Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause

Die fünf besten Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause

Die Gesundheit ist das höchste Gut – dieser Gedanke ist in aktuellen Zeiten präsenter denn je. Ein munterer Körper und Geist ist die Basis für ein glückliches, langes Leben. Gerade jetzt ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte wichtig, denn nur so kann ein Alltag – von unbeschwert bis ziemlich herausfordernd – mit viel Energie gemeistert werden. Neue Kraft tanken tun viele am liebsten im Urlaub. Weil eine Auszeit in der Ferne gerade nicht uneingeschränkt möglich ist, nimmt sich Fit Reisen (www.fitreisen.de), Europas führender Gesundheits- und Wellnessreisespezialist, den Weltgesundheitstag im April zum Anlass, um die fünf besten Gesundheitsreise-Ideen für zu Hause vorzustellen:

1. Wie Detoxen im Allgäu: Heilfasten vom Sofa aus

Heilfasten liegt im Trend und das zu Recht: Der zeitlich limitierte und bewusste Nahrungsverzicht birgt viele positive Effekte. Neben der Körperreinigung von innen und ein paar Kilos weniger, können auch Krankheiten wie Diabetes, Migräne oder Reizdarm gelindert werden. Besonders entspannend ist diese Tiefenregeneration während eines Fastenurlaubs. Gerade im Allgäu haben sich viele Hotels auf unterschiedliche Fastenangebote – von F.-X.-Mayr, Heilfasten nach Buchinger und Basenfasten bis hin zum modernen Intervallfasten – spezialisiert. Wer gerade nicht ins Alpenvorland reisen kann, der kann diese Detoxmethode zu Hause austesten, Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung und ein entspannter Umgang mit sich selbst. Empfohlen werden Entlastungstage, bei denen der Körper durch leichte Kost und kleine Portionen behutsam auf den anstehenden Nahrungsverzicht vorbereitet wird. Für viele gehört auch eine Darmreinigung mit Glauber- oder Bittersalz zum Fastenritual. Beim Fasten selbst ist ausschließlich flüssige Nahrung erlaubt. Dabei wichtig ist eine geringe Zufuhr von Kalorien, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Erlaubt sind während der Fastenperiode Wasser (zwei bis drei Liter am Tag), ungesüßte Tees, Gemüsebrühe sowie Obst- und Gemüsesäfte in geringen Mengen. Um den Stoffwechsel in Gang zu halten und den Körper nicht zu übersäuern, empfehlen sich sanfte Aktivitäten, oberste Priorität ist Entspannung. Zum Fastenbrechen gönnt man sich am besten einen Apfel. Auf dem Speiseplan der folgenden Aufbautage stehen kleine Portionen mit Reis, gekochtem Gemüse oder Obst, um den Darm wieder in Schwung zu bringen.

2. Mit Thalassotherapie Made at Home an die See träumen

Die Thalassotherapie stützt sich auf die heilende Kraft des Meeres, Anwendungen mit Meerwasser, Schlick, Algen und Salz gehören zum Thalassoprogramm. Besonders in Frankreich, Tunesien oder auch an der deutschen Nord- und Ostseeküste bieten ausgewiesene Hotels medizinische Thalassokuren, die beispielsweise Beschwerden durch Rheuma, Durchblutungsstörungen, Neurodermitis oder Stress lindern. Oft angeboten wird ebenso Thalasso-Wellness, dessen Anwendungen ausschließlich der Entspannung dienen. Wer die gesundheitsfördernde Wirkung des Ozeans zu Hause anwenden möchte, findet die dazu benötigten Kosmetika in der Drogerie oder Apotheke. feinkörniges Meersalz dient beispielsweise als Peeling, um die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien. Nach einem Gesichtspeeling sorgt eine feuchtigkeitsspendende Algenmaske für den richtigen Glow. Bodylotions mit mineralienreichem Meersalz versorgen den Körper zusätzlich mit ausreichend Feuchtigkeit. Auch warm-kalte Wechselduschen, die die Haut straffen und das Immunsystem stärken, gehören zur Wassertherapie, ebenso wie ein muskelentspannendes 20-minütiges Meersalz-Algen-Bad. Etwas Überwindung kostet ein tägliches Glas Sole-Wasser auf nüchternem Magen. Dieses fördert den Stoffwechsel und die Verdauung. Drei Gramm Meersalz werden in 0,1 Liter Wasser aufgelöst und dann im Verhältnis eins zu zwei mit Wasser, Tee oder Fruchtsaft getrunken – ein Gesundheitskick, der sich lohnt.

3. Wasser marsch: Badezimmer in Kneipp-Spa verwandeln

Der im 19. Jahrhundert geborene Theologiestudent Sebastian Kneipp litt seiner Zeit unter Tuberkulose. Mit täglich kurzen, kalten Bädern in der Donau und Bewegung schaffte er es, die damals unheilbare Krankheit zu besiegen. So legte er den Grundstein für die Kneippkur, die im Jahre 2015 sogar als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO anerkannt wurde und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Wer dafür im Moment keine Alltagspause für eine Kur in Kneippheilbädern wie beispielsweise Bad Wörishofen oder Bad Salzuflen einplanen kann, der kann Kneipps Hydrotherapie (zu Deutsch Wasserheilkunde) auch im heimischen Badezimmer anwenden. Dabei stellt man das Fünf-Säulen-Prinzip in den Mittelpunkt: 1. Ernährung: Wer auf seine Gesundheit achtet, weiß, dass die Ernährung unser Wohlbefinden maßgeblich mitbestimmt. Die Kneipp-Philosophie rät tierische Produkte auf dem Ernährungsplan zu reduzieren und dafür mehr Gemüse und Obst zu essen. 2. Balance: Für Kneipp ist ein ausgeglichener Körper und Geist der Schlüssel für ein langes, gesundes Leben. Das seelische Wohlsein soll während Ruhepausen vom Alltag und bewusster Me-Time in der Natur gefördert werden. 3. Wasser: Nerven, Haut und Blutgefäße werden nach Kneipp mit Hilfe von warm-kalten Wechselduschen angeregt. Das Immunsystem wird gestärkt, das Blut kann besser fließen und der Körper ist entspannt. 4. Pflanzen: Kneipp behandelte seine Patienten mit über 50 Kräutern. Auch heute wird die Wirkung von Heilpflanzen wie Baldrian gegen Schlafstörungen, der Entzündungshemmer Kamille oder Knoblauch als natürliches Antibiotikum als Alternativmedizin eingesetzt. 5. Bewegung: Sanfte Fitnesseinheiten gehören für Kneipp zu einem gesunden Lifestyle dazu. Bereits Spaziergänge oder tägliches Treppensteigern fördern die Vitalität.

