Pandemie aktuell – Frankfurt/Main

,Wir sind auf dem richtigen Weg. Jetzt weitermachen!‘

Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt niedrigste unter den deutschen Großstädten / Oberbürgermeister dankt Frankfurterinnen und Frankfurtern

Diese Zahl macht Mut: Laut RKI hat Frankfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,5 den niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, kommentierte Oberbürgermeister Peter Feldmann diese erfreuliche Entwicklung. „Natürlich sind wir noch nicht über den Berg und natürlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns – aber die Richtung stimmt.“

Den Erfolg hätten die Frankfurterinnen und Frankfurter sich selbst erarbeitet: „Die überwältigende Mehrheit hält sich an die Regeln, auch wenn das mit Sicherheit nicht immer einfach ist. Maske tragen, Hygieneregeln beachten, Abstand halten, das gehört in Frankfurt mittlerweile zum guten Ton. Danke dafür.“ Auch die zahlreichen Aktiven, im Gesundheitsamt, dem Impfzentrum, bei den Menschen vor Ort, in Schulen, Altenzentren, Kindergärten hätten mit ihrem großen Engagement dazu beigetragen, die Zahlen zu senken. Feldmann: „Heute vor zwei Monaten lag die Inzidenz noch bei fast 200. So etwas schafft man nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Jetzt gelte es, nicht lockerzulassen. „Unser Ziel lautet: erste deutsche Großstadt, die wieder unter 50 liegt“, so das Stadtoberhaupt abschließend. „Auf geht’s! Gemeinsam schaffen wir das.“

Sieben-Tage-Inzidenz deutscher Städte mit mehr als 500.000 Einwohner (RKI, Stand: 28. 1. 2021, 0 Uhr)

Berlin 89,2
Hamburg 83,9
München 66,1
Köln 73,6
Frankfurt 63,5
Stuttgart 70,0
Düsseldorf 79,1
Leipzig 105,0
Dortmund 92,8
Essen 124,4
Bremen 70,3
Dresden 104,0
Hannover 130,4
Nürnberg 139,1

Pressemeldung 28.01.2021
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,Dieser Einsatz rettet Leben‘
Bundeswehr und Hilfsorganisationen unterstützen Frankfurter Seniorenheime bei Schnelltests auf das Corona-Virus / Abordnung zur Kontaktnachverfolgung wird verlängert

(ffm) Die Frankfurter Altenheime bekommen Unterstützung, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig auf Covid-19 zu testen. Dafür haben Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld und Gesundheitsdezernent Stefan Majer am Donnerstag, 28. Januar, die Anfrage für ein Kontingent von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gestellt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat zugesichert, die daraus folgende Anforderung umgehend zu unterzeichnen. Die Soldatinnen und Soldaten sollen ab kommender Woche für drei Wochen das Personal in den Alten-und Pflegeheimen testen.

Darüber hinaus soll der Einsatz von Soldatinnen und Soldaten bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakt im Gesundheitsamt soll über Ende Februar hinaus verlängert werden. Angefordert wurde hierfür ein Kontingent von insgesamt 50 Soldatinnen und Soldaten, zehn mehr als bisher. Die Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt bereits seit Oktober.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Die Bundeswehr ist eine Stütze in schwierigen Zeiten. Es ist gut, sie an unserer Seite zu wissen. Im Oktober habe ich erstmals Soldatinnen und Soldaten für Frankfurt angefordert, um unser Gesundheitsamt bei der wichtigen Kontaktnachverfolgung zu unterstützen. Jetzt werden sie uns auch helfen, unsere Pflegeheime besser zu schützen. Dieser Einsatz rettet Leben. Deshalb habe ich auch so darauf gedrängt. Ich werde die entsprechende Anforderung umgehend unterzeichnen. Denn für die Älteren ist das Virus besonders gefährlich. Dank der Bundeswehr können Besucher und Pflegekräfte nun noch konsequenter getestet werden, um das Ansteckungsrisiko für Pflegeheimbewohner so gering wie irgend möglich zu halten.“

Außerdem hat der Corona-Krisenstab das Jugend- und Sozialamt damit beauftragt, für die Zeit nach dem Einsatz der Bundeswehr die Hilfsorganisationen für die Testungen hinzuzuziehen. Das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter Unfallhilfe bereiten sich derzeit darauf vor, nach dem Abzug der Soldatinnen und Soldaten die Testungen zu übernehmen. Die Träger der Einrichtungen stellen die Schnelltests und die Schutzkleidung.

„Durch die von der Bundeswehr angebotene Unterstützung können wir schnell dafür sorgen, dass die Pflegekräfte in den Altenheimen wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner haben. Gerade in diesen Wochen ist jede Minute, die den älteren Menschen zugutekommt, kostbar. Denn viele von ihnen bekommen nur sehr eingeschränkt oder gar keinen Besuch“, sagt Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld. „Pflege und Gespräche brauchen aber viel Zeit, und deshalb ist es wichtig, dass wir die Pflegekräfte von den Testungen entlasten. Ich freue mich deshalb sehr auf die tatkräftige Unterstützung der Bundeswehr.“

30 der 46 Frankfurter Seniorenheime haben nach einer Abfrage des Sozialdezernats zurückgemeldet, dass sie Unterstützung benötigen. Ihnen sollen in den nächsten Wochen pro Heim drei zusätzliche Mitarbeitende zur Verfügung stehen. Insgesamt werden voraussichtlich etwa 6000 Tests pro Woche in den Heimen durchgeführt.

