Langsam wird´s auch in Hessen herbstlich: Unser Tipp – Treffpunkt Markthalle!

Nicht nur in den hessischen Städten haben sich Markthallen und Märkte zu wahren Hotspots entwickelt und sind längst Anziehungspunkt und Szenetreff für Einheimische wie Touristen. Hier heißt das Motto: Erkunden, Entdecken und Genießen. Jede Stadt hat inzwischen ihren Wochenmarkt, wo langsam der beginnende Altweibersommer mit seiner Vielfalt an Lebensmitteln Einzug hält. Nutzen Sie das nächste Wochenende einmal zum gesunden, frischen und vor allem regionalen Einkauf. Unsere Redaktion hat sich in einigen hessischen Markt-Hot-Spots für Sie umgesehen.

 Ein Schmuckstück ist zum Beispiel die Alte Markthalle Kassel. Direkt im Zentrum der Altstadt ist die Markthalle im Marstall, welcher ursprünglich das Stallgebäude der Landgrafen von Hessen-Kassel war, untergebracht. Es ist eines der wenigen historischen Bauwerke der Stadt, das nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Unter dem Glasdach des historischen Gebäudes gibt es sie noch, die Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Produktion und Schlachtung, fangfrischer Fisch, Wild aus heimischen Wäldern, schmackhaften Käse und erlesene Weine.

Besucher können das Markttreiben in dem einzigartigen Ambiente bei einem Stückchen Speckkuchen, der nordhessische Delikatesse Ahle Wurst oder einer Käseplatte sowie einem Glas Wein in aller Ruhe genießen. http://www.markthalle-kassel.de

In Frankfurt locken gleich mehrere Märkte Einheimische und Touristen gleichermaßen an. Die Kleinmarkthalle (s. Foto) liegt unauffällig mit ihrem versteckten Eingang zwischen Römerberg und der Einkaufsmeile Zeil und ist gerade wegen ihres 1950er-Jahre-Charmes richtig hip. Obwohl dort vor allem frische Lebensmittel und Delikatessen verkauft werden, gilt sie auch als Gourmettempel. Im Restaurant, auf der Terrasse und samstags im Schlemmergarten werden Feinschmecker ausdrücklich zum Probieren, Genießen und Verweilen eingeladen.

Neben Wein und regionalen Produkten wie die Kräuter für die „Grie Soß“ (Grüne Soße), Handkäs´ und frischen Forellen gibt es auch eingelegte Meeresfrüchte aus Griechenland, Kochbananen aus Brasilien sowie auch Gewürze aus dem Iran. www.kleinmarkthalle.de

Jeden Freitag wird im Frankfurter Stadtteil Nordend der Friedberger Markt zur größten After-Work-Party der Stadt unter freiem Himmel. Hier kommen Jung und Alt, Schick und Leger zusammen, um die Woche bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Auch in Offenbach ist der Wochenmarkt auf dem idyllischen Wilhelmsplatz ein beliebter Treffpunkt und ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Auf dem Markt wird vor Ort Fisch geräuchert und Brot gebacken. Griechische Käsespezialitäten und Oliven, türkischer Honig, hausgemachte Nudeln oder Ziegenfleisch: An vielen Ständen, betrieben von türkischen, spanischen oder italienischen Offenbachern, gibt es all die verführerischen Köstlichkeiten eines mediterranen Urlaubs zu kaufen. Besucher können mitten im Geschehen Kaffee, Wein, aber auch eine Bratwurst genießen. Rund um den Markt laden zahlreiche Cafés und Restaurants mit ihrem kulinarischen Angebot zum Verweilen ein. http://wp3x3.wochenmarkt-offenbach.de/

Als einer der schönsten und größten Märkte in ganz Hessen gilt der Hanauer Wochenmarkt zu Füßen des Brüder-Grimm-Denkmals. Der Markt blickt auf eine lange Tradition zurück, so stammt die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1303. Umgeben von den geschichtsträchtigen Häuserfassaden im Herzen der Stadt erfreut er seine Besucher mit einer großen Auswahl an unterschiedlichsten Waren. Ob internationale Käsespezialitäten, deftige Wurstsorten, südländische Delikatessen, frische Früchte, duftendes Gebäck oder erfrischende Getränke – der Hanauer Wochenmarkt lädt zum Einkaufen, aber auch zum Probieren und Verweilen ein. Mittwochs und samstags, jeweils ab sechs Uhr morgens, erwacht der Wochenmarkt zum Leben und entwickelt sich im Laufe des Tages zum lebendigen Mittelpunkt der Stadt. http://www.hanau.de/lih/sport/maerkte/woma/010241/index.html

 

Text: hessen-tourismus und Redaktion girm

Foto: Holger Ullmann

 

Lieblingsrezepte der Redaktion

Sauerkraut selbst machen

Dazu brauchen Sie:

Ein Einmachglas oder ein Gefäß aus glasiertem Steingut, einen Krautstampfer aus Holz oder einen Löffel. Eventuell noch einen Stein zum Beschweren des Sauerkraut-Gefäßes.

