Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“ nach fünf Jahren vor Abschluss

Sozialminister Kai Klose: „Demenzatlas hilft Betroffenen, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen“

Nach fünf Jahren endet das Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“. „Das Modellprojekt hat entscheidend zur Vernetzung aller Akteure im Bereich Demenz beigetragen – und das spielt beim Schaffen und Sichern bedarfsgerechter Angebote eine zentrale Rolle“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Der aktuelle Gesundheitsbericht des Landes geht von über 100.000 Menschen mit Demenz in Hessen aus. Die alternde Gesellschaft wird die Zahl Demenzerkrankter absehbar wachsen lassen. Dadurch wird auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsangeboten weiter steigen. Die Homepage www.demenzatlas-hessen.de gibt Betroffenen und deren Angehörigen Hilfestellung. Hier können sie über eine Postleitzahlensuche in einer Datenbank, die im Rahmen des Projekts aufgebaut wurde, Angebote in ihrer Nähe finden – zugeschnitten auf das individuelle Bedürfnis, je nach Art der Demenzerkrankung und abhängig von deren Ausprägung. Der Überblick über die vorhandenen Versorgungsstrukturen in Hessen, der so geschaffen wurde, war das Kernziel des Projekts.

„Als Landesregierung wollen wir dazu beitragen, Menschen mit Demenz ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dafür sind Beratungsstellen, Betreuungsgruppen oder weiterführende Teilhabeangebote besonders wichtig. Die Onlinedatenbank des Demenzatlas bündelt hessenweit mehr als 1.300 davon – und hilft Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, Beratung und Entlastung vor Ort zu finden“, so Minister Klose weiter.

Für die wissenschaftliche Begleitung des Demenzatlas‘ Hessen wurden Einschätzungen und Expertise der Akteure der Altenhilfeplanung sowie der Pflegestützpunkte der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zusammengeführt. Das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit den Pflegekassen geförderte Projekt wurde zudem durch den Hessischen Landkreistag und den Deutschen Städtetag im fachlichen Beirat unterstützt.

„Ich danke allen Beteiligten, die den Atlas mit viel Herzblut zu dem wertvollen Instrumen gemacht haben, das er heute ist, herzlich für ihr Engagement“, sagt Sozialminister Kai Klose.

Presse Mitteilung:

Text & Bild Hessisches Sozial Ministerium

Beitragsbild: 123rf

 

 

 

Ökofashion mit Problemen

Rund 54 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen mehr für nachhaltige Produkte ausgeben, auch für Kleidung. Treibhausgase, Pestizide, hoher Wasserverbrauch und intransparente Arbeitsbedingungen machen die Modebranche zu großen Umweltsünderinnen und -sündern.

Wie nachhaltig Ökolinien großer Modeunternehmen sein können, darüber informieren die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien unter www.nachhaltiger-warenkorb.de.  

Seit einigen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit auch im Mainstream angekommen. Es gibt zumindest Versuche, irgendwie fair, irgendwie bio und irgendwie nachhaltig zu wirken. Es wird mit Bio-Baumwolle geworben oder mit ganzen Reihen von nachhaltig produzierten Kleidungsstücken. Dennoch: Treibhausgase, Pestizide, hoher Wasserverbrauch und intransparente Arbeitsbedingungen machen die Unternehmen der Modebranche neben der Lebensmittelindustrie zu den größten Umweltsünderinnen und -sündern.  Konsumentinnen und Konsumenten werden durch die häufig wechselnden Kollektionen auf die Idee gebracht, dass Kleidungsstücke Wegwerfartikel sind. Das Problem der Branche ist nicht nur die Herstellung ökologisch fragwürdiger Kleidungsstücke, das Problem ist auch die kurze Lebenszeit der Stücke. So kommt es vor, dass Unternehmen die unverkaufte Ware einfach verbrennen oder Konsumentinnen und Konsumenten sie nach wenigen Malen des Tragens wegwerfen.

Schlagworte wie ‚nachhaltig‘ erfreuen sich auch in der Modebranche großer Beliebtheit.