„In der jetzigen Phase der Pandemie müssen wir die Alten- und Pflegheime möglichst gut und schnell unterstützen“, erläutert Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Daher danken wir der Bundeswehr und unseren Hilfsorganisationen für Ihre kurzfristige Bereitschaft, bei den Testungen mitanzupacken. Mit den Testungen als einem weiteren Element im Schutzkonzept für die am meisten Gefährdeten können wir die Zeit überbrücken, bis das Personal und die Bewohner*innen der Alten und Pflegeheime in ausreichendem Maß geimpft sind.“

Kontakt für die Medien:

Uta Rasche, Sozialdezernat; Telefon 069/212-44056, E-Mail: uta.rasche@stadt-frankfurt.de

Kirsten Gerstner, Gesundheitsdezernat; Telefon 069/212-48795, kirsten.gerstner@stadt-frankfurt.de

Pressemeldung 28.01.2021

Beitragsbild: 123RF

Reizdarm-Syndrom: Luvos® Heilerde verbessert Durchfall und erhöht die Lebensqualität

Rund elf Millionen Deutsche leiden unter einem Reizdarm-Syndrom (RDS). Wie eine randomisierte kontrollierte Studie1 jetzt zeigte, bessert die naturreine Luvos-Heilerde die Beschwerden überzeugend: Die Teilnehmer hatten deutlich seltener Durchfall und ihre Lebensqualität, die durch das Reizdarm-Syndrom beeinträchtigt war, stieg.

Das Reizdarm-Syndrom ist weltweit mit einer geschätzten Häufigkeit zwischen 16 und 26 Prozent verbreitet. Die Betroffenen plagen Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfe, wobei Durchfall besonders häufig auftritt.

Eine Behandlung mit Luvos-Heilerde erzielt gute Ergebnisse.

Luvos-Heilerde: ein reines Naturprodukt, frei von chemischen Zusätzen

„Die Studie zeigt, dass die Behandlung mit Luvos-Heilerde magenfein bei Patienten mit Reizdarm, der sich vor allem mit Durchfall äußert, eine sichere, effektive und nachhaltige Therapieoption ist“, so Prof. Dr. Ahmed Madisch, Hannover. Zudem erläutert Professor Malfertheiner: „Viele Patienten schätzen es, bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt zunächst eine natürliche Therapie zu erhalten. Heilerde liegt hier ganz im Trend und hat sich sowohl in der Praxis als auch in klinischen Studien als gut wirksam gezeigt. Nebenwirkungen sind keine bekannt.“ Luvos-Heilerde ist ein reines Naturprodukt ohne chemische Zusätze wie Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe.

Was ist Heilerde?

Luvos-Heilerde ist ein reines Naturprodukt, das in Deutschland aus eiszeitlichem Löss gewonnen wird. Sie hat eine einzigartige natürliche Zusammensetzung aus wertvollen Mineralien und Spurenelementen. Sie wird mit modernster Technik schonend aufbereitet und bei 130 Grad getrocknet, um mögliche Keime abzutöten. Danach wird sie fein vermahlen und in unterschiedliche Feinheitsgrade gesiebt, um die jeweils gewünschte therapeutische Wirksamkeit zu erzielen.

Luvos-Heilerde magenfein gibt es als Pulver und als Granulat für die bequeme Einnahme. Das Granulat wird aus feinster Luvos-Heilerde in einem innovativen, zum Patent angemeldeten Verfahren hergestellt. Es wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (ein halbes Glas Wasser, Mineralwasser oder Tee) heruntergeschluckt. Seine natürliche und effektive Wirkung entfaltet es im Magen und Darm. Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Preise und Bezugsquellen: Luvos-Heilerde magenfein ist in Apotheken, Reformhäusern, ausgewählten Drogerien und Bio-Fachgeschäften erhältlich. Preis Pulver: 380 Gramm ca. 9,99 Euro. Granulat: 50 Portionsbeutel à 6,5 Gramm ca. 15,99 Euro.

Bild & Video: Copyright Luvos Heilerde 

Literatur:

  1. Mokhtare, M et al.: Efficacy of adding Luvos® Healing Earth supplementation to mebeverine in improving symptoms and quality of life of patients with diarrhea-predominant irritable bowel syndrome: A randomized clinical Trial; Biomedical Research and Therapy, 5(10): 2776-2783

Pandemie Zeit sorgt für mehr Plastikmüll

Zehn Prozent mehr  Plastikmüll!

