Gesundheits-Pass Diabetes hilft bei der Vorsorge

Neuauflage erfasst auch COVID-19-Impfung

Seit Mitte des Jahres steht Menschen mit Diabetes der aktualisierte Gesundheits-Pass Diabetes zur Verfügung. Er gibt Betroffenen und ihren Behandelnden einen Überblick über wichtige Daten wie Glukose- und HbA1c-Angaben, Blutdruck, Augenbefund sowie Nieren- und Fettstoffwechselwerte und verbessert die Arzt-Patienten-Kommunikation. Die überarbeitete Neuauflage erscheint erstmals auch in Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch. Zudem wurden Hinweise auf die Grippeschutz- und COVID-19-Impfungen sowie diagnostische Maßnahmen ergänzt. Die herausgebenden Organisationen Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordern Diabetespatienten im Zuge der Neuauflage auf, wichtige Vorsorgeuntersuchungen, die ebenfalls im Pass dokumentiert werden, unbedingt – vor allem in Zeiten der Coronapandemie – wahrzunehmen.

Begleit- und Folgeerkrankungen vermindern die Lebenserwartung von Diabetespatienten im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre. Über das persönliche Leid hinaus entstehen in Deutschland jährliche Gesundheitskosten von etwa 21 Milliarden Euro. „Der Gesundheits-Pass Diabetes ist ein zentraler Bestandteil der Prävention von diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen. Er gibt Behandelnden und Patienten einen Überblick über alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen rund um Diabetes. Wichtige Untersuchungsergebnisse werden hier dokumentiert. Außerdem können Quartalsziele zwischen Arzt und Patienten vereinbart und im Pass festgehalten werden“, erklärt DDG Präsidentin Professor Dr. med. Monika Kellerer. „Darüber hinaus stärkt er die Arzt-Patienten-Kommunikation und die Bereitschaft des Patienten, sich umfassend mit seinem Diabetes zu beschäftigen“, ergänzt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Der Pass wurde inhaltlich und strukturell überarbeitet und erschien am 5. April in neuer Auflage und erstmals auch in den Sprachen Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch beim Kirchheim Verlag.

Insbesondere die Coronapandemie zeigt auf, wie vulnerabel Diabetespatienten sind: Sind Stoffwechseleinstellung und allgemeiner Gesundheitszustand schlecht, ist das Risiko eines schweren COVID-19-Krankheitsverlaufes stark erhöht. Daher gilt es – insbesondere während der Coronapandemie – Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen und sich bei Notfällen unbedingt weiterhin an Praxen und Kliniken zu wenden. „Der Pass ist also gerade in Pandemie-Zeiten außerordentlich hilfreich und wichtig“, betont Professor Dr. phil. Bernhard Kulzer, der als Mitglied des DDG Ausschusses „Qualitätssicherung, Schulung & Weiterbildung“ die Neuauflage initiiert hat. Denn auch hinsichtlich des Infektionsschutzes war es den Herausgebern ein besonderes Anliegen, dass die STIKO-Empfehlung zur Grippeschutzimpfung für Diabetespatienten, in den Pass aufgenommen werden. In dem Gesundheits-Pass Diabetes können zudem die aktuellen COVID-19-Impfungen eingetragen werden, zu denen die Experten Diabetespatienten dringend raten. Aktuell können sich Menschen mit einem Diabetes mellitus, unabhängig vom Typ der Erkrankung, je nach Blutzuckereinstellung und Begleiterkrankungen prioritär für eine Impfung anmelden.

Darüber hinaus wurde das Feld „Technische Untersuchungen“ präzisiert. Grund hierfür ist auch die zunehmende Anzahl von Menschen mit einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFLD). Denn entwickele sich die NAFLD zu einer nichtalkoholischen Fettleber-Hepatitis (NASH), steige das Risiko schwerer Komplikationen wie Leberzirrhose und Tumoren. „Etwa jede zehnte Lebertransplantation wird derzeit aufgrund einer NASH vorgenommen“, mahnt Kulzer. „Wir haben daher auch die Lebersonografie neu hinzugenommen, um diese Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren.“

Zudem wurde der Pass auch strukturell überarbeitet: So wurden die Felder für die Untersuchungsart vergrößert, um das Ausfüllen zu vereinfachen. „Hier haben wir auf Rückmeldungen der Behandler reagiert und den Pass somit verbessert“, so Kulzer, der auch Sprecher und 1. Vorsitzender der DDG Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Psychologie“ ist.

Der Gesundheits-Pass Diabetes wird seit 1995 von der DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe herausgegeben. Er erscheint in Kooperation mit dem Deutschen Diabetiker-Bund, dem Diab-Care-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Diabetes Federation (IDF). Anlass war die Motivation, die Folgeschäden des Diabetes zu senken. Ärzte und Patienten können den neuen Gesundheits-Pass Diabetes gegen einen Unkostenbeitrag unter folgender Rufnummer bestellen: 0711/66 72 14 83 (SVK, Kirchheim-Verlag) oder unter www.kirchheim-shop.de.

