Pandemie aktuell – Frankfurt/Main

,Wir sind auf dem richtigen Weg. Jetzt weitermachen!‘

Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt niedrigste unter den deutschen Großstädten / Oberbürgermeister dankt Frankfurterinnen und Frankfurtern

Diese Zahl macht Mut: Laut RKI hat Frankfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,5 den niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, kommentierte Oberbürgermeister Peter Feldmann diese erfreuliche Entwicklung. „Natürlich sind wir noch nicht über den Berg und natürlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns – aber die Richtung stimmt.“

Den Erfolg hätten die Frankfurterinnen und Frankfurter sich selbst erarbeitet: „Die überwältigende Mehrheit hält sich an die Regeln, auch wenn das mit Sicherheit nicht immer einfach ist. Maske tragen, Hygieneregeln beachten, Abstand halten, das gehört in Frankfurt mittlerweile zum guten Ton. Danke dafür.“ Auch die zahlreichen Aktiven, im Gesundheitsamt, dem Impfzentrum, bei den Menschen vor Ort, in Schulen, Altenzentren, Kindergärten hätten mit ihrem großen Engagement dazu beigetragen, die Zahlen zu senken. Feldmann: „Heute vor zwei Monaten lag die Inzidenz noch bei fast 200. So etwas schafft man nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Jetzt gelte es, nicht lockerzulassen. „Unser Ziel lautet: erste deutsche Großstadt, die wieder unter 50 liegt“, so das Stadtoberhaupt abschließend. „Auf geht’s! Gemeinsam schaffen wir das.“

Sieben-Tage-Inzidenz deutscher Städte mit mehr als 500.000 Einwohner (RKI, Stand: 28. 1. 2021, 0 Uhr)

Berlin 89,2
Hamburg 83,9
München 66,1
Köln 73,6
Frankfurt 63,5
Stuttgart 70,0
Düsseldorf 79,1
Leipzig 105,0
Dortmund 92,8
Essen 124,4
Bremen 70,3
Dresden 104,0
Hannover 130,4
Nürnberg 139,1

Pressemeldung 28.01.2021
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,Dieser Einsatz rettet Leben‘
Bundeswehr und Hilfsorganisationen unterstützen Frankfurter Seniorenheime bei Schnelltests auf das Corona-Virus / Abordnung zur Kontaktnachverfolgung wird verlängert

(ffm) Die Frankfurter Altenheime bekommen Unterstützung, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig auf Covid-19 zu testen. Dafür haben Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld und Gesundheitsdezernent Stefan Majer am Donnerstag, 28. Januar, die Anfrage für ein Kontingent von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gestellt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat zugesichert, die daraus folgende Anforderung umgehend zu unterzeichnen. Die Soldatinnen und Soldaten sollen ab kommender Woche für drei Wochen das Personal in den Alten-und Pflegeheimen testen.

Darüber hinaus soll der Einsatz von Soldatinnen und Soldaten bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakt im Gesundheitsamt soll über Ende Februar hinaus verlängert werden. Angefordert wurde hierfür ein Kontingent von insgesamt 50 Soldatinnen und Soldaten, zehn mehr als bisher. Die Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt bereits seit Oktober.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Die Bundeswehr ist eine Stütze in schwierigen Zeiten. Es ist gut, sie an unserer Seite zu wissen. Im Oktober habe ich erstmals Soldatinnen und Soldaten für Frankfurt angefordert, um unser Gesundheitsamt bei der wichtigen Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Jetzt werden sie uns auch helfen, unsere Pflegeheime besser zu schützen. Dieser Einsatz rettet Leben. Deshalb habe ich auch so darauf gedrängt. Ich werde die entsprechende Anforderung umgehend unterzeichnen. Denn für die Älteren ist das Virus besonders gefährlich. Dank der Bundeswehr können Besucher und Pflegekräfte nun noch konsequenter getestet werden, um das Ansteckungsrisiko für Pflegeheimbewohner so gering wie irgend möglich zu halten.“

Außerdem hat der Corona-Krisenstab das Jugend- und Sozialamt damit beauftragt, für die Zeit nach dem Einsatz der Bundeswehr die Hilfsorganisationen für die Testungen hinzuzuziehen. Das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter Unfallhilfe bereiten sich derzeit darauf vor, nach dem Abzug der Soldatinnen und Soldaten die Testungen zu übernehmen. Die Träger der Einrichtungen stellen die Schnelltests und die Schutzkleidung.

„Durch die von der Bundeswehr angebotene Unterstützung können wir schnell dafür sorgen, dass die Pflegekräfte in den Altenheimen wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner haben. Gerade in diesen Wochen ist jede Minute, die den älteren Menschen zugutekommt, kostbar. Denn viele von ihnen bekommen nur sehr eingeschränkt oder gar keinen Besuch“, sagt Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld. „Pflege und Gespräche brauchen aber viel Zeit, und deshalb ist es wichtig, dass wir die Pflegekräfte von den Testungen entlasten. Ich freue mich deshalb sehr auf die tatkräftige Unterstützung der Bundeswehr.“

30 der 46 Frankfurter Seniorenheime haben nach einer Abfrage des Sozialdezernats zurückgemeldet, dass sie Unterstützung benötigen. Ihnen sollen in den nächsten Wochen pro Heim drei zusätzliche Mitarbeitende zur Verfügung stehen. Insgesamt werden voraussichtlich etwa 6000 Tests pro Woche in den Heimen durchgeführt.

„In der jetzigen Phase der Pandemie müssen wir die Alten- und Pflegheime möglichst gut und schnell unterstützen“, erläutert Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Daher danken wir der Bundeswehr und unseren Hilfsorganisationen für Ihre kurzfristige Bereitschaft, bei den Testungen mitanzupacken. Mit den Testungen als einem weiteren Element im Schutzkonzept für die am meisten Gefährdeten können wir die Zeit überbrücken, bis das Personal und die Bewohner*innen der Alten und Pflegeheime in ausreichendem Maß geimpft sind.“

Kontakt für die Medien:

Uta Rasche, Sozialdezernat; Telefon 069/212-44056, E-Mail: uta.rasche@stadt-frankfurt.de

Kirsten Gerstner, Gesundheitsdezernat; Telefon 069/212-48795, kirsten.gerstner@stadt-frankfurt.de

Pressemeldung 28.01.2021

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