Gute Nachricht: – Angebot für kostenlose Corona-Schnelltests in Hessen wird weiter ausgebaut

– Kooperation des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und der Drogeriemarktkette dm jetzt auch in Hessen –

 Am 9. März hat die Bundesregierung die neue Testverordnung veröffentlicht und damit für jede Bürgerin und jeden Bürger den Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche geschaffen. Am selben Tag hat das Land Hessen den Landkreisen und kreisfreien Städten Muster zur Verfügung gestellt, um zeitnah Dritte mit der Durchführung der Tests zu beauftragen. Innerhalb rund einer Woche konnten so durch Ärzte, Zahnärzte und Apotheken in Hessen bereits mehr als 470 Teststellen in Hessen geschaffen werden, die unter:

www.corona-test-hessen.de ausgewiesen sind.

„Die umfangreiche Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests wird einer der wichtigen Faktoren für die Bekämpfung der Pandemie sein. Die Nachfrage nach den kostenlosen Tests für Bürgerinnen und Bürger ist entsprechend groß. Daher begrüße ich die Initiative der Drogeriemarktkette dm, uns auch in Hessen bei der Schaffung weiterer Testangebote zu unterstützen“, so Gesundheitsminister Kai Klose.

dm hat angeboten, bei geeigneten dm-Filialen Schnelltest-Zentren aufzubauen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger durch geschultes Personal testen lassen können. Moderiert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wurde der Kontakt mit den Gesundheitsämtern in den Städten und Kreisen hergestellt, die die entsprechenden Leistungserbringer beauftragen. Die ersten Testzentren in Verbindung mit dm-Filialen starten am Donnerstag in Frankfurt, Hanau und Fulda.

„Uns ist eine unkomplizierte und bürgernahe Herangehensweise wichtig. Kundinnen und Kunden können über dm.de oder die „Mein dm-App“ digital einen Testtermin vereinbaren und ohne Wartezeiten ihren Termin wahrnehmen. Die Tests werden durch entsprechend geschultes Personal durchgeführt. Unser Ziel ist es, bis Ende April deutschlandweit 500 dm-Testzentren aufzubauen und so zur Bewältigung der Pandemie beizutragen“, so Christian Harms, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Mitarbeiter und das Projekt Testzentren.

Denkbar ist auch, dass andere – beispielsweise Apothekerinnen und Apotheker, die in ihren eigenen Räumlichkeiten aus Platzmangel keine Tests anbieten können – in den dm-Testzentren personell unterstützen.

„Zur Bewältigung der Pandemie kommt es darauf an, Netzwerke zu bilden und Kapazitäten unbürokratisch und schnell miteinander zu verknüpfen. Die Kooperation mit dm ist hierfür ein gelungenes Beispiel. Wir laden herzlich dazu ein, das Netzwerk zu erweitern und auszubauen“, so Gesundheitsminister Klose.

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Rund 400 Teststellen für Corona-Schnelltests in Hessen: Neue erweiterte Übersicht unter www.corona-test-hessen.de

„Eine gute Woche nach der Veröffentlichung der neuen Test-Verordnung des Bundes gibt es in Hessen bereits knapp 400 Teststellen, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können. Das ist ein großer Erfolg – mein Dank geht an die Städte, Kreise, Ärzte-, Zahnärzte- und Apothekerschaft und alle Beteiligten, die dies in kürzester Zeit ermöglicht haben“, berichtet Gesundheitsminister Kai Klose.

„Um die Informationen zu den Testmöglichkeiten noch leichter zugänglich zu machen, haben wir die bestehende Übersicht durch eine neue Online-Seite ersetzt.“

Die neue Seite, die unter www.corona-test-hessen.de

aufrufbar ist, bietet eine noch größere Informationstiefe. Für Nutzerinnen und Nutzer ermöglichen eine Volltext- sowie eine Postleitzahlensuche ein schnelles und präzises Auffinden der Testangebote in unmittelbarer Umgebung. Eine Kartenansicht erleichtert die Orientierung.

Die Seite bringt auch eine Änderung im Registrierungsverfahren mit sich: Die Betreiber der Teststellen können sich auf der Webseite registrieren und ihr Angebot von Bürgertestungen selbst in der Datenbank hinterlegen. Außerdem können nun zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten und Anmeldeverfahren eingeben werden.

