Gute Nachricht: – Angebot für kostenlose Corona-Schnelltests in Hessen wird weiter ausgebaut

– Kooperation des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und der Drogeriemarktkette dm jetzt auch in Hessen –

 Am 9. März hat die Bundesregierung die neue Testverordnung veröffentlicht und damit für jede Bürgerin und jeden Bürger den Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche geschaffen. Am selben Tag hat das Land Hessen den Landkreisen und kreisfreien Städten Muster zur Verfügung gestellt, um zeitnah Dritte mit der Durchführung der Tests zu beauftragen. Innerhalb rund einer Woche konnten so durch Ärzte, Zahnärzte und Apotheken in Hessen bereits mehr als 470 Teststellen in Hessen geschaffen werden, die unter:

www.corona-test-hessen.de ausgewiesen sind.

„Die umfangreiche Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests wird einer der wichtigen Faktoren für die Bekämpfung der Pandemie sein. Die Nachfrage nach den kostenlosen Tests für Bürgerinnen und Bürger ist entsprechend groß. Daher begrüße ich die Initiative der Drogeriemarktkette dm, uns auch in Hessen bei der Schaffung weiterer Testangebote zu unterstützen“, so Gesundheitsminister Kai Klose.

dm hat angeboten, bei geeigneten dm-Filialen Schnelltest-Zentren aufzubauen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger durch geschultes Personal testen lassen können. Moderiert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wurde der Kontakt mit den Gesundheitsämtern in den Städten und Kreisen hergestellt, die die entsprechenden Leistungserbringer beauftragen. Die ersten Testzentren in Verbindung mit dm-Filialen starten am Donnerstag in Frankfurt, Hanau und Fulda.

„Uns ist eine unkomplizierte und bürgernahe Herangehensweise wichtig. Kundinnen und Kunden können über dm.de oder die „Mein dm-App“ digital einen Testtermin vereinbaren und ohne Wartezeiten ihren Termin wahrnehmen. Die Tests werden durch entsprechend geschultes Personal durchgeführt. Unser Ziel ist es, bis Ende April deutschlandweit 500 dm-Testzentren aufzubauen und so zur Bewältigung der Pandemie beizutragen“, so Christian Harms, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Mitarbeiter und das Projekt Testzentren.

Denkbar ist auch, dass andere – beispielsweise Apothekerinnen und Apotheker, die in ihren eigenen Räumlichkeiten aus Platzmangel keine Tests anbieten können – in den dm-Testzentren personell unterstützen.

„Zur Bewältigung der Pandemie kommt es darauf an, Netzwerke zu bilden und Kapazitäten unbürokratisch und schnell miteinander zu verknüpfen. Die Kooperation mit dm ist hierfür ein gelungenes Beispiel. Wir laden herzlich dazu ein, das Netzwerk zu erweitern und auszubauen“, so Gesundheitsminister Klose.

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Rund 400 Teststellen für Corona-Schnelltests in Hessen: Neue erweiterte Übersicht unter www.corona-test-hessen.de

„Eine gute Woche nach der Veröffentlichung der neuen Test-Verordnung des Bundes gibt es in Hessen bereits knapp 400 Teststellen, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können. Das ist ein großer Erfolg – mein Dank geht an die Städte, Kreise, Ärzte-, Zahnärzte- und Apothekerschaft und alle Beteiligten, die dies in kürzester Zeit ermöglicht haben“, berichtet Gesundheitsminister Kai Klose.

„Um die Informationen zu den Testmöglichkeiten noch leichter zugänglich zu machen, haben wir die bestehende Übersicht durch eine neue Online-Seite ersetzt.“

Die neue Seite, die unter www.corona-test-hessen.de

aufrufbar ist, bietet eine noch größere Informationstiefe. Für Nutzerinnen und Nutzer ermöglichen eine Volltext- sowie eine Postleitzahlensuche ein schnelles und präzises Auffinden der Testangebote in unmittelbarer Umgebung. Eine Kartenansicht erleichtert die Orientierung.

Die Seite bringt auch eine Änderung im Registrierungsverfahren mit sich: Die Betreiber der Teststellen können sich auf der Webseite registrieren und ihr Angebot von Bürgertestungen selbst in der Datenbank hinterlegen. Außerdem können nun zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten und Anmeldeverfahren eingeben werden.

Die Teststellen, die auf der bisherigen Übersichtsseite gelistet wurden, sind bereits in die neue Datenbank überführt.

„Die umfangreiche Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests ist neben dem Impfen einer der wichtigen Faktoren, die eine positive Veränderung des Pandemiegeschehens erwarten lassen. Die Bürgertestungen spielen dabei eine große Rolle. Umso wichtiger ist, dass den Hessinnen und Hessen mit unserer neuen und erweiterten Internetseite eine praktische Übersicht über die inzwischen fast 400 Stellen im Land gegeben wird, die kostenlose Tests anbieten. Jede und jeder kann nun in der Datenbank passgenau nach einer Stelle in seiner näheren Umgebung suchen“, sagt Gesundheitsminister Kai Klose.

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Aktuell gemeldete Teststellen in Hessen

„Nachdem der Bund am Dienstag seine neue Test-Verordnung veröffentlicht hat, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration den Gesundheitsämtern wie in der vergangenen Woche vorbesprochen unmittelbar eine Muster-Allgemeinverfügung und weitere Informationen zur Beauftragung von Teststellen im Land zugeleitet. Es ist äußerst erfreulich, wie intensiv sich Städte, Kreise, Ärzte-, Zahnärzte- und Apothekerschaft gemeinsam mit dem Land einbringen, um sehr schnell zusätzliche Teststellen zu eröffnen“, so Gesundheitsminister Klose. „Wie angekündigt haben wir jetzt eine Übersicht über die uns bisher gemeldeten Anlaufstellen für kostenlose Corona-Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf unserer Website eingestellt. Selbstverständlich wird die Liste fortlaufend aktualisiert, täglich kommen weitere Stellen hinzu“, berichtet der Minister.

Unter folgendem Link

https://hessenlink.de/HMSI94

finden Bürgerinnen und Bürger die regelmäßig aktualisierte Übersicht über die Teststellen, die Liste ist nach Postleitzahlengebieten gegliedert.

„Die Übersicht zeigt: Alle Beteiligten in Hessen in Rekordzeit arbeiten mit Hochdruck daran, den Anspruch des Bundes für die Bürgerinnen und Bürger in Hessen umzusetzen. Dafür bedanke ich mich erneut ausdrücklich“, so Klose abschließend.

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Gute Nachricht: Corona – Schutzimpfungen in die Arztpraxen

„Wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“

Gesundheitsminister Kai Klose und Innenminister Peter Beuth:
„Wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“
KV Hessen, HMSI und HMdIS bringen Impfungen in die Praxen

Die Hessische Landesregierung hat ihre Impfstrategie fortgeschrieben. Angesichts von Zusagen der Hersteller und des Bundes sollen ab dem 1. April 2021 deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen als bisher. Während die 28 Impfzentren ihre Kapazitäten aktuell schrittweise bis zur Volllast ausweiten, bereitet sich das Land Hessen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) darauf vor, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte gezielt in die Impfstrategie einzubinden.

„Mit diesem Schritt, können wir die Impfungen noch flexibler umsetzen. Wir treiben die Impfungen damit voran und bringen diese noch näher an die Bürgerinnen und Bürger. Durch den stetigen und mittlerweile umfangreichen Zufluss an Impfstoffen ist dies glücklicherweise möglich. Wir starten zunächst mit einem Pilotprojekt, das 50 Arztpraxen einbindet und das wir als Vorbereitung für den Eintritt in die Regelversorgung verstehen. Die KV Hessen ist bereits auf die Ärzteschaft zugegangen. Die Ärztinnen und Ärzte können sich freiwillig für die Teilnahme melden und wir bedanken uns bei ihnen dafür, dass sie einen weiteren wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, erklärt Gesundheitsminister Kai Klose. „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei den Schutzimpfungen einzubeziehen, ist seit Beginn ein erklärtes Ziel der Landesregierung. Bisher stand dafür zu wenig und noch nicht der passende Impfstoff zur Verfügung, um diesen Schritt sinnvoll zu ermöglichen. Künftig aber können die Ärztinnen und Ärzte die Impfzentren bei den häuslichen Impfungen gezielt unterstützen, denn wir sind zuversichtlich, dass ab April deutlich mehr Impfstoff nach Hessen kommen wird“, so Innenminister Peter Beuth.