Die Versprechen klingen gut: Kleidung recyclen, Bio-Baumwolle nutzen, in soziale Projekte investieren und Arbeitsbedingungen verbessern. Die Standards bleiben aber vage. Kontrollmechanismen gibt es wenige, häufig nur hauseigene. Auf anerkannte Siegel und Zertifizierungen wie GOTS und OEKO Tex Made in Green wird in vielen Fällen verzichtet. Bei Bio-Baumwolle ist der tatsächliche Anteil immer noch gering. Weltweit liegt ihr Herstellungsanteil nur bei knapp einem Prozent.

Auch das Thema Recycling wird gern aufgegriffen.

In vielen Filialen der Modehäuser stehen Boxen, in die alte Kleidung geworfen werden kann. Allerdings ist das Recycling von Mischgeweben aufwändig und schwierig, weshalb es diese Kleidungsstücke meist nicht zurück in den Kreislauf schaffen, sondern aussortiert werden. Heutzutage sind die meisten Kleidungsstücke aus Mischgewebe.

Oftmals nehmen Verbraucherin und Verbraucher automatisch an, dass als ökologisch gekennzeichnete Produkte auch faire Arbeitsbedingungen bedeuten. Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken verdienen jedoch noch immer keinen existenzsichernden Lohn.

Schon vor den Nachhaltigkeitsbestrebungen war es für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht einfach herauszufinden, woher ein Kleidungsstück stammte und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. Konsumentinnen und Konsumenten, die ganz sicher gehen möchten, sollten deshalb besser auf Siegel wie z. B. den Grünen Knopf, GOTS, Fair Wear Foundation, OEKO Tex Made in Green oder Fairtrade Textile Production achten.

Das einfachste und günstigste Mittel, gekaufte Kleidung wertzuschätzen, ist es, sie möglichst lange zu tragen. So zollt man dem langen Herstellungsprozess des Kleidungsstücks seinen Wert. Macht man doch mal einen Fehlkauf oder passt die Kleidung nicht mehr richtig, kann man ihr auch ein zweites Leben schenken z. B. über einen Kleidertausch oder einen Secondhand-Laden.

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Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb“ der RENN. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsum-Alternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik.

Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) wurden 2016 auf Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ins Leben gerufen. Ein neues Netzwerk von insgesamt 20 – vornehmlich zivilgesellschaftlichen – Akteuren aus allen 16 Bundesländern, gegliedert in vier Netzstellen. Ihr Ziel: Die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland vorantreiben. Vom Bund finanziert, von den Ländern benannt und bei der Projektdurchführung unabhängig, können die RENN dabei über die politischen Ebenen hinweg Akteure miteinander vernetzen, wie dies in einem föderal organisierten Staat sonst kaum möglich ist. Das Projekt wird von der Bundesregierung zunächst für fünf Jahre gefördert. Für die Gesamtkoordination ist eine Leitstelle in der Geschäftsstelle des RNE eingerichtet.

RENN.süd ist die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien für Süddeutschland. Sie trägt das Thema „Nachhaltig leben“ durch die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure und Aktivitäten in die Breite. Themenschwerpunkt von RENN.süd ist „Nachhaltiger Konsum“.

Text: Nachaltiger Warenkorb

Bilder: RNE_Modekauf_Beratung_1_RNE_Christof Rieken_web

 

WALDBADEN IN HESSEN: FASZINATION. WALD. ACHTSAMKEIT.

SHINRIN YOKU – WALDBADEN IN HESSEN: FASZINATION. WALD. ACHTSAMKEIT.

Obwohl wir in Deutschland sehr intensiv mit dem Wald verbunden sind und er die Menschen daher, fast magisch, immer wieder in seinen Bann zieht, stammt der Trend zum Waldbaden aus Japan. Damit ist nicht etwa gemeint, in einem Waldsee baden zu gehen. Obwohl, wenn ein See in der Nähe ist, darf so ein Waldbade-Erlebnis durch einen mutigen Sprung in das kühle Nass natürlich abgerundet werden.

WAS IST WALDBADEN?

Stephan Pruschitz Sehnsucht Wald

Alles rund um das Thema in Hessen im Wellnes-Spa-Blog:

https://www.hessen-tourismus.de/de/wellness/wellness-spa-blog/shinrin-yoku-waldbaden-in-hessen-faszination-wald-achtsamkeit/

Beitrags Bild:Spessart Tourismus Claus Tewes

Die Texte wurden in Zusammenarbeit mit Tanja Klindworth / www.spaness.de  und hessen-tourismus.de erstellt.

