Fasten – Wahrheit oder Mythos?

Fasten – dem Darm Ruhe gönnen. Wahrheit oder Mythos?

Zauberformel 16:8?

ob Saftkuren, Intervallfasten oder klassisches Heilfasten – der bewusste Verzicht auf Nahrung zum Entschlacken oder um das ein oder andere Weihnachtskilo wieder loszuwerden, liegt vor allem zu Beginn des Jahres im Trend. Immerhin 65 Prozent der Deutschen halten es gesundheitlich für sinnvoll.[1] Besonders unserem größten Verdauungsorgan, dem Darm, gönnen wir so einmal eine wohlverdiente Pause.

Fasten – was passiert im Körper?

Die „innere Reinigung“ bedeutet für unser Verdauungssystem erst einmal eine grundsätzliche Entlastung – schließlich gibt es durch den Nahrungsentzug vorerst nicht mehr großartig viel zu tun. Positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden konnten vor allem für die traditionellen Heilfastenmethoden, z. B. nach Buchinger oder Mayr, nachgewiesen werden.[1] Laut Leitlinien zur Fastentherapie hat Heilfasten die unterschiedlichsten positiven Effekte auf den Körper, kann chronische Entzündungen verringern, den Blutdruck senken, chronische Schmerzen verbessern und soll sogar lebensverlängernd wirken. Auch unsere Körpermitte mag fasten: Funktionelle gastrointestinale Störungen, z. B. beim Reizdarm-Syndrom, und auch eine chronische Verstopfung können durch Nahrungskarenz verbessert werden.[2] Und: Fasten aktiviert den Vagusnerv und verhilft unserer Psyche so zu mehr Ruhe (mehr dazu auf S. 3–5).[3],[4]

Intervallfasten: essen nach der inneren Uhr

In Zeiten von Karriere, Familienalltag und vollem Freizeitleben sind ganze Fastenkuren natürlich nur schwer umzusetzen, weshalb sich aktuell immer mehr der Trend des intermittierenden Fastens etabliert. Die Idee:

Über eine bestimmte Zeit darf gegessen werden, die restliche Zeit wird gefastet. Hier gibt es verschiedene Formen, wie 5:2 (5 Tage „normal essen“ unterbrochen von 2-tägigen Fastenperioden) oder die bekannte 16:8-Methode, in der in einem Zeitraum von 8 Stunden gegessen werden darf, um anschließend 16 Stunden lang nüchtern zu bleiben. Das Gute: Solche Fastenmethoden können deutlich besser in die tägliche Routine integriert werden. Und die wesentlichen positiven Effekte auf die Gesundheit konnten auch für kurze Fastenperioden nachgewiesen werden.1

Extra-Tipp: Der Darm – unser zweites Gehirn

Was ihn so schlau macht sowie weitere spannende Themen rund um die Darmgesundheit gibt es zu lesen auf www.digestio.de.

Presse Artikel Text & Bild: Dulcolax