Bio Wetter aktuell: Bringt das Dezember-Biowetter eine Chance auf weiße Weihnacht?

Aktuell Monat Dezember: Dr. Günter Gerhardt und die Dipl. Met. Inge Niedek haben gemeinsam viele Jahre das Biowetter im ZDF („Volle Kanne“) erfolgreich moderiert. Gesund-in-rheinmain.de hat die beiden Fernseh-Profis für einen monatlichen Biowetter-Tipp gewinnen können!

Foto: Niedek privat

Für www.gesund-in-rheinmain.de treffe ich auch diesen Monat wieder meine ehemalige ZDF-Kollegin, Dipl. Meteorologin Inge Niedek, und spreche mit ihr exklusiv für Sie, lieber Leserinnen und Leser, über das Biowetter. Dieses Mal haben wir über den Weihnachts-Monat Dezember gesprochen.

Günter Gerhardt: Liebe Inge Niedek, die wichtigste Frage zum Dezemberwetter: Bekommen wir weiße Weihnachten?

Inge Niedek: Weiße Weihnachten ist tatsächlich für uns Meteorologen alle Jahre wieder das zentrale Thema im Dezember. Schließlich ist der Dezember häufig ein trüber Monat mit äußerst kurzen Tagen. Da sehnt man sich natürlich um so mehr nach der weißen Pracht. Auf Deine Frage kann ich Dir 2 Antworten geben:

Tatsächlich kann der Dezember „wettertechnisch“ äußerst unterschiedlich ausfallen, manchmal ist er sehr kalt, aber es gibt durchaus auch milde Tage, häufig ausgerechnet zu Weihnachten. Das ist dann das berühmte Weihnachts-Tauwetter.

Doc: Wenn Sie trotz trübem oder regnerischem Wetter rausgehen, ist das wie eine kleine Klimakur. Es befeuchtet die Bronchien, diese werden von Schadstoffen und Krankheitserregern befreit und  das Immun-Abwehrsystem wird gestärkt.

Inge Niedek: Wunsch und Wirklichkeit beim Weihnachtswetter klaffen stark auseinander. In einigen Regionen, wie im Westen und im Nordwesten (in den Flußniederungen), können wir übrigens nur alle 10 Jahre mit weißen Weihnachten rechnen. In den Mittelgebirgen immerhin alle  3 bis 5 Jahre. Wobei die Chance umso größer ist, je höher die Berge sind, wie zum Beispiel ab etwa 800 bis 1000 Meter. Insofern sind die Chancen für „weiße Weihnachten“ Richtung Alpen und in einigen Mittelgebirgen noch am größten.

Mit dem 21. Dezember beginnt astronomisch unser Winter. An diesem Tag erreicht die Sonne ihre niedrigste Position am Horizont. Wir sehen sie dann oft nur knapp über einer Baumreihe oder über den gegenüberliegenden Häusern. Das ist auch der kürzeste Tag des Jahres. Für Hamburg – ganz im Norden Deutschlands – bedeutet das nur rund 7 ½ Stunden Helligkeit. Für München – ganz im Süden – noch fast 8 ½ Stunden.

Doc: Oft ist es auch nicht die Kälte, sondern Schmuddel-Wetter, das dazu beiträgt, dass man sich eine Erkältung holt. Versuchen Sie es einmal mit einem Mittel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Ingwerwasser.

Trinken Sie 3x täglich 1 Tasse davon. Das sorgt schnell für ein warmes Bauchgefühl, das in den ganzen Körper ausstrahlt. Dank seiner ätherischen Öle kurbelt Ingwer unter anderem den inneren Verbrennungsmotor und damit die körpereigene Abwehr an.

Mein Ingwer-Tee-Rezept: Nehmen Sie ein Stück Bio-Ingwer, so groß wie das oberste Glied des Daumens, schneiden Sie ihn ungeschält (!) in dünne Scheiben,  geben Sie ihn in ein Tee-Ei und hängen Sie das Ganze in eine große Tasse.  Anschließend mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen.  Nach Belieben darf der Tee auch gesüßt werden mit Zucker, Stevia, Honig oder Agaven-Dicksaft. Ich empfehle Ihnen noch eine Scheibe Zitrone oder Orange. Das sieht nicht nur dekorativ aus, sondern Sie haben nochmals einen Vitamin-C-Frische-Kick!

Inge Niedek: In diesem Jahr sieht es zumindest für den 1. Advent und die 1. Dezemberwoche nach einem Hauch von Winter aus, Schnee fällt aber nur regional etwas. Allerdings wird es, gemessen an den Verhältnissen Ende November, sehr kalt mit verbreitet frostigen Nächten und auch Tagestemperaturen deutlich unter 10 Grad, stattdessen nur so um die 5 Grad, und in den Bergen herrscht Dauerfrost. Nachts und in den frühen Morgenstunden sollte man sich örtlich auf Reifglätte einstellen. Insgesamt wird das Wetter ruhiger, teilweise sogar sonnig, wenn sich nicht länger Nebel hält. Gegen Ende der ersten Dezemberwoche wird es wieder milder.  Genauere Prognosen über das Weihnachtswetter sind aber erst nach dem 3. Advent möglich. Dafür haben wir jetzt genau das richtige Wetter für einen Weihnachtsmarktbesuch, dort werden viele Köstlichkeiten angeboten, mit denen wir uns das Leben „versüßen“ können.

DOC: Zu den von Dir erwähnten Köstlichkeiten gehören jetzt vor allem die Weihnachts-Süßigkeiten. Aber Vorsicht – diese können Sodbrennen auslösen. Das Brennen entsteht, wenn Magensäure zurück in die empfindliche Speiseröhre fließt. Oft hilft es, wenn Sie nicht mehr rauchen, weniger Kaffee und Alkohol trinken, scharfe Nahrungsmittel meiden und natürlich dann auch weniger Süßigkeiten naschen.

Text ©:ATH Medien, Dr. Günter Gerhardt, Dipl. met. Inge Niedek.

Foto: © Inge Niedek, privat

Bilder: Copyright:123RF.com

 

 

 

 

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