Die Teststellen, die auf der bisherigen Übersichtsseite gelistet wurden, sind bereits in die neue Datenbank überführt.

„Die umfangreiche Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests ist neben dem Impfen einer der wichtigen Faktoren, die eine positive Veränderung des Pandemiegeschehens erwarten lassen. Die Bürgertestungen spielen dabei eine große Rolle. Umso wichtiger ist, dass den Hessinnen und Hessen mit unserer neuen und erweiterten Internetseite eine praktische Übersicht über die inzwischen fast 400 Stellen im Land gegeben wird, die kostenlose Tests anbieten. Jede und jeder kann nun in der Datenbank passgenau nach einer Stelle in seiner näheren Umgebung suchen“, sagt Gesundheitsminister Kai Klose.

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Aktuell gemeldete Teststellen in Hessen

„Nachdem der Bund am Dienstag seine neue Test-Verordnung veröffentlicht hat, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration den Gesundheitsämtern wie in der vergangenen Woche vorbesprochen unmittelbar eine Muster-Allgemeinverfügung und weitere Informationen zur Beauftragung von Teststellen im Land zugeleitet. Es ist äußerst erfreulich, wie intensiv sich Städte, Kreise, Ärzte-, Zahnärzte- und Apothekerschaft gemeinsam mit dem Land einbringen, um sehr schnell zusätzliche Teststellen zu eröffnen“, so Gesundheitsminister Klose. „Wie angekündigt haben wir jetzt eine Übersicht über die uns bisher gemeldeten Anlaufstellen für kostenlose Corona-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf unserer Website eingestellt. Selbstverständlich wird die Liste fortlaufend aktualisiert, täglich kommen weitere Stellen hinzu“, berichtet der Minister.

Unter folgendem Link

https://hessenlink.de/HMSI94

finden Bürgerinnen und Bürger die regelmäßig aktualisierte Übersicht über die Teststellen, die Liste ist nach Postleitzahlengebieten gegliedert.

„Die Übersicht zeigt: Alle Beteiligten in Hessen in Rekordzeit arbeiten mit Hochdruck daran, den Anspruch des Bundes für die Bürgerinnen und Bürger in Hessen umzusetzen. Dafür bedanke ich mich erneut ausdrücklich“, so Klose abschließend.

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Gute Nachricht: Corona – Schutzimpfungen in die Arztpraxen

„Wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“

Gesundheitsminister Kai Klose und Innenminister Peter Beuth:
„Wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“
KV Hessen, HMSI und HMdIS bringen Impfungen in die Praxen

Die Hessische Landesregierung hat ihre Impfstrategie fortgeschrieben. Angesichts von Zusagen der Hersteller und des Bundes sollen ab dem 1. April 2021 deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen als bisher. Während die 28 Impfzentren ihre Kapazitäten aktuell schrittweise bis zur Volllast ausweiten, bereitet sich das Land Hessen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) darauf vor, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gezielt in die Impfstrategie einzubinden.

„Mit diesem Schritt, können wir die Impfungen noch flexibler umsetzen. Wir treiben die Impfungen damit voran und bringen diese noch näher an die Bürgerinnen und Bürger. Durch den stetigen und mittlerweile umfangreichen Zufluss an Impfstoffen ist dies glücklicherweise möglich. Wir starten zunächst mit einem Pilotprojekt, das 50 Arztpraxen einbindet und das wir als Vorbereitung für den Eintritt in die Regelversorgung verstehen. Die KV Hessen ist bereits auf die Ärzteschaft zugegangen. Die Ärztinnen und Ärzte können sich freiwillig für die Teilnahme melden und wir bedanken uns bei ihnen dafür, dass sie einen weiteren wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, erklärt Gesundheitsminister Kai Klose. „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei den Schutzimpfungen einzubeziehen, ist seit Beginn ein erklärtes Ziel der Landesregierung. Bisher stand dafür zu wenig und noch nicht der passende Impfstoff zur Verfügung, um diesen Schritt sinnvoll zu ermöglichen. Künftig aber können die Ärztinnen und Ärzte die Impfzentren bei den häuslichen Impfungen gezielt unterstützen, denn wir sind zuversichtlich, dass ab April deutlich mehr Impfstoff nach Hessen kommen wird“, so Innenminister Peter Beuth.