„Wir sind froh, dass nun endlich die Impfungen dorthin kommen, wo sie hingehören und wo die Experten und Expertinnen fürs Impfen sitzen: in die Praxen der niedergelassenen hessischen Ärztinnen und Ärzte, zuvorderst natürlich unsere Hausärztinnen und Hausärzte“, erklären die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, „sobald wir die Impfungen flächendeckend in den Praxen durchführen können, haben wir die Möglichkeit, ein höheres Tempo anzuschlagen und eine höhere Durchimpfungsquote zu erreichen. Die brauchen wir dringend, um die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen.“

Das Konzept sieht zwei Wege vor, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in die Impfstrategie einzubeziehen:

Impfungen in Arztpraxen

„Aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen erwarten wir im 2. Quartal, dass pro Tag Impfstoff für ca. 64.000 Impfungen verfügbar ist. Die hessischen Impfzentren inklusive der mobilen Teams haben eine Kapazität von täglich bis zu 50.000 Impfungen. Um den Impfstoff möglichst schnell zu verimpfen, ist daher wichtig, dass wir die Ärztinnen und Ärzte landesweit einbinden“, so Innenminister Beuth. In einem Modellvorhaben werden daher bis Ende März zunächst ca. 10.000 Impfdosen bereitgestellt und in zunächst 50 niedergelassenen Arztpraxen verimpft, die für den Impfstoffbezug und die Dokumentation jeweils an ein Impfzentrum angebunden sind.

 

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wählen die zu impfenden Personen unter Beachtung der Priorisierungsreihenfolge nach Corona-Impfverordnung eigenverantwortlich aus und führen die Impfungen durch. Auch die Dokumentation und Meldung an das Robert-Koch-Institut erfolgt so bald als möglich unmittelbar durch die Praxen, die Abrechnung geschieht analog zu den aufsuchenden Impfungen. „Bevor wir mit dem Impfen gegen Corona flächendeckend in den Praxen starten, sollten wir auch die bestehenden Prozesse hinterfragen und gegebenenfalls anpassen. Das ist ein    wesentlicher Teil des Pilotprojekts. Wir wollen rasch die Hessinnen und Hessen vor dem Virus schützen. Wir hoffen nun, dass der Impfstart in den Praxen daher auch wie vom Bund angekündigt Anfang April stattfindet,“ so Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke weiter.

 

Aufsuchende Impfungen bei immobilen Personen älter als 80 Jahre

„Auch bei den Hessinnen und Hessen, die mobilitätsbedingt einen Impftermin in ihrem Zuhause benötigen, können wir auf die zusätzliche Unterstützung der Hausärztinnen und Hausärzte in Hessen zählen“, so Gesundheitsminister Klose. Die Impfzentren können regional niedergelassene Ärztinnen und Ärzte beauftragen, diese Impfungen durchzuführen. Die Impfzentren können hierzu die Daten der Menschen abrufen, die sich für die häusliche Impfung gemeldet hatten. Der Zugang ist datenschutzkonform sichergestellt. Nach Absprache mit den Impfzentren können daraufhin neben den mobilen Impfteams auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte häuslich impfen. Der benötigte Impfstoff wird vom Impfzentrum zur Verfügung gestellt. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte übernehmen dann die Aufklärung und Impfung der Impflinge in eigener Verantwortung. Die Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung aus Mitteln des Bundes.

Das Modellvorhaben wird so lange fortgeführt, bis der Bund und die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Voraussetzungen geschaffen haben, die Impfungen im Rahmen der Regelversorgung durchzuführen.

Zahl der Impfungen steigen zurzeit in Hessen merklich an

Hessen liegt mittlerweile bei der Erstimpfungsquote von 6,6 Prozent nur noch knapp unter dem Bundesschnitt (6,7 Prozent). Bis einschließlich gestern wurden rund 414.000 Bürgerinnen und Bürger einmal geimpft. Auch bei der Zweitimpfungsquote wird Hessen in den nächsten Tagen messbar aufholen, dies zeichnet sich an den vereinbarten Terminen für Zweitimpfungen deutlich ab. Mit der Öffnung der Priorisierungsgruppe 2 und zuverlässigeren Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen werden nun deutlich mehr Menschen Impftermine bekommen können als zuvor. Für diese Woche sind in den 28 Impfzentren mehr als 88.000 Termine für Erstimpfungen vereinbart (zum Vergleich: in der vergangenen Woche waren es rund 47.000 Termine).

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Apothekerinnen und Apotheker unterstützten Besuchertests in Alten- und Pflegeheimen

In den Alten- und Pflegeheimen in Hessen lässt sich in den letzten Wochen eine deutliche und stabile Entspannung hinsichtlich der Zahl der Infektionen bei Bewohnerinnen, Bewohnern und Personal beobachten. Dieser erfreuliche Rückgang gilt auch für die Zahl der an bzw. mit Corona verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner.

Weiterhin Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen notwendig

„Diese Entwicklung gilt es unbedingt zu bewahren und auszubauen. Erfreulicherweise kommen wir mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sehr gut voran. Sieben von zehn Alten- und Pflegeheimbewohnern wurden bereits zweimal geimpft. Trotzdem ist es unbedingt notwendig, auch weiterhin Schutzmaßnahmen einzuhalten: kein Impfstoff bietet einen 100-prozentigen Schutz vor Erkrankung“, so Gesundheitsminister Kai Klose.

Eine wichtige Schutzmaßnahme stellen die Antigen-Schnelltests auf SARS-CoV-2 dar, die für Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen bereits seit Januar verpflichtend sind. Ein Besuch der Einrichtung ist nur mit einem negativen Testergebnis möglich.

Die Herausforderung bei der Umsetzung der Schnelltests besteht in den personellen Ressourcen für die Durchführung. Die zusätzlichen personellen Kapazitäten sind von den Pflegeeinrichtungen nicht immer durch eigenes Personal zu leisten. Es wurden und werden daher bereits mehrfach externe Helferinnen und Helfer rekrutiert, z.B. aus den Reihen der Bundeswehr und durch die Arbeitsagentur.

Apothekerinnen und Apotheker unterstützen Besuchertests

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, hier durch die hessische Apothekerschaft weitere tatkräftige Unterstützung zu erhalten. Dies ermöglicht kostenlose Tests für Besucherinnen und Besucher, die qualifiziert durchgeführt werden und erhöht so die Sicherheit für die Bewohnerinnen und Bewohner“, so Klose.

„Die Möglichkeit, Angehörige im Heim zu besuchen, ist für alle Familien äußerst wichtig. Apothekerinnen und Apotheker übernehmen neben zahlreichen weiteren Tätigkeiten auch beim Testen Verantwortung in der Pandemie und ermöglichen somit, dass Besucher ihre im Heim lebenden Familienmitglieder sicher treffen und sehen können. Ich bin daher froh, dass wir gemeinsam diese vertragliche Vereinbarung auf den Weg bringen konnten“, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Das Land Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen und die Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen in Hessen haben gemeinsam einen Muster-Vertrag entwickelt und ihren Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

Vertragliche Vereinbarung zwischen Apotheker und Pflegeeinrichtung

Auf Basis des Musters können Pflegeeinrichtungen und interessierte Apothekerinnen oder Apotheker ihre Zusammenarbeit gestalten:

Die Einrichtung stellt dabei die Räumlichkeiten, die Testkits und die persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Die Apothekerin oder der Apotheker sorgt für die entsprechende Schulung ihres/seines Personals, führt die Tests durch und übernimmt die Informations- und Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz. Im Falle eines negativen Testergebnisses wird der Besucherin oder dem Besucher eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Einrichtung über das negative Testergebnis ausgestellt. Im Falle eines positiven Testergebnisses wird der getestete Besucher auf die häuslichen Quarantäneregelungen und auf die Nachtestung mittels PCR-Test beim niedergelassenen Arzt oder Testzentrum hingewiesen.

Die Apothekerin bzw. der Apotheker stellt die Kosten für die Durchführung der Tests der Einrichtung in Rechnung. Diese hat die Möglichkeit, die Kosten über den Pflegeschutzschirm zu refinanzieren.

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Umsetzung des Bürgeranspruchs auf kostenlose Schnelltests

Gesundheitsministerium Hessen, Kommunale Spitzenverbände, Kassenärztliche Vereinigung Hessen, Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen, Landesapothekerkammer Hessen arbeiten gemeinsam für die Umsetzung des Bürgeranspruchs auf kostenlose Schnelltests

Das Hessische Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung, Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen, die Kommunen, der Hessische Städte- und der Hessische Landkreistag haben sich gemeinsam darauf verständigt, den künftigen Testanspruch für Bürgerinnen und Bürger zeitnah umzusetzen. Auch wenn die vom Bund zu schaffende Regelung in der Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums noch ausstehe, die erst wichtige Grundlagen für die Umsetzung schaffe, habe man sich im Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung für die Bekämpfung der Pandemie entsprechend vereinbart.

Gesundheitsminister Klose dankte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, die Umsetzung des Testanspruchs zu unterstützen. „Ich schätze die große Bereitschaft aller Beteiligten sehr, trotz der kurzen Fristen durch die Bundesregelung lösungsorientiert zusammenzuarbeiten, das ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür danke ich allen ganz ausdrücklich“, fasste Gesundheitsminister Klose zusammen.