Presse Mitteilung Text:  Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

Beitragsbild:123Rf

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Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9200 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

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Text:AOK

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Wellness in Hessen: Entspannte Auszeit vor der Haustür

WELLNESS-INSPIRATION AUS DER MITTE VON DEUTSCHLAND

Hessen überrascht durch Gegensätze und diese ziehen an. Unweit pulsierender Städte kann man in unserer Natur entschleunigen und aus dem Alltag aussteigen. Unsere Wellnessoasen laden zu Entspannung ein, unsere ursprünglichen Wälder zum entspannten Unterwegssein. Beides bietet eine perfekte Kombination zum urbanen Leben in unseren Städten. Unser kultureller Reichtum und unsere Traditionen spiegeln sich jedoch in beiden Welten wieder. Kreativität und Regionalität finden vor allem Ausdruck in unseren vielfältigen Genuss-Angeboten ob für den Gaumen oder auch für den Körper, den Geist und die Seele. Eine ehrliche Herzlichkeit begegnet Ihnen auf jeder Reise durch die Mitte von Deutschland. Kommen Sie mit, lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie Hessen und Ihre ganz persönliche Auszeit vom Alltag…

WELLNESSURLAUB IN HESSEN: ENTSPANNTE AUSZEIT VOR DER HAUSTÜR

In diesem Jahr ist alles anders. Lang geplante Urlaube müssen plötzlich an den Nagel gehängt und Urlaubsideen zum Teil komplett neu überdacht werden. Einige Menschen verzichten in diesem Jahr sogar ganz auf ihren Urlaub. Während viele Familien zwar reisen möchten, doch ihre Auszeit dann doch lieber im eigenen Land verbringen und auf die alljährliche Reise ins Ausland verzichten.Doch gerade darin steckt auch eine große Chance. Nämlich die Möglichkeit, Reiseziele vor der eigenen Haustür komplett neu zu entdecken.

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WELLNESS IM RHEINGAU: WANDERN, WEIN & WOHLGEFÜHL

Der Rheingau erstreckt sich von Wiesbaden, über Rüdesheim und Eltville bis nach Lorch.

Liebevoll wird der Rheingau dabei auch als das „kleine Burgund“ bezeichnet. Nicht ohne Grund, denn das milde Klima im Rheingau sorgt für üppig bewachsene Weinberge und viel Lebensfreude.Wandern ist ebenso ein Genuss in dieser Region, wie Wein trinken, Wellness erleben oder vielleicht auch, einfach alles gemeinsam zu kombinieren. Denn im Rheingau warten einige Wellnesshotels, die nicht nur eine umfangreiche Weinkarte, sondern auch Vino-Wellness-Specials im Spa-Menü, anbieten.

WELLNESSHOTEL-TIPPS IM RHEINGAU

Lust den Rheingau, mit seinen Weingütern, Straußenwirtschaften, Weinbergen, idyllischen Wäldern und Wanderwegen zu entdecken?

Direkt am Rhein gelegen, im kleinen Ort Oestrich-Winkel im Herzen des Rheingau befindet sich das Nägler’s Fine Lounge Hotel. Der Wein zeigt sich hier nicht nur rund ums Hotel als Rebe oder in flüssiger Form im Glas. Selbst bei der Zimmergestaltung ist der „gute Tropfen“ dominant und auch bei vielen Wellnessanwendungen spielt der Wein eine entspannte Rolle.

Wer allerdings die Kühle der Wälder bevorzugt, der wählt als Ausgangspunkt für Entdeckertouren, durch die Region, das Waldhotel Rheingau in Geisenheim-Marienthal. Der Wein spielt natürlich auch in diesem Hotel eine große Rolle. Wein und Wald ergeben schlußendlich einfach eine perfekte Kombination.

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WELLNESS IM SPESSART: MYSTISCHEN GEHEIMNISSEN AUF DER SPUR

Besonders geheimnisvoll geht es im Spessart zu. Immerhin gilt der Spessart als Heimat der Gebrüder Grimm.

Mittelalterliche Orte und Premium-Wanderwege treffen auf idyllische Badeseen, märchenhafte Wälder und entspannte Wellnessangebote wie Kneippanlagen, ein Gradierwerk oder auch besonders passend zum Spessart „Waldtherapie“.

Schlösser, Burgen und Kirchen wollen entdeckt werden. Zum Ausgleich lohnt es sich, in einem der absolut wunderbaren Wellnesshotels einzuchecken. Denn auch der Spessart, weiß durchaus, wie richtig entspannt wird.