1 Kopf Weißkohl, 250 ml Wasser, 1 ¼ TL Meersalz.

Und so geht´s:

Vom Weißkohl die äußeren Blätter abziehen, vierteln und in feine Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermengen.

Dann 20 Minuten ziehen lassen. Danach kräftig mit dem Löffel umrühren oder mit der Hand durchkneten, bis der Kohl zusammenfällt.

Die Kohlstreifen und die Salzlake ins Glas einfüllen und Schicht für Schicht kräftig einstampfen. Das Einmachglas verschließen, den Deckel aber nicht zu fest zudrehen, damit die Gase entweichen können.

Nach drei bis vier Wochen (Raumtemperatur) ist das Sauerkraut fertig.

Übrigens – Sauerkraut aus Dosen und Gläsern ist konserviertes Sauerkraut. Es ist pasteurisiert und damit für unsere Gesundheit wertlos.

Text: ATH Medien

Beitragsbild: Copyright frei

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So schmeckt die Sonne

Von Ananas und Bananen über Kiwis, Litschis und Mangos bis hin zu Papayas und Sternfrüchten – das Angebot in deutschen Supermärkten lässt kaum Wünsche offen. Die Fruchtimporte aus tropischen Ländern versprechen das ganze Jahr über exotischen Genuss. „Die verschiedenen Exoten bieten geschmackliche Abwechslung und liefern zum Beispiel als fruchtige Zwischenmahlzeit zahlreiche Vitamine“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin.

Wie heimisches Obst schmecken auch exotische Früchte am besten und enthalten am meisten Vitamine, wenn sie reif geerntet werden. „Im reifen Zustand sind sie vor allem reich an Vitamin C und Betacarotin, der Vorstufe des Vitamin A. Exportiert werden die Früchte jedoch häufig unreif, damit sie länger haltbar sind“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Die meisten Exoten wie Bananen, Kiwis, Mangos und Papayas reifen auch nach der Ernte noch nach. Ananas, Granatäpfel und Litschis sollten hingegen reif gekauft werden.“ Der Reifegrad kann mithilfe des Geruchs- und Tastsinns festgestellt werden. Verströmen die Früchte einen aromatischen Duft und gibt die Schale auf Druck leicht nach, sind die meisten Sorten reif. Auch an der Färbung lässt sich erkennen, ob das Obst genießbar ist. Allerdings gibt sie nicht immer Auskunft über den Reifegrad der Frucht. So kann eine noch grüne Ananas reif sein, wenn sich die Blätter aus der Mitte leicht auszupfen lassen.

Bananen und Kiwis sind hierzulande wohl die bekanntesten tropischen Früchte. Mit Exotik bringt sie aber kaum noch jemand in Verbindung und sie sind für viele Menschen inzwischen selbstverständlich. Dagegen haben sich beispielsweise Litschi, Mango, Sternfrucht oder Kaki ein exotisches Flair bewahrt und bereichern den heimischen Speiseplan. Ob als einzelne Frucht oder besondere Zutat in Smoothies, Dips, Suppen oder Salaten – die Exoten sind immer ein fruchtiges Highlight. Wichtig ist, dass die Früchte richtig gelagert werden. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert empfiehlt: „Da exotische Früchte in der Regel keine Kühlschranktemperaturen vertragen, sind Bananen, Mangos und Papayas nicht im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks, sondern idealerweise an einem kühlen, dunklen Ort aufzubewahren.“

Rezept für Mango-Salsa

  • 1 rote Chilischote
  • 1 große reife Mango
  • ½ Orange
  • 1 Teelöffel Limettensaft
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Speisewürze
  • Currypulver
  • schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  1. Chilischote waschen, Kerne und weiße Innenhäute entfernen und in kleine Würfel schneiden. Mango schälen, das Fruchtfleisch vom harten Kern lösen. Ein Viertel der Mango in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen, den Rest in große Stücke schneiden.
  2. Mit dem Stabmixer Fruchtfleisch, Saft der halben Orange, Limettensaft und Zucker pürieren. Mit Speisewürze, Curry und Pfeffer nach Belieben abschmecken. Chilischoten- und Mangowürfel unterrühren.

Text: Nesté Ernährungsstudio

Beitragsbild: Copyright 123RF

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Ayran: Erfrischender Joghurtdrink für starke Zähne

Ayran hat sich mittlerweile einen festen Platz in den Supermarktregalen erobert. Kein Wunder: Denn das Joghurtgetränk schmeckt nicht nur erfrischend lecker, es ist auch sehr gesund. Ayran lässt sich in nur fünf Minuten ganz einfach selbst zubereiten und greift die Zähne nicht an.