„Auch für die Kassenärztliche Vereinigung Hessen ist die Implementierung der Schnelltests eine große Herausforderung. Wir werden alles dafür tun, was uns möglich ist, um ab Montag in unseren Testcentern Schnelltests durchführen zu können. Allerdings bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass dies sicherlich nicht direkt ruckelfrei und ohne Wartezeiten möglich ist. Dafür ist die Zeit zwischen der Entscheidung und dem Start am Montag schlicht zu kurz“, sagen Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen. „Wir haben auch heute die Niedergelassenen über den neuen Stand informiert. Für die Bürgerinnen und Bürger empfiehlt es sich in jedem Fall, vorab in der Arztpraxis nachzufragen, ob dort auch Tests durchgeführt werden, die Praxen sind dazu nämlich nicht verpflichtet.“

Christian Geselle, Präsident des Hessischen Städtetags und Kasseler Oberbürgermeister: „Die Städte stehen zur ihrer Verantwortung, bei der Umsetzung der nationalen Teststrategie aktiv mitzuwirken. Es kann allerdings nicht erwartet werden, dass eine entsprechende Test-Logistik innerhalb von wenigen Tagen systematisch zu organisieren ist. Wir sind aber optimistisch, dass sich mit den Partnern vor Ort die Testkapazitäten zeitnah ausbauen lassen. Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Teststrategie ein wichtiger Baustein, der dabei hilft, in unser normales Leben zurückzufinden.“

„Die Apotheken sind bereit, das Land auch bei dieser Aufgabe zu unterstützen“, so Ulrich Laut, Hauptgeschäftsführer der Landesapothekenkammer Hessen.

Laut Beschluss der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten vom Mittwoch, 3. März 2021 sollen auch alle asymptomatischen Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch auf Durchführung mindestens eines kostenlosen Schnelltests (inkl. Bescheinigung über das Testergebnis) bekommen. Land, Kommunen, Verbände und Kammern arbeiten zusammen an der Umsetzung eines Testangebotes in den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kommunen, durch Arztpraxen und weitere Beauftragte, z.B. Apotheken und Zahnarztpraxen.

Das Hessische Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Städte- und der Hessische Landkreistag baten um etwas Geduld, um diesen vom Bund formulierten Testanspruch umzusetzen. Auch solle sorgsam abgewogen werden, ob eine Inanspruchnahme der Testung bereits am Montag erforderlich sei. Auch hier gelte es, Menschenansammlungen zu vermeiden, Abstand halten und Maske tragen.

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Gesundheitsminister Kai Klose zum Weltkrebstag

„Gesundheitsgefahren einer Krebserkrankung weiterhin nicht aus den Augen verlieren“

Auch wenn wir derzeit vor weiteren großen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems stehen, werden wir die Gefahren von Krebserkrankungen nicht aus den Augen verlieren“, verspricht Hessens Gesundheitsminister Kai Klose mit Blick auf den morgigen Weltkrebstag. Da mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar sind, kommt gezielter Vorsorge besondere Bedeutung zu. Dabei spielt auch die Arbeitswelt eine wichtige Rolle: Krebserkrankungen sind heute die Hauptursache tödlich verlaufender Berufskrankheiten in Deutschland.

Um gezielter auf die Gefahren aufmerksam zu machen, denen Beschäftigte bei Tätigkeiten mit krebserregenden Stoffen an ihren Arbeitsplätzen ausgesetzt sind, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen eines fachpolitischen Schwerpunkts die Präventionskampagne „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ ins Leben gerufen. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen sowie der Hessischen Krebsgesellschaft klärt sie über Präventionsmöglichkeiten und die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen auf – und informiert gleichzeitig über Unterstützung im Leben mit und nach einer Krebserkrankung.

Der Abschlussbericht „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ kann ab sofort im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration bestellt und online unter https://hessenlink.de/HMSI70 abgerufen werden.

Des Weiteren hat das Hessische Krebsregister den Hessischen Krebsbericht 2020 veröffentlicht: https://hessenlink.de/HMSI71.

Krebserkrankungen sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dennoch können im Bericht Erfolge im Kampf gegen den Krebs dokumentiert werden. Anhand von Krebsregisterdaten zeigt sich seit 2008 ein tendenzieller Rückgang der Krebserkrankungen. Neben Gesundheitsminister Kai Klose erinnert auch der Vorsitzende der Hessischen Krebsgesellschaft, Prof. Dr. Christian Jackisch, die hessischen Bürgerinnen und Bürger daran, wie wichtig es ist, auch in der aktuellen Situation Vorsorge- und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen:

„Der Weltkrebstag 2021 sollte uns alle ermahnen, dass die COVID-19 Pandemie als ungebetener Gast in unserem Leben vieles verändert, aber auf keinen Fall dazu führen darf, das Erreichte zu vernachlässigen. Der aktuelle Krebsbericht des Landes Hessen für 2020 zeigt eindrücklich, welche Erfolge wir in der Krebsbehandlung, gerade in Hessen, erreichen konnten.“

Neben dem Hinweis auf die auch in der Corona-Pandemie stark nachgefragten Beratungsangebote der psychosozialen Krebsberatungsstellen in Hessen ist es Prof. Dr. Jackisch zudem wichtig, auch auf die neuen Projekte der „Du bist kostbar“-Kampagne hinzuweisen, einer gemeinsam finanzierten Initiative des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration in Kooperation mit der Hessischen Krebsgesellschaft e. V. sowie der Stiftung „Leben mit Krebs“. Die Kampagne konnte seit 2012 stetig ausgebaut werden und informiert dieses Jahr unter anderem über gesunde Ernährung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: www.hessische-krebsgesellschaft.de/.

Weitere Unterstützung für Betroffene bieten die Online-Formate der Stiftung „Leben mit Krebs“. „Maßnahmen wie körperliche Bewegung und Sport erscheinen in Präsenzveranstaltungen nicht organisierbar, sind jedoch gerade in der Zeit der Kontaktverbote und reduzierter Kommunikationsmöglichkeiten von besonderer Bedeutung – nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch“, erklärt Prof. Dr. med. Elke Jäger, Vorstandsmitglied der Stiftung „Leben mit Krebs“ und Chefärztin für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. „Viele der geförderten Programme der Stiftung haben daher Formate entwickelt, die Trainingsmöglichkeiten für Patient*innen anbieten und eine Rückkopplung mit den Trainern*innen erlauben“, fügt Prof. Dr. Jäger hinzu. Darüber hinaus hat die Stiftung die Internet-basierte Benefizaktion „Beweg Dich gegen Krebs“ zur Förderung von Bewegungs- und Sportangeboten ins Leben gerufen, die alle Interessierten über eine App zu Sport und Spenden motivieren soll (mehr Infos unter https://beweg-dich-gegen-krebs.de).

Pressemitteilungen:

Bild & Text:Hessischen Ministerium für Soziales

 

 

Nachhaltigkeitsstrategie generalüberholt

Nachhaltigkeitsrat begrüßt neuen Fokus auf die großen Transformationsthemen

Berlin, 10. März 2021  In einer ersten Stellungnahme begrüßt der Nachhaltigkeitsrat die grundlegende Generalüberholung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. „Wichtig ist vor allem, dass die Bundesregierung erstmals sogenannte Transformationsbereiche ausgewiesen hat“, so Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Um diese Bereiche wirksam zu machen für ein gemeinsames Vorgehen reiche es nicht aus nachzusteuern, sondern es müsse konsequent umgesteuert werden. „Klimaneutralität rückt damit ins Zentrum der Nachhaltigkeitspolitik, aber auch beispielsweise Flächenverbrauch und Breitbandausbau bekommen einen hohen Stellenwert.“ Schnappauf forderte die Regierung auf, künftig das Leitprinzip der Nachhaltigkeit mutig, entschlossen und konsequent über die Ressortgrenzen hinweg auch tatsächlich umzusetzen.

Der Nachhaltigkeitsrat hatte in mehreren Stellungnahmen umfangreiche Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt, damit diese als echter Fahrplan für die Zukunft fungieren kann.

„Wichtige neue Impulse, die der Nachhaltigkeitsrat empfohlen hatte, haben einen Weg in die neue Strategie gefunden. Dazu gehören neben der stärkeren strategischen Verankerung der großen Transformationsherausforderungen auch die Zuspitzung und Ergänzung wichtiger Ziele und Indikatoren. Ich begrüße vor allem, dass die Stärkung der Globalen Gesundheitsarchitektur Eingang in das Zielsystem der Strategie gefunden hat. Damit wird die internationale Rolle Deutschlands in der globalen Pandemieprävention und -reaktion deutlich gemacht“, so Prof. Dr. Imme Scholz, stellvertretende Ratsvorsitzende sowie stellvertretende Direktorin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Auch die erstmalige Veröffentlichung einer Kurzfassung der Strategie von knapp 30 Seiten sei eine sinnvolle Neuerung, die den Dialog über die Strategie erleichtern werde, so Scholz.
Die Weiterentwicklung der Strategie finden Sie hier (Langfassung) und hier (Kurzfassung), die dazugehörige Pressemitteilung der Bundesregierung hier.
Der RNE organisiert morgen ab 13:00 ein gemeinsames virtuelles Pressebriefing mit dem deutschen Sustainable Development Solutions Network (SDSN Germany), dem Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn 2030), dem wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und dem journalistischen Netzwerk Weitblick e.V. Sie können sich noch kurzfristig anmelden via registration@sdsngermany.de und erhalten hier weitere Informationen.