WELLNESSHOTEL-TIPPS IM SPESSART

Lust auf Spessart-Wellness? Lust auf Wald, Wein und Wasser? Denn genau das ist die perfekte Wellness-Kombination im Spessart.
Eines der entspanntesten Wellnesshotels, samt Therme, in Hessen ist sicherlich das Hotel an der Therme Bad Orb mit angeschlossener Toskana-Therme. Wohlgefühl erleben, das gelingt dort im natürlichsten Heilmittel der Welt – dem wohlig warmen Solewasser.
Tatsächlich gibt es im Spessart eher wenige Hotels mit eigenem Wellnessbereich oder einem direkten Zugang zu einer Therme. Doch finden sich rund um die Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster ein paar herzliche Gastgeber, die wir Ihnen natürlich gern ans Herz legen.
Etwas ganz besonderes im Spessart ist sicherlich auch die Möglichkeit eine Ayurveda-Auszeit einzulegen. Angeboten werden professionelle Ayurveda-Retreats von Sathya Ayurveda in Bad Orb oder Ayurveda Rosenberg in Birstein.

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WELLNESS IM TAUNUS: ZAHLREICHE HÖHEPUNKTE WARTEN

Bei so viel entspannten Hotspots, verfügt der Taunus natürlich auch über einige Wellnesshotels, die entdeckt werden wollen. Schlussendlich hat der Urlauber wirklich die Qual der Wahl.
Im Dolce Hotel, in der Gesundheits- und Kurstadt Bad Nauheim, gehören Wellness und Genuss unbedingt zusammen. Sprudelhof, Trinkkurhalle und Gradierbauten sind nur einige Stationen, die in Bad Nauheim angesteuert werden können. Schon Elvis Presley wohnte im idyllischen Kurort. Der Kurpark in Bad Nauheim hat ihm wohl besonders gut gefallen. Ob er bereits so etwas wie Wellness in Bad Nauheim genossen hat, wissen wir natürlich nicht.
Auch das Maritim Hotel Bad Homburg liegt mitten im Kurpark. Besagter Kurpark ist übrigens der größte Kurpark in Europa. Bis zur historischen Altstadt Bad Homburgs sind es nur wenige Schritte. Kur und Gesundheit spielen natürlich auch in Bad Homburg, als traditionelles Heilbad, eine große Rolle. In Bad Homburg wird auch gern von Heilquellen und Champagnerluft gesprochen. Damit ist aber tatsächlich nicht der Duft des Prickelgetränks gemeint, sondern eher die Fallwinde aus dem Taunus.

Abschließend möchten wir natürlich auch unbedingt noch das Schlosshotel Kronberg vorstellen. Denn es handelt sich um ein echtes 5-Sterne-Grand-Hotel. Es liegt im Taunus, oberhalb des pittoresken Städtchens Kronberg, inmitten eines eindrucksvollen Parks. Der zauberhafte Bau gleicht fast einem Märchenschloss, welches zu Genuss, Wellness und sicherlich auch traumhaften Momenten einlädt.

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BEREIT FÜR EINEN WELLNESS-URLAUB IN HESSEN?

Wir hoffen, wir konnten Lust machen auf Entspannung und Erholung in den hessischen Regionen. Hessen ist ein so vielfältiges Bundesland, mit ganz unterschiedlichen Gastgebern und herzlichen Bewohnern. In Hessen wissen wir, wie Wellness richtig umgesetzt wird, damit der Gast sich auch wirklich von Kopf bis Fuß entspannen und wohlfühlen kann.

Mehr Informationen auf: https://www.hessen-tourismus.de/de/wellness/wellness-spa-blog/

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Die Texte wurden in Zusammenarbeit mit Tanja Klindworth / www.spaness.de  und hessen-tourismus.de erstellt.

Bilder: © HA Hessen Tourismus / Blåfield       

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Diagnose Krebs – was nun? Zehn bewährte Schritte helfen

Die Diagnose Krebs ist ein Schockerlebnis: Unvermittelt sind Menschen mit den eigenen Ängsten, mit Hilflosigkeit, Schmerz sowie der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Auch wenn die Diagnose aufs Äußerste fordert: Bewährte Schritte helfen, den unbekannten Weg besonnen und selbstbestimmt weiterzugehen.

Durch Corona ist die Krankheit Krebs stark in den Hintergrund gerückt, obwohl jährlich etwa 230.000 Menschen daran sterben. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) hat Sorge, dass den vitalen Interessen von Krebspatient*innen
kaum mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Doch gerade in der Zeit nach der Diagnose brauchen Menschen besondere Unterstützung.
Wieso gerade ich? Wie soll ich mein Leben weiterführen? Welche Therapien muss ich über mich ergehen lassen? Menschen sind nach der Diagnose Krebs ängstlich und verunsichert. Sie haben viele Fragen und anfangs wenig Antworten darauf. „Leicht
können Menschen in der Krise den Boden unter den Füßen verlieren“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK). Mit einer Zehn-Schritte-Liste bietet die GfBK Patient*innen Unterstützung für
die schwierige erste Zeit nach der Diagnose.