4. Ayurveda: Exotische Morgenroutinen, Ölmassagen, Gewürze und Co.

Der Ursprung der ayurvedischen Heilmedizin reicht etwa 5.000 Jahre zurück. Viele Menschen schwören auf eine alljährliche Ayurvedakur in den Heimatländern Indien und Sri Lanka, in denen in ausgewiesenen Resorts Ayurvedaärzte wie auch -therapeuten für jeden Gast individuelle Therapien für Geist und Körper schnüren, um das holistische Gleichgewicht wiederherzustellen. Vorteile der antiken Heiltechniken sind beispielsweise die Verringerung von Stress, Gewichtsverlust, Behandlung bei hormonellen Schwankungen, Entzündungsreduktion im Körper und Immunsystemstärkung. Zwar hat Sri Lanka als erstes touristisches Südasienziel seit Januar wieder seine Grenzen für Gäste aus aller Welt geöffnet, wer aber dennoch nicht auf die weite Reise gehen kann, der bekommt zu Hause einen Vorgeschmack auf die tiefenregenerierende Wirkung von Ayurveda. Gleich zum Tagesbeginn geht es los mit den ayurvedischen Morgenroutinen. Dazu zählen beispielsweise ein warmes Glas Wasser, um den Stoffwechsel anzuregen, sowie die Mundhygiene mit Zähneputzen und anschließendem Ölziehen. Dabei wird ein Schluck Sesamöl einige Minuten im Mund behalten. Eine Dusche mit warmem Wasser, Öl, Salz oder Kichererbsenmehl reinigt und eine anschließende Meditation entspannt. Als ayurvedische Massage dient zum Beispiel eine traditionelle Fußmassage, bei der die Füße bis zum Knie mit Tailam (ayurvedisches Massage-Öl) eingeölt und in kreisenden Bewegungen mit wenig Druck massiert werden. Auch die Meditation gehört zur ayurvedischen Lehre, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Für den Anfang reicht eine zehnminütige Einheit, bei der man es sich in lockerer Kleidung auf einem Kissen im geraden Sitz bequem macht. Nun heißt es bewusst ein- und ausatmen, um im Hier und Jetzt zu sein. Wer zusätzlich seine Verdauung stärken und seinem Körper von Innen neue Energie geben möchte, setzt auf ayurvedische Speisen. Ayurvedaärzte erstellen für ihre Patienten individuelle Ernährungspläne anhand ihres Dosha-Typs – Vata, Pitta und Kapha. Diese drei Typen kennzeichnen unter anderem die körperlichen und seelischen Eigenschaften jedes Menschen. Aber auch ohne Dosha-Wissen können ein paar Ayurveda-Ernährungstipps mit in den Alltag integriert werden. Zum Beispiel sollte das Frühstück klein ausfallen, um den Entgiftungsprozess des Körpers nicht zu stören, man sollte nur dann essen, wenn man wirklich hungrig ist und sich satt essen, man sollte nichts zum Essen trinken und mittags die größte Mahlzeit des Tages zu sich nehmen, da dann die Verdauungskraft am größten ist. Man isst möglichst frisch und warm, mit wenig Salz und kaum tierischen Eiweißquellen. Häufige Grundnahrungsmittel sind neben Reis und Dal spezielle Öle und Fette, wie beispielsweise Ghee oder Kokosfett. Eine große Rolle in der ayurvedischen Küche spielen die Gewürze, die die heilende Wirkung der Speisen verstärken und die Verdauung anregen. Gerne verwendet werden Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt.

5. Waldbaden: Seelen-Wellness in der Natur

Wandern in den Alpen, Camping in Canada oder mit einem Hausboot die Wasserstraßen der Niederlande entdecken – Natururlaub ist der Reisetrend schlechthin und bietet gerade in aktuellen Zeiten genügend Platz für Social Distancing. Jedoch ist auch diese Reiseform aktuell nur sehr schwer möglich. Wer seine Sehnsucht nach Outdoor-Abenteuer stillen möchte, der sollte Waldbaden einmal ausprobieren. Bei der aus Japan stammenden Naturtherapie taucht man nicht nur intensiv in Flora und Fauna ein, man stärkt auch sein körperliches Wohlbefinden. Viele Studien belegen, dass ein langer Ausflug in den Wald das Immunsystem stärkt und ein Stressventil bei depressiven Verstimmungen sein kann. Damit die Kraft der Natur am besten auf Seele und Körper einwirkt, sollten einige Aspekte beachtet werden. Die Entspannung steht beim Waldbaden ganz oben auf der Agenda. Bewusstes tiefes ein- und ausatmen beruhigt den Körper und nimmt die saubere Luft des Waldes auf. Der Sauerstoff, der durch die Pflanzen produziert wird, ist hier besonders rein und sorgt sogar für Glückshormone. Ebenfalls wichtig beim Waldbaden ist Zeit: Wer dem hektischen Alltag entfliehen möchte, sollte einige Stunden an der frischen Luft verbringen. Dabei geht es nicht um die zurückgelegte Strecke, sondern um das Erleben. Wer die Natur spürt und sie mit allen Sinnen wahrnimmt, verringert sein Stresslevel. Dabei kann zusätzlich auch Meditation helfen. Einfach mal auf den Waldboden fallen lassen und ein paar Minuten auf die innere Pausetaste drücken bringt Tiefenentspannung und Zufriedenheit.

Mehr Tipps für Wellness- und Gesundheitsauszeiten für zu Hause finden Interessierte unter www.fitreisen.de/blog.

Presse Mitteilung Fit Reisen

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Über Fit Reisen
Die Fit Reisen Group mit Sitz in Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig und München ist die Nr. 1 für Gesundheits- und Wellnessreisen. Seit über 40 Jahren steht das Unternehmen für die Kombination aus gesundem Urlaub und attraktiven Schönheits-, Entspannungs- und Freizeitangeboten. Neben Fit Reisen gehören auch die internationale Marke SpaDreams, das Online-Portal kurz-mal-weg.de, Yoga Escapes, aytour, Lotus Travel und das Reisegutschein-Portal tripz.de zur Unternehmensgruppe. Heute bietet der Spezialist über 10.000 unterschiedliche Kur-, Gesundheits-, Beauty-, Ayurveda-, Yoga-, Detox- und Wellness-Arrangements an. Das Portfolio umfasst 1.500 Hotels und 400 Destinationen in 50 Ländern. Bereits mehrfach wurden das vielfältige Angebot, die langjährige Expertise und der individuelle Service ausgezeichnet: In 2014 als „Innovativster Veranstalter im Gesundheitstourismus“, in 2016 mit dem „Typo3 Website of the Year Award“ sowie „Typo3 Tourism Award“, zuletzt von n-tv in 2017, 2018 und 2019 als „Deutschlands bestes Online-Portal Wellnessreisen“ sowie 2020 und 2021 vom Technikmagazin CHIP als einer der „besten Onlinereiseshops“. Fit Reisen ist Mitglied des Tourismusverbands Pacific Asia Travel Association (PATA) sowie der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Reiseunternehmen (AER).

Start der COVID-19-Schutzimpfungen in Hausarztpraxen

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose: „Weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg aus der Pandemie“

Neben den Impfungen in den 28 hessischen Impfzentren starten heute die COVID-19-Schutzimpfungen durch Hausärztinnen und Hausärzte in Hessen: „Die Einbeziehung der ärztlichen Regelstruktur ist ein wichtiger Schritt, um die Impfungen zu erweitern und in die Fläche zu bringen. Die gelockerten Transport- und Lagerbedingungen der Impfstoffe sowie die größere verfügbare Menge ermöglichen nun die Einbeziehung der niedergelassenen Ärzteschaft über Modellprojekte hinaus und neben den wichtigen Impfzentren und ihren mobilen Teams. Unseren Partnern in der Impfallianz danke ich für die gute Vorbereitung des Starts: der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, der Landesärztekammer Hessen, dem Hausärzteverband Hessen, der Landesapothekerkammer Hessen und dem Hessischen Apothekerverband“ so Gesundheitsminister Kai Klose.