In der gelben Tonne oder den gelben Säcken von Privathaushalten landen etwa zehn Prozent mehr Verpackungsabfälle. Darauf weisen die Regionalen Netzwerkstellen Nachhaltigkeitsstrategien unter

www.nachhaltiger-warenkorb.de hin.  

Steigende Zahl an Plastikmüll

Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung der vergangenen Jahre erleben durch die veränderten Konsumgewohnheiten während der Coronazeit Einwegverpackungen einen Boom, im Haushalt entsteht aktuell mehr Müll. So ist mit einer Corona-bedingten Zunahme der Haushaltsabfälle um insgesamt 2,26 Millionen Tonnen auf 47 Millionen Tonnen in diesem Jahr zu rechnen. Das Problem: Verpackungsmüll aus Kunststoff wird überwiegend verbrannt statt recycelt. Nur 16 Prozent aller Kunststoffabfälle aus den deutschen Haushalten werden recycelt.

So lässt sich Plastik beim Einkauf vermeiden

Der einfachste Weg, den eigenen Plastikberg zu verkleinern: Auf Plastik verzichten, wenn es Alternativen gibt wie unverpacktes Obst und Gemüse. Milch und Joghurt sind meist auch in Glasbehältern erhältlich. Ein Laib frisches Brot ist nachhaltiger als geschnittenes im Plastikbeutel. Es kann ein Stück Seife statt Flüssigseife sein oder Duschgel und Waschpulver im Karton statt Flüssigwaschmittel in der Plastikflasche. Auch eine nachfüllbare Trinkflasche kann dabei helfen Verpackungsmüll einzusparen. Aus Hygienesicht spricht nichts gegen diese einfachen Maßnahmen.

Besser eintüten: Stoffbeutel gegen Plastikmüll

Bei Tragetaschen gilt ebenso: Mehrweg ist die bessere Wahl, da es Ressourcen schont. Seit 2016 eine Gebühr auf Einweg-Plastiktüten eingeführt wurde, ist der Verbrauch stark gesunken: um über die Hälfte von 2015 zu 2017. Dennoch greifen immer noch zu viele zumindest gelegentlich zum Einwegmodell. Empfohlen sind daher wieder verwendbare Tragetaschen, am besten aus Bio-Baumwolle, mit zum Einkauf zu nehmen. Zu den dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse gibt es ebenfalls wieder verwendbare Alternativen, zum Beispiel Stoffnetze. An der Frischetheke kann man mit einem selbst mitgebrachten Behältnis Verpackungen einsparen.

Müll sparen beim To Go-Essen

In den letzten Monaten haben viele Restaurants ihr To Go-Angebot erweitert oder setzen ausschließlich darauf. Entsprechend mehr wird bestellt, und somit mehr Verpackungsmüll produziert. Die Lösung, für diejenigen, die im Restaurant etwas mitnehmen möchten: mitgebrachte Verpackungen nutzen. Auch in Corona-Zeiten ist es erlaubt, Essen zum Mitnehmen in eigenes Geschirr verpacken zu lassen, wenn die damit verbundenen Hygienemaßnahmen beachtet werden. Diese besagen: Das Geschirr muss sauber sein, der Kunde muss es selbst öffnen und schließen und es sollte kein Kontakt zwischen dem Behälter und demjenigen entstehen, der das Essen ausgibt. Das geht beispielsweise, indem der Kunde den geöffneten Behälter auf ein Tablett stellt. Aus Hygienesicht reicht es aus, die bekannten Hygiene-Empfehlungen einzuhalten und die Hände nach dem Einkaufen gründlich zu waschen. Wer keine Behälter mitnimmt, der kann auch gezielt nach Restaurants wählen, die Mehrwegverpackungen anbieten.

Kaffeebecher-To Go vermeiden

In einigen Cafés und Bäckereien sind momentan wegen Corona keine mitgebrachten Kaffeebecher mehr erlaubt. Generell liegt die Entscheidung hierfür beim Unternehmen. Aber auch hier gilt: Von staatlicher Seite sind eigene Behälter beim Einkaufen nicht verboten. Ist das Geschirr sauber, öffnet der Kunde den Becher selbst, und werden die generellen Hygieneempfehlungen eingehalten, dann ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man mit einem eigenen To Go-Becher den Kaffee mitnimmt. Beim Bäcker kann man sich die Sachen auch einfach „auf die Hand“ geben lassen und dann auf der eigenen Seite der Theke selbst einpacken. Eine gute Alternative sind Mehrweg-Pfand-Becher, die in einigen tausend Geschäften in Deutschland mittlerweile ausgegeben werden.

Masken und Handschuhe wiederverwenden

Auch Einweg-Handschuhe und Masken erzeugen viel Müll. Besser sind wiederverwendbare Masken aus Stoff, diese reichen für den Privatgebrauch aus. Sie können in der Waschmaschine bei 60°C mit Vollwaschmittel desinfiziert werden. Gleiches gilt für Handschuhe aus Stoff. Medizinische Masken sollte man nur im Notfall wiederverwenden.

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Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb“ der RENN. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsum-Alternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik.

Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) wurden 2016 auf Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ins Leben gerufen. Ein neues Netzwerk von insgesamt 20 – vornehmlich zivilgesellschaftlichen – Akteuren aus allen 16 Bundesländern, gegliedert in vier Netzstellen. Ihr Ziel: Die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland vorantreiben. Vom Bund finanziert, von den Ländern benannt und bei der Projektdurchführung unabhängig, können die RENN dabei über die politischen Ebenen hinweg Akteure miteinander vernetzen, wie dies in einem föderal organisierten Staat sonst kaum möglich ist. Das Projekt wird von der Bundesregierung zunächst für fünf Jahre gefördert. Für die Gesamtkoordination ist eine Leitstelle in der Geschäftsstelle des RNE eingerichtet.

RENN.süd ist die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien für Süddeutschland. Sie trägt das Thema „Nachhaltig leben“ durch die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure und Aktivitäten in die Breite. Themenschwerpunkt von RENN.süd ist „Nachhaltiger Konsum“.

 Text & Bild: Nachhaltiger Warenkorb
Bild im Beitrag:RENN_Warenkorb_Mockup_Website

Beitragsbild: RNE_Tuete vs Tasche_4_RNE_Christof Rieken_web

Fettleber-Risiko-Check für Männer: Jeder Dritte kann betroffen sein.

Männergesundheit und Ihr Gesundheitsbewusstsein. Etwa 30 bis 40 Prozent aller Männer leiden unter einer Fettleber. Die meisten, ohne es zu wissen.

Gehören Sie auch zur Risikogruppe? Zum persönlichen Fettleber-Risiko-Check.

www.fettlebercoach.de bietet Informationen und einen speziellen Selbsttest für Männer an, um das persönliche Risiko zu ermitteln. Ohne das Erkennen eines Risikos und das entsprechende weitere Handeln kann eine Fettleber schwerwiegende Folgen haben – unentdeckt und unbehandelt kann eine Fettleber zu einer Leberzirrhose, also zu einer vollständigen Zerstörung der Leber, führen.

Im Movember steht die Gesundheit von Männern im Mittelpunkt. Er soll bewusst machen, dass es nicht unmännlich ist, Schwäche, Sorgen und Angst zu zeigen, sich gegenseitig zu unterstützen, um Hilfe zu bitten und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Insbesondere bei Gesundheitsfragen sollten sich Männer dies zu Herzen nehmen: Denn nach wie vor leben Frauen im Durchschnitt beinahe fünf Jahre länger als Männer. *1 Vor allem die Faktoren Ernährung, Bewegung und Genussmittelkonsum, aber auch das Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen, zusammengefasst der Lebensstil, sind hier entscheidende Faktoren.

Der Lebensstil ist auch maßgeblich verantwortlich für einen Großteil der Fettleber-Erkrankungen. Die Leber leidet still, zumindest eine lange Zeit. Zeigen sich Symptome wie beispielsweise dauernde Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Druck im Oberbauch oder gar eine Gelbfärbung der Haut und Augen ist häufig bereits ein irreversibler Schaden angerichtet. Um das persönliche Risiko zu erfassen, bietet www.fettlebercoach.de anlässlich des Movembers einen Test an, der geschlechtsspezifische Gesundheitsparameter berücksichtigt.

Im Anschluss an die Risikoermittlung ergeben sich viele Fragen: Leide ich tatsächlich unter einer Fettleber? Was bedeutet es, an einer Fettleber erkrankt zu sein? Was kann ich tun, um mich selbst zu heilen? Gibt es eine spezielle Ernährungsweise, die hilft? Entscheidend ist: Sobald ein erhöhtes Risiko angezeigt ist, sollte man sich an seinen Hausarzt wenden. Mithilfe eines Ultraschalls kann dieser schnell erkennen, ob die Leber vergrößert ist und unter Umständen einen Facharzt hinzuziehen. Spätestens wenn die Diagnose steht, ist Handeln angesagt. Jeder Betroffene kann durch die Veränderung seines Lebensstils seinen Gesundheitszustand verbessern. Und das lohnt sich: Denn bei passender Ernährung und ausreichender Bewegung kann sich eine Fettleber in wenigen Monaten im besten Fall vollständig zurückbilden.

Wissen zum Krankheitsbild der Fettleber, Tipps rund um Ernährung und Bewegung sowie passende Rezepte erhalten Interessierte und Betroffene bei www.fettlebercoach.de. Im Movember gibt es zudem viele Informationen, die speziell die Männergesundheit in den Fokus nehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich auf der zugehörigen Facebookseite mit Gleichgesinnten auszutauschen. Movember bei www.fettlebercoach.de (https://www.fettlebercoach.de/movember/)

Gehören Sie zur Risikogruppe? Zum persönlichen Fettleber-Risiko-Check.