1. Innehalten und sich Zeit nehmen
„Die Zeit drängt“ ist anfangs oft das Gefühl, manchmal wird es auch von Ärzt*innen gefördert. „Nehmen Sie sich zunächst einige Tage Zeit, um sich zu stabilisieren und die Diagnose anzunehmen“, rät die GfBK. Meist wächst ein Tumor nicht in wenigen Tagen. Es gibt nur wenige Ausnahmesituationen, in denen akute Beschwerden behandelt werden müssen.

2. Sich auf achtsame Weise informieren
Die Zeit können Patient*innen nutzen, um sich achtsam zu ihrer Diagnose zu informieren., Wissen kann Angst mindern und helfen, die eigene Situation besser einzuschätzen. Das Medium Internet ist nach Erfahrung der GfBK mit Vorsicht zu benutzen. Die vielen Informationen „überfluten“, viele Internetforen sind zudem von der pharmazeutischen Industrie gesponsert. Patient*innen sollten alle Fragen stellen, die
ihnen wichtig sind: beim behandelnden Arzt, dem zuständigen Arzt im Krankenhaus oder der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., die unabhängig und kostenfrei berät.
3. Den Arzt, die Ärztin des Vertrauens finden
Bei einer Krebsdiagnose sind meist weitreichende medizinische Entscheidungen zu fällen, und dies oft über einen längeren Zeitraum hinweg. Deshalb sollte die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin von Vertrauen geprägt sein und nicht zusätzlich belasten. „Nutzen Sie Ihr Recht auf eine Zweitmeinung“, rät die GfBK. Das verschafft einen größeren Überblick über die offenstehenden Möglichkeiten.
4. Das Mitspracherecht nutzen
Die gesammelten Informationen helfen das Mitspracherecht bei den geplanten Therapien wahrzunehmen. Keine Leitlinie oder ärztliche Empfehlung kann Patient*innen die eigene Entscheidung über die geplanten Therapien abnehmen. Und diese Entscheidung sollte persönlich stimmig sein.
5. Eine Patientenmappe anlegen
Hilfreich ist eine eigene Patientenmappe mit sämtlichen Unterlagen, die zum Beispiel im Falle einer Zweitmeinung oder einem Arztwechsel parat ist. Das erspart unter Umständen doppelte Blutabnahmen oder andere Untersuchungen und man hat den Therapieverlauf besser im Blick.
6. Sich gut organisieren
Es gibt zahlreiche Dinge zu organisieren. Wie lange dauert die Behandlung? Wo bekomme ich Hilfe? Wen muss ich benachrichtigen? Was übernimmt die Krankenkasse? Wer kümmert sich während eines Krankenhausaufenthalts um Blumen, Post, die Haustiere? Sind die Kinder ausreichend betreut? All dies schriftlich zu fixieren, sorgt für ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung und hilft, Gedankenkreisen zu vermeiden.
7. Sich Unterstützung holen
„Sie müssen dieser schweren Situation nicht allein begegnen“, rät die GfBK. Deshalb empfiehlt die GfBK, Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis in Anspruch zu nehmen. Wenn Menschen das Gefühl vermitteln: Ich bin an Deiner Seite, stärkt
das. Die meisten Menschen helfen gern, besonders in einer solchen Situation. Hilfreich ist zum Beispiel, jemand zu den Arztterminen mitzunehmen. Oft ist man selbst viel zu aufgeregt und nimmt nicht alles wahr, was gesprochen wird. Das ist völlig normal.
8. Naturheilkunde nutzen
Methoden aus Natur- und Erfahrungsheilkunde helfen enorm, Nebenwirkungen der schulmedizinischen Therapien zu reduzieren und Ihr Immunsystem zu stärken. An Krebs Erkrankte bekommen so Werkzeuge an die Hand, etwas für sich selbst tun zu können, anstatt sich lediglich passiv behandeln zu lassen. Dies gibt zusätzlich ein Gefühl von Selbstwirksamkeit auf dem Heilungsweg.