Pressemeldung

Bild & Text: Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Land Hessen beschafft neun Millionen „Selbsttests“

…für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher

Das Land Hessen hat neun Millionen sogenannte „Selbsttests“, also Antigen-Schnelltests zur Anwendung durch Laien, bestellt. „Die Selbsttests sind – neben den Schnelltests durch professionelle Anwender – ein weiteres Mittel, um flexibel und schnell testen zu können. Nach Lieferung werden wir die Selbsttests, wie im Beschluss der Kanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und –präsidenten der Länder festgehalten, für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher bereitstellen“, erläutert Gesundheitsminister Kai Klose. Die Mittel dafür stammen aus dem Sondervermögen, dafür wurden vergangene Woche 50 Millionen Euro bereitgestellt.

„Zusätzlich beteiligen wir uns am Angebot der neu gegründeten ‚Task Force Testlogistik‘ des Bundes vom gestrigen Tag“, sagt Klose. Der Bund hatte in diesem Rahmen insgesamt 10,5 Millionen Selbsttests angeboten, aus dem alle Länder nach Einwohnerzahl einkaufen können. „Diese zusätzliche Stückzahl ermöglicht uns noch mehr Flexibilität“, so der Minister.

Pressemitteilungen:

Bild & Text:Hessischen Ministerium für Soziales

Bild:123Rf

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Klinikum Darmstaddt GmbH

Klinikum Darmstadt: Corona-Tagebuch Mitarbeiter erzählen

Wie Mitarbeitende aus dem Klinikum Darmstadt die Corona-Pandemie erleben

Die Überforderung des Gesundheitssystems verhindern – das ist unter anderen das Ziel der Maßnahmen, die die Bunderegierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängt hat. Die vergangenen Monate haben von den Beschäftigten in Krankenhäusern auch viel Flexibilität erfordert, denn immer wieder musste umorganisiert werden, um auf steigende Patientenzahlen reagieren zu können. Aber wie sieht es wirklich in den Krankenhäusern aus? Das erzählen zwei Pflegekräfte, die auf einer Normalstation arbeiten, auf der Patient*innen versorgt werden, die an Covid-19 erkrankt sind, ein Pfleger, der auf der Covid-Intensivstation eingesetzt ist, und die Direktorin der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Darmstadt.

Edith Peschel und Katharina Abich, Pflegekräfte auf der Corona-Normalstation

„Wir sind normalerweise das Team der interdisziplinären Wahlleistungsstation. Im Oktober haben wir unsere Station geschlossen und betreuen seitdem die Patienten auf einer der zwei Covid-19 Normal-Stationen im Klinikum Darmstadt. Unterstützung bekommen wir von Kolleg*innen aus der Urologie und der Hautklinik. So lernen wir alle voneinander.

Durch die Arbeit auf einer interdisziplinären Station waren wir es gewohnt, Patient*innen mit den unterschiedlichsten Krankheiten zu pflegen. Aber dieses Spektrum an Krankheiten, das wir auf der Corona-Station betreuen müssen, ist auch für uns ungewohnt. Denn jeder Patient*in, der positiv getestet wird, kommt auf eine der drei Corona-Stationen – egal, welche Erkrankung er sonst noch hat. So ist aus der Frauenheilkunde oder HNO bis zur Inneren Medizin so gut wie alles dabei. Die allermeisten Patient*innen haben nicht nur Corona, sondern auch eine andere Erkrankung, da sie alt und vorerkrankt sind.

Das ist für unser Team eine große Herausforderung und eine riesengroße Umstellung. Unsere Arbeitsroutine gibt es plötzlich nicht mehr.  Wir mussten uns schnell einarbeiten und es gab viele Unsicherheiten, weil niemand die Krankheit kannte und keiner hatte eine Pandemie je erlebt.  Wir geben als Team alles, kommen dabei aber an unsere persönlichen Grenzen.

Das aufwändige an Covid-19-Patient*innen ist, dass sie eine besonders engmaschige Überwachung brauchen, weil sich ihr Zustand rasch verschlechtern kann. Das bedeutet für uns viel Verantwortung, weil wir trotz des hohen Arbeitsaufkommens niemanden aus dem Blick verlieren dürfen.

Wir haben in den letzten Monaten sehr viel über die Krankheit gelernt. Wir können die Symptome viel besser lesen und einen typischen Verlauf erkennen. Aber der medizinische und pflegerische Aufwand ist viel höher. Hinzu kommt, dass wir sehr viel alte Patient*innen auf unsere Station haben, die viel Unterstützung bei der Körperpflege, bei der Ernährung oder bei der Bewegung brauchen.

Anstrengend ist auch, dass wir immer mit persönlicher Schutzkleidung (PSA) arbeiten müssen. Wenn wir zu den Patienten gehen, ziehen wir eine FFP-2-Maske, ein Haarschutz, eine Brille oder ein Visier, einen Schutzkittel und zwei paar Handschuhe an. Dabei müssen wir sehr sorgfältig vorgehen. Wir müssen unsere Tätigkeiten viel genauer planen, denn wenn man etwas vergessen hat, muss man sich erneut wieder aus- und dann wieder anziehen.  Das kostet enorm viel Zeit. Also muss man idealerweise alle benötigten Materialien dabeihaben und auch auf Eventualitäten vorbereitet sein. Wir haben in diesen Fluren die wichtigsten Materialien aufgestellt, damit wir für die Versorgung alles Nötige schnell parat haben. Auch unser Miteinander hat sich durch die strengen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln stark verändert. Pausen verbringen wir getrennt und auch die Übergaben laufen anders ab.  Das ist natürlich nicht das Miteinander, welches wir uns wünschen.

Belastend ist auch, den psychischen Zustand der Patient*innen zu erleben. Ihnen steht die Angst häufig ins Gesicht geschrieben. Sie haben Angst vor dem Virus, sie sind geschwächt, sie dürfen kein Besuch empfangen. Nur in absoluten Ausnahmefällen ist das möglich. Das ist sehr belastend und wir versuchen für sie da zu sein, müssen aber erst einmal sehen, dass sie gut versorgt sind. Zwischendurch versuchen wir so oft wie möglich Kontakt zu den Angehörigen zu halten, weil wir auch merken, wie sehr die leiden.

Wir wussten von Anfang an, dass wir auf der Corona-Station mehr physische und psychische Belastung erfahren werden. Leider hat die Realität diese Befürchtungen bestätigt. Auch dass wir mehr Todesfälle erleben, als wir es normalerweise tun, ist für uns alle belastend.

In unserem Team können wir offen sprechen und uns einander mitteilen, was uns in dieser Krise weiter zusammenschweißt. Wir nehmen an Supervisionen teil und eine Hotline wurde eingerichtet.

Das Wichtigste für uns ist: Wir halten sehr gut zusammen und achten aufeinander, weil es körperlich und mental sehr anstrengend ist. Aber es ist ein Marathon – und das schon sehr lange. Wir hoffen auf die Impfung und damit das Ende der Pandemie.

Gunnar Gölzenleuchter, stellvertretende Stationsleitung auf Covid-Intensivstation und Intensivfachpflegekraft:

„Ich bin die stellvertretende Stationsleitung auf einer COVID-Intensivstation. Momentan fühle ich mich einfach nur müde und erschöpft. Seit Wochen habe ich – und natürlich auch meine Kollegen*innen – immer wieder mehrere Dienste hintereinander gemacht. Corona verschont auch uns nicht, die gelernt haben, sich im beruflichen Umfeld zu schützen: einige Kolleg*innen sind selbst an Corona erkrankt und fallen aus. Auch als Teamleiter mache ich daher wie alle Kollegen*innen Dienst direkt am Patienten – eigentlich hätte ich wie immer administrative Aufgaben zu erledigen, aber dazu komme ich jetzt erst nach Dienstende.

Wir arbeiten auf einer Intensivstation und sind es daher gewohnt, dass auch Patient*innen sterben. Was wir momentan erleben, ist aber anders. Der Patient*innen, die wir hier sehen, haben alle dasselbe Krankheitsbild. Sie sind im Alter von Ende 40 bis Mitte 80 und der Krankheitsverlauf in seinen Phasen ist oft sehr ähnlich und so aggressiv; obwohl wir so hart um jeden Patienten*innen kämpfen, sterben doch zu viele.

Sehr belastend ist für uns alle, dass unsere Patienten*innen hoch motiviert, aber mit extrem niedrigen Sauerstoffwerten im Blut („Blutgaswerten“),  auf unsere Station kommen, sie alle z. T. sehr anstrengenden Therapiemaßnahmen bereitwillig mitmachen, so  beispielsweise die Atmung mit sehr hohen Sauerstoffkonzentrationen und -flüssen, die sogenannte  High-Flow-Sauerstofftherapie, die für die Patient*innen wirklich anstrengend und belastend ist.  Wir selbst haben aber von Anfang an die Angst im Hinterkopf, dass es zu einem tragischen Verlauf kommen könnte, den wir, obwohl wir es mit aller Kraft versuchen, nicht immer verhindern können.