Ayran stammt ursprünglich aus Vorderasien, wahrscheinlich aus dem Kaukasus und der Türkei. In Armenien und Russland ist das Joghurtgetränk unter dem Namen „Tan“ bekannt, in Afghanistan und im Iran nennt er sich „Dugh“ und auch in anderen Teilen Asiens wird er seit jeher getrunken. Dort ist vor allem der in Indien und Pakistan beliebte Lassi bekannt, von dem sich auch süße Varianten, beispielsweise mit Mango, großer Beliebtheit erfreuen.

Traditionell besteht Ayran aus drei Hauptzutaten: Joghurt, Wasser und Salz. Je nach Region wird der verwendete Joghurt aus Kuh-, Ziegen- oder Schafmilch zubereitet, und das Getränk mit Gurkensaft, Gewürzen oder Kräutern verfeinert, zum Beispiel mit Minze, Dill, Pfeffer oder Basilikum.

Ayran passt zu deftigen Speisen und kann die Schärfe von Gerichten abmildern. Darüber hinaus ist Ayran sehr gesund. Der Joghurt enthält viele für den Körper wichtige Mineralien wie Natrium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Nach dem Sport ist Ayran deshalb ideal, um den Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen und zu einer schnellen Regeneration beizutragen.

 Kalzium gegen Erosionen

 Zahnschmelz besteht überwiegend aus der Kalzium-Phosphatverbindung Hydroxylapatit und weiteren Mineralien wie Magnesium und Natrium. Diese extrem harte Hülle schützt das Zahnbein (Dentin). Das Problem: Der Zahnschmelz wird ständig von Säuren attackiert, die ihn aufweichen und zerstören (Erosion).

„Ähnlich wie bei Süßigkeiten wirkt sich vor allem der über den Tag verteilte Konsum stark säurehaltiger Getränke negativ auf die Zahngesundheit aus“, warnt Professorin Nadine Schlüter, Beirätin der Informationsstelle für Kariesprophylaxe und Leiterin des Bereichs Kariesforschung am Universitätsklinikum Freiburg. „Zitronensäure, die vielen Erfrischungsgetränken wie Eistees und Limonaden zugefügt wird, ist dabei besonders aggressiv. Einige Mineralien können die Säureattacke zumindest abmildern. So enthalten zum Beispiel manche Fruchtsäfte Kalzium, was die Erosivität stark verringert“, erklärt die Expertin.

„Wenn Säfte gesättigt sind mit Kalzium, dann bewirken sie am Zahn im Prinzip gar keine Erosionen mehr. Am besten sind aber natürlich immer noch Wasser und ungesüßte Kräutertees.“ Kalzium kann jedoch nicht nur die Wirkung von Säuren auf den Zahnschmelz abmildern. Der Mineralstoff ist auch wichtig für Knochen, Muskeln und Nervensystem. Für eine ausreichende Kalziumzufuhr empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 1.000 Milligramm pro Tag für Erwachsene.

Fluoride: Widerstand gegen Säuren

Fluorid kann im Körper in die Knochensubstanz, den Zahnschmelz und das Dentin eingebaut werden. Des Weiteren können Fluoride den Stoffwechsel der Bakterien im Zahnbelag zu einem gewissen Maß hemmen. Damit wird die Produktion von Säuren, die den Zahn angreifen, reduziert. „Sie reparieren zudem beginnende Karies, indem sie selbst in die Zahnhartsubstanz eingebaut werden und dabei helfen, Kalzium wieder in die Zähne einzulagern“, erläutert Professorin Schlüter. Gleichzeitig reduzieren sie ein Herauslösen des Mineralstoffs aus dem Zahnschmelz. So wirken sie einer Entkalkung entgegen und machen den Zahnschmelz widerstandsfähig gegen Säuren.

Rezept: Ayran selbst herstellen – so geht’s!

 Zutaten für 4 Portionen

600 g Joghurt, z. B. türkischer (Fettanteil nach Belieben)

  1. 1 TL fluoridiertes Jodsalz
  2. 1 l kaltes Wasser (mit oder ohne Sprudel)

nach Geschmack ein kleiner Spritzer Zitronensaft, etwas Minze oder Zitronenmelisse

Am besten lässt sich Ayran im Mixer herstellen, so erhält er seine schaumige Konsistenz. Dabei gilt: Je höher der Fettgehalt des Joghurts, desto dicker und cremiger der Drink. Einfach den Joghurt abwiegen und schrittweise Wasser hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wer es spritzig mag, nimmt Sprudelwasser. Ein knapper Teelöffel Salz gibt dem Ayran seinen unverwechselbar frischen Geschmack – für die Gesundheit von Zähnen und Schilddrüse sollte immer fluoridiertes Jodsalz verwendet werden. Mit einem Zweig Minze und einer Zitronenscheibe am Glas ist Ayran zudem ein toller Hingucker auf jedem Grillbuffet. Aber Achtung: Zitronensaft an sich kann zu Zahnerosionen führen. Auch wenn das Kalzium im Ayran die Wirkung der Zitronensäure deutlich reduziert, sollten nicht zu große Mengen zugefügt werden.

Beitragsbild©Isabel Becker/Informationsstelle für Kariesprophylaxe