Die Teilnahme der vertragsärztlichen Praxen an den Impfungen ist freiwillig. Die Praxen konnten selbstständig Impfdosen über die Apotheken beim pharmazeutischen Großhandel bestellen. „Wir bekommen von unseren Partnern in der Impfallianz Hessen die Rückmeldung, dass die Bereitschaft der Medizinerinnen und Mediziner, sich bei den Impfungen zu engagieren, sehr hoch ist“, berichtet Gesundheitsminister Klose. Die ersten Impfdosen wurden gestern an die Praxen geliefert, der Großteil der Ärztinnen und Ärzte wird heute entsprechend mit den Impfungen beginnen.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wählen die zu impfenden Personen unter Beachtung der Priorisierungsreihenfolge nach Corona-Impfverordnung eigenverantwortlich aus und führen die Impfungen durch. Hierbei können sie aufgrund der Kenntnis und unter Berücksichtigung der einzelnen Patientenbiographie auf diese Information zurückgreifen.

Für die COVID-19-Schutzimpfungen in den Praxen stellt der Bund in den ersten beiden Wochen nach Impfbeginn ausschließlich den mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer zur Verfügung. In den folgenden Wochen werden weitere Impfstoffe hinzukommen, die ebenso vom pharmazeutischen Großhandel und den Apotheken vor Ort an die Artpraxen geliefert werden.

Zu Beginn hat der Bund eine Liefermenge von ca. 20 Dosen pro Praxis angekündigt. Angesichts der angekündigten erhöhten Liefermengen für die kommenden Wochen soll diese Zahl dann stetig gesteigert werden. „Die Knappheit des Impfstoffs ist auch der Grund dafür, dass zunächst nur die Vertragsärztinnen und –ärzte in die Impfungen einbezogen werden. Wir bereiten uns darauf vor, auch Strukturen wie Betriebs-, Fach- und Privatärzte einzubeziehen, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht und bedanken uns für die hohe Bereitschaft, die diese Gruppen bereits signalisiert haben“, erläutert Klose.

Auch die Impfungen in den Impfzentren werden fortgesetzt. Nach dem Beschluss des Bundes und der Länder sollen die Impfzentren im April wöchentlich 2,25 Millionen Impfdosen bekommen, auf Hessen entfallen entsprechend rund 168.000 Impfdosen wöchentlich. Alle darüber hinaus gehenden Dosen sollen den Praxen zur Verfügung gestellt werden. Da der Bund kein zentrales Register vorsieht, werden sich insbesondere am Anfang Doppelterminvergaben nicht völlig ausschließen lassen. Personen, die einen Termin über eine Hausärztin bzw. einen Hausarzt bekommen, sind gebeten, einen möglicherweise bereits bestehenden Termin im Impfzentrum bzw. ihre Registrierung zu stornieren, um anderen eine Option zur Impfung zu eröffnen.

Pressemeldung:

Geschäftsstelle Presse-Corona

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Beitragsbild:123RF

Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“ nach fünf Jahren vor Abschluss

Sozialminister Kai Klose: „Demenzatlas hilft Betroffenen, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen“

Nach fünf Jahren endet das Modellprojekt „Demenzatlas Hessen“. Aus diesem Anlass fand am Mittwoch, 10. März 2021, eine digitale Abschlussveranstaltung statt, in deren Rahmen die Beteiligten Bilanz ziehen. „Das Modellprojekt hat entscheidend zur Vernetzung aller Akteure im Bereich Demenz beigetragen – und das spielt beim Schaffen und Sichern bedarfsgerechter Angebote eine zentrale Rolle“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Der aktuelle Gesundheitsbericht des Landes geht von über 100.000 Menschen mit Demenz in Hessen aus. Die alternde Gesellschaft wird die Zahl Demenzerkrankter absehbar wachsen lassen. Dadurch wird auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsangeboten weiter steigen. Die Homepage www.demenzatlas-hessen.de gibt Betroffenen und deren Angehörigen Hilfestellung. Hier können sie über eine Postleitzahlensuche in einer Datenbank, die im Rahmen des Projekts aufgebaut wurde, Angebote in ihrer Nähe finden – zugeschnitten auf das individuelle Bedürfnis, je nach Art der Demenzerkrankung und abhängig von deren Ausprägung. Der Überblick über die vorhandenen Versorgungsstrukturen in Hessen, der so geschaffen wurde, war das Kernziel des Projekts.

„Als Landesregierung wollen wir dazu beitragen, Menschen mit Demenz ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dafür sind Beratungsstellen, Betreuungsgruppen oder weiterführende Teilhabeangebote besonders wichtig. Die Onlinedatenbank des Demenzatlas bündelt hessenweit mehr als 1.300 davon – und hilft Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, Beratung und Entlastung vor Ort zu finden“, so Minister Klose weiter.

Für die wissenschaftliche Begleitung des Demenzatlas‘ Hessen wurden Einschätzungen und Expertise der Akteure der Altenhilfeplanung sowie der Pflegestützpunkte der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zusammengeführt. Das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit den Pflegekassen geförderte Projekt wurde zudem durch den Hessischen Landkreistag und den Deutschen Städtetag im fachlichen Beirat unterstützt.

„Ich danke allen Beteiligten, die den Atlas mit viel Herzblut zu dem wertvollen Instrumen gemacht haben, das er heute ist, herzlich für ihr Engagement“, sagt Sozialminister Kai Klose.

Presse Mitteilung:

Text & Bild Hessisches Sozial Ministerium

Beitragsbild: 123rf

 

 

 

Bewegungsmangel im Corona-Lockdown kann Kniearthrose begünstigen

Schwache Muskeln und Übergewicht schaden den Gelenken

 Es ist bekannt, dass langjährige starke körperliche Beanspruchung – wie etwa bei Profifußballspielern – zu vermehrter Arthrose von Kniegelenken führen kann. Was viele nicht wissen: Auch zu wenig Sport und Bewegung können vorzeitigen Gelenkverschleiß begünstigen. Denn Studien zeigen: Eine schwache Muskulatur rund um das Knie kann Belastungen des Gelenks – wie das Treppensteigen – weniger gut abfangen und dämpfen (1). Durch die ungeschützt einwirkenden Kräfte wird der Gelenkknorpel überbeansprucht und beginnt dadurch im wahrsten Sinne des Wortes „Schritt für Schritt“ zu verschleißen. Durch einen untrainierten Muskelapparat erhöht sich zudem die Sturzgefahr. Brüche können den Knorpel weiter schädigen. Darauf weist die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. angesichts des fortdauernden Corona-Lockdowns und Bewegungsmangels in der Pandemie hin. Die Experten raten deshalb zur Prävention: Sie beinhaltet Gewichtskontrolle und tägliche moderate Bewegung des ganzen Körpers mit gezielter Kräftigung und Dehnung der Gelenkmuskulatur sowie Schulung der Balance.