„Wir sind froh, dass nun endlich die Impfungen dorthin kommen, wo sie hingehören und wo die Experten und Expertinnen fürs Impfen sitzen: in die Praxen der niedergelassenen hessischen Ärztinnen und Ärzte, zuvorderst natürlich unsere Hausärztinnen und Hausärzte“, erklären die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, „sobald wir die Impfungen flächendeckend in den Praxen durchführen können, haben wir die Möglichkeit, ein höheres Tempo anzuschlagen und eine höhere Durchimpfungsquote zu erreichen. Die brauchen wir dringend, um die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen.“

Das Konzept sieht zwei Wege vor, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in die Impfstrategie einzubeziehen:

Impfungen in Arztpraxen

„Aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen erwarten wir im 2. Quartal, dass pro Tag Impfstoff für ca. 64.000 Impfungen verfügbar ist. Die hessischen Impfzentren inklusive der mobilen Teams haben eine Kapazität von täglich bis zu 50.000 Impfungen. Um den Impfstoff möglichst schnell zu verimpfen, ist daher wichtig, dass wir die Ärztinnen und Ärzte landesweit einbinden“, so Innenminister Beuth. In einem Modellvorhaben werden daher bis Ende März zunächst ca. 10.000 Impfdosen bereitgestellt und in zunächst 50 niedergelassenen Arztpraxen verimpft, die für den Impfstoffbezug und die Dokumentation jeweils an ein Impfzentrum angebunden sind.

 

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wählen die zu impfenden Personen unter Beachtung der Priorisierungsreihenfolge nach Corona-Impfverordnung eigenverantwortlich aus und führen die Impfungen durch. Auch die Dokumentation und Meldung an das Robert-Koch-Institut erfolgt so bald als möglich unmittelbar durch die Praxen, die Abrechnung geschieht analog zu den aufsuchenden Impfungen. „Bevor wir mit dem Impfen gegen Corona flächendeckend in den Praxen starten, sollten wir auch die bestehenden Prozesse hinterfragen und gegebenenfalls anpassen. Das ist ein    wesentlicher Teil des Pilotprojekts. Wir wollen rasch die Hessinnen und Hessen vor dem Virus schützen. Wir hoffen nun, dass der Impfstart in den Praxen daher auch wie vom Bund angekündigt Anfang April stattfindet,“ so Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke weiter.

 

Aufsuchende Impfungen bei immobilen Personen älter als 80 Jahre

„Auch bei den Hessinnen und Hessen, die mobilitätsbedingt einen Impftermin in ihrem Zuhause benötigen, können wir auf die zusätzliche Unterstützung der Hausärztinnen und Hausärzte in Hessen zählen“, so Gesundheitsminister Klose. Die Impfzentren können regional niedergelassene Ärztinnen und Ärzte beauftragen, diese Impfungen durchzuführen. Die Impfzentren können hierzu die Daten der Menschen abrufen, die sich für die häusliche Impfung gemeldet hatten. Der Zugang ist datenschutzkonform sichergestellt. Nach Absprache mit den Impfzentren können daraufhin neben den mobilen Impfteams auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte häuslich impfen. Der benötigte Impfstoff wird vom Impfzentrum zur Verfügung gestellt. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte übernehmen dann die Aufklärung und Impfung der Impflinge in eigener Verantwortung. Die Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung aus Mitteln des Bundes.

Das Modellvorhaben wird so lange fortgeführt, bis der Bund und die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Voraussetzungen geschaffen haben, die Impfungen im Rahmen der Regelversorgung durchzuführen.