9. Sorgsam mit sich umgehen
Die erste Zeit nach der Diagnose ist eine Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Was tut mir im Augenblick gut? Wo kann ich besser für mich sorgen? Was ist gerade zu viel? Was brauche ich im Moment, um mich wohlzufühlen „Tun Sie sich Gutes und geben Sie der Gesundheit von Anfang anauch Raum“, rät die GfBK.
 10. Zuwendung für die Seele
Und wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht? Dann gibt es Fachleute wie den Sozialdienst in der Klinik, Therapeut*innen, die psychoonkologisch beraten oder therapeutisch begleiten oder auch Selbsthilfegruppen. Wo möchte oder sollte ich hinschauen? Wie möchte ich in Zukunft leben? Diese wichtigen Fragen dürfen undsollten Menschen in Ruhe stellen – dann kann aus der Krise eine wahre Chance erwachsen.
Zehn Schritte nach der Diagnose Krebs ist aktuelles Scherpunktthema auf dem Webportal www.biokrebs.de. Außerdem gibt es die Zehn Schritte-Liste auch als GfBK-Info zum Downloaden: https://www.biokrebs.de/images/download/Therapie_Infos/Zehn_Schritte_f_Homepag
e.pdf
Presse Mitteilunf
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Rainer Lange, Pressereferent
Tel.: 06221 – 433-2108
presse@biokrebs.de

Best Ager Reisetrend: Generation 55plus nutzt Urlaub für Gesundheit, Fitness und Schönheit

„Best Ager Wellness“ heißt der Urlaubstrend bei der Generation 55plus. Nicht umsonst ist das Reiseangebot mit Fokus auf „Healthy Aging“, „Transformation und „Verjüngung“ in den letzten Jahren stark gewachsen und zieht immer mehr das Interesse einer dynamischen Best Ager-Bewegung auf sich.
Fit Reisen-Geschäftsführerin Claudia Wagner erklärt: „Männer und Frauen ab Mitte 50 stehen heute fest im Leben, fühlen sich jung und vital. Sie nutzen ihren Urlaub aktiv, um erste Anzeichen des Älterwerdens präventiv anzugehen, um lange körperlich und geistlich fit zu bleiben. Zusammen mit unseren Hotelpartnern entwickeln wir passende Behandlungstherapien – diese reichen von Ayurveda und Yoga, über spezielle Massagen und Gesichtsbehandlungen bis hin zu Thalasso.“

„Ayurvedische Verjüngungskur“

Hierbei kommen ganzheitliche Pulver-, Pasten- und Seidenhandschuhmassagen zum Einsatz, die den Stoffwechsel anregen und eine Gewebestraffung erreichen. Entgiftungsprozesse im Körper kommen in Gang und typische Problemzonen wie Po, Bauch, Oberschenkel und Unterarme werden behandelt. Um die körperliche und geistige Fitness zu steigern dienen Yoga-Einheiten, die die Beweglichkeit, Balancefähigkeit, Muskelstärkung und Stressbewältigung fördern.

Lichttherapie gegen Altersflecken und Haarausfall

Ein junges Erscheinungsbild muss keine Frage des Alters sein – wer unliebsame Alterserscheinungen wie Pigmentstörungen, Haarausfall, Cellulite oder Besenreiser entgegenwirken möchte, der begibt sich zur „Lichttherapie“.

Neben einer Hautanalyse und Hautwerte-Messung gibt es Behandlungen von Gesicht und Dekolleté mit individuell abgestimmten Wirkstoffen, Bemer Magnetfeldtherapien zur Aktivierung der Durchblutung und eine Lichttherapie mit CF Biolight. Unterschiedliche Lichtquellen ermöglichen eine schnelle und schmerzfreie Behandlung, um Zellen zu erneuern und die Kollagen- sowie Elastin-Produktion anzuregen.

„Healthy Aging“

Unter dem Motto „Healthy Aging“ erhalten Gäste u.a. eine Ernährungsberatung, Gewebe-, Wasser-, Fett- und Muskelanalyse, Massagen und Peelings, Atem- und Rückenübungen, Nordic-Walking, Wasseraerobic und Eintritt in den Meerwasserinnen- und Außenpool.

Kaolin-Hauttherapie

Kaolin ist eine Art weiße Tonerde mit Detox- und kosmetischer Wirkung, die als lokales Naturheilmittel täglich produziert wird. Zusammen mit Kolloidsilber und Hanföl verhilft diese Ganzkörperpackung zur Verbesserung des Herz-, Lymph- und Kreislaufsystems, sowie gegen Rheuma und Arthrose. Äußerliche Alterserscheinungen, Akne und weitere Hautproblemen werden ebenso behandelt, da die Haut gereinigt und die Elastizität verbessert wird.

Schönheit vor Alter

Das Programm „Schönheit“ soll die körperliche und geistliche Haltung verbessern. Auf dem täglichen Therapieplan stehen unter anderem eine Eingangs- und Abschlussuntersuchung, Schönheitsberatung, individuelle Phytotherapien, energetische Gesichtsbehandlungen sowie Aculifting, revitalisierende Anti-Aging Massagen und verschiedenen Aktivitäten wie Qi Gong, Meridian Stretching oder Tai Chi.

© Textauszug: fitreisen.de

Foto: © fitreisen.de

 

Das 5-Wochen-Programm für ein starkes Immunsystem!