Quellen:

*1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_377_12621.html

Beitragsbild: 123RF

Diabetes-Früherkennung im Kindesalter – Im Lockdown steigt bei Kindern das Risiko einer schweren Stoffwechselentgleisung

Während des pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 hat sich in Deutschland die Zahl der Kinder mit einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung aufgrund eines unentdeckten Diabetes sprunghaft verdoppelt. Das belegt eine Studie, die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurde. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, startet die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie (AGPD) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) eine Aufklärungskampagne zur Früherkennung eines Typ-1-Diabetes. Kinder- und Jugendärzte sollen Eltern künftig bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 und U7a über Warnzeichen der Erkrankung informieren.

Ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und andauernde Müdigkeit sind vier wichtige Warnzeichen für eine Diabeteserkrankung. Bleibt der Diabetes unentdeckt und deshalb unbehandelt, kann es aufgrund von Insulinmangel zu einer schweren Stoffwechselentgleisung kommen – einer diabetischen Ketoazidose (DKA).

Wie neue Daten zeigen, ist die Zahl der DKA bei Kindern während des ersten Lockdowns stark angestiegen: Vom 13. März bis 13. Mai 2020 hat sich die DKA-Rate mit 238 Fällen gegenüber den Vergleichszeiträumen der Vorjahre nahezu verdoppelt; insbesondere die Fallzahl der Vorschulkinder mit einer schweren Stoffwechselentgleisung ist angestiegen. Die Anzahl der Neuerkrankungen von Kindern mit Diabetes Typ 1 hat sich jedoch insgesamt nicht verändert.

Eltern scheuen während des Lockdowns den Besuch beim Kinderarzt

Die Gründe für die steigenden DKA-Zahlen während der Pandemie sind vielfältig. „Ein Faktor ist vermutlich die Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19“, erklärt Privatdozent Dr. med. Thomas Kapellen. „Viele Eltern scheuen deshalb womöglich den Besuch einer Kinderarztpraxis“, fügt der Vorsitzende der AGPD hinzu. Weitere Hintergründe müsse man aber noch näher erforschen.

Um das Risiko für eine Ketoazidose im Kindesalter zu senken, startet die AGPD in der kommenden Woche noch während des zweiten Lockdowns zusammen mit dem BVKJ eine Aufklärungskampagne zur Früherkennung eines Typ-1-Diabetes. So sollen Kinderärzte den Eltern künftig bei jeder U6- und U7a-Vorsorgeuntersuchung, die Ende des ersten sowie dritten Lebensjahres stattfinden, kurz die vier Warnzeichen des Typ-1-Diabetes erklären. „Dazu gehören ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und stetige Müdigkeit“, erläutert Dr. med. Martin Holder von der AGPD.

Auch sollen die Ärzte den Eltern einen Flyer mit wichtigen Informationen über eine Diabeteserkrankung mitgeben. „Ziel der Kampagne ist es, die Eltern verstärkt für die Warnzeichen einer Diabeteserkrankung und die Symptome einer Ketoazidose zu sensibilisieren“, ergänzt Holder, der in der Abteilung Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie am Klinikum Stuttgart, Olgahospital, tätig ist. „Aus der Erfahrung vergangener Präventionskampagnen wissen wir, dass eine solche Aufklärung die Häufigkeit einer diabetischen Ketoazidose stark reduziert“, betont Holder.

Mit jedem Tag mehr, den ein Kind unerkannt an Typ-1-Diabetes erkrankt ist, steigt das Risiko für eine DKA, die auch Einschränkungen der kognitiven Leistungen zur Spätfolge haben kann. Eine Stoffwechselentgleisung zeigt sich neben einem verstärkten Harndrang auch durch Übelkeit oder Erbrechen, beschleunigte Atmung und einem säuerlichen Acetongeruch des Atems. Da es im weiteren Verlauf zu einem diabetischen Koma kommen kann, gehören betroffene Kinder sofort in notärztliche Behandlung. Außerdem zeigen Studien, dass eine schwere Ketoazidose mit einer schlechteren Stoffwechseleinstellung im Langzeitverlauf assoziiert ist, unabhängig vom sozialen Status.

Professor Dr. med. Andreas Neu aus Tübingen warnt: „Bleibt eine Ketoazidose unbehandelt, kann sie schlimmstenfalls tödlich enden.“ Der Vizepräsident der DDG verweist zudem darauf, dass zu wenig bekannt ist, dass Typ-1-Diabetes zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen im Kindesalter zählt. „Diabetes ist keine Alterskrankheit, sie kann auch Kinder jeden Alters treffen.“

Bild:123Rf

Text: Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

Naturmedizin und Schulmedizin in der die Covid-19 Pandemie mehr denn je erforderlich! 

Wir haben Grund zum Feiern – und sind doch nicht in Champagnerlaune!

Denn der erste Geburtstag der Bürgerbewegung weil’s hilft! Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam fällt in eine Zeit, in der die gesundheitlichen Herausforderungen größer sind denn je, in der die Covid-19 Pandemie unser persönliches, gesellschaftliches und politisches Leben dominiert und in der sich viele Bürger*innen mit ihren Sorgen und Ängsten sowie den Einschränkungen ihres Alltags alleingelassen fühlen.   