Zahl der Impfungen steigen zurzeit in Hessen merklich an

Hessen liegt mittlerweile bei der Erstimpfungsquote von 6,6 Prozent nur noch knapp unter dem Bundesschnitt (6,7 Prozent). Bis einschließlich gestern wurden rund 414.000 Bürgerinnen und Bürger einmal geimpft. Auch bei der Zweitimpfungsquote wird Hessen in den nächsten Tagen messbar aufholen, dies zeichnet sich an den vereinbarten Terminen für Zweitimpfungen deutlich ab. Mit der Öffnung der Priorisierungsgruppe 2 und zuverlässigeren Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen werden nun deutlich mehr Menschen Impftermine bekommen können als zuvor. Für diese Woche sind in den 28 Impfzentren mehr als 88.000 Termine für Erstimpfungen vereinbart (zum Vergleich: in der vergangenen Woche waren es rund 47.000 Termine).

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Apothekerinnen und Apotheker unterstützten Besuchertests in Alten- und Pflegeheimen

In den Alten- und Pflegeheimen in Hessen lässt sich in den letzten Wochen eine deutliche und stabile Entspannung hinsichtlich der Zahl der Infektionen bei Bewohnerinnen, Bewohnern und Personal beobachten. Dieser erfreuliche Rückgang gilt auch für die Zahl der an bzw. mit Corona verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner.

Weiterhin Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen notwendig

„Diese Entwicklung gilt es unbedingt zu bewahren und auszubauen. Erfreulicherweise kommen wir mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sehr gut voran. Sieben von zehn Alten- und Pflegeheimbewohnern wurden bereits zweimal geimpft. Trotzdem ist es unbedingt notwendig, auch weiterhin Schutzmaßnahmen einzuhalten: kein Impfstoff bietet einen 100-prozentigen Schutz vor Erkrankung“, so Gesundheitsminister Kai Klose.

Eine wichtige Schutzmaßnahme stellen die Antigen-Schnelltests auf SARS-CoV-2 dar, die für Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen bereits seit Januar verpflichtend sind. Ein Besuch der Einrichtung ist nur mit einem negativen Testergebnis möglich.

Die Herausforderung bei der Umsetzung der Schnelltests besteht in den personellen Ressourcen für die Durchführung. Die zusätzlichen personellen Kapazitäten sind von den Pflegeeinrichtungen nicht immer durch eigenes Personal zu leisten. Es wurden und werden daher bereits mehrfach externe Helferinnen und Helfer rekrutiert, z.B. aus den Reihen der Bundeswehr und durch die Arbeitsagentur.

Apothekerinnen und Apotheker unterstützen Besuchertests

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, hier durch die hessische Apothekerschaft weitere tatkräftige Unterstützung zu erhalten. Dies ermöglicht kostenlose Tests für Besucherinnen und Besucher, die qualifiziert durchgeführt werden und erhöht so die Sicherheit für die Bewohnerinnen und Bewohner“, so Klose.

„Die Möglichkeit, Angehörige im Heim zu besuchen, ist für alle Familien äußerst wichtig. Apothekerinnen und Apotheker übernehmen neben zahlreichen weiteren Tätigkeiten auch beim Testen Verantwortung in der Pandemie und ermöglichen somit, dass Besucher ihre im Heim lebenden Familienmitglieder sicher treffen und sehen können. Ich bin daher froh, dass wir gemeinsam diese vertragliche Vereinbarung auf den Weg bringen konnten“, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Das Land Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen und die Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen in Hessen haben gemeinsam einen Muster-Vertrag entwickelt und ihren Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Vertragliche Vereinbarung zwischen Apotheker und Pflegeeinrichtung

Auf Basis des Musters können Pflegeeinrichtungen und interessierte Apothekerinnen oder Apotheker ihre Zusammenarbeit gestalten:

Die Einrichtung stellt dabei die Räumlichkeiten, die Testkits und die persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Die Apothekerin oder der Apotheker sorgt für die entsprechende Schulung ihres/seines Personals, führt die Tests durch und übernimmt die Informations- und Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz. Im Falle eines negativen Testergebnisses wird der Besucherin oder dem Besucher eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Einrichtung über das negative Testergebnis ausgestellt. Im Falle eines positiven Testergebnisses wird der getestete Besucher auf die häuslichen Quarantäneregelungen und auf die Nachtestung mittels PCR-Test beim niedergelassenen Arzt oder Testzentrum hingewiesen.