 Homeoffice, geschlossene Fitnessstudios, Stress – Viele bewegen sich seit dem Corona-Pandemiebeginn weniger und verbringen ihren Alltag überwiegend im Sitzen. Hinzu kommt bei vielen eine Gewichtszunahme: Laut einer im Dezember 2020 veröffentlichten Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) haben die Deutschen zwischen April 2019 und September 2020 durchschnittlich je ein Kilo zugelegt (2).

„Muskulatur baut sich ab, wenn sie nicht laufend trainiert wird“, sagt Professor Dr. med. Karl-Dieter Heller, AE-Präsident und Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik am Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig. Diese Erkenntnis wird unter anderem durch eine dänische Studie belegt: So hatte sich bei 32 männlichen Probanden schon nach zwei Wochen vollkommener Inaktivität bereits bis zu einem Drittel der Muskelmasse zurückgebildet (3).

Dabei braucht es kräftige Muskeln, um das größte und komplizierteste Gelenk in unserem Körper, das Knie, zu schützen: Die das Kniegelenk stabilisierende Muskulatur fängt große Gewichtseinwirkungen ab. Diese entstehen auch schon bei alltäglicher Belastung: „Beim Treppenabsteigen etwa wird das Kniegelenk mit dem Vielfachen des Körpergewichts belastet (4)“, erläutert Heller. Außerdem hält und stabilisiert die Muskulatur das Gelenk und sorgt für saubere Bewegungsabläufe. Schädliche Fehl- und Überbelastungen werden so abgemildert und manche Stürze vermieden. Bewegung wiederum ist für die Ernährung des Knorpels wesentlich.

„Die eingeschränkte muskuläre Kontrolle des Kniegelenkes gilt als vergleichbarer Risikofaktor für Arthrose wie ein durch eine Verletzung instabil gewordenes Gelenk – etwa als Folge von einem Riss des Kapsel-Band-Apparats oder einem Meniskusschaden“, so Heller.

„Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass bei Patienten mit Arthrose des Kniegelenks der große vierköpfige Oberschenkelmuskel, der sogenannte Quadrizeps, geschwächt ist“, sagt Professor Dr. med. Carsten Perka, Generalsekretär der AE. „Tatsächlich steht der muskuläre Abbau des Quadrizeps oft am Beginn einer Arthrose – und ist nicht, wie zu vermuten wäre, seine Folge.“

Wenn zur Muskelschwäche noch Übergewicht dazu kommt, verstärken sich die schädlichen Effekte. „Inaktivität kann deshalb Arthrose begünstigen“, fasst Perka zusammen, der der Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist. Bereits bestehende Risikofaktoren wie starke X- und O-Beine oder vorangegangene Verletzungen des Kniegelenks verstärken diese Vorgänge noch“, so der Orthopäde und Unfallchirurg.

„Es existiert bislang kein therapeutisches Verfahren, das Kniegelenksarthrose dauerhaft aufhalten oder gar umkehren kann“, sagt Perka. Wenn sie stark fortgeschritten ist, kann am Ende der Behandlungskette der operative Einsatz eines Ersatzgelenks stehen.

Die AE rät deshalb zu Prävention mit täglichem moderaten Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining. Für jedermann.

Quellen:

  1. Diagnose Arthrose, Stephan Kirschner, Lukas Konstantinidis, Akt Rheumatol 2020; 45: 39–47, DOI https://doi.org/10.1055/a-1005-1734
  2. Studie RKI Gewicht: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_04_2020_Gesundheitliche_Lage_COVID-19.pdf?__blob=publicationFile
  3. Six weeks‘ aerobic retraining after two weeks‘ immobilization restores leg lean mass and aerobic capacity but does not fully rehabilitate leg strenght in young and older men,  Andreas Vigelsø, Martin Gram, Caroline Wiuff , Jesper L. Andersen, Jørn W. Helge, and Flemming Dela, J Rehabil Med 2015; 47: 552–560, DOI: 10.2340/16501977-1961
  4. Gewichtsbelastung ≠ Gelenkbelastung, Frank Diemer, Volker Sutor, Physiopraxis 2014; 9: S. 35-37

Pressemeldung:

AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V

Bild:123Rf

Gesundheits-Pass Diabetes hilft bei der Vorsorge

Neuauflage erfasst auch COVID-19-Impfung

Seit dem 5. April steht Menschen mit Diabetes der aktualisierte Gesundheits-Pass Diabetes zur Verfügung. Er gibt Betroffenen und ihren Behandelnden einen Überblick über wichtige Daten wie Glukose- und HbA1c-Angaben, Blutdruck, Augenbefund sowie Nieren- und Fettstoffwechselwerte und verbessert die Arzt-Patienten-Kommunikation. Die überarbeitete Neuauflage erscheint erstmals auch in Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch. Zudem wurden Hinweise auf die Grippeschutz- und COVID-19-Impfungen sowie diagnostische Maßnahmen ergänzt. Die herausgebenden Organisationen Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordern Diabetespatienten im Zuge der Neuauflage auf, wichtige Vorsorgeuntersuchungen, die ebenfalls im Pass dokumentiert werden, unbedingt – vor allem in Zeiten der Coronapandemie – wahrzunehmen.

Begleit- und Folgeerkrankungen vermindern die Lebenserwartung von Diabetespatienten im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre. Über das persönliche Leid hinaus entstehen in Deutschland jährliche Gesundheitskosten von etwa 21 Milliarden Euro. „Der Gesundheits-Pass Diabetes ist ein zentraler Bestandteil der Prävention von diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen. Er gibt Behandelnden und Patienten einen Überblick über alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen rund um Diabetes. Wichtige Untersuchungsergebnisse werden hier dokumentiert. Außerdem können Quartalsziele zwischen Arzt und Patienten vereinbart und im Pass festgehalten werden“, erklärt DDG Präsidentin Professor Dr. med. Monika Kellerer. „Darüber hinaus stärkt er die Arzt-Patienten-Kommunikation und die Bereitschaft des Patienten, sich umfassend mit seinem Diabetes zu beschäftigen“, ergänzt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Der Pass wurde inhaltlich und strukturell überarbeitet und erschien am 5. April in neuer Auflage und erstmals auch in den Sprachen Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch beim Kirchheim Verlag.

Insbesondere die Coronapandemie zeigt auf, wie vulnerabel Diabetespatienten sind: Sind Stoffwechseleinstellung und allgemeiner Gesundheitszustand schlecht, ist das Risiko eines schweren COVID-19-Krankheitsverlaufes stark erhöht. Daher gilt es – insbesondere während der Coronapandemie – Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen und sich bei Notfällen unbedingt weiterhin an Praxen und Kliniken zu wenden. „Der Pass ist also gerade in Pandemie-Zeiten außerordentlich hilfreich und wichtig“, betont Professor Dr. phil. Bernhard Kulzer, der als Mitglied des DDG Ausschusses „Qualitätssicherung, Schulung & Weiterbildung“ die Neuauflage initiiert hat. Denn auch hinsichtlich des Infektionsschutzes war es den Herausgebern ein besonderes Anliegen, dass die STIKO-Empfehlung zur Grippeschutzimpfung für Diabetespatienten, in den Pass aufgenommen werden. In dem Gesundheits-Pass Diabetes können zudem die aktuellen COVID-19-Impfungen eingetragen werden, zu denen die Experten Diabetespatienten dringend raten. Aktuell können sich Menschen mit einem Diabetes mellitus, unabhängig vom Typ der Erkrankung, je nach Blutzuckereinstellung und Begleiterkrankungen prioritär für eine Impfung anmelden.