Weil’s hilft! ist der festen Überzeugung: Wir werden diese gesundheitliche Ausnahmesituation nur gut meistern, wenn wir die Potentiale der gesamten Medizin nutzen und nicht einseitig auf pharmakologische und technologische Lösungen setzen. Naturmedizinische Ansätze erweitern das Handlungsspektrum der Bürger*innen, Patient*innen und der behandelnden Ärzt*innen gleichermaßen: “Die Menschen können selbst viel mehr tun als sozialen Abstand wahren und auf einen möglichen Impfstoff gegen das Virus warten”, sagt Dr. Anna Paul, Vorstandsvorsitzende von

NATUR UND MEDIZIN. “Wir möchten alle ermutigen, selbst aktiv zu werden, ihr Immunsystem mit einfachen Änderungen des Lebensstils zu stärken und mit Hilfe naturmedizinischer Therapie die Selbstregulation des Organismus zu unterstützen. Wenn Grippesymptome auftreten, sollten diese ärztlich abgeklärt werden, können dann aber häufig mit naturmedizinischen Maßnahmen gelindert werden”, ergänzt die Geschäftsführerin Dr. Dorothee Schimpf. Die derzeitige Krise zeigt: Noch mehr als sonst kommt es darauf an, die verschiedenen medizinischen Ansätze nicht gegeneinander auszuspielen, sondern zum Wohle der Patient*innen zu verbinden.

Weil’s hilft! fordert deshalb für die Zukunft: Ein einfaches Weiter-So darf es nach Corona in unserem Gesundheitssystem nicht geben. Die einseitige Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit, teure technische Interventionen und Pharmakologie haben in eine Sackgasse geführt. “Bürger*innen wollen eine wirkliche Gesundheitswende, die Abkehr von einer reinen Reparaturmedizin hin zu einer Medizin, die den ganzen Menschen sieht, anerkannte naturmedizinische Verfahren selbstverständlich integriert, Zuwendung und Zeit angemessen honoriert und viel mehr Anreize setzt, Gesundheit zu erhalten als lediglich Krankheit zu finanzieren”, fordert der Präsident des

KNEIPP-BUNDES Klaus Holetschek, MdL. Und Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführender Vorstand von GESUNDHEIT AKTIV ergänzt: “Was wir medizinisch wie gesamtgesellschaftlich brauchen, ist eine neue Kultur des Miteinanders: der verschiedenen Methoden und Ansätze, aber auch der verschiedenen Einflussgruppen unseres Gesundheitssystems untereinander. Bürger*innen und Patient*innen müssen hier künftig eine zentrale Rolle spielen, denn sie sind diejenigen, um die es letztendlich geht. Weil’s hilft! wird künftig noch intensiver daran arbeiten, Dialoge zwischen Bürger*innen und der Gesundheitspolitik in Gang zu bringen und patientenzentrierte Lösungen zu entwickeln.”

Die Bürgerbewegung weil’s hilft! Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam wurde im Mai 2019 von den Gesundheits- und Patientenorganisationen KNEIPP-BUND, GESUNDHEIT AKTIV und NATUR UND MEDIZIN ins Leben gerufen und hat mittlerweile rund 220.000 Unterstützer*innen. Sie fordert die rechtliche Gleichstellung von Naturmedizin und Schulmedizin, das heißt die Erstattung naturmedizinischer Therapien durch die gesetzlichen Krankenkassen, öffentliche Forschungsgelder für Naturmedizin sowie die feste Verankerung etablierter naturmedizinischer Therapien in den Ausbildungsordnungen der Gesundheits- und Heilberufe.

 

Quelle: Gesundheitaktiv,

 

SWR – Gesundheit Sendung „Rundum-gesund“

Rundum gesund Sendungen Themen und Termine in der „Mediathek“

SWR Fernsehen

Gesund leben heißt auch: Bescheid wissen. Das SWR Gesundheitsmagazin spricht alles an: vom Herzinfarkt bis zur Depression, von der Zahnhygiene bis zur Medikamentenabhängigkeit.

SWR Fernsehen

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Video: SWR Fernsehen

Text:SWR

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HR-Sendung „Die Ratgeber“

HR-Sendung „Die Ratgeber“ ist ein multithematisches Ratgeber-Magazin rund um die Themen Verbraucher, Gesundheit, Ernährung, Reise, Haus und Garten und mit Ausflugs- und Freizeit-Tipps.

Weitere Infos und Termine unter HR Fernsehen hier der Link: Die Ratgeber Sendungen 

„Die Ratgeber“ fragt nach, welche Produkte und Dienstleistungen etwas taugen, wie der Verbraucher Geld spart und zu seinem Recht kommt. Außerdem gibt es jede Menge Tipps, die den Alltag einfacher machen. Im wöchentlichen Wechsel moderieren Anne Brüning und Daniel Johé die werktägliche Live-Sendung.

Sendungen hier anschauen:

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HESSISCHER RUNDFUNK.

Anne Brüning und Daniel Johé.