Die Apothekerin bzw. der Apotheker stellt die Kosten für die Durchführung der Tests der Einrichtung in Rechnung. Diese hat die Möglichkeit, die Kosten über den Pflegeschutzschirm zu refinanzieren.

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Umsetzung des Bürgeranspruchs auf kostenlose Schnelltests

Gesundheitsministerium Hessen, Kommunale Spitzenverbände, Kassenärztliche Vereinigung Hessen, Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen, Landesapothekerkammer Hessen arbeiten gemeinsam für die Umsetzung des Bürgeranspruchs auf kostenlose Schnelltests

Das Hessische Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung, Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen, die Kommunen, der Hessische Städte- und der Hessische Landkreistag haben sich gemeinsam darauf verständigt, den künftigen Testanspruch für Bürgerinnen und Bürger zeitnah umzusetzen. Auch wenn die vom Bund zu schaffende Regelung in der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums noch ausstehe, die erst wichtige Grundlagen für die Umsetzung schaffe, habe man sich im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für die Bekämpfung der Pandemie entsprechend vereinbart.

Gesundheitsminister Klose dankte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, die Umsetzung des Testanspruchs zu unterstützen. „Ich schätze die große Bereitschaft aller Beteiligten sehr, trotz der kurzen Fristen durch die Bundesregelung lösungsorientiert zusammenzuarbeiten, das ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür danke ich allen ganz ausdrücklich“, fasste Gesundheitsminister Klose zusammen.

„Auch für die Kassenärztliche Vereinigung Hessen ist die Implementierung der Schnelltests eine große Herausforderung. Wir werden alles dafür tun, was uns möglich ist, um ab Montag in unseren Testcentern Schnelltests durchführen zu können. Allerdings bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass dies sicherlich nicht direkt ruckelfrei und ohne Wartezeiten möglich ist. Dafür ist die Zeit zwischen der Entscheidung und dem Start am Montag schlicht zu kurz“, sagen Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen. „Wir haben auch heute die Niedergelassenen über den neuen Stand informiert. Für die Bürgerinnen und Bürger empfiehlt es sich in jedem Fall, vorab in der Arztpraxis nachzufragen, ob dort auch Tests durchgeführt werden, die Praxen sind dazu nämlich nicht verpflichtet.“

Christian Geselle, Präsident des Hessischen Städtetags und Kasseler Oberbürgermeister: „Die Städte stehen zur ihrer Verantwortung, bei der Umsetzung der nationalen Teststrategie aktiv mitzuwirken. Es kann allerdings nicht erwartet werden, dass eine entsprechende Test-Logistik innerhalb von wenigen Tagen systematisch zu organisieren ist. Wir sind aber optimistisch, dass sich mit den Partnern vor Ort die Testkapazitäten zeitnah ausbauen lassen. Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Teststrategie ein wichtiger Baustein, der dabei hilft, in unser normales Leben zurückzufinden.“

„Die Apotheken sind bereit, das Land auch bei dieser Aufgabe zu unterstützen“, so Ulrich Laut, Hauptgeschäftsführer der Landesapothekenkammer Hessen.

Laut Beschluss der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten vom Mittwoch, 3. März 2021 sollen auch alle asymptomatischen Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf Durchführung mindestens eines kostenlosen Schnelltests (inkl. Bescheinigung über das Testergebnis) bekommen. Land, Kommunen, Verbände und Kammern arbeiten zusammen an der Umsetzung eines Testangebotes in den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kommunen, durch Arztpraxen und weitere Beauftragte, z.B. Apotheken und Zahnarztpraxen.

Das Hessische Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Städte- und der Hessische Landkreistag baten um etwas Geduld, um diesen vom Bund formulierten Testanspruch umzusetzen. Auch solle sorgsam abgewogen werden, ob eine Inanspruchnahme der Testung bereits am Montag erforderlich sei. Auch hier gelte es, Menschenansammlungen zu vermeiden, Abstand halten und Maske tragen.

