risikogebieten

Für Länder mit dem Status „States currently exporting wild poliovirus or cVDPV“ gilt:

Personen, die sich > 4 Wochen im Land aufhalten, müssen bei Ausreise eine max. 12 Monate zurück liegende Polio-Auffrischimpfung (IPV) mit Dokumentation im Internationalen Impfausweis auf der Seite „International Certificate of Vaccination or Prophylaxis“ nachweisen.

Betroffene Länder und Regionen:

  • Afghanistan,
  • Pakistan,
  • Nigeria,
  • Lake Chad Basin,
  • Central Africa,
  • Horn of Africa,
  • Papua New Guinea,
  • Mozambique
  • Indonesia (NEU)

Die Inkubationszeit der Poliomyelitis liegt bei 3–35 Tagen. Der Erreger ist im Falle einer Infektion frühestens nach 36 Stunden im Rachensekret nachweisbar und kann dort bis zu einer Woche persistieren. Die Virusausscheidung im Stuhl beginnt nach 2-3 Tagen und kann bis zu 6 Wochen anhalten. In sehr seltenen Fällen, z. B. bei stark immungeschwächten Patienten, kann die Virusausscheidung Monate bis Jahre andauern.

Beispiel Indonesien (Hinweis des Auswärtigen Amts):

„Im Januar 2019 kam es in West-Papua zu einem Ausbruch von Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Impfpolioviren. In diesem Zusammenhang empfiehlt die WHO, dass alle Einwohner und Langzeitbesucher länger als 4 Wochen, die aus dem Land heraus eine internationale Reise antreten, vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise mit einer Dosis gegen Polio geimpft werden (oraler Impfstoff bOPV oder intramuskulärer Impfstoff IPV). Steht eine dringende Reise an und es wurde nicht in den vergangenen vier Wochen bis 12 Monaten gegen Polio geimpft, sollte sichergestellt werden, dass Einwohner und Langzeitreisende mindestens zum Abreisezeitpunkt eine Impfung erhalten. Ob und wie Indonesien die Empfehlungen der WHO umsetzt, ist derzeit noch unklar. Allen Reisenden unter vier Wochen Reisezeit sollten einen kompletten Impfschutz gegen Polio haben. Alle 10 Jahre sind Auffrischimpfungen notwendig. Die Impfung ist im Internationalen Impfzertifikat separat zu bescheinigen.

© Quelle: MD Medicus, gesundes reisen

© Bild: 123RF Alexander Raths

Risiken vermeiden: Wie sich „Beefdis“ und „Charity Traveler“ in fernen Ländern schützen können

Junge Menschen zieht es seit jeher in die Ferne, und Bundesfreiwilligendienst oder „Work and Travel“ bieten aktuell die Möglichkeit, andere Länder kennen zu lernen und sich dabei ehrenamtlich zu engagieren. Wer unvorbereitet aufbricht, setzt sich jedoch Risiken aus. Eine Kinderärztin und Entwicklungshelferin erklärt auf der Pressekonferenz des CRM Centrum für Reisemedizin anlässlich des 20. Forum Reisen und Gesundheit am 8. März in Berlin, wie sich jüngere und auch ältere „Charity Traveler“ schützen können. Das 20. Forum Reisen und Gesundheit findet am 8. und 9. März 2019 während der Tourismus-Börse ITB statt.

Im letzten Jahr engagierten sich mehr als 41 000 Menschen im Durchschnitt monatlich als sogenannte „Bufdis“ im Bundesfreiwilligendienst – in Deutschland, aber auch in fernen Ländern. Hinzu kommen junge Menschen, die durch „Work and Travel“ andere Länder kennen lernen sowie weltwärts-Freiwillige in Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche ältere Teilnehmer am Senior Experten Service (SES) oder am Weltdienst 30+. Die Kinderärztin Dr. med. Christa Kitz aus Würzburg hat acht Jahre in der internationalen Entwicklungshilfe und humanitären Hilfe in Afrika und Südostasien gearbeitet. „Mit der großen Zahl an Freiwilligen wächst auch die Verantwortung für die Sicherheit solcher Einsätze im Freiwilligendienst und auch in der Entwicklungshilfe. Diese können mit Risiken verbunden sein, die man sich selbst vorab bewusst machen sollte und auf die man sich vorbereiten muss“, betont die Medizinerin.

Untersuchungen des Deutschen Entwicklungsdienstes zeigen, dass jeder Entwicklungshelfer im Durchschnitt alle drei Jahre einem potenziell belastenden Ereignis ausgesetzt ist. An erster Stelle stehen dabei Verkehrsunfälle und Krankheiten, aber auch Einbrüche, Überfälle und körperliche Bedrohungen sind potenzielle Risiken bei Hilfseinsätzen im Ausland. „Wer im Freiwilligendienst international unterwegs ist, gilt als high-risk traveler“, betont Dr. Kitz: „Eine gute Vorbereitung ist wichtig und essenziell.“

Dazu gehört eine Beratung durch Profis, am besten durch Helfer, die schon einmal vor Ort waren. Ein „Bufdi“ braucht nach Einschätzung von Dr. Kitz neben einer Kranken- auch eine Zusatzunfallversicherung, und er sollte wissen, wie er im Notfall wieder nach Deutschland zurückkehren kann. „Charity Traveler sollten sich darüber hinaus mit Regeln zur Vermeidung von Verkehrsunfällen vertraut machen und sich über den Umgang mit Kriminalität und Gewalt informieren“, rät Dr. Kitz.

In vielen Ländern Afrikas ist HIV ein wichtiges Thema. Im medizinischen Bereich könne eine Nadelstichverletzung eine lebenslange Infektion nach sich ziehen. Die Ärztin rät daher, sich vor der Reise zu dem Thema zu informieren und den Serostatus durch einen HIV-Test vor Ausreise gegebenenfalls zu dokumentieren. Nur so könne man später eine Infektion als Berufskrankheit anerkannt bekommen.

Auch ein Gesundheitscheck vor der Abreise ist wichtig. Mit einem kurzen Besuch beim Hausarzt und der Auffrischung der Impfungen ist es hierbei nicht getan. „Jede Region hat eigene gesundheitliche Risiken und auch Regeln beispielsweise hinsichtlich der Lebensmittelhygiene, die eingehalten werden müssen“, erklärt Dr. Kitz. Zu einer optimalen gesund-heitlichen Vorbereitung sollten auch die vermittelnden Organisationen beitragen und die Teilnehmern damit nicht sich selbst überlassen. Derzeit gebe es hierfür keine einheitlichen Standards. „Die Organisationen müssen Verantwortung übernehmen und dafür Sorge tragen, dass Teilnehmer an den Freiwilligendiensten rechtzeitig vor Ausreise arbeits-, tropen- oder reisemedizinisch beraten und betreut werden.“ Nur so könne sichergestellt werden, dass „Charity Traveler“ alle nötigen Impfungen und die notwendigen prophylaktischen Medikamente erhalten. Neben Medikamenten könne auch eine psychologische Betreuung notwendig werden. Dr. Kitz betont: „Das Elend durch Migration und Naturkatastrophen hat zugenommen und das Erleben von Armut, Mangel oder Krisensituationen sind ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor.“ Nicht zuletzt sollten die Teilnehmer an den Freiwilligendiensten und die vermittelnden Organisationen auch den Sinn des jeweiligen Einsatzes kritisch hinterfragen. „Vieles, was aus der Motivation heraus, Gutes zu tun, geschieht, muss nicht unbedingt Hilfe für die Menschen im Einsatzland bedeuten“, gibt die Expertin zu Bedenken. Wichtig sei daher ein enger Austausch mit Vertretern der einheimischen Organisationen in den jeweiligen Partnerländern.

© Quelle: CRM

Gesunder Urlaub in Deutschland und Sri Lanka boomt

Deutschland und Sri Lanka sind die Gewinner des gesunden Tourismus.

Das ergibt die Auswertung von Fit Reisen, Spezialveranstalter für Wellness- und Gesundheitsurlaube. Laut einer Erhebung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers steigt die Zahl derer, die privates Geld für Wellness ausgeben, in Deutschland jährlich um 12 bis15 Prozent.

Sri Lanka, von Lonely Planet kürzlich zum Reiseland Nr. 1 für 2019 gekürt, ist eine der beliebtesten Destinationen für Erholung und Entspannung. Traditionelle Ayurveda-Kuren und Yoga-sind hier beheimatet und bescheren dem „Einsteigerland für Indien“ rund ums Jahr eine starke Nachfrage – mit weiter steigender Tendenz.

Vom Trend zu „Urlaub in Deutschland“ und dem Jahrhundertsommer profitieren die deutschen Wellness-Hotels. Neben der neuen Lust die Heimat kennenzulernen und der kurzen Anreise, locken moderne Wohlfühltempel mit Hightech-Anwendungen „Made in Germany“ aber auch Traditionshäuser, die das Wohlbefinden ihrer Gäste mit alternativen Heilmethoden aus der Region steigern.

In Sri Lanka können Gesundheitsreisende Sonne, Exotik, Herzlichkeit und ein Kennenlernen der Jahrtausendealten Heillehren erwarten. Deutschland bietet Erholungssuchenden das sichere Gefühl eines unkomplizierten Aufenthalts in Hotels auf hohem Niveau mit fachkundigem Personal und erfahrenden Therapeuten. Neben den Zugpferden gibt es auch Geheimtipps, die für Wellness weniger bekannt sind, inzwischen aber erstklassige Angebote machen. Länder wie Litauen, Bulgarien, Portugal oder Costa Rica sind im Kommen.

Quelle © fitreisen.de

© Foto: FIT Reisen