Darüber hinaus wurde das Feld „Technische Untersuchungen“ präzisiert. Grund hierfür ist auch die zunehmende Anzahl von Menschen mit einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFLD). Denn entwickele sich die NAFLD zu einer nichtalkoholischen Fettleber-Hepatitis (NASH), steige das Risiko schwerer Komplikationen wie Leberzirrhose und Tumoren. „Etwa jede zehnte Lebertransplantation wird derzeit aufgrund einer NASH vorgenommen“, mahnt Kulzer. „Wir haben daher auch die Lebersonografie neu hinzugenommen, um diese Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren.“

Zudem wurde der Pass auch strukturell überarbeitet: So wurden die Felder für die Untersuchungsart vergrößert, um das Ausfüllen zu vereinfachen. „Hier haben wir auf Rückmeldungen der Behandler reagiert und den Pass somit verbessert“, so Kulzer, der auch Sprecher und 1. Vorsitzender der DDG Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Psychologie“ ist.

Der Gesundheits-Pass Diabetes wird seit 1995 von der DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe herausgegeben. Er erscheint in Kooperation mit dem Deutschen Diabetiker-Bund, dem Diab-Care-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Diabetes Federation (IDF). Anlass war die Motivation, die Folgeschäden des Diabetes zu senken. Ärzte und Patienten können den neuen Gesundheits-Pass Diabetes gegen einen Unkostenbeitrag unter folgender Rufnummer bestellen: 0711/66 72 14 83 (SVK, Kirchheim-Verlag) oder unter www.kirchheim-shop.de.

Presse Mitteilung Text:  Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

Beitragsbild:123Rf

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Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9200 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

Diagnose Krebs – was nun? Zehn bewährte Schritte helfen

Die Diagnose Krebs ist ein Schockerlebnis: Unvermittelt sind Menschen mit den eigenen Ängsten, mit Hilflosigkeit, Schmerz sowie der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Auch wenn die Diagnose aufs Äußerste fordert: Bewährte Schritte helfen, den unbekannten Weg besonnen und selbstbestimmt weiterzugehen.

Durch Corona ist die Krankheit Krebs stark in den Hintergrund gerückt, obwohl jährlich etwa 230.000 Menschen daran sterben. Die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) hat Sorge, dass den vitalen Interessen von Krebspatient*innen
kaum mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Doch gerade in der Zeit nach der Diagnose brauchen Menschen besondere Unterstützung.
Wieso gerade ich? Wie soll ich mein Leben weiterführen? Welche Therapien muss ich über mich ergehen lassen? Menschen sind nach der Diagnose Krebs ängstlich und verunsichert. Sie haben viele Fragen und anfangs wenig Antworten darauf. „Leicht
können Menschen in der Krise den Boden unter den Füßen verlieren“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK). Mit einer Zehn-Schritte-Liste bietet die GfBK Patient*innen Unterstützung für
die schwierige erste Zeit nach der Diagnose.

1. Innehalten und sich Zeit nehmen
„Die Zeit drängt“ ist anfangs oft das Gefühl, manchmal wird es auch von Ärzt*innen gefördert. „Nehmen Sie sich zunächst einige Tage Zeit, um sich zu stabilisieren und die Diagnose anzunehmen“, rät die GfBK. Meist wächst ein Tumor nicht in wenigen Tagen. Es gibt nur wenige Ausnahmesituationen, in denen akute Beschwerden behandelt werden müssen.

2. Sich auf achtsame Weise informieren
Die Zeit können Patient*innen nutzen, um sich achtsam zu ihrer Diagnose zu informieren., Wissen kann Angst mindern und helfen, die eigene Situation besser einzuschätzen. Das Medium Internet ist nach Erfahrung der GfBK mit Vorsicht zu benutzen. Die vielen Informationen „überfluten“, viele Internetforen sind zudem von der pharmazeutischen Industrie gesponsert. Patient*innen sollten alle Fragen stellen, die
ihnen wichtig sind: beim behandelnden Arzt, dem zuständigen Arzt im Krankenhaus oder der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V., die unabhängig und kostenfrei berät.
3. Den Arzt, die Ärztin des Vertrauens finden
Bei einer Krebsdiagnose sind meist weitreichende medizinische Entscheidungen zu fällen, und dies oft über einen längeren Zeitraum hinweg. Deshalb sollte die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin von Vertrauen geprägt sein und nicht zusätzlich belasten. „Nutzen Sie Ihr Recht auf eine Zweitmeinung“, rät die GfBK. Das verschafft einen größeren Überblick über die offenstehenden Möglichkeiten.
4. Das Mitspracherecht nutzen
Die gesammelten Informationen helfen das Mitspracherecht bei den geplanten Therapien wahrzunehmen. Keine Leitlinie oder ärztliche Empfehlung kann Patient*innen die eigene Entscheidung über die geplanten Therapien abnehmen. Und diese Entscheidung sollte persönlich stimmig sein.
5. Eine Patientenmappe anlegen
Hilfreich ist eine eigene Patientenmappe mit sämtlichen Unterlagen, die zum Beispiel im Falle einer Zweitmeinung oder einem Arztwechsel parat ist. Das erspart unter Umständen doppelte Blutabnahmen oder andere Untersuchungen und man hat den Therapieverlauf besser im Blick.
6. Sich gut organisieren
Es gibt zahlreiche Dinge zu organisieren. Wie lange dauert die Behandlung? Wo bekomme ich Hilfe? Wen muss ich benachrichtigen? Was übernimmt die Krankenkasse? Wer kümmert sich während eines Krankenhausaufenthalts um Blumen, Post, die Haustiere? Sind die Kinder ausreichend betreut? All dies schriftlich zu fixieren, sorgt für ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung und hilft, Gedankenkreisen zu vermeiden.
7. Sich Unterstützung holen
„Sie müssen dieser schweren Situation nicht allein begegnen“, rät die GfBK. Deshalb empfiehlt die GfBK, Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis in Anspruch zu nehmen. Wenn Menschen das Gefühl vermitteln: Ich bin an Deiner Seite, stärkt
das. Die meisten Menschen helfen gern, besonders in einer solchen Situation. Hilfreich ist zum Beispiel, jemand zu den Arztterminen mitzunehmen. Oft ist man selbst viel zu aufgeregt und nimmt nicht alles wahr, was gesprochen wird. Das ist völlig normal.
8. Naturheilkunde nutzen
Methoden aus Natur- und Erfahrungsheilkunde helfen enorm, Nebenwirkungen der schulmedizinischen Therapien zu reduzieren und Ihr Immunsystem zu stärken. An Krebs Erkrankte bekommen so Werkzeuge an die Hand, etwas für sich selbst tun zu können, anstatt sich lediglich passiv behandeln zu lassen. Dies gibt zusätzlich ein Gefühl von Selbstwirksamkeit auf dem Heilungsweg.