Das menschliche Immunsystem leistet tagtäglich Schwerstarbeit, denn es muss verschiedenste Krankheitserreger, Viren und Bakterien abwehren.

Wie jeder und jede Einzelne die körpereigenen Abwehrkräfte stärken kann, zeigen der auf integrative Medizin spezialisierte Heilpraktiker Benjamin Börner

Börner, Benjamin

 

und der Ernährungswissenschaftler Ralf Moll in ihrem neuen Ratgeber „Das 5-Wochen-Programm für ein starkes Immunsystem“ (TRIAS Verlag. Stuttgart, 2021).

Moll, Ralf

Um das Immunsystem ideal stärken zu können, bedarf es der Kenntnis darüber, wie das Netzwerk aus interagierenden Zellen, Signalstoffen und Organen funktioniert. Dabei spielen oft auch äußere Umstände eine Rolle. So betonen die Autoren mit Blick auf die Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie beispielsweise: „Angst schwächt erwiesenermaßen das Immunsystem.“ Börner und Moll geben den Lesern daher praktische Tipps und Mittel an die Hand, um selbst aktiv zu werden. Ihr 5-Wochen-Programm umfasst dabei die Bereiche Ernährung, Bewegung sowie Stressabbau.

Starten Sie zum Beispiel noch vor dem Frühstück mit ein paar antiviralen Maßnahmen in einen „perfekten Immuntag“: Eine morgendliche Zungenreinigung hilft zunächst, den Mund-Rachen-Raum zu entgiften, unterstützt durch das ayurvedische Ritual des Ölziehens mit einem Teelöffel kaltgepressten Sonnenblumenöl. Den Abschluss bildet ein frisch gebrühter Ingwertee.

Text & Bilder:

  • Börner, Benjamin: © www.passion2be.com – Fabian Schmidtke, TRIAS Verlag
  • Moll, Ralf: © Uwe S. Meschede, TRIAS Verlag.

AXA Präventionsreport – die Deutschen und ihr Gesundheitszustand

Wie schätzen die Deutschen ihren Gesundheitszustand im Allgemeinen ein?

• Fast zwei Drittel fehlt die Motivation, mehr für die eigene Gesundheit zu tun
• Wer Kinder hat, ist häufig nicht aktiv genug
• Frauen zeigen mehr Durchhaltevermögen
• Intensivere Begleitung durch Krankenversicherungen gefordert
• Staat soll Prävention durch steuerliche Förderung unterstützen

Sich fit zu halten, gesund zu ernähren und im stressigen Alltag zwischen Job und Privatleben ausreichend zu entspannen – das sind Ziele, die sich viele Deutsche vor allem zu Beginn des Jahres vornehmen. All diese guten Vorsätze wirken sich auch positiv auf die gesundheitliche Prävention aus. Aber natürlich nur, wenn man auch über eine längere Zeit durchhält.

Was tun sie, um gesund zu bleiben oder gesünder zu werden? Und vor allem: Wie steht es um das Durchhaltevermögen, wenn es um Gesundheitsprävention geht? Der AXA Präventionsreport, eine groß anlegte Umfrage von AXA in Zusammenarbeit mit dem Institut forsa, spiegelt die Einschätzungen und Erwartungen der Bundesbürger.

Nur wenige Jahre ist es her, dass die Deutschen in Umfragen ein überwiegend positives Bild von ihrer eigenen Gesundheit zeichneten.

1. Im aktuellen AXA Präventionsreport hingegen bezeichnet fast die Hälfte aller Befragten, nämlich 48 Prozent, ihren aktuellen Gesundheitszustand als eher mittelmäßig oder schlechter.

2 Vor allem Befragte aus Bremen und Berlin schätzen ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig ein. Gleichzeitig zeigt sich aber auch Einsicht und der Wunsch nach Verbesserung:

Immerhin 53 Prozent derjenigen, die ihren Gesundheitszustand als eher mittelmäßig einschätzen, sind der Meinung, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten. Doch selbst die Befragten, die den Gesundheitszustand mit „gut“ bewerten, wollen mehr tun: 42 Prozent sind der Meinung, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten.

Guter Vorsatz ja! Durchhaltevermögen nein? Hätte, könnte, würde, sollte – dass Gesundheitsprävention wichtig ist und sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt ist unumstritten, und eigentlich kann man immer mehr für sich und seine Gesundheit tun. Dieser Meinung sind 58 Prozent der Befragten: Sie geben zu, mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen. Dies zeigt sich erstaunlicherweise besonders in der verhältnismäßig jungen Gruppe der 30-44-Jährigen: 68 Prozent sind der Meinung, mehr für Ihre Gesundheit tun zu müssen. Gleicher Meinung sind viele der Eltern: 69 Prozent der Personen mit Kindern im Haushalt meinen, sie würden zu wenig für ihre Gesundheit tun, bei Personen ohne Kinder im Haushalt
sind es nur noch 55 Prozent.

