Entsteht das Glück im Darm? „Schmetterlinge im Bauch“

Wie die Verdauung unsere Gefühle beeinflusst!

„Schmetterlinge im Bauch“ vor Aufregung oder die „Galle kommt einem hoch“ vor Wut – das sind nicht nur schnell dahingesagte Redewendungen, sondern vor allem auch eins: Ausdruck dafür, dass unsere Emotionen nicht nur Kopfsache sind, sondern immer auch körperliche Vorgänge und Empfindungen. Gibt es da also eine Connection zwischen Darm und Hirn? Hält das Hirn den Darm auf Trab – oder umgekehrt? Und wie funktioniert die Kommunikation?

Beeinflusst die Verdauung unsere Gefühle?

„Aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen“ oder „auf das Bauchgefühl hören“ – dass dies mehr sind als Redewendungen, bestätigen Wissenschaftler mit der Erforschung der sogenannten Darm-Hirn-Achse. Über sie sind Darm und Gehirn verbunden und kommunizieren miteinander. Ein wesentlicher Kommunikationskanal ist dabei der Vagusnerv, der Darm und Gehirn quasi in einer Art „Standleitung“ verbindet. Der Darm ist dabei der Gesprächigere der beiden – etwa 80 Prozent der Nervenfasern übertragen Informationen von dort aus an das Gehirn, umgekehrt verlaufen nur etwa 20 Prozent der Nervenfasern aus Richtung des Gehirns zu den Organen. Der Vagusnerv koordiniert dabei nicht nur unbewusst ablaufende, vegetative Prozesse wie die Verdauung im Darm, die Herzfrequenz, Blutdruck oder Atmung, sondern beeinflusst auch unsere Stimmlage und sogar unseren Gesichtsausdruck.[1],[2] Er hilft, zu zeigen, wie es uns wirklich geht, und, dem Bauchgefühl eine Mimik zu geben. Die Verbindung des Gesichtsnervs mit dem Vagus ist es auch, die dazu führt, dass Gefühle wie Ekel, Wut oder Überraschung mit einer besonderen Darmaktivität gepaart sind.2 Und jetzt wird’s richtig spannend: Der Vagusnerv steht nicht nur in Verbindung mit dem sogenannten „Darmhirn“, dem enterischen Nervensystem, das den gesamten Verdauungstrakt durchzieht, sondern erhält über dieses komplexe Geflecht aus Nervenzellen Informationen zum Darminhalt.

Der heiße Draht der Gefühle: Darm an Hirn!

Ist der Darm zufrieden, zeigt er das auch: Die Aktivität des Vagusnervs ist dann erhöht. Und das kann wiederum unsere Psyche beruhigen.[1] Mit der Entspannung des Darms geht demnach auch eine Entspannung unserer Psyche einher.2 Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg (Schweiz) und Chefarzt des Freiburger Netzwerks für Psychische Gesundheit erklärt hierzu: „Neben dem Vagusnerv stehen dem Darm Dutzende von Hormonen zur Verfügung, um Körper und Hirn über seine Darmwelt zu informieren.“ Schließlich befinden sich rund 80 Prozent des Immunsystems dort. Und: Auch das Glück entsteht im Darm. Der allergrößte Teil des Botenstoffs Serotonin, unserem Glückshormon, wird nämlich im Darm produziert.[2] Auch Dopamin und der Neurotransmitter Gaba werden im Darm gebildet. Sie alle beeinflussen unsere Stimmung.[3] Doch leider gilt das auch umgekehrt: Ein verstopfter Darm, zum Beispiel aufgrund einer durch Stress reduzierten Vagusaktivität, kann dazu führen, dass wir uns unwohl fühlen und das Interesse an sozialer Interaktion und Kommunikation verlieren2 – die Lebensqualität leidet.[4] Eine Studie konnte sogar Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen psychischen Erkrankungen, wie Depressionen oder Ängsten, und Verstopfung aufzeigen.[5]

Darmdemenz: Wenn der Darm träge wird

Die Darm-Hirn-Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße. Auch das Hirn hat viele Möglichkeiten, den Darm zu steuern. Mithilfe des Sympathikus, dem Stress-Nerv, hat es zum Beispiel direkt die Möglichkeit, dem Darm Ressourcen zu entziehen und ihn auf Sparflamme einzustellen. Dauerstress kann deshalb schnell zu Verdauungsproblemen führen.1,2 Darüber hinaus kann auch der normale Alterungsprozess in Form einer

„Darmdemenz“ Einfluss auf die Beweglichkeit unseres Verdauungsorgans nehmen. Prof. Gregor Hasler erklärt: „Hirn- und Darm-Nervenzellen sehen nicht nur sehr ähnlich aus, sie haben auch viele gemeinsame Eigenschaften. Dazu gehört, dass sich Nervenzellen kaum neu bilden. Das heißt, ist eine Darm-Nervenzelle erschöpft und stirbt ab, wird sie nicht ersetzt. Dies kann dazu führen, dass das Darmhirn ‚dement‘ wird. Dies tritt vor allem im Alter auf, Darmbewegungen sind nur noch mit Einbußen möglich. Es kommt zu Verstopfung.“

 Hilfe naht: Was tun im Fall der Fälle, wenn der Darm träge ist?

Doch was hilft, wenn der Darm träge wird und wir unter Verstopfung leiden? Experten raten, bei Bedarf rechtzeitig gut verträgliche und zuverlässig wirkende Medikamente einzusetzen.[1],[2] Hierzu gehören die Wirkstoffe Bisacodyl, Natriumpicosulfat und Magrocol, alle zu finden in der Produktpalette von Dulcolax®. Die Dulcolax®-Wirkstoffe Bisacodyl und Natriumpicosulfat können die Lebensqualität verbessern, sodass man wieder unbeschwert am Leben teilnehmen kann.9 Dulcolax® Dragées und NP Tropfen wirken planbar über Nacht und befreien am nächsten Morgen – zu einer Zeit, in der der Stuhlgang am leichtesten fällt. Dulcolax® NP Perlen sind diskret in der Einnahme und können je nach Beschwerdegrad sowie individuellem Bedarf gemäß den Empfehlungen* ganz einfach dosiert werden. Die Erleichterung setzt dann normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein. Wenn es schnell gehen soll, sind Dulcolax® Zäpfchen eine gute Wahl, sie wirken bereits nach etwa 15 bis 30 Minuten.

Darm-Fact: Unser Vagusnerv weiß nicht nur, was die Darmschleimhaut und das Darmhirn tun, sondern hat auch direkten Zugang zum Darminhalt und kann den Darminhalt „erspüren“.

Text&ild: PR Dulcolax