Die Arbeit mit den schwerstkranken COVID-Patienten ist so anstrengend: Wir drehen die beatmeten Patienten vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück, wir überwachen ständig alle Organfunktionen, wir pflegen sie rundum und das alles mit der Schutzkleidung, unter der man wahnsinnig schwitzt. Es ist frustrierend, wenn man unter diesen schwierigen Bedingungen alles tut, dass ein Patient*in gesund wird und dann passiert es trotzdem … Wir wissen, dass auch bei uns knapp 30 Prozent der Covid-Intensivpatienten*innen versterben. Das ist auch für uns auf der Intensivstation viel, zu viel.

Schön ist, dass das Team so gut funktioniert und zusammenhält. Wir unterstützen und trösten uns gegenseitig. Letztens hat hier eine Kollegin so geweint, weil jemand gestorben ist. In solchen Momenten kommt einem die ganze Anstrengung manchmal sinnlos vor und man fühlt sich so machtlos. Schlimm ist es auch, wenn man einen Menschen betreut hat, dem es erst besser geht und dann kommt man zum nächsten Dienst und er hat sich wieder verschlechtert.

Was uns immer wieder motiviert ist, dass wir von außen so viel Unterstützung erfahren. Es gibt Restaurants, die uns Essen bringen oder Kuchen spenden und auch von Privatleuten kommt viel Unterstützung.  Immer wieder bringen Angehörige uns Kuchen oder schreiben uns nette Karten – das hilft!

Und es gibt richtige Lichtblicke: zwei COVID-Patienten, die wir im Frühjahr hier intensivmedizinisch behandelt haben, sind vorbeigekommen und haben sich bei uns bedankt. Das hat unser gesamtes Team sehr gefreut und motiviert. Beiden Patienten ging es im Frühjahr wirklich schlecht und jetzt zu sehen, dass sie wieder fit sind, das ist einfach toll.“

Dr. Sabine Jobmann, Klinikdirektorin der Zentralen Notaufnahme

„Irgendwie bin ich immer müde. Das letzte Jahr war sehr anstrengend: erste „Corona-Welle“, kurze Sommerpause, dann die zweite Welle und parallel dazu sind wir mit der Abteilung umgezogen. Die neuen Räumlichkeiten sind sehr schön – die Freude darüber geht in der zweiten Welle unter. Schade!

Mein letzter Urlaub war im Juli. Der Urlaub im Herbst wurde verschoben, im Dezember ging es auch nicht. Also wird der Urlaub mit ins neue Jahr genommen. Die fehlenden Erholungstage machen sich so langsam bemerkbar und das geht vielen Kolleginnen und Kollegen von mir so. Die Frage, wann diese Urlaubstage genommen werden können, ist berechtigt.

Schon vor dem Betreten der Klinik überlege ich mir, ob das geplante Team am heutigen Tag vollständig ist. Ist jemand krank? Wenn ja, ist er „normal“ krank oder besteht Verdacht auf eine Corona-Infektion oder ist diese sogar nachgewiesen? Wenn ja, wer hatte mit wem wann Kontakt gehabt? Wer muss informiert und abgestrichen werden? Wo muss nochmal was gemeldet werden? Wer muss wie lange in Quarantäne?

Wir machen uns Sorgen um die erkrankten Kolleg*innen. Einige hatten leichte Symptome und die machen sich eher Sorgen um die Kollegen auf der Arbeit, die jetzt mehr arbeiten müssen, während man selber mit leichten Symptomen zu Hause ist. Es gab aber auch welche, die deutliche Krankheitssymptome hatten und wir waren froh, wenn es ihnen besser ging. Niemand möchte die eigenen Kolleg*innen behandeln müssen!

Viele Kolleg*innen haben Kinder. Auch immer wieder ein Problem! Hat die Kinderbetreuung auf? Gibt es irgendwelche Einschränkungen? Sind die Öffnungszeiten verkürzt? Schule ja oder nein. Fällt eine Betreuungsperson aus? Darauf müssen wir immer wieder auch sehr kurzfristig reagieren und es muss irgendwie gehen.

Und dann ist da noch die Angst, was ist, wenn ich mich infiziere und dann jemanden, der mir nahesteht, anstecke? Kein schöner Gedanke!

Unabhängig von all diesen Dingen geht es in der Notaufnahme jeden Tag weiter. Für die Patienten mit Corona-Symptomatik haben wir einen abgeschlossenen Bereich eröffnet. Plötzlich haben wir zwei Notaufnahmen nebeneinander. Im Isolationsbereich darf nur in Schutzkleidung gearbeitet werden. Wenn man dies über einen längeren Zeitraum tut, erspart man sich einen Saunabesuch. Und die versprochene Ablösung zur Pause fällt erst einmal aus, da ein schwerverletzter Patient angekündigt ist. Das geht vor! Die anderen Notfallpatienten kommen trotz Corona weiterhin und wir möchten alle Patient*innen gut versorgen.

Wenn sehr viel los ist, steht der Rettungsdienst manchmal mit seinen Patient*innen in einer Warteschlange. Es gibt leider keine Alternative – die umgebenden Krankenhäuser sind auch alle voll. Das ist für alle nervenaufreibend und wir müssen achtgeben, dass wir weiterhin gut miteinander umgehen.“

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PAUL ist da – Frühgeborenen-Simulationspuppe für multidisziplinäre Teams

Mit der Simulationspuppe PAUL können Notfälle bei Früh- und Neugeborenen lebensecht geübt werden

Sponsoren und Förderverein des Klinikums ermöglichen den Kauf

PAUL ist winzig; er wiegt 1000 Gramm, ist 35 Zentimeter groß und hat einen Kopfumfang von 26 Zentimetern.

Er entspricht einem Frühgeborenen, der 13 Wochen zu früh, in der 26. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen ist. PAUL ist ein High-Tech-Patientensimulator, der auch im Inneren der Anatomie eines echten Babys entspricht. Dieser hochsensible Simulator ist neuer Dauerpatient im Klinikum Darmstadt, um die besonderen Herausforderungen, die Notfälle mit Kindern und Neugeborenen für die Rettungsteams bedeuten, künftig noch besser interdisziplinär üben zu können. Möglich gemacht haben diese Anschaffung in Höhe von 60.000 Euro vor allem die Merck Family Foundation, die Volksbank-Stiftung „Hoffnung für Kinder“ und weitere Sponsoren sowie das Engagement des Fördervereins Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V..

PAUL ist bei der Klinik für Neonatologie, dem Team um Dr. Georg Frey in Obhut.

Als PAUL-Beauftragte kümmern sich Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Nadine Feldmann, stellvertretende Stationsleitung, und Isabel Dreher, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin mit Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege, um die Neuerwerbung. Normalerweise liegt PAUL, bestückt mit einer kleinen weinroten Mütze in einem niedlichen Schlafsack fest eingebettet in einem schwarzen Hartschalenkoffer. Doch PAUL wird ab September im Klinikum interdisziplinär im Einsatz sein, denn mit und an ihm können alle Notfälle im Umgang mit Frühchen realitätsnah geübt werden.

Die hochsensible Technologie kann kabellos gesteuert werden und alle Krankheitszeichen eines Frühgeborenen lebensecht simulieren. So wird PAUL blau, wenn er nicht ausreichend Sauerstoff erhält und hört schließlich komplett auf zu atmen. PAUL kann endotracheal intubiert (über eine Hohlsonde durch den Mund), mit einem Beutel beatmet werden, er hat einen Sensor für die korrekte Lage und Tiefe eines Nabelvenenkatheters und einen tastbaren Puls an der Nabelschnur und an allen Extremitäten.

Die Teams der Neonatologie und Geburtshilfe (beide zusammen bilden das Perinatalzentrum Level I am Klinikum Darmstadt, einziger Sitz eines Perinatalzentrums in Südhessen, dessen Qualitätskriterien unter anderem eine räumliche Nachbarschaft von Kreißsälen und Frühgeborenen-Intensiv- und Überwachungsstation mit einer rund um die Uhr ständigen Neonatologen-Arztbereitschaft vorschreiben), Vertretende der Zentralen Notaufnahme und der Akademie – der internen Fort- und Weiterbildungsabteilung – werden geschult, um das Wissen in Ärzteschaft, in der Pflege, bei den Auszubildenden und Medizinstudierenden weiterzugeben. Regelmäßig werden dann Simulationsübungen stattfinden, damit im Ernstfall bei einem Früh- oder Neugeborenen alle Handgriffe schnellstmöglich und sicher abgerufen werden können.

