Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“ nach fünf Jahren vor Abschluss

Sozialminister Kai Klose: „Demenzatlas hilft Betroffenen, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen“

Nach fünf Jahren endet das Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“. Aus diesem Anlass fand am Mittwoch, 10. März 2021, eine digitale Abschlussveranstaltung statt, in deren Rahmen die Beteiligten Bilanz ziehen. „Das Modellprojekt hat entscheidend zur Vernetzung aller Akteure im Bereich Demenz beigetragen – und das spielt beim Schaffen und Sichern bedarfsgerechter Angebote eine zentrale Rolle“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Der aktuelle Gesundheitsbericht des Landes geht von über 100.000 Menschen mit Demenz in Hessen aus. Die alternde Gesellschaft wird die Zahl Demenzerkrankter absehbar wachsen lassen. Dadurch wird auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsangeboten weiter steigen. Die Homepage www.demenzatlas-hessen.de gibt Betroffenen und deren Angehörigen Hilfestellung. Hier können sie über eine Postleitzahlensuche in einer Datenbank, die im Rahmen des Projekts aufgebaut wurde, Angebote in ihrer Nähe finden – zugeschnitten auf das individuelle Bedürfnis, je nach Art der Demenzerkrankung und abhängig von deren Ausprägung. Der Überblick über die vorhandenen Versorgungsstrukturen in Hessen, der so geschaffen wurde, war das Kernziel des Projekts.

„Als Landesregierung wollen wir dazu beitragen, Menschen mit Demenz ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dafür sind Beratungsstellen, Betreuungsgruppen oder weiterführende Teilhabeangebote besonders wichtig. Die Onlinedatenbank des Demenzatlas bündelt hessenweit mehr als 1.300 davon – und hilft Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, Beratung und Entlastung vor Ort zu finden“, so Minister Klose weiter.

Für die wissenschaftliche Begleitung des Demenzatlas‘ Hessen wurden Einschätzungen und Expertise der Akteure der Altenhilfeplanung sowie der Pflegestützpunkte der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zusammengeführt. Das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit den Pflegekassen geförderte Projekt wurde zudem durch den Hessischen Landkreistag und den Deutschen Städtetag im fachlichen Beirat unterstützt.

„Ich danke allen Beteiligten, die den Atlas mit viel Herzblut zu dem wertvollen Instrumen gemacht haben, das er heute ist, herzlich für ihr Engagement“, sagt Sozialminister Kai Klose.

Presse Mitteilung:

Text & Bild Hessisches Sozial Ministerium

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