Blog von HA HESSEN AGENTUR GMBH

https://www.hessen-tourismus.de/de/wellness/wellness-spa-blog/wellnhessen-stayhome/

 

Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause

Die fünf besten Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause

Die Gesundheit ist das höchste Gut – dieser Gedanke ist in aktuellen Zeiten präsenter denn je. Ein munterer Körper und Geist ist die Basis für ein glückliches, langes Leben. Gerade jetzt ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte wichtig, denn nur so kann ein Alltag – von unbeschwert bis ziemlich herausfordernd – mit viel Energie gemeistert werden. Neue Kraft tanken tun viele am liebsten im Urlaub. Weil eine Auszeit in der Ferne gerade nicht uneingeschränkt möglich ist, stellt Fit Reisen (www.fitreisen.de), Europas führender Gesundheits- und Wellnessreisespezialist,die fünf besten Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause vor:

1. Wie Detoxen im Allgäu: Heilfasten vom Sofa aus

Heilfasten liegt im Trend und das zu Recht: Der zeitlich limitierte und bewusste Nahrungsverzicht birgt viele positive Effekte. Neben der Körperreinigung von innen und ein paar Kilos weniger, können auch Krankheiten wie Diabetes, Migräne oder Reizdarm gelindert werden. Besonders entspannend ist diese Tiefenregeneration während eines Fastenurlaubs. Gerade im Allgäu haben sich viele Hotels auf unterschiedliche Fastenangebote – von F.-X.-Mayr, Heilfasten nach Buchinger und Basenfasten bis hin zum modernen Intervallfasten – spezialisiert. Wer gerade nicht ins Alpenvorland reisen kann, der kann diese Detoxmethode zu Hause austesten, Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung und ein entspannter Umgang mit sich selbst. Empfohlen werden Entlastungstage, bei denen der Körper durch leichte Kost und kleine Portionen behutsam auf den anstehenden Nahrungsverzicht vorbereitet wird. Für viele gehört auch eine Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz zum Fastenritual. Beim Fasten selbst ist ausschließlich flüssige Nahrung erlaubt. Dabei wichtig ist eine geringe Zufuhr von Kalorien, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Erlaubt sind während der Fastenperiode Wasser (zwei bis drei Liter am Tag), ungesüßte Tees, Gemüsebrühe sowie Obst- und Gemüsesäfte in geringen Mengen. Um den Stoffwechsel in Gang zu halten und den Körper nicht zu übersäuern, empfehlen sich sanfte Aktivitäten, oberste Priorität ist Entspannung. Zum Fastenbrechen gönnt man sich am besten einen Apfel. Auf dem Speiseplan der folgenden Aufbautage stehen kleine Portionen mit Reis, gekochtem Gemüse oder Obst, um den Darm wieder in Schwung zu bringen.

2. Mit Thalassotherapie Made at Home an die See träumen

Die Thalassotherapie stützt sich auf die heilende Kraft des Meeres, Anwendungen mit Meerwasser, Schlick, Algen und Salz gehören zum Thalassoprogramm. Besonders in Frankreich, Tunesien oder auch an der deutschen Nord- und Ostseeküste bieten ausgewiesene Hotels medizinische Thalassokuren, die beispielsweise Beschwerden durch Rheuma, Durchblutungsstörungen, Neurodermitis oder Stress lindern. Oft angeboten wird ebenso Thalasso-Wellness, dessen Anwendungen ausschließlich der Entspannung dienen. Wer die gesundheitsfördernde Wirkung des Ozeans zu Hause anwenden möchte, findet die dazu benötigten Kosmetika in der Drogerie oder Apotheke. feinkörniges Meersalz dient beispielsweise als Peeling, um die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien. Nach einem Gesichtspeeling sorgt eine feuchtigkeitsspendende Algenmaske für den richtigen Glow. Bodylotions mit mineralienreichem Meersalz versorgen den Körper zusätzlich mit ausreichend Feuchtigkeit. Auch warm-kalte Wechselduschen, die die Haut straffen und das Immunsystem stärken, gehören zur Wassertherapie, ebenso wie ein muskelentspannendes 20-minütiges Meersalz-Algen-Bad. Etwas Überwindung kostet ein tägliches Glas Sole-Wasser auf nüchternem Magen. Dieses fördert den Stoffwechsel und die Verdauung. Drei Gramm Meersalz werden in 0,1 Liter Wasser aufgelöst und dann im Verhältnis eins zu zwei mit Wasser, Tee oder Fruchtsaft getrunken – ein Gesundheitskick, der sich lohnt.

3. Wasser marsch: Badezimmer in Kneipp-Spa verwandeln

Der im 19. Jahrhundert geborene Theologiestudent Sebastian Kneipp litt seiner Zeit unter Tuberkulose. Mit täglich kurzen, kalten Bädern in der Donau und Bewegung schaffte er es, die damals unheilbare Krankheit zu besiegen. So legte er den Grundstein für die Kneippkur, die im Jahre 2015 sogar als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO anerkannt wurde und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Wer dafür im Moment keine Alltagspause für eine Kur in Kneippheilbädern wie beispielsweise Bad Wörishofen oder Bad Salzuflen einplanen kann, der kann Kneipps Hydrotherapie (zu Deutsch Wasserheilkunde) auch im heimischen Badezimmer anwenden. Dabei stellt man das Fünf-Säulen-Prinzip in den Mittelpunkt: 1. Ernährung: Wer auf seine Gesundheit achtet, weiß, dass die Ernährung unser Wohlbefinden maßgeblich mitbestimmt. Die Kneipp-Philosophie rät tierische Produkte auf dem Ernährungsplan zu reduzieren und dafür mehr Gemüse und Obst zu essen. 2. Balance: Für Kneipp ist ein ausgeglichener Körper und Geist der Schlüssel für ein langes, gesundes Leben. Das seelische Wohlsein soll während Ruhepausen vom Alltag und bewusster Me-Time in der Natur gefördert werden. 3. Wasser: Nerven, Haut und Blutgefäße werden nach Kneipp mit Hilfe von warm-kalten Wechselduschen angeregt. Das Immunsystem wird gestärkt, das Blut kann besser fließen und der Körper ist entspannt. 4. Pflanzen: Kneipp behandelte seine Patienten mit über 50 Kräutern. Auch heute wird die Wirkung von Heilpflanzen wie Baldrian gegen Schlafstörungen, der Entzündungshemmer Kamille oder Knoblauch als natürliches Antibiotikum als Alternativmedizin eingesetzt. 5. Bewegung: Sanfte Fitnesseinheiten gehören für Kneipp zu einem gesunden Lifestyle dazu. Bereits Spaziergänge oder tägliches Treppensteigern fördern die Vitalität.

4. Ayurveda: Exotische Morgenroutinen, Ölmassagen, Gewürze und Co.

Der Ursprung der ayurvedischen Heilmedizin reicht etwa 5.000 Jahre zurück. Viele Menschen schwören auf eine alljährliche Ayurvedakur in den Heimatländern Indien und Sri Lanka, in denen in ausgewiesenen Resorts Ayurvedaärzte wie auch -therapeuten für jeden Gast individuelle Therapien für Geist und Körper schnüren, um das holistische Gleichgewicht wiederherzustellen. Vorteile der antiken Heiltechniken sind beispielsweise die Verringerung von Stress, Gewichtsverlust, Behandlung bei hormonellen Schwankungen, Entzündungsreduktion im Körper und Immunsystemstärkung. Zwar hat Sri Lanka als erstes touristisches Südasienziel seit Januar wieder seine Grenzen für Gäste aus aller Welt geöffnet, wer aber dennoch nicht auf die weite Reise gehen kann, der bekommt zu Hause einen Vorgeschmack auf die tiefenregenerierende Wirkung von Ayurveda. Gleich zum Tagesbeginn geht es los mit den ayurvedischen Morgenroutinen. Dazu zählen beispielsweise ein warmes Glas Wasser, um den Stoffwechsel anzuregen, sowie die Mundhygiene mit Zähneputzen und anschließendem Ölziehen. Dabei wird ein Schluck Sesamöl einige Minuten im Mund behalten. Eine Dusche mit warmem Wasser, Öl, Salz oder Kichererbsenmehl reinigt und eine anschließende Meditation entspannt. Als ayurvedische Massage dient zum Beispiel eine traditionelle Fußmassage, bei der die Füße bis zum Knie mit Tailam (ayurvedisches Massage-Öl) eingeölt und in kreisenden Bewegungen mit wenig Druck massiert werden. Auch die Meditation gehört zur ayurvedischen Lehre, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Für den Anfang reicht eine zehnminütige Einheit, bei der man es sich in lockerer Kleidung auf einem Kissen im geraden Sitz bequem macht. Nun heißt es bewusst ein- und ausatmen, um im Hier und Jetzt zu sein. Wer zusätzlich seine Verdauung stärken und seinem Körper von Innen neue Energie geben möchte, setzt auf ayurvedische Speisen. Ayurvedaärzte erstellen für ihre Patienten individuelle Ernährungspläne anhand ihres Dosha-Typs – Vata, Pitta und Kapha. Diese drei Typen kennzeichnen unter anderem die körperlichen und seelischen Eigenschaften jedes Menschen. Aber auch ohne Dosha-Wissen können ein paar Ayurveda-Ernährungstipps mit in den Alltag integriert werden. Zum Beispiel sollte das Frühstück klein ausfallen, um den Entgiftungsprozess des Körpers nicht zu stören, man sollte nur dann essen, wenn man wirklich hungrig ist und sich satt essen, man sollte nichts zum Essen trinken und mittags die größte Mahlzeit des Tages zu sich nehmen, da dann die Verdauungskraft am größten ist. Man isst möglichst frisch und warm, mit wenig Salz und kaum tierischen Eiweißquellen. Häufige Grundnahrungsmittel sind neben Reis und Dal spezielle Öle und Fette, wie beispielsweise Ghee oder Kokosfett. Eine große Rolle in der ayurvedischen Küche spielen die Gewürze, die die heilende Wirkung der Speisen verstärken und die Verdauung anregen. Gerne verwendet werden Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt.

5. Waldbaden: Seelen-Wellness in der Natur

Wandern in den Alpen, Camping in Canada oder mit einem Hausboot die Wasserstraßen der Niederlande entdecken – Natururlaub ist der Reisetrend schlechthin und bietet gerade in aktuellen Zeiten genügend Platz für Social Distancing. Jedoch ist auch diese Reiseform aktuell nur sehr schwer möglich. Wer seine Sehnsucht nach Outdoor-Abenteuer stillen möchte, der sollte Waldbaden einmal ausprobieren. Bei der aus Japan stammenden Naturtherapie taucht man nicht nur intensiv in Flora und Fauna ein, man stärkt auch sein körperliches Wohlbefinden. Viele Studien belegen, dass ein langer Ausflug in den Wald das Immunsystem stärkt und ein Stressventil bei depressiven Verstimmungen sein kann. Damit die Kraft der Natur am besten auf Seele und Körper einwirkt, sollten einige Aspekte beachtet werden. Die Entspannung steht beim Waldbaden ganz oben auf der Agenda. Bewusstes tiefes ein- und ausatmen beruhigt den Körper und nimmt die saubere Luft des Waldes auf. Der Sauerstoff, der durch die Pflanzen produziert wird, ist hier besonders rein und sorgt sogar für Glückshormone. Ebenfalls wichtig beim Waldbaden ist Zeit: Wer dem hektischen Alltag entfliehen möchte, sollte einige Stunden an der frischen Luft verbringen. Dabei geht es nicht um die zurückgelegte Strecke, sondern um das Erleben. Wer die Natur spürt und sie mit allen Sinnen wahrnimmt, verringert sein Stresslevel. Dabei kann zusätzlich auch Meditation helfen. Einfach mal auf den Waldboden fallen lassen und ein paar Minuten auf die innere Pausetaste drücken bringt Tiefenentspannung und Zufriedenheit.

Mehr Tipps für Wellness- und Gesundheitsauszeiten für zu Hause finden Interessierte unter www.fitreisen.de/blog.

Presse Mitteilung Fit Reisen

Text & Bild Copyright: ©fitreisen.de.

Über Fit Reisen
Die Fit Reisen Group mit Sitz in Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig und München ist die Nr. 1 für Gesundheits- und Wellnessreisen. Seit über 40 Jahren steht das Unternehmen für die Kombination aus gesundem Urlaub und attraktiven Schönheits-, Entspannungs- und Freizeitangeboten. Neben Fit Reisen gehören auch die internationale Marke SpaDreams, das Online-Portal kurz-mal-weg.de, Yoga Escapes, aytour, Lotus Travel und das Reisegutschein-Portal tripz.de zur Unternehmensgruppe. Heute bietet der Spezialist über 10.000 unterschiedliche Kur-, Gesundheits-, Beauty-, Ayurveda-, Yoga-, Detox- und Wellness-Arrangements an. Das Portfolio umfasst 1.500 Hotels und 400 Destinationen in 50 Ländern. Bereits mehrfach wurden das vielfältige Angebot, die langjährige Expertise und der individuelle Service ausgezeichnet: In 2014 als „Innovativster Veranstalter im Gesundheitstourismus“, in 2016 mit dem „Typo3 Website of the Year Award“ sowie „Typo3 Tourism Award“, zuletzt von n-tv in 2017, 2018 und 2019 als „Deutschlands bestes Online-Portal Wellnessreisen“ sowie 2020 und 2021 vom Technikmagazin CHIP als einer der „besten Onlinereiseshops“. Fit Reisen ist Mitglied des Tourismusverbands Pacific Asia Travel Association (PATA) sowie der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Reiseunternehmen (AER).

Ihre Immunkräfte stärken – Vitamin D bei COVID-19?

Gute körpereigene Abwehrkräfte sind ein guter Schutz vor Krankheiten, aktuelle Studien zeigen Nutzen von Vitamin D bei COVID-19. Menschen brauchen Wissen um eigene Selbstwirksamkeit.

Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, Kontaktbegrenzungen: Seit Monaten werden der Bevölkerung diese Schutzmaßnahmen vor COVID-19 eingeimpft. Wenig Aufmerksamkeit wird den körpereigenen Schutzmaßnahmen gewidmet. Denn – ob sich jemand ansteckt und wie stark die Symptome der Erkrankung sind, hat stark mit den Abwehrkräften jedes Einzelnen zu tun. In der komplementären Krebstherapie gibt es langjährige Erfahrungen mit wirksamen immunstärkenden Maßnahmen. Mittlerweile geben erste Studien Hinweise auf eine Wirksamkeit bei COVID-19.

Schutzfaktor Vitamin D

Vitamin D wirkt antientzündlich und immunstabilisierend. Nach aktuellen Studien kann Vitamin D den Verlauf und den Schweregrad von COVID-19-Erkrankungen beeinflussen.

„Unsere wichtigste Empfehlung ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. Vitamin D wirkt immunstabilisierend, es fördert die Fähigkeit der Immunzellen, Feinde zu erkennen und Abwehr-mechanismen einzuleiten. So verwundert es nicht, dass Vitamin D wohl auch den Krankheitsverlauf bei COVID-19 positiv beeinflussen kann.

So kann die Vitamin D-Versorgung ein Indikator für den Schweregrad und das Sterblichkeitsrisiko bei einer COVID-19-Erkrankung sein. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Hohenheim vom Juli dieses Jahres. Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen und starkes Übergewicht gelten als Risikofaktoren für COVID-19. „Doch gerade diese Erkrankungen sind oft mit einem Vitamin-D-Mangel verbunden. Das hat Konsequenzen für den Verlauf der COVID-19-Erkrankung”, so Prof. Dr. med. Hans Biesalski von der Universität Hohenheim.

In die gleiche Richtung gehen die Ergebnisse einer großen Beobachtungsstudie aus Indonesien. Dort wurden der Krankheitsverlauf sowie der Vitamin-D-Status von 780 SARS-CoV-2-Infizierten untersucht. Es ergab sich ein dramatisch erhöhtes Sterberisiko bei einem Vitamin-D-Mangel. Wissenschaftler aus den USA, Ägypten und Saudi-Arabien kamen zum Resultat, dass COVID-19 Patienten mit einer schlechten Prognose ein signifikant geringeres Vitamin-D-Level hatten als Patienten mit guter Prognose. Auch Kinder mit einer COVID-19-Erkrankung hatten einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel als gesunde Vergleichspersonen, so eine Studie von Wissenschaftlern aus der Türkei.

Viele Menschen haben vor allem im Winter einen Vitamin D-Mangel. Der Grund: Wir produzieren den Bedarf an Vitamin D selbst – mithilfe der Sonne. In Deutschland reicht dafür die Sonnen-einstrahlung zwischen Oktober und April nicht aus. Deshalb ist aus Sicht der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. besonders in den Wintermonaten wichtig, für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung zu sorgen.

Bei einem Vitamin D-Mangel sind Menschen anfälliger für Infektionen der oberen Atemwege. Das ist aus Studien bekannt. Doch hat Vitamin D auch einen Effekt bei COVID-19-Erkrankungen? „Es gibt mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Hinweise für den Nutzen von Vitamin D bei COVID-19“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebs-abwehr e. V. (GfBK).

So untersuchten Kaufman, Holick et al. mehr als 190.000 US-Amerikaner, bei denen das Corona-Test-Ergebnis und der Vitamin-D-Spiegel bekannt waren. Die Wissenschaftler fanden bei den Menschen mit niedrigen Vitamin- D-Spiegeln 12-13 Prozent positiv Getestete, bei hohen Spiegeln lediglich 6-7 Prozent.

Vitamin D kann Krankheitsverlauf abmildern
Macht ein guter Vitamin-D-Spiegel auch einen Unterschied, wenn Menschen bereits an COVID-19 erkrankt sind? In einer englischen Beobachtungsstudie (Ling et al., 2020) erhielten 151 von 986 Teilnehmern mit COVID-19 und einem Vitamin-D-Mangel eine Vitamin-D-Therapie in verschie-denen Dosierungen. Die Einnahme verringerte das Risiko für eine COVID-19-Mortalität, so die Wissenschaftler. Am Universitätsklinikum Heidelberg untersuchten Radujkovic et al. 185 Pati-enten, bei denen COVID-19 diagnostiziert worden war. Die Mediziner prüften, wie viele der Patienten intensivpflichtig wurden oder starben. Dabei wurden die Patienten mit einem Spiegel von kleiner oder größer 30 nmol/l unterschieden. „Unsere Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Schweregrad/Mortalität von COVID-19“ so die Mediziner. „Sie unterstreicht die Notwendigkeit inter-ventioneller Studien zur Vitamin-D-Supplementierung bei SARS-CoV-2-infizierten Personen.“

Untersuchungen, bei denen Patienten mit Vitamin D behandelt wurden, gibt es aktuell noch wenige. In einer spanischen Studie (Castillo et al., 2020) erhielt ein Teil der Patienten, die mit COVID-19 stationär aufgenommen wurden, Vitamin D. Die Hälfte der Patienten, die kein Vitamin D erhalten hatten, mussten auf die Intensivstation, bei den mit Vitamin-D-Behandelten waren nur es zwei Prozent. In einer experimentellen Studie vom Frühjahr 2020 (Annweiler et al.) wurden an COVID-19 erkrankte hochbetagte Bewohner eines Pflegeheims hochdosiert mit Vitamin D be-handelt. 57 der 66 Erkrankten erhielten einmalig 80.000 IE, 82,5 Prozent überlebten die Er-krankung. Dagegen überlebten nur 44,4 Prozent aus der Vergleichsgruppe ohne eine entspre-chende Vitamin-D-Gabe. „Wie lange ist es ethisch noch vertretbar, Patienten mit COVID-19 und anderen Atemwegserkrankungen Vitamin D als Therapeutikum vorzuenthalten“, fragt Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Präsident der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK), kritisch.

Für ausreichenden Vitamin-D-Spiegel sorgen
Laut GfBK sollte der Vitamin-D-Spiegel im Blut mindestens 30 ng/ml betragen, optimal ist ein Wert oberhalb von 40 ng/ml. Dies ist im Winter nur durch die Einnahme von zusätzlichen Prä-paraten zu erreichen, denn in Deutschland reicht die Sonneneinstrahlung nur zwischen Mai und September aus, um in der Haut genügend Vitamin D zu bilden.

Die Europäische Gesellschaft für Endokrinologie veröffentlichte 2019 eine Stellungnahme, nach der in West-, Süd- und Osteuropa 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung einen Vitamin-D-Mangel aufweisen, zehn Prozent sogar einen schweren Mangel. Ältere Menschen gehören zu den Risiko-gruppen und diese sind auch am stärksten gefährdet, schwer an COVID-19 zu erkranken. Deshalb ist aus Sicht der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. besonders in den Wintermonaten essenziell, für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung zu sorgen. „Wir empfehlen Vitamin-D-Prä-parate mit mindestens 2.000 bis 3.000 IE täglich einzunehmen“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärzt-licher Direktor der GfBK. Noch besser sei, den Vitamin D-Spiegel im Blut prüfen zu lassen, um dann die optimale Dosierung festzulegen.

Vitamin C
Vitamin C wird unter anderem zur Bildung von sogenannten Sauerstoffradikalen benötigt, die den Körper im Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. In der Krebstherapie hat sich eine hoch dosierte Verabreichung von Vitamin C als Infusion zur Stärkung des Allgemeinbefindens und zur Tumorabwehr bewährt.

Mehrere Arbeitsgruppen aus China, Kanada, Italien und den USA untersuchen derzeit, inwiefern eine Infusionstherapie mit Vitamin C wirksam ist. Angeregt wurden sie durch positive Anwendungsberichte von Vitamin C bei COVID-19-Patienten aus China. Die Wissenschaftler vermuten eine Wirksamkeit gegen Sars-CoV-2 aufgrund der zahlreichen antiviralen Effekte von Ascorbinsäure. Vitamin C Infusions-Therapie wird in China inzwischen in verschiedenen großen Kliniken eingesetzt. Die Regierung von Shanghai hat inzwischen eine offizielle Empfehlung zum Einsatz von Vitamin C zur Vorbeugung und Behandlung von COVID-19 Infektionen herausgegeben.

Mit der Angst gesund umgehen
Auch psychische Faktoren haben direkten Einfluss auf unser Immunsystem. Ängste und seelischer Stress schwächen die Widerstandskräfte des Körpers. Dauern sie länger an, beginnt der Teil des Immunsystems seine Aktivität herunterzufahren, der uns vor Ansteckungen schützt. Das ist im Labor etwa an erhöhten Entzündungswerten festzustellen, so Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsgebietes der Psychoneuroimmunologie, das sich mit der Wechselwirkung von Psyche, Nerven- und Immunsystems beschäftigt.

Mittlerweile gibt es erste Forschungsergebnisse zu psychischen Belastungen. So befragten chinesische Wissenschaftler Schulkinder während der Schulschließungen aufgrund der Pandemie im Winter. Ein Viertel der Kinder litt unter Ängsten, jedes fünfte unter Depressionen. Kinder ab der 10. Klasse waren besonders betroffen. Wissenschaftler aus Singapur befragten Krebspatienten und deren Angehörige während des Lockdowns zu ihren Ängsten, berichtet das Deutsche Gesundheitsportal. Demnach sprachen zwei Drittel der Patienten und drei Viertel der der Angehörigen von einer großen Angst vor COVID-19.

Seit Monaten sind COVID-19 und der Umgang mit der Pandemie das beherrschende politische, gesellschaftliche und mediale Thema. Der Fokus der Aufmerksamkeit ist meist auf den Risiken und Gefahren. Das steigert ebenso die Angst wie das Gefühl, dem Infektionsgeschehen hilflos ausgesetzt sind, ohne es beeinflussen zu können. „Wir sind nicht einem gefährlichen Virus ausgeliefert. Menschen können etwas tun, für ihr seelisches Befinden, ihre Abwehrkräfte“, so Dr. Irmey. Gegen Angst ist aktives Tun ein bewährtes Mittel, ebenso der Kontakt zu und der Austausch mit anderen Menschen. Gerade bei körperlicher Distanz ist es notwendig, ein Gefühl der Verbundenheit zu stärken. Die GfBK empfiehlt zudem „Auszeiten vom Virus, eher mehr als weniger. Schalten Sie das Smartphone aus, entdecken Sie das Medien-Intervallfasten. Tun Sie Dinge, die Ihnen guttun und die Sie beruhigen“, so Dr. med. Irmey weiter.

© gm Red./GfBK