9. Sorgsam mit sich umgehen
Die erste Zeit nach der Diagnose ist eine Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Was tut mir im Augenblick gut? Wo kann ich besser für mich sorgen? Was ist gerade zu viel? Was brauche ich im Moment, um mich wohlzufühlen „Tun Sie sich Gutes und geben Sie der Gesundheit von Anfang anauch Raum“, rät die GfBK.
 10. Zuwendung für die Seele
Und wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht? Dann gibt es Fachleute wie den Sozialdienst in der Klinik, Therapeut*innen, die psychoonkologisch beraten oder therapeutisch begleiten oder auch Selbsthilfegruppen. Wo möchte oder sollte ich hinschauen? Wie möchte ich in Zukunft leben? Diese wichtigen Fragen dürfen undsollten Menschen in Ruhe stellen – dann kann aus der Krise eine wahre Chance erwachsen.
Zehn Schritte nach der Diagnose Krebs ist aktuelles Scherpunktthema auf dem Webportal www.biokrebs.de. Außerdem gibt es die Zehn Schritte-Liste auch als GfBK-Info zum Downloaden: https://www.biokrebs.de/images/download/Therapie_Infos/Zehn_Schritte_f_Homepag
e.pdf
Presse Mitteilunf
Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK)
Rainer Lange, Pressereferent
Tel.: 06221 – 433-2108
presse@biokrebs.de

Aktuelle Zecken Risikogebiete März 2021

Ab sofort sind Zecken wieder aktiv

Sie sind vor allem in der wärmeren Jahreszeit aktiv, sie stechen ab März. Dabei enthalten viele Zecken Krankheitskeime, die für sie selbst unschädlich sind, die sie aber mit dem Stich auf den Menschen übertragen können. So sind sie für den Menschen die Überträger zweier Krankheiten, die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Beide Erkrankungen können in seltenen Fällen auch gleichzeitig vorkommen. Zecken, die die Borreliose-Erreger in sich tragen, kommen überall vor. Für die FSME sind hingegen in Hessen der Odenwald, die Bergstraße, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreis Marburg-Biedenkopf Risikogebiete, d.h. Gebiete, in denen die Zecken den FSME-Virus in sich tragen.

Weitere Risikogebiete für die FSME liegen in Bayern und Baden-Württemberg und z.T. in den neuen Bundesländern. Außerhalb Deutschlands sind die Hauptverbreitungsgebiete der FSME Ost- und Mitteleuropa, vor allem bestimmte Gebiete in Österreich, Polen, Ungarn, dem ehemaligen Jugoslawien, der Slowakei und Tschechien, der ehemaligen Sowjetunion (besonders Lettland) sowie Skandinavien. Die Zecken finden sich am Boden oder im Gestrüpp bis rund 1 Meter Höhe und krabbeln Erwachsenen an den Beinen hoch, so dass die Lokalisation häufig an den tiefer liegenden Körperteilen erfolgt. Kinder hingegen können Zecken leichter auch in Kopfhöhe haben.

Komplette Übersicht der aktuellen Risiko-Gebiete hier auf: www.rnd.de/wissen/zecken-risikogebiete-2021

Was ist Borreliose

Diese Erkrankung verläuft in Schüben. Nach dem Zeckenstich entwickelt sich meist zunächst eine Hautveränderung, das sogenannte Erythema chronicum migrans. Innerhalb von drei Tagen bis drei Wochen, manchmal aber auch erst Monate nach dem Stich, entsteht dabei in der Region des Zeckenstiches eine Hautrötung, die sich ausbreitet und zentral abblasst. Die Krankheit kann von selbst abheilen oder ein bis vier Monate später in ein 2. Stadium eintreten. Dieses 2. Stadium ist durch eine umfangreiche Nervenentzündung mit von einzelnen Nervenwurzeln ausgehenden Schmerzen und Lähmungen charakterisiert. Häufig betroffen sind Arme und Beine oder auch der Gesichtsnerv (Nervus facialis).

Seltener sind eine Gehirnentzündung, Rückenmarksentzündung oder Nervengeflechtsentzündung. In ca. 10 % der Fälle kommt es zu einer Entzündung des Herzens. Fünf bis sechs Monate später erfolgt bei unbehandelten Patienten häufig ein 3. Stadium. In diesem 3. Stadium, kann es neben weiteren Hauterscheinungen mit rotblau verfärbten Hautarealen und Gelenkbeschwerden (Lyme-Arthritis) zu einer chronisch fortschreitenden Entzündung von Gehirn und Rückenmark (Enzephalomyelitis = selten), einer chronischen Erkrankung mehrerer Nerven (Polyneuropathie) oder einer Muskelentzündung kommen.

Nur jeder zweite Patient erinnert den schmerzlosen Zeckenstich. Die Diagnose wird durch Antikörper-Titer-Bestimmung im Blut (Serum) und Liquor gesichert. Die empfohlene Behandlung der Borreliose richtet sich nach dem Stadium.

Bei Kindern sieht die Behandlung wie folgt aus:

  1. Erythema migrans, Lymphozytom, jeweils in Tablettenform unter 9 Jahren Amoxicillin (50 mg/kg/d in 3 Einzeldosen) oder Cefuroximaxetil (20-30 mg/kg/d in 2 Einzeldosen) über 9 Jahren Doxycyclin (1. Tag: 4 mg/kg, dann 2 mg/kg/d);
  2. Neuroborreliose, Arthroborreliose, Borrelien-Karditis jeweils als Infusion Ceftriaxon (50 mg/kg/d [max. 2 g/d] in 1 Einzeldosis über 14 Tage) oder Cefotaxim (200 mg/kg/d [max. 6 g/d] in 2-3 Einzeldosen über 14 Tage) oder Penicillin G (500 000 IE/kg/d [max. 12 Mega/d] in 4 Einzeldosen über 14 Tage).

Bei Erwachsenen ist als Behandlung vorgesehen:

  1. Möglichst frühzeitig, schon im Stadium migrans – u. U. bereits bei Verdachtsdiagnose – Doxycyclin (100-200 mg/d als Tablette) für mindestens 21 Tage, bei Kontraindikation Oralpenicilline, Oralcephalosporine oder Erythromycin bzw. Amoxicillin, im vorgerückten Stadium Cephalosporine.
  2. Bei Neuroborreliose Ceftriaxon i.v. (= intravenös = in die Vene) oder Cefotaxim i.v. über 3 Wochen. Frühzeitig und ausreichend (Länge und Dosis) behandelt ist die Prognose günstig

FSME

Für die FSME besteht jahreszeitliche Gipfel in den Monaten Juni-Juli und September-Oktober. Denn hier sind die Zecken hauptsächlich aktiv.

Die meisten Infizierten leiden lediglich unter grippeähnlichen Beschwerden, insbesondere Kopf- und Gliederschmerzen. Diese treten zwei Tage bis drei Wochen nach dem Stich auf. Bei ca. 25 % der Fälle kommt es, nach einer vorübergehenden beschwerdefreien Zeit, ca. 3 Wochen später zu einer zweiten Erkrankungsphase. Diese äußert sich mit einem Temperaturanstieg bis auf 40 Grad C und Symptomen einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder auch einer Hirnentzündung und/oder Rückenmarksentzündung. Besonders im höheren Lebensalter kann die Erkrankung schwerer verlaufen und es kommt zu einer Kinderlähmungs- (Poliomyelitis-) ähnlichen Symptomatik.

Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung oder, bei entsprechenden Symptomen, durch eine Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit.

