12. Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen – Die diesjährigen Ehrenpreisträger

 

PREISVERLEIHUNG (22.11.2019)

Die diesjährigen Ehrenpreisträger

Die Ehrenpreise des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gingen in diesem Jahr an Bundespräsident a. D. Joachim Gauck, die kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero, „Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall und den dänischen Architekten Bjarke Ingels.

Bundespräsident a. D. Joachim Gauck

kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero

„Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall

dänischen Architekten Bjarke Ingels

Pressefotos: DNP

Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Sebastian Klement
Tel.: +49 (0) 211 / 5504 5511
presse@nachhaltigkeitspreis.de

 

Gegen den Winter Blues: Unser Tipp – Treffpunkt Markthalle!

Nicht nur in den hessischen Städten haben sich Markthallen und Märkte zu wahren Hotspots entwickelt und sind längst Anziehungspunkt und Szenetreff für Einheimische wie Touristen. Hier heißt das Motto: Erkunden, Entdecken und Genießen. Jede Stadt hat inzwischen ihren Wochenmarkt, wo langsam der beginnende Altweibersommer mit seiner Vielfalt an Lebensmitteln Einzug hält. Nutzen Sie das nächste Wochenende einmal zum gesunden, frischen und vor allem regionalen Einkauf. Unsere Redaktion hat sich in einigen hessischen Markt-Hot-Spots für Sie umgesehen.

 Ein Schmuckstück ist zum Beispiel die Alte Markthalle Kassel. Direkt im Zentrum der Altstadt ist die Markthalle im Marstall, welcher ursprünglich das Stallgebäude der Landgrafen von Hessen-Kassel war, untergebracht. Es ist eines der wenigen historischen Bauwerke der Stadt, das nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Unter dem Glasdach des historischen Gebäudes gibt es sie noch, die Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Produktion und Schlachtung, fangfrischer Fisch, Wild aus heimischen Wäldern, schmackhaften Käse und erlesene Weine.

Besucher können das Markttreiben in dem einzigartigen Ambiente bei einem Stückchen Speckkuchen, der nordhessische Delikatesse Ahle Wurst oder einer Käseplatte sowie einem Glas Wein in aller Ruhe genießen. http://www.markthalle-kassel.de

In Frankfurt locken gleich mehrere Märkte Einheimische und Touristen gleichermaßen an. Die Kleinmarkthalle (s. Foto) liegt unauffällig mit ihrem versteckten Eingang zwischen Römerberg und der Einkaufsmeile Zeil und ist gerade wegen ihres 1950er-Jahre-Charmes richtig hip. Obwohl dort vor allem frische Lebensmittel und Delikatessen verkauft werden, gilt sie auch als Gourmettempel. Im Restaurant, auf der Terrasse und samstags im Schlemmergarten werden Feinschmecker ausdrücklich zum Probieren, Genießen und Verweilen eingeladen.

Neben Wein und regionalen Produkten wie die Kräuter für die „Grie Soß“ (Grüne Soße), Handkäs´ und frischen Forellen gibt es auch eingelegte Meeresfrüchte aus Griechenland, Kochbananen aus Brasilien sowie auch Gewürze aus dem Iran. www.kleinmarkthalle.de

Jeden Freitag wird im Frankfurter Stadtteil Nordend der Friedberger Markt zur größten After-Work-Party der Stadt unter freiem Himmel. Hier kommen Jung und Alt, Schick und Leger zusammen, um die Woche bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Auch in Offenbach ist der Wochenmarkt auf dem idyllischen Wilhelmsplatz ein beliebter Treffpunkt und ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Auf dem Markt wird vor Ort Fisch geräuchert und Brot gebacken. Griechische Käsespezialitäten und Oliven, türkischer Honig, hausgemachte Nudeln oder Ziegenfleisch: An vielen Ständen, betrieben von türkischen, spanischen oder italienischen Offenbachern, gibt es all die verführerischen Köstlichkeiten eines mediterranen Urlaubs zu kaufen. Besucher können mitten im Geschehen Kaffee, Wein, aber auch eine Bratwurst genießen. Rund um den Markt laden zahlreiche Cafés und Restaurants mit ihrem kulinarischen Angebot zum Verweilen ein. http://wp3x3.wochenmarkt-offenbach.de/

Als einer der schönsten und größten Märkte in ganz Hessen gilt der Hanauer Wochenmarkt zu Füßen des Brüder-Grimm-Denkmals. Der Markt blickt auf eine lange Tradition zurück, so stammt die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1303. Umgeben von den geschichtsträchtigen Häuserfassaden im Herzen der Stadt erfreut er seine Besucher mit einer großen Auswahl an unterschiedlichsten Waren. Ob internationale Käsespezialitäten, deftige Wurstsorten, südländische Delikatessen, frische Früchte, duftendes Gebäck oder erfrischende Getränke – der Hanauer Wochenmarkt lädt zum Einkaufen, aber auch zum Probieren und Verweilen ein. Mittwochs und samstags, jeweils ab sechs Uhr morgens, erwacht der Wochenmarkt zum Leben und entwickelt sich im Laufe des Tages zum lebendigen Mittelpunkt der Stadt. http://www.hanau.de/lih/sport/maerkte/woma/010241/index.html

 

Text: hessen-tourismus und Redaktion girm

Foto: Holger Ullmann

 

Hessische Landesregierung vergibt zum 8. Mal den Hessischen Gesundheitspreis

Staatssekretärin Anne Janz ehrt herausragende und innovative Ansätze zur Gestaltung eines gesunden Lebens der hessischen Bürgerinnen und Bürger jeden Alters.

Der hessische Gesundheitspreis soll Menschen in Hessen davon begeistern, sich für ihre eigene oder die Gesundheit anderer einzusetzen und diese zu fördern. Die Preisträgerinnen und Preisträger tragen mit ihrer großartigen Arbeit dazu bei, Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen qualitativ weiterzuentwickeln“, betonte die Staatssekretärin in ihrer Begrüßung. Sie ehrte je ein Projekt aus den Bereichen „Gesund Aufwachsen“, „Gesund Bleiben“ und „Gesund Altern“. Aufgrund des beispielhaften Engagements wurde darüber hinaus ein lebensphasenübergreifendes Projekt mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten eine Urkunde und ein Preisgeld von je 2.000 €, der Sonderpreis wurde mit einer Urkunde gewürdigt.

Die Gewinner:

 Bereich „Gesund Aufwachsen“: Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen, Darmstadt

Die Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kitas und Schulen der Prinzessin Margarete Kliniken in Darmstadt sollen Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte im Umgang mit chronisch kranken Kindern stärken, um die uneingeschränkte Teilhabe und Teilnahme der Kinder an allen Aktivitäten in Kitas und Schulen zu ermöglichen.

Es geht dabei insbesondere um jene Kinder, die im Rahmen ihrer außerhäuslichen Versorgung Medikamente benötigen. In den Betreuungseinrichtungen sind Medikamentengabe und bzw. oder Messungen von Körperfunktionen, also medizinische Hilfsmaßnahmen, freiwillige und zusätzliche Leistungen. In den Fortbildungen werden Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher umfassend über die rechtlichen Aspekte bei der Ersten Hilfe und bzw. oder Medikamentengabe aufgeