Sauer macht lustig! Probieren Sie doch mal

Sauerkraut ist eines der ältesten Gemüse dieser Welt. Ein vergorenes Nahrungsmittel, welches auch immer mehr in der modernen Gourmetküche Einzug hält. Es ist ganz einfach herzustellen, schmeckt lecker und hat enorm große Heilkraft.

Fermentation ist das Werk von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen. Das Wort leitet sich vom Lateinischen Fermentum ab – was so viel heißt wie Gärung. Die Mikroorganismen, die sich naturgemäß in und auch auf dem Gemüse befinden, vergären den pflanzeneigenen Zucker zu Säure.

Dieser Gärungsprozess ist eine uralte Konservierungsmethode. So wurde Obst und Gemüse für die Winterzeit früher – noch zu Großmutters Zeiten – haltbar gemacht, als man nämlich noch keine Kühl- und Gefrierschränke kannte.

Mineralienhaltiger Genuss

Fermentiertes ist grundsätzlich reich an Mineralien, Ballaststoffen und Vitaminen. Dazu kommt die Milchsäure, ein Labsal für unseren Darm, denn sie ist in der Lage, Keime abzutöten (es werden sogenannte Bacteriocine gebildet, eine Art Abwehrtruppe gegen Keime), sie sorgt für einen günstigen pH-Wert im Darm und bringt die Darmflora insgesamt ins Gleichgewicht.

Sauerkraut ist zudem kalorienarm und fettlos und voll lebenswichtiger Mikroorganismen. Diese gehören zu unserem Immunsystem und schützen uns vor Krankheiten. Roh genossen kann Sauerkraut als optimales probiotisches Nahrungsmittel angesehen werden.

Außerdem enthält Sauerkraut Vitamin C, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium, Spurenelemente wie Jod, Eisen und Zink sowie die Vitamine B6 und K. Und auch Vitamin B 12.

Deshalb empfehle ich Sauerkraut auch meinen Patienten, die Vegetarier oder Veganer sind, denn diesen fehlt Vitamin B 12 ganz häufig. Das Vitamin wird ausschließlich von Mikroorganismen produziert und kommt daher in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht vor.

Auch die Universität Gießen hat zum Thema Sauerkraut geforscht. Es wirke vorbeugend gegen Dickdarmkrebs, so die Wissenschaftler, weil es durch die Effekte auf die Enzymaktivitäten der Darmbakterien positive Voraussetzungen für krebsregulierende Faktoren schaffe. Das funktioniert allerdings nur bei regelmäßigem Sauerkrautgenuss von 200 bis 300 Gramm pro Tag.

Text © ATH Medien

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