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Gesundheitsminister Kai Klose zum Weltkrebstag

„Gesundheitsgefahren einer Krebserkrankung weiterhin nicht aus den Augen verlieren“

Auch wenn wir derzeit vor weiteren großen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems stehen, werden wir die Gefahren von Krebserkrankungen nicht aus den Augen verlieren“, verspricht Hessens Gesundheitsminister Kai Klose mit Blick auf den morgigen Weltkrebstag. Da mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar sind, kommt gezielter Vorsorge besondere Bedeutung zu. Dabei spielt auch die Arbeitswelt eine wichtige Rolle: Krebserkrankungen sind heute die Hauptursache tödlich verlaufender Berufskrankheiten in Deutschland.

Um gezielter auf die Gefahren aufmerksam zu machen, denen Beschäftigte bei Tätigkeiten mit krebserregenden Stoffen an ihren Arbeitsplätzen ausgesetzt sind, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen eines fachpolitischen Schwerpunkts die Präventionskampagne „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ ins Leben gerufen. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen sowie der Hessischen Krebsgesellschaft klärt sie über Präventionsmöglichkeiten und die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen auf – und informiert gleichzeitig über Unterstützung im Leben mit und nach einer Krebserkrankung.

Der Abschlussbericht „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ kann ab sofort im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration bestellt und online unter https://hessenlink.de/HMSI70 abgerufen werden.

Des Weiteren hat das Hessische Krebsregister den Hessischen Krebsbericht 2020 veröffentlicht: https://hessenlink.de/HMSI71.

Krebserkrankungen sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dennoch können im Bericht Erfolge im Kampf gegen den Krebs dokumentiert werden. Anhand von Krebsregisterdaten zeigt sich seit 2008 ein tendenzieller Rückgang der Krebserkrankungen. Neben Gesundheitsminister Kai Klose erinnert auch der Vorsitzende der Hessischen Krebsgesellschaft, Prof. Dr. Christian Jackisch, die hessischen Bürgerinnen und Bürger daran, wie wichtig es ist, auch in der aktuellen Situation Vorsorge- und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen:

„Der Weltkrebstag 2021 sollte uns alle ermahnen, dass die COVID-19 Pandemie als ungebetener Gast in unserem Leben vieles verändert, aber auf keinen Fall dazu führen darf, das Erreichte zu vernachlässigen. Der aktuelle Krebsbericht des Landes Hessen für 2020 zeigt eindrücklich, welche Erfolge wir in der Krebsbehandlung, gerade in Hessen, erreichen konnten.“

Neben dem Hinweis auf die auch in der Corona-Pandemie stark nachgefragten Beratungsangebote der psychosozialen Krebsberatungsstellen in Hessen ist es Prof. Dr. Jackisch zudem wichtig, auch auf die neuen Projekte der „Du bist kostbar“-Kampagne hinzuweisen, einer gemeinsam finanzierten Initiative des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration in Kooperation mit der Hessischen Krebsgesellschaft e. V. sowie der Stiftung „Leben mit Krebs“. Die Kampagne konnte seit 2012 stetig ausgebaut werden und informiert dieses Jahr unter anderem über gesunde Ernährung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: www.hessische-krebsgesellschaft.de/.

Weitere Unterstützung für Betroffene bieten die Online-Formate der Stiftung „Leben mit Krebs“. „Maßnahmen wie körperliche Bewegung und Sport erscheinen in Präsenzveranstaltungen nicht organisierbar, sind jedoch gerade in der Zeit der Kontaktverbote und reduzierter Kommunikationsmöglichkeiten von besonderer Bedeutung – nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch“, erklärt Prof. Dr. med. Elke Jäger, Vorstandsmitglied der Stiftung „Leben mit Krebs“ und Chefärztin für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. „Viele der geförderten Programme der Stiftung haben daher Formate entwickelt, die Trainingsmöglichkeiten für Patient*innen anbieten und eine Rückkopplung mit den Trainern*innen erlauben“, fügt Prof. Dr. Jäger hinzu. Darüber hinaus hat die Stiftung die Internet-basierte Benefizaktion „Beweg Dich gegen Krebs“ zur Förderung von Bewegungs- und Sportangeboten ins Leben gerufen, die alle Interessierten über eine App zu Sport und Spenden motivieren soll (mehr Infos unter https://beweg-dich-gegen-krebs.de).

Pressemitteilungen:

Bild & Text:Hessischen Ministerium für Soziales