Immerhin zwei Drittel der Befragten haben laut eigenen Angaben den guten Vorsatz auch in die Tat umgesetzt – dann aber nur kurz durchgehalten. Ein ernüchterndes Ergebnis vor dem Hintergrund, dass Gesundheitsprävention nur auf langfristige Sicht wirksam ist. Doch woran hapert es? Die Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) verliert leider zu schnell die Motivation. Dies betrifft insbesondere unter 30-Jährige (76 Prozent) und ausgerechnet diejenigen, die meinen mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen (79 Prozent). Die Ergebnisse zeigen, dass Männer häufiger die Motivation verlieren (69 Prozent) als Frauen (59 Prozent).

Macht uns Technik gesünder?
Nur wenige Befragte nutzen aktuell oder haben schon einmal technische Angebote, z. B. Apps für das Smartphone, genutzt, um ihr Gesundheitsverhalten zu beobachten. Am häufigsten werden aktuell Fitnessbzw. Sport-Apps sowie ein Fitness-Armband bzw. Fitness-Tracker (jeweils 17 Prozent) genutzt. Eine Schlaf-App bzw. einen Schlaf-Tracker nutzen derzeit 9 Prozent, Ernährungs-Apps 7 Prozent.

Text ©: Petersen&Partner Health Agentur

Bild©123RF Mark Bowden

Bewegungsmangel kann Kniearthrose begünstigen

Schwache Muskeln und Übergewicht schaden den Gelenken

 Es ist bekannt, dass langjährige starke körperliche Beanspruchung – wie etwa bei Profifußballspielern – zu vermehrter Arthrose von Kniegelenken führen kann. Was viele nicht wissen: Auch zu wenig Sport und Bewegung können vorzeitigen Gelenkverschleiß begünstigen. Denn Studien zeigen: Eine schwache Muskulatur rund um das Knie kann Belastungen des Gelenks – wie das Treppensteigen – weniger gut abfangen und dämpfen (1). Durch die ungeschützt einwirkenden Kräfte wird der Gelenkknorpel überbeansprucht und beginnt dadurch im wahrsten Sinne des Wortes „Schritt für Schritt“ zu verschleißen. Durch einen untrainierten Muskelapparat erhöht sich zudem die Sturzgefahr. Brüche können den Knorpel weiter schädigen. Darauf weist die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. angesichts des fortdauernden Corona-Lockdowns und Bewegungsmangels in der Pandemie hin. Die Experten raten deshalb zur Prävention: Sie beinhaltet Gewichtskontrolle und tägliche moderate Bewegung des ganzen Körpers mit gezielter Kräftigung und Dehnung der Gelenkmuskulatur sowie Schulung der Balance.

 Homeoffice, geschlossene Fitnessstudios, Stress – Viele bewegen sich seit dem Corona-Pandemiebeginn weniger und verbringen ihren Alltag überwiegend im Sitzen. Hinzu kommt bei vielen eine Gewichtszunahme: Laut einer im Dezember 2020 veröffentlichten Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) haben die Deutschen zwischen April 2019 und September 2020 durchschnittlich je ein Kilo zugelegt (2).

„Muskulatur baut sich ab, wenn sie nicht laufend trainiert wird“, sagt Professor Dr. med. Karl-Dieter Heller, AE-Präsident und Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik am Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig. Diese Erkenntnis wird unter anderem durch eine dänische Studie belegt: So hatte sich bei 32 männlichen Probanden schon nach zwei Wochen vollkommener Inaktivität bereits bis zu einem Drittel der Muskelmasse zurückgebildet (3).

Dabei braucht es kräftige Muskeln, um das größte und komplizierteste Gelenk in unserem Körper, das Knie, zu schützen: Die das Kniegelenk stabilisierende Muskulatur fängt große Gewichtseinwirkungen ab. Diese entstehen auch schon bei alltäglicher Belastung: „Beim Treppenabsteigen etwa wird das Kniegelenk mit dem Vielfachen des Körpergewichts belastet (4)“, erläutert Heller. Außerdem hält und stabilisiert die Muskulatur das Gelenk und sorgt für saubere Bewegungsabläufe. Schädliche Fehl- und Überbelastungen werden so abgemildert und manche Stürze vermieden. Bewegung wiederum ist für die Ernährung des Knorpels wesentlich.

„Die eingeschränkte muskuläre Kontrolle des Kniegelenkes gilt als vergleichbarer Risikofaktor für Arthrose wie ein durch eine Verletzung instabil gewordenes Gelenk – etwa als Folge von einem Riss des Kapsel-Band-Apparats oder einem Meniskusschaden“, so Heller.

„Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass bei Patienten mit Arthrose des Kniegelenks der große vierköpfige Oberschenkelmuskel, der sogenannte Quadrizeps, geschwächt ist“, sagt Professor Dr. med. Carsten Perka, Generalsekretär der AE. „Tatsächlich steht der muskuläre Abbau des Quadrizeps oft am Beginn einer Arthrose – und ist nicht, wie zu vermuten wäre, seine Folge.“

Wenn zur Muskelschwäche noch Übergewicht dazu kommt, verstärken sich die schädlichen Effekte. „Inaktivität kann deshalb Arthrose begünstigen“, fasst Perka zusammen, der der Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist. Bereits bestehende Risikofaktoren wie starke X- und O-Beine oder vorangegangene Verletzungen des Kniegelenks verstärken diese Vorgänge noch“, so der Orthopäde und Unfallchirurg.

„Es existiert bislang kein therapeutisches Verfahren, das Kniegelenksarthrose dauerhaft aufhalten oder gar umkehren kann“, sagt Perka. Wenn sie stark fortgeschritten ist, kann am Ende der Behandlungskette der operative Einsatz eines Ersatzgelenks stehen.

Die AE rät deshalb zu Prävention mit täglichem moderaten Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining. Für jedermann.

Quellen:

  1. Diagnose Arthrose, Stephan Kirschner, Lukas Konstantinidis, Akt Rheumatol 2020; 45: 39–47, DOI https://doi.org/10.1055/a-1005-1734
  2. Studie RKI Gewicht: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_04_2020_Gesundheitliche_Lage_COVID-19.pdf?__blob=publicationFile
  3. Six weeks‘ aerobic retraining after two weeks‘ immobilization restores leg lean mass and aerobic capacity but does not fully rehabilitate leg strenght in young and older men,  Andreas Vigelsø, Martin Gram, Caroline Wiuff , Jesper L. Andersen, Jørn W. Helge, and Flemming Dela, J Rehabil Med 2015; 47: 552–560, DOI: 10.2340/16501977-1961
  4. Gewichtsbelastung ≠ Gelenkbelastung, Frank Diemer, Volker Sutor, Physiopraxis 2014; 9: S. 35-37

Pressemeldung:

AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V

Bild:123Rf

Tina Turner: Der Glücksratgeber des Weltstars für schwierige Situationen im Leben

Hier spricht Tina Turner über ihr neues Buch: Trailer zu „Happiness“

 

Mehr zu Ihrer Biografie und Ihrem neuen Buch in unserem „Buch Tipp“

Text,Bilder;Video: Verlagsgruppe Droemer Knaur

Fotograf / Quelle  Peter Lindbergh

Klima-Kochbuch: Gesund und lecker kochen und die Umwelt schonen

Sie haben Spaß am Kochen und genießen Ihr Essen? Gut so! Dennoch haben Sie das Gefühl, ein bisschen mehr Nachhaltigkeit könnte nicht schaden? Martina Schneider zeigt in „Das gesunde Klima-Kochbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2020), wie man gesund und lecker kocht und gleichzeitig die Umwelt schont.

„Man sieht es Lebensmitteln nicht an, aber sie haben große Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Das wird klar, wenn wir uns die Erzeugung von Gemüse, Obst und Getreide sowie die Aufzucht von Nutztieren anschauen“, erklärt Ökotrophologin und Ernährungsberaterin Martina Schneider. Sie sagt, es ist leichter als gedacht, unsere Mahlzeiten so zu gestalten, dass sie gut für unser Klima sind. „Wir haben es in der Hand, durch unser Handeln und durch unsere Kaufentscheidung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn was und wie produziert und verkauft wird, richtet sich immer nach unseren Wünschen.“

Die rund 100 Rezepte in ihrem Kochbuch zeigen, wie eine saisonale, regionale Küche mit weniger Fleisch und Verpackungsmüll funktioniert. Schneider erklärt, wie man wertvolles Eiweiß aus Pflanzen zu sich nimmt, auf das Tierwohl achtet und umweltbewusst erzeugten Lebensmitteln den Vorzug gibt. Die köstlichen Gerichte sind nicht nur lecker, die pflanzlich-orientierte Auswahl an Zutaten führt auch zu gesunden Blutwerten, stärkt die Gelenke und beugt Krebs und Herzinfarkt vor. Zusätzlich unterstützt die gesunde Klimaküche mit ihren bioaktiven Substanzen auch unser Immunsystem. So hilft das Buch dabei, die Gesundheit zu fördern und gleichzeitig den CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

Martina Schneider

Das gesunde Klima-Kochbuch

Schützt den Körper, schont die Umwelt

TRIAS Verlag, Stuttgart. 2020
Buch EUR [D] 19,99

ISBN Buch: 9783432112695

Text & Bild: Trias Verlag