Die Häufigkeit der FSME-Infektionen ist in Deutschland ungleichmäßig verteilt. Als FSME-Risikogebiete werden Endemiegebiete der FSME deklariert, in denen für Personen mit Zeckenexposition ein Erkrankungsrisiko besteht, das präventive Maßnahmen begründet. In 2012 zählen in Hessen zu den Risikogebieten der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Main-Kinzig-Kreis, Stadt- und Landkreis Offenbach, der Landkreis Groß-Gerau, der Stadtkreis Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Landkreis Bergstraße und der Odenwaldkreis (von Norden nach Süden). Mit der FSME-Impfung steht ein wirksamer Schutz vor der FSME zur Verfügung. Die STIKO empfiehlt die FSME-Schutzimpfung

  • für Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Zeckenstichrisiko haben und
  • für Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei gegenüber Zecken exponiert sind

(Epidemiologisches Bulletin des RKI Nr. 21/2012). Die FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose.

Eine ursächliche Behandlung, zum Beispiel durch Antibiotika, ist nicht möglich. Die Prognose bei Erkrankung ist jedoch meist günstig. In einigen Fällen bleiben jedoch Schäden zurück. Die Sterblichkeit liegt bei 1 bis 2 % der Verläufe. Die Infektion hinterlässt eine lebenslange Immunität. Es besteht die Möglichkeit einer Impfung gegen die FSME. Die aktive Immunisierung ist Personen, die sich in Risikogebieten im Freien aufhalten, zu empfehlen.

Die Gabe von Hyperimmunglobulin ist nur bei gleichzeitig mehreren Zeckenstichen in Endemiegebieten sinnvoll. Sie kann jedoch nur bei Erwachsenen und Jugendlichen über 14 Jahren erwogen werden, wenn eine Zeckenexposition sicher nicht länger als 96 Stunden zurück liegt.

Die Übertragung der Keime (Borrelien oder FSME-Virus) beim Zeckenstich braucht nach den vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen bis zu 24 Stunden. Je länger die Zecke im Körper haften bleibt, desto höher ist also das Risiko einer Infektion. D.h. es ist auf jeden Fall ein sofortiges Absuchen der Kleidung bzw. des Körpers nach möglichem Zeckenkontakt sinnvoll.

Die Zecken sind aus dem Körper durch vorsichtiges Ziehen, am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder aber mit einer Pinzette, zu entfernen. Dabei sollen die Zecken so nah der Haut wie möglich gefasst und ohne zu reißen herausgezogen werden (nicht den Hinterleib quetschen). Danach sollte die Einstichstelle idealerweise mit sterilem Alkohol betupft werden. An schwer zugänglichen oder sehr empfindlichen Hautbereichen haftende Zecken (z.B. Genitalbereich, Gehörgang oder Augenlider, Bindehaut) sollen nicht durch den Patienten selbst, sondern durch den Arzt/Facharzt, manchmal sogar unter mikroskopischer Hilfe, entfernt werden.

Text: Ministerium Hessen Soziales

Bild:123RF

Neue Wege der stationären Versorgung in Hessen – „TeleCOVID““

Gesundheitsminister Kai Klose: „Für eine zeitgemäße und gute Versorgung fördert das Gesundheitsministerium einen Baustein der Telemedizin „TeleCOVID““

Die Covid-19 Pandemie sorgt für Ausnahmezustände in den deutschen Kliniken. In Hessen ist das vom Ministerium für Soziales und Integration etablierte zentrale Steuerungssystem der stationären Versorgung ein großer Pluspunkt. Die Kommunikation und Vernetzung zwischen den hessischen Kliniken wird nun mit der neuen TeleCOVID Hessen App des Würzburger Start-Ups Awesome Technologies durch einen effizienten Einsatz von Telemedizin nochmals nachhaltig verbessert.

 Grundlage für die TeleCOVID Hessen App

Das Netz aus 79 hessischen Krankenhäuser in sechs Versorgungsgebieten sichert in Hessen eine qualitativ hochwertige und intensivmedizinische Versorgung. Um eine Behandlung von Intensivpatienten und die Verlegung von Patienten und Patientinnen zu optimieren wurde die TeleCOVID App durch Awesome Technologies Innovationslabor GmbH entwickelt. Das 2017 gegründete Unternehmen hat bereits Erfolge in der Entwicklung telemedizinischer Anwendungen vorzuweisen und bot mit der Plattform AMP.clinic die ideale Basis für die TeleCOVID Hessen App.

Mithilfe der App können die Mediziner Informationen über die Patienten in voller Übereinstimmung mit dem Datenschutzrecht speichern und Anfragen an Kollegen in einer anderen Klinik schicken. Die Anfragen können mit hochqualitativen Bildern hinterlegt werden, wodurch eine erste Einschätzung durch Fachpersonal schnell und unkompliziert möglich wird.

 Verbesserung für alle Beteiligten

„Von dieser Verbesserung profitieren alle: Für die Patienten in den kooperierenden Krankenhäusern ist es gut, weil ihr Krankenhaus bei Notfällen auf die Unterstützung erfahrener Intensivmediziner/innen in den großen beratenden Krankenhäusern zurückgreifen kann. Dies sorgt dafür, dass die Patienten länger heimatnah versorgt werden können, unnötige Verlegungen vermieden und notwendige Verlegungen möglichst frühzeitig durchgeführt werden“, erklärt der Hessische Gesundheitsminister Kai Klose die Vorteile des Angebots.

Für den einfachen Austausch stehen den Medizinern auch Videokonsile zur Verfügung. Dieser digitale Austausch unter Ärzten verschiedener Klinken und Fachrichtungen stellt vor allem bei zeitkritischen Rückfragen eine enorme Erleichterung im medizinischen Alltag dar. Auch die Videotelefonie genügt höchsten Datenschutzstandards, da Awesome Technologies seit Juni 2020 offiziell zertifizierter Anbieter von Videosprechstunden ist.

Entscheidend für eine schnelle Realisierung der App war die direkte Zusammenarbeit des Entwicklerteams mit den Ärzten. „Der direkte Draht zu den Ärzten war ein wichtiger Faktor, um die App schnell für den Klinikalltag zu rüsten“, erinnert sich Awesome Technologies Geschäftsführer Christoph Günther.

Maßgebliche Wegbereiter des Projektes sind Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, Direktor der Klinik Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Frankfurt am Main und aktueller Präsident der europäischen Fachgesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin (ESAIC) sowie Prof. Dr. Ralf Muellenbach, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Klinikums Kassel.

Vorteil von TeleCOVID App

„Der Vorteil der App ist, dass diese bewusst nicht auf die Krankenhausinformationssysteme zugreift. Somit ist sichergestellt, dass sie einfach und voraussetzungsfrei in jedem Krankenhaus funktioniert. Sie ermöglich die Übertragung von Bilddateien und Videotelefonie in einer verschlüsselten, geschützten Umgebung und bietet somit einen Raum zur schnellen kollegialen Abstimmung über verschiedene Häuser hinweg“, erläutern Prof. Zacharowski und Prof. Muellenbach.

„TeleCOVID leistet einen wertvollen Beitrag dazu, eine Überlastung der stationären Versorgung zu verhindern. Indem wir die Intensivstationen der Krankenhäuser vernetzen, können wir mehr Patientinnen und Patienten an der richtigen Stelle behandeln. Das nutzt Patienten, Krankenhäusern und allen Einwohnern Hessens“, sagt Gesundheitsminister Klose.