© HR/Ben Knabe

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HR Logo:Copyright HR Fernsehen

Beitragsbild: Copyright 123RFcom

DRK Blutspende Termine im RheinMain Gebiet

Aufruf von Sozial- und Integrationsminister Kai Klose an die hessische Bevölkerung:

„Bitte spenden Sie Blut und helfen Sie, Leben zu retten.“

Informationen rund um Ihre Blutspende in der Pandemie: https://www.blutspende.de/informationen-zum-coronavirus/

Ihren Termin hier abrufen: https://www.blutspende.de/blutspendetermine/

Es drohen erneut Engpässe bei Blutkonserven

Nach dem Engpass von Blutkonserven im Mai ist die Lage auch nun wieder angespannt.

Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, ruft deshalb alle Hessinnen und Hessen erneut zum Blutspenden auf: „Blutspenden können Leben retten. Ich bitte alle, die können und dürfen, Blut zu spenden und dazu beizutragen, dass die Versorgung mit Blutkonserven weiterhin gewährleistet ist. Jeder kann, z.B. als Unfallopfer, auf Blutspenden angewiesen sein.“ Um Patienten zu versorgen, werden in Hessen wöchentlich mehrere tausend Blutspenden benötigt.

Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten zwei Wochen aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt ist. Diese zweiwöchige Rückstellfrist gilt auch für Spendewillige nach Aufenthalt in einem Risikogebiet in Deutschland (Risikogebiete in Deutschland sind Gebiete mit einer Neuinfektionsrate von 50 oder mehr pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb von 7 Tagen). Spendenwillige mit Kontakt zu einer Person, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, dürfen zwei Wochen nach dem letzten Kontakt kein Blut spenden. Personen, die an COVID-19 erkrankt waren, werden für vier Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt.

Auch unabhängig von Corona gibt es einige Punkte, die beachtet werden müssen, damit Spender und Empfänger von Blutprodukten optimal geschützt werden. Mit einem Spende-Check kann man selbst unter https://www.drk-blutspende.de/spenderservices/spende-check-neu.php seine Spendentauglichkeit prüfen. Allerdings ersetzt er nicht das Arztgespräch beim Blutspende-Termin. Erst hier stellt die Ärztin bzw. der Arzt tagesaktuell die Spendetauglichkeit fest.

Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den vorgegebenen Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

Der DRK-Blutspendedienst versorgt über 90 Prozent der Patientinnen und Patienten in den hessischen Kliniken mit Blut- und Blutbestandteilkonserven. Informationen über Blutspendetermine sind kostenlos unter der DRK-Info-Hotline 0800/11 949 11 erhältlich oder im Internet unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/.

 

 

 

 

GesundinRheinMain zu Besuch: Michael von Sychowski, Alzenau 

Michael von Sychowski „Ich bin der Lotse meiner Patienten…“

Er ist Arzt geworden, „um möglichst vielen Menschen zu helfen, um Leiden zu lindern und, wenn möglich, auch zu beseitigen“. Er steht dafür auch mal nachts auf und fährt 20 Kilometer weit zu einem Patienten, „wenn er mich dringend braucht“. Michael von Sychowski ist Allgemeinmediziner mit einer chiropraktischen Zusatzausbildung, praktiziert im Alzenauer Stadtteil Hörstein und bezeichnet sich selbst am liebsten als „Hausarzt“ oder „Landarzt“. „Natürlich kenne ich meist nicht nur den Patienten, der vor mir sitzt und von seinen Wehwehchen berichtet, sondern ich kenne die ganze Familie. Von der Oma bis zum Onkel. Das ist so in einem kleinen Dorf“.

Der geborene Frankfurter, der schon als Heranwachsender seinem Vater, einem leitenden Krankenpfleger, „gern zur Hand gegangen ist“, und für den die Krankenhausluft schon als Kind vertraut war, machte seine Arzt-Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg. Begonnen hat alles im Frankfurter Marienkrankenhaus mit einer Lehre als Krankenpfleger. Ganz genau so wie der Vater, sein Vorbild. „Dann habe ich noch eine so genannte kleine Physiotherapieausbildung draufgesetzt und dabei wurde mir klar, dass ich doch ein größeres Ziel habe: Ich wollte Allgemeinmediziner werden.“ Nach seinem Studium war Michael von Sychowski dann einige Jahre in verschiedenen hessischen Krankenhäusern als Arzt tätig, arbeitete in einer naturheilkundlichen Praxis mit und war drei Jahre lang Stabsarzt bei der Bundeswehr, stationiert im bayerischen Erding und danach in Holland. „Doch das Soldatenleben blieb mir immer irgendwie fremd und ich machte mich auf die Suche nach einer Landarzt-Praxis.“