„Mit PAUL erreichen wir durch regelmäßige multidisziplinäre Trainings in der medizinischen Versorgung und Pflege von Früh- und Neugeborenen eine neue Sicherheit, die die Versorgung in unserem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe, das ganz Südhessen versorgt, noch einmal stärkt“, betont der medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj. „Wir sind den Sponsoren und der Unterstützung unseres Fördervereins außerordentlich dankbar. Denn die Krankenhausfinanzierung ist für die Anschaffung solcher medizintechnischen Geräte für die Aus-, Fort- und Weiterbildung nicht ausgelegt.“

„Gerade kleine Frühgeborene sind auch für erfahrenste Ärzteteams, für Medizinstudierende und für Pflegekräfte eine besondere Herausforderung. Diese Situationen müssen, auch wenn sie glücklicherweise nicht allzu oft eintreten, ständig geübt werden, damit sie im Notfall bestmöglich ablaufen und beherrscht werden. Da das Training mit PAUL so realitätsnah ist, können die erlernten Inhalte leichter abgerufen werden“, erläutert Dr. Georg Frey. Jedes Jahr kommt allein im Klinikum Darmstadt aufs Jahr gesehen jeden Tag ein Kind vor Beendigung der 36. SSW auf die Welt. Früh geborene Kinder – deutschlandweit ist das jedes zehnte Kind – haben ein höheres Risiko für Langzeitschäden; Seh- und Hörbehinderungen, Entwicklungsstörungen oder Lungenprobleme treten zehnmal häufiger als bei reifen Neugeborenen auf. Mit dem Hubschrauberlandeplatz und einem flugtauglichen Transportinkubator, den der Förderverein zusammen mit Sponsoren für das Haus in 2019 erwerben konnte, hat das Perinatalzentrum Südhessen noch einmal seine Magnetwirkung für die Versorgung von Früh- und Neugeborenen in der Region ausgebaut.

„Als Förderverein sind wir dafür da, das Klinikum Darmstadt sowohl materiell als auch ideell zu unterstützen. Von PAUL profitieren vor allem die Eltern betroffener Kinder in Südhessen. Uns macht es sehr stolz, dass wir für diese medizinisch und pflegerisch sinnvolle Anschaffung Sponsoren gewinnen und PAUL jetzt übergeben konnten“, erläutert Prof. Dr. Rupert Bauersachs für den Förderverein.

Text: Klinikum Darmstadt

Fotos: Anke Bettermann und Prof. Dr. Rupert Bauersachs vom Förderverein, Dr. Georg Frey, Nadine Feldmann, Dr. Sabine Jobmann, Klinikdirektorin der Zentralen Notaufnahme, Isabel Dreher und Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj.

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Zum zweiten Mal in Folge konnte das Klinikum Darmstadt im Focus-Klinik-Ranking überzeugen: mit Platz 74 (gestiegen von Platz 84) deutschlandweit als Top-Nationales Krankenhaus und mit Platz 10 (gestiegen von Platz 11) als Top-Regionales Krankenhaus im regionalen Wettbewerb – von insgesamt 150 hessischen Krankenhäusern. 

Jedes Jahr im Herbst veröffentlicht das Gesundheitsmagazin „Focus“ eine Klinikliste. Hier finden sich die besten Krankenhäuser Deutschlands, sortiert nach Bundesland und ausgewählten Krankheitsbildern. Für den bundesweiten Vergleich wertet ein unabhängiges Recherche-Team (Munich MINQ Media GmbH) die Qualitätsdaten von zuletzt 1.473 Krankenhäusern aus und befragt 12.000 zuweisende Ärzte. Die Klinikliste gilt als der bundesweit größte unabhängige Krankenhausvergleich und hat sich für viele Patienten zu einem Orientierungsmedium entwickelt, die auf der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus sind.

Die Gesamtbewertung des Klinikums Darmstadt setzt sich aus den Einzelwertungen der Fachbereiche zusammen. Im nationalen und regionalen Vergleich wurden besonders hervorgehoben: Klinik für Gefäßmedizin – Gefäßchirurgie, die Frauenklinik für Brustkrebserkrankungen, die Chirurgische Klinik I für Darmkrebs sowie für Gallenblasen- und Gallenwegschirurgie und die Hautklinik für Hautkrebs.

Um als TOP-Fachbereich in der Klinik-Liste aufgelistet zu werden, muss das gesamte Leistungs-, und Qualitätspaket stimmen: Reputation, Empfehlung durch Ärzte und Ärztinnen, medizinische Qualität, Qualität der Pflege, der Hygienestandard und auch das Management und die Organisation sowie die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten.

„Unter den Top 100 Krankenhäusern in Deutschland zu sein, ist ein ausgezeichnetes Ergebnis. Wir haben es geschafft, unsere Platzierung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verbessen, obwohl mehr Krankenhäuser untersucht worden sind. Der Dank geht an all unsere Mitarbeitenden, deren hervorragender Arbeit wir dieses Ergebnis verdanken“, erklärt Clemens Maurer, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Darmstadt. Prof. Dr. Nawid Khaladj ergänzt: „Die Auszeichnungen belegen, dass sich unsere Patienten auf eine hohe Kompetenz und ein großes Engagement aller Ärzte und Pflegekräfte verlassen können. Unsere Kliniken und Institute arbeiten auf dem aktuellsten Stand medizinischer Erkenntnisse. Auch für unsere Patienten ist dies ein wichtiges und vertrauensförderndes Signal.“

Text: Red. gm/Klinikum Darmstadt, Logo Klinikum Darmstadt

 

Wenn Infektionen mit auf Reisen gehen – Risikomanagement auf Kreuzfahrtschiffen

Risikomanagement auf Kreuzfahrtschiffen erhält durch Corona neue Impulse!

– Viele Menschen auf engem Raum – was es in Coronazeiten streng zu vermeiden gilt, ist auf Kreuzfahrtschiffen eine unvermeidliche Normalität. Welche Herausforderung die räumliche Enge aus infektiologischer Sicht bedeutet, wurde vor genau einem Jahr deutlich, als das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord in Yokohama unter Quarantäne gestellt wurde. Welche Lehren aus diesem Ausbruch gezogen wurden und unter welchen Voraussetzungen Kreuzfahrten nach dem Ende der Reisebeschränkungen wieder aufgenommen werden können, werden Experten auf einer Pressekonferenz des CRM Centrum für Reisemedizin diskutieren. Die Pressekonferenz findet am 18. Februar 2021 im Vorfeld des 22. Forums Reisen und Gesundheit statt und wird, wie das Forum auch, online abgehalten.

Rund 3600 Menschen waren an Bord der Diamond Princess, als diese am 03. Februar 2020 von japanischen Behörden unter Quarantäne gestellt wurde. Ausgehend von einem einzigen Superspreader hatten sich am Ende 712 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff mit SARS-CoV-2 infiziert, sieben starben. „Dass nach diesem dramatischen Verlauf alle Kreuzfahrtlinien weltweit ihre Fahrten einstellten, war sicherlich ein richtiger Schritt“, sagt Kurt Machens, Unfallchirurg aus Hildesheim, der über Jahre hinweg bereits etliche Kreuzfahrten des Anbieters TUI-Cruises als Schiffsarzt begleitet hat. Recht zügig habe man jedoch begonnen Konzepte zu entwickeln, die es ermöglichen sollten, Kreuzfahrten ohne erhöhtes Infektionsrisiko für Passagiere und Crew wieder aufzunehmen.

Dabei haben die ersten Corona-Ausbrüche auf Schiffen – neben der Diamond Princess war im vergangenen Frühjahr auch ein kleineres Expeditionsschiff vor Argentinien betroffen – wichtige Erkenntnisse beigesteuert. So wurde hier besonders deutlich, dass ein großer Teil der Infizierten keine oder nur leichte Symptome entwickelt, und dass auch Menschen ohne Krankheitssymptome das Virus weitergeben können. „Umso wichtiger ist es, dass sowohl Crewmitglieder als auch Passagiere vor dem Boarding einen negativen PCR-Test nachweisen müssen“, sagt Machens.

Noch während des ersten Lockdowns wurde eine Expertenkommission aus Infektiologen und Schiffsärzten gebildet, die sämtliche Abläufe an Bord kritisch beleuchteten und auf die Bildung von Menschenansammlungen oder unnötige Kontakte hin überprüften. „Risikobehaftete Abläufe wurden dann in enger Absprache mit den Behörden umgestellt“, berichtet Machens. So bekämen die Gäste bereits für die Ankunft auf dem Schiff feste Zeitfenster zugewiesen, um die Entstehung von Menschentrauben zu vermeiden. An Bord gelte zudem eine konsequente Maskenpflicht, auch müssten die Hände regelmäßig desinfiziert werden. Um Kontakte zu reduzieren, wurden viele analoge Prozesse digitalisiert, außerdem wurden alle Selbstbedienungslokale an Bord auf Bedienservice umgestellt. „In diesen Hygieneplänen sind auch regelmäßige stichprobenartige Antigen-Schnelltests und PCR-Tests vorgesehen“, sagt Machens. Mithilfe eines Tracing-Systems werden außerdem Kontakte an Bord erfasst und können im Falle einer Infektion nachverfolgt werden. Bis Ende 2020 kam es bei rund 50 Kreuzfahrten mit über 50.000 Passagieren zu keinem einzigen Covid-Fall.

Dass das Hygiene-Konzept auch beim Auftreten einzelner Infektionen noch greift, hat sich gerade vor wenigen Tagen bei einigen Corona-Fällen auf einem TUI-Schiff vor Grand Canaria erwiesen: Hier waren am Ende einer Kreuzfahrt vier Passagiere positiv auf das Virus getestet worden. Es konnten insgesamt 20 Kontaktpersonen identifiziert werden, die aber allesamt negative Tests aufwiesen – ebenso wie die übrigen rund 1000 Fahrgäste und 800 Crewmitglieder. „Das Virus konnte sich an Bord also offenbar nicht ausbreiten“, sagt Machens.