Land unterstützt

Das Land Hessen unterstützt das Projekt TeleCOVID mit Hardware für Krankenhäuser und den entsprechenden notwendigen Lizenzen, bietet entsprechende Informationsveranstaltungen an und zahlt den Krankenhäusern zeitlich begrenzt eine Aufwandsentschädigung für vor Ort anfallende Kosten und regelt durch einen entsprechenden Erlass die flächendeckende Nutzung.

Pressemeldung Hessisches Gesundheitsministerium

Bild: 123RF

 

Laufende Informationen zu Corona Maßnahmen – Beschlüsse in Hessen

Das Informationsbedürfnis rund um Themen der Covid-19 Pandemie und die Notwendigkeit, dafür spezielle Informationen vorzuhalten, nimmt stetig zu. Damit verbunden sind neue Herausforderungen an unsere Redaktion, um Sie laufend über die verschiedenen Bereiche im Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zu informieren.

Um dem Rechnung zu tragen und Sie weiterhin sachgerecht und zeitnah informieren zu können, haben wir uns entschlossen, Ihnen hier die Möglichkeit zu geben, sich direkt auf der speziell für die Informationen rund um Corona in Hessen eingerichteten Rubrik des Ministeriums zu informieren: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/corona-aktuelle-meldungen

Aktuelle Informationen zu Fragen und Antworten zur Impfkoordination:

https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-in-hessen/fragen-und-antworten-zur-impfkoordination

Unabhängig davon, wollen wir Ihnen aber, soweit es für uns möglich ist, auch immer eine Zusammenfassung der Beschlüsse für Hessen liefern. 02.03.2021 Aktuelle Hessen Beschlüsse folgen!!

11.02.2021: Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Kai Klose zu den Beschlüssen des Hessischen Kabinetts im Nachgang zur Bund- Länder-Schalte: „Wir müssen den Alltag jetzt konsequent herunterfahren, damit die Infektionszahlen wieder sinken. „Beschlüsse zu den neuen Pandemie Regeln für die hessische Bevölkerung“

„Die Maßnahmen des Lockdowns light haben nicht ausgereicht, um die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zu senken. Vielmehr sind diese weiter extrem gestiegen und die Zahl der Todesfälle nimmt weiter zu. Deshalb werden wir ab Mittwoch den Alltag konsequent herunterfahren, damit die Kliniken und Intensivstationen weiterhin handlungsfähig bleiben. Das war in der Bund-Länder-Schalte eine sehr schwere Entscheidung und sie war es heute hier in der Runde des Hessischen Kabinetts. Aber der Schritt und die tiefgreifenden Maßnahmen sind alternativlos. Die Kontaktbeschränkungen sind der Schlüssel zum Senken der Zahlen. Und jenseits von Verordnungen bitte ich Sie: bleiben Sie zu Hause im kleinen Kreis, wann immer es irgend geht. Und bitte schützen Sie sich und Ihre Lieben, indem Sie die Kontakte sieben Tage vor dem Weihnachtsfest auf ein absolutes Minimum reduzieren. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin besonnen und verantwortungsbewusst handeln“, erklärte Hessens Ministerpräsident am Montag auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Bouffier erklärte, dass er wisse, wie hart das für die Familien in der Weihnachtszeit sei und wie schwer dies den Einzelhandel gerade im Weihnachtsgeschäft treffe, aber: „Wenn wir jetzt so weitermachen, werden wir die Menschen nicht mehr ordentlich gesundheitlich versorgen können. Das ist unsere oberste Richtschnur, die Gesundheitssysteme funktionsfähig zu halten.“ Der Ministerpräsident betonte, dass der Bund aktuell Lösungen für Entschädigungen des Einzelhandels und betroffener Branchen erarbeite.

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose betonte, dass Alten- und Pflegeheime ab heute wöchentlich 500.000 PoC-Antigentests zur Verfügung stehen. Die Kosten dafür werden den Heimen erstattet. „Das ist eine enorme Entlastung für die vielen Einrichtungen, die sich dadurch noch besser auf die wichtige Pflegearbeit konzentrieren können“, so Klose. Zudem werden an die hessischen Altenpflegeeinrichtungen noch vor Weihnachten rund drei Millionen FFP2-Schutzmasken für Pflegekräfte und Bewohner verteilt.

Die Regelungen im Einzelnen

Private Treffen und Kontaktbeschränkungen

Die bisherigen Beschränkungen werden fortgeführt, sofern im Folgenden keine abweichenden Regelungen getroffen werden.

Private Treffen dürfen weiterhin nur mit in einem Haushalten und mit einer fremden Personen stattfinden. Kinder bis 14 Jahren bleiben hiervon ausgenommen.

Einkaufen

Der Einzelhandel wird weitgehend geschlossen. Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Kioske und Tiermärkte können weiter öffnen. Die Ausgabe bestellter Ware in den Geschäften ist zulässig. Wochenmärkte bleiben geöffnet.

FFP2 und/oder medizinische Masken sind in Geschäften im öffentlichen Nahverkehr zwingend zu tragen.

Schulen und Kinderbetreuung

Schülerinnen und Schüler sollen, wo immer möglich, dem Präsenzunterricht fernbleiben.  In den Schulen kann Fernunterricht angeboten werden. Klassenarbeiten finden in der Regel nicht statt.

Kitas sollen nur in Fällen dringender Betreungsnotwendigkeiten in Anspruch genommen werden.

Essen & Trinken

Restaurants bleiben geschlossen. Die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause (nicht vor Ort!) bleibt weiter möglich.

In der Öffentlichkeit darf ganztägig kein Alkohol mehr getrunken werden.

Dienstleistungsbetriebe

Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege wie bspw. Friseursalons, Kosmetikstudios oder Massagepraxen werden geschlossen. Davon ausgenommen bleiben medizinisch notwendige Behandlungen.

Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe wie beispielsweise Reinigungen, Waschsalons, Auto- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen können weiterhin öffnen.

Gottesdienste

Gottesdienste sollten nur unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln stattfinden, das sind Tragen der Maske, 1,50 Meter Abstand und der Verzicht auf gemeinsames Singen.

Alten- und Pflegeheime

In Alten- und Pflegeheimen sind von den Beschäftigten und von Besucherinnen und Besuchern zu jeder Zeit FFP2- oder KN95-Masken zu tragen. Bewohnerinnen und Bewohner dürfen zweimal pro Woche von bis zu zwei Personen besucht werden. Das Personal muss regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, auf Corona getestet werden.

Weitere Regelungen

Skilifte und Eishallen sind geschlossen. Eisbahnen und ähnliche Angebote unter freiem Himmel bleiben offen. Auch Kinderspielplätze bleiben geöffnet.

Ab einer Inzidenz von 200 sind von den Gebietskörperschaften härtere Maßnahmen wie bspw. nächtliche Ausgangssperren zu ergreifen.

Das hessische Corona-Kabinett hat heute weitreichende Maßnahmen zu Regeln in der Pandemie für die Bevölkerung in Hessen vereinbart und damit die einstimmigen Beschlüsse der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin umgesetzt.

Bild: © Staatskanzlei / Tobias Koch

Presse Meldung: Hessisches Landesregierung/Staatskanzlei