Ein echter Allrounder

 Die fand der Arzt und Chiropraktiker, gemeinsam mit seiner Familie, dann in der Spessart-Gemeinde Hörstein. „Hier bin ich als Hausarzt vor allem der Lotse für meine Patienten“, beschreibt er seinen Berufsalltag. „Dazu muss ich nicht nur Spritzen geben können, wenn es irgendwo zwickt, sondern ich muss mich auch mit dem sozialen Umfeld, mit den Lebensgewohnheiten meiner Patienten beschäftigen. Dann erst kann ich sie im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitlich behandeln oder sie zu einem Facharzt-Kollegen schicken, wenn ich mir die Diagnose vervollständigen lassen möchte. Das ist zwar manchmal eine sehr aufwendige, vor allem auch zeitaufwendige Arbeit für einen Arzt, aber auch befriedigender als nur fachärztlichen Rat geben zu können. Der Hausarzt ist eben ein echter Allrounder.“

Der geborene Frankfurter engagiert sich gerne. So ist er in seiner Wahlheimat Hörstein beim „Roten Kreuz“ aktives Mitglied und damit auch bei allen Wein-Festen und Vereins-Veranstaltungen mit dabei. „So kenne ich die sozialen Strukturen sehr genau. Wenn die Patienten zu mir kommen, möchte ich sie familiär einordnen können, dann will ich wissen, wer vor mir steht, welche Alltagsprobleme die Familie vielleicht hat, ob es Eheprobleme gibt, wer die Oma versorgt oder ob die Kinder in der Schule Schwierigkeiten beim Lernen haben. Genau diese Kenntnisse sind für eine Diagnose oft enorm wichtig. So haben die Hausärzte früher gearbeitet und diese Tradition will ich fortführen. Als Haus- und Landarzt muss man für alles ein offenes Ohr haben!“

Wenn Michael von Sychowski, der seit über 25 Jahren verheiratet ist, nicht in seiner Praxis sitzt, dann trifft man ihn auf dem Fahrrad in den bayerischen Weinbergen, beim morgendlichen Schwimmen im Nachbarort, beim Volleyballspiel oder beim „Freitagstanz“ in einem Aschaffenburger Tanzclub. „Dazu hat mich allerdings meine Frau überreden müssen“, scherzt er. „Aber inzwischen macht es Spaß und Tanzen ist ein guter Ausgleichssport am Ende einer anstrengenden Arbeitswoche.“ Zum Lesen kommt er fast nur im Urlaub. „Landärzte sind auch abends oft im Einsatz“, berichtet er. „Und da bleibt die Zeit für neue Kriminalromane und meine `historischen Schinken´ eben nur im Urlaub.“

 Kein Kalorienzähler

 Den verbringt Familie von Sychowski – neben der Ehefrau, die in Polen als Lehrerin gearbeitet hat und nun als „Praxis-Managerin“ tätig ist, gibt es eine  erwachsene Tochter und einen Sohn – gerne im Norden. „All zuviel Sonne brauche ich im Urlaub nicht“, sagt der Arzt. „Ich bin auch keiner, der stundenlang am Strand faulenzt.“ So geht die Reise meist ins nördliche Europa. Nach Schottland, England, Norwegen oder Skandinavien. „Mindestens einmal im Jahr fahren wir auch in die Heimat meiner Frau, nach Polen. Dort genieße ich vor allem das Familienleben, den Freundeskreis und das gute, aber auch sehr deftige und kalorienhaltige Essen“, erzählt bald 60-jährige Mediziner.

Zuhause gibt es meist nur zu besonderen Festtagen polnische Spezialitäten. „Wenn meine Frau Zeit hat, dann kocht sie häufig eine Rote-Beete-Suppe, Piroggi (Teigtaschen) oder Bigos, ein herzhaftes Sauerkrautgericht. Dazu gibt es dann einen polnischen Wodka oder ein Bier.“ Sie leben zwar gesundheitsbewußt, die Arzt-Familie von Sychowski, aber nicht „asketisch“. „Bei uns gibt es gesunde Mischkost, und die empfehle ich auch meinen Patienten.“ Morgens bleibt oft nur die Zeit für ein Müsli mit Früchten oder mit Quark und Leinöl vermischt. Mittags ist das Essen eigentlich „Familienpflicht“, so Michael von Sychowski. „Aber seit die Praxis immer größer geworden ist, verschieben wir das Familien-Mittagessen schon mal auf den Abend.“

Für die Abhärtung in der kalten Jahreszeit versucht der Mediziner jeden Tag in der Mittagspause noch 30 Minuten zu walken. „Das klappt ganz und gar nicht immer“, berichtet er. „Aber das regelmäßige Schwimmen tut mir bereits sehr gut. Es baut nicht nur Muskeln auf, sondern ist auch für eine regelmäßige, tiefe Atmung wichtig.“

Leistung wird für Michael von Sychowski überhaupt groß geschrieben. Nicht nur beim Sport. Er hat oft einen 16 Stunden Tag in seiner Praxis. Und wenn dann „hinterm Wald“, wie er die kleinen Orte hinter Alzenau liebevoll nennt, ein Opa stürzt und die Familie „ihren Hausarzt“ anruft, dann macht er sich noch auf den Weg. Auch nach Mitternacht. Der Lotse aus Hörstein.

https://www.praxis-von-sychowski.de/

©Text:ath, ©Fotos ath, von Sychowski, privat