Das Infektionsmanagement auf Schiffen hat durch die Corona-Pandemie viel öffentliches Interesse auf sich gezogen – die Frage, wie übertragbare Krankheiten an Bord eingedämmt werden können, hatte aber bereits zuvor eine hohe Priorität. „Auch für Erkrankungen wie die Grippe oder Magen-Darm-Infektionen gab es immer schon Hygienekonzepte“, betont Schiffsarzt Machens. Veränderungen, die nun durch SARS-CoV-2 notwendig wurden – wie etwa die Erweiterung der Intensivkapazitäten an Bord, die Schaffung von zwei separaten Behandlungszonen für infektiöse und nicht-infektiöse Patienten, sowie die Einrichtung fester Quarantänekabinen – kämen auch den Bemühungen zur Eindämmung anderer Krankheiten zugute. „Viele dieser Neuerungen werden sicherlich nicht nur für die Zeit der Pandemie bestehen bleiben, sondern das Infektionsmanagement dauerhaft verändern.“

Quellen:

 Rocklöv J, Sjödin H, Wilder-Smith A. COVID-19 Outbreak on the Diamond Princess Cruise Ship: Estimating the Epidemic Potential and Effectiveness of Public Health Countermeasures. J Travel Med 2020 May 18 27: taaa030

 Burkhard R, Die „kleine Schwester“ der Diamond Princess, Flugmedizin · Tropenmedizin · Reisemedizin – FTR 2020; 27(04): 158, DOI: 10.1055/a-1204

Pressemeldung: CRM Centrum für Reisemedizin

Bild:123Rf

Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtiges Amt

Einreisebeschränkungen – Quarantänevorschriften und Weltweite Reise- und Sicherheitshinweise

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Diese werden vom BMI erlassen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen für das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein
  • dem Vereinigten Königreich
  • Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

 Quarantänevorschriften und Covid-19-Tests

In Deutschland werden Quarantänevorschriften durch die einzelnen Bundesländer erlassen. Nach Abstimmung der Länder und der Bundesregierung hat das BMI am 8. April 2020 eine Musterverordnung erstellt, deren Regelung die Bundesländer im Wesentlichen übernommen haben.

Am 14.10.2020 hat das Kabinett eine neue Musterverordnung zur Kenntnis genommen. Auf dieser Grundlage sollen die Länder möglichst zum 08.11.2020 entsprechende eigene Regelungen erlassen.

Da die neue Musterverordnung wesentliche Änderungen aufweist, bitten wir Sie, die in Ihrem Ziel-Bundesland geltenden Quarantäne-/Test-Regelungen vor Einreise besonders aufmerksam zu lesen; Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Ländergesundheitsministerien bzw. Senatsverwaltungen. Zu diesen neuen Regelungen siehe unten.

Gegenwärtige Quarantäneregelung

Nach der bisherigen Musterverordnung gilt zunächst weiter:Nach der bisherigen Musterverordnung gilt zunächst weiter:

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern bis ein negatives Testergebnis vorliegt (Einzelheiten hierzu unter: Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar) und das negative Testergebnis den zuständigen Behörden, i.d.R. Gesundheitsamt, auf Anforderung nachweisen und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden.

Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt außerdem eine Pflicht sich testen zu lassen. Weitere Informationen zu den Pflichttests so finden Sie hier.

Info:

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen vor Einreise.

Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit Covid-19 infiziert zu haben, ist in den meisten Bundesländern keine Quarantäne erforderlich. In bestimmten Bundesländern ist dafür jedoch eine Wiederholungstestung nach einigen Tagen notwendig.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein. Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.

Der Test ist für Reisende aus Risikogebieten innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen erfolgen. Für Reisende aus Nicht-Risikogebieten soll der Test noch bis 14. September kostenlos sein. Das Testergebnis muss – unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte – für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Künftige Quarantäneregelung (voraussichtlich ab 8. November)

Nach der neuen Musterverordnung sind insbesondere die folgenden Änderungen zu erwarten:

  • Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise.
  • Die Betroffenen müssen sich an ihrem Zielort für 10 Tage häuslich absondern.
  • Die Betroffenen können sich frühestens nach 5 Tagen nach Einreise durch ein negatives Testergebnis von der Pflicht zur häuslichen Absonderung befreien, wenn Sie nicht unter eine Ausnahmebestimmung fallen.

Die Regelungen werden von den Bundesländern umgesetzt. Reisende sollten sich daher immer bei dem Bundesland informieren, in das sie reisen.

Weltweit auch für Ihr Reiseland:

Auf der Informationsseite des Auswärtigen Amtes finden Sie hier alle: Reise- und Sicherheitshinweise

Einzelne Länder können weiterhin Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei Einreise vorsehen. Umso wichtiger ist für Reisende, sich vorab über die Reise- und Sicherheitshinweise  über die Situation in ihrem Reiseland zu informieren. Die Entscheidung über das Ob und Wie einer Reise entscheiden Reisende nach wie vor selbst.

Informationsseite & Quelle: Auswärtiges Amt

Bild:123RF

COVID-19- Impfstoffe: Schnelle Anpassung an die Virus-Mutationen möglich

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. informiert:

In Rekordzeit entwickelte die pharmazeutische Industrie sehr wirksame und sichere Impfstoffe gegen die SARS-CoV-2 Viren. Leider sind inzwischen Mutationen des Erregers aufgetreten, die teilweise virulenter sind und mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sein können. Die gute Nachricht: Die Hersteller der bislang entwickelten Impfstoffe können ihre Impfstoffe gegen diese „Mutanten“ anpassen. Dank besonderer Studiendesigns und flexiblen regulatorischen Rahmenbedingungen können die Zulassungsbehörden die angepassten Impfstoffe schnell und sicher bewerten. So finden sie in kürzester Zeit ihren Weg in die Zulassung und zu den Impfwilligen.

Um den pandemischen Notstand so schnell wie möglich einzudämmen, zogen Forschungseinrichtungen, die pharmazeutische Industrie und die Zulassungsbehörden alle an einem Strang. Das Ziel: Die in Rekordzeit entwickelten Impfstoffe zuzulassen. Dafür wurden spezielle Studiendesigns geschaffen und Daten bereits während der laufenden klinischen Studien bewertet (mehr Infos zum „Rolling Review“-Verfahren lesen Sie in unserem BPI-FAQ). Das verkürzte die benötigte Entwicklungszeit enorm: Statt der üblichen fünf bis zehn Jahre, konnten weniger als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie bereits die ersten Impfdosen sicher verimpft werden.

Doch leider ist das Virus genetisch sehr aktiv – und daher extrem anpassungsfähig. Inzwischen sind Mutationen des Ursprungs-Virus aufgetreten, die es notwendig machen, die ursprünglichen Impfstoffe anzupassen. Technisch gesehen können die pharmazeutischen Unternehmen innerhalb weniger Wochen ihre Impfstoffe weiterentwickeln. Im Zusammenspiel mit der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), die ihre eingespielte regulatorische Flexibilität dazu nutzt, die eingereichten Daten schnell und sicher zu prüfen, entsteht so ein maßgeschneidertes System für die beschleunigte Zulassung der angepassten Impfstoffe.
Ein effizienter regulatorischer Rechtsrahmen, der die Bewertung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit im Rahmen der gesetzten Flexibilität garantiert, ist für die Gewährleistung des Vertrauens der Bürger in die Impfstoffe von wesentlicher Bedeutung. Eine gute Nachricht im Kampf gegen die Pandemie!
Bewährtes Verfahren: Beispiel Grippeimpfung
Ein schnelles Verfahren ist übrigens nicht neu, sondern für Grippeimpfstoffe bereits seit mehreren Jahren erfolgreich etabliert. Die Grippeimpfstoffe werden jedes Jahr an die aktuellen Virusvarianten angepasst.
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Therapien gegen COVID-19: Wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie

Impfstoffe sind der Ausweg aus der Krise. Nur sie können dabei helfen, den Ausbruch von Krankheiten wie COVID-19 zu verhindern. Doch bis wir alle geimpft sind, spielen Arzneimittel zur therapeutischen Behandlung der von dem Coronavirus ausgelösten Krankheit COVID-19 mindestens eine genauso große Rolle im Kampf gegen das Virus. Um Patientinnen und Patienten heilen oder ihr Leiden lindern zu können, drücken Forscherinnen und Forscher deshalb aufs Tempo. Weltweit laufen aktuell etwa 1.500 Studien zu Wirkstoffen. Neben vielversprechenden neuen Ideen sind auch weiterentwickelte bewährte Therapien derzeit im Einsatz gegen Krankheitsverläufe unterschiedlicher Schwere. Unsere gute Nachricht gibt einen Überblick über einige der derzeit vielversprechendsten Ansätze.

  • Antivirale Medikamente. Dabei handelt es sich um zum Teil schon zugelassene Medikamente gegen andere Erkrankungen; es sind also Innovationen auf Basis bekannter Wirkstoffe, und der Vorgang wird allgemein als Repurposing, also Neuausrichtung oder Umwidmung, genannt. Ein bekannter Kandidat ist das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Remdesivir, das die Virusvermehrung im Zellinneren hemmt, und seit der Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) im Sommer 2020 zur Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzt wird.
    Weitere gute alte Bekannte sind zum Beispiel Colchicin, das bislang vor allem als Gicht-Medikament eingesetzt wird und Ivermectin, ein Antiparasitikum, das vor allem aus dem Einsatz gegen Fadenwürmer und Krätzmilben bekannt ist. Auch ein eigentlich gegen akutes Lungenversagen entwickeltes Arzneimittel mit dem kryptischen Namen „APN01“ gehört in diese Gruppe. Es bindet sich als „falscher Rezeptor“ an das Spike-Protein des Virus, so dass es nicht mehr am „richtigen Rezeptor“ an der menschlichen Zelle andocken kann. Diese vielversprechenden Ansätze machen Hoffnung, haben aber im Hinblick auf COVID-19 noch nicht den Zulassungsprozess durchlaufen.
  • Immunmodulatoren. Bei schweren Verläufen von COVID-19 ist es irgendwann nicht mehr das Virus selbst, sondern die überschießende Reaktion des eigenen Immunsystems, welches den Patienten zu schaffen macht.
    Dämpfende Immunmodulatoren regulieren die Immunüberreaktion herunter und werden auch gegen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multiple Sklerose eingesetzt. Bei schwerstkranken COVID-19-Patienten konnte in einer Studie zum Beispiel der Wirkstoff Dexamethason, mit dem allergische Reaktionen, Asthma oder rheumatoide Arthritis behandelt werden, die Sterblichkeit deutlich senken. Auch hier handelt es sich um Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe, also um sogenannte Schrittinnovationen.
  • Antikörper. Eigentlich eine alte Methode: Patienten bekommen als Therapie Antikörper gegen SARS-CoV-2-Viren aus dem Blutserum von Menschen, die die Infektion bereits überstanden haben. Die Antikörper sind in der Lage, die Viren im Körper zu neutralisieren. Injiziert man diese genbasierten Arzneimittel, stellen die Patienten selbst Antikörper her.
  •  Monoklonale Antikörper. Diese werden bisher vor allem in der Krebstherapie und gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Bei Krebs setzen sie sich auf die entarteten Zellen fest, blockieren deren schädliche Funktionen oder rufen körpereigene Immunstoffe zur Verstärkung. Im Kampf gegen COVID-19 können solche Arzneimittel in einer frühen Phase einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu einer deutlichen Verringerung der Viruslast beitragen.
  • Gen-Silencing. Zwei US- und ein südkoreanisches Unternehmen arbeiten an diesem ganz neuen Ansatz: Dabei wird das Virus dadurch blockiert, dass einige seiner Gene „zum Schweigen gebracht werden“ und deshalb nicht mehr funktionieren.
  •  Die Fachwelt warnte bereits im vergangenen Jahr vor neuen Virusmutationen. Diese Veränderungen des Virus können das weitere Pandemiegeschehen maßgeblich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass es bereits einige wirksame Therapien im Kampf gegen COVID-19 gibt. Pharmaindustrie und Wissenschaft arbeiten gemeinsam und mit Hochdruck weltweit weiter an zusätzlichen Therapieoptionen. Eine gute Nachricht!
  • Text: Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Rund 270 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Darmkrebsmonat März: Darmspiegelung verhindert Darmkrebs

Der März ist der Darmkrebsmonat. Bei kaum einer Krebsart kann man so leicht vorbeugen. So auch die Erfahrung von Prof. Prof. Dr. Carl Schimanski, der gemeinsam mit Prof. Dr. Dietmar Lorenz das zertifizierte Darmkrebszentrum am Klinikum Darmstadt leitet:

Jedes Jahr erkranken 70.000 Menschen an einem Darmkrebs; der Darmkrebs gehört damit zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland. Im Laufe des Lebens betrifft diese Erkrankung einen von 15 Menschen. Der Häufigkeitsgipfel liegt jenseits des sechzigsten Lebensjahres. Der Großteil der Erkrankungen ist altersbedingt. Es gibt jedoch auch vererbbare Krebsformen, bei denen im Darm beispielsweise über 100 Darmpolypen entstehen können, beziehungsweise die mit anderen Krebserkrankungen des Bauchraumes oder auch der Geschlechtsorgane verbunden sein können. Diese seltenen Formen machen jedoch nur unter fünf Prozent der Krebserkrankung aus.

Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum und Konsum von gepökeltem und roten Wurst- und Fleischwaren erhöhen das Lebensrisiko an einem Darmkrebs zu erkranken. Auch die familiäre Situation kann ein Risiko darstellen: Sind Mutter oder Vater an einem Darmkrebs erkrankt, so verdoppelt sich das individuelle Risiko auf 1:7.

Der Darmkrebs ist ein stiller Krebs. Es gibt keine zuverlässigen Frühsymptome, die einen vor dieser Erkrankung warnen können. Blut im Stuhl und Wechsel der Stuhlgewohnheiten sind häufig bereits ein spätes Zeichen. Treten diese Zeichen erstmalig auf, so ist eine Darmspiegelung dringend angeraten.

Die Darmkrebsvorsorge beginnt ab dem 50. Lebensjahr. Die Darmspiegelung ist in der Vorsorge des unauffälligen Patienten die Methode der Wahl, sie wird bei Männern ab dem 50. und bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr empfohlen. Besteht ein familiäres Risiko, so sollte sie mindestens zehn Jahre früher beginnen.

Bei der Darmspiegelung können kleine und große Polypen, die sich auf dem Weg zur Krebsentwicklung befinden, minimal invasiv abgetragen werden. Patienten können während der Untersuchung tief schlafen und selbstständig atmen; sie werden mittels Monitorkontrolle überwacht. Modernste, hochauflösende Endoskope und deutliche Weiterentwicklungen in der hygienischen Aufbereitung der Endoskope nach der Untersuchung machen die Darmspiegelung zu einer sicheren Untersuchung. Das Risiko der Darmspiegelung und der Polypenabtragung ist als deutlich geringer anzusehen, als das Risiko der Krebsentwicklung.

Die Hälfte der in Deutschland nachgewiesenen Tumoren ist auf den Darm begrenzt. Diese können direkt operiert werden. Auch bei Befall der lokalen Lymphknoten kann direkt operiert werden, hier besteht jedoch die Notwendigkeit einer meist gut verträglichen Chemotherapie über sechs Monate, um das Rückfallrisiko zu reduzieren. Auch die metastasierte Situation in Organen ist heutzutage in vielen Fällen noch kurativ angehbar. Sind Metastasen auf Lunge oder Leber und in der Anzahl begrenzt, so können diese mit guter Prognose operativ entfernt werden. Liegen zu viele oder inoperable Metastasen vor, ist der Patient zu alt oder zu schwach, so besteht die Möglichkeit einer abgestuften Chemotherapie, welche heutzutage mit biologischen Antikörpern kombiniert wird, wodurch der Therapieerfolg deutlich verbessert wird. Tumore des Enddarmes müssen in manchen Fällen vorbestrahlt werden, damit eine sichere Entfernung und anhaltende Heilung gewährleistet werden kann.

Durch Teilnahme aller Bürger an der Vorsorgeuntersuchung könnten ca. 63.000 Darmkrebsfälle im Jahr vermieden werden. Darmkrebs wäre – würde die Vorsorge adäquat wahrgenommen – eine der seltensten Tumorerkrankungen. Und eine gut behandelbare. Denn: Eine Frühdiagnose erlaubt die bestmögliche Therapie.

 Pressemeldung: Klinikum Darmstadt

Bild: BU: Prof. Dr. med. Carl Schimanski, Direktor der Medizinischen Klinik II

Einfach und unkompliziert mit einem ersten Zahn-Check

Auch am Wochenende, ist eine professionelle Voruntersuchung und ein unverbindliches Angebot möglich. Sollte von Ihrem Zahnarzt schon ein Kostenvoranschlag vorliegen, lohnt es sich auf jeden Fall für 2 Tage zu einem Zahn-Check bei Sedlmeier Dental in Budapest zu gehen. Der umfangreiche unverbindliche Zahn-Check kostet Sie nur 199 EUR. Eine gute Investition für eine zweite Zahnarztmeinung, auch wenn Sie die Behandlung bei Sedlmeier Dental nicht umsetzen.

Der Zahn-Check erklärt von Dr. Diana Sedlmeier:

 

Natürliche und schonende Pflege für den Körper

Entdeckt von Gesund-in-RheinMain für unsere Leser:

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kaum eine Jahreszeit ist so durchwachsen wie der Herbst. Der ständige Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen strapaziert die Haut sehr – spröde und rissige Haut ist oft die Folge. Mit einer milden und sanften Pflegeroutine wird die Haut vor dem Austrocknen geschützt. Die Hautreinigung mit festen Seifen ist eine nachhaltige und besonders schonende Pflegemöglichkeit. Die rückfettenden Öle
unterstützen den Erhalt der Feuchtigkeit und verleihen der Haut einen natürlichen Glanz.

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Text & Bild: Alpine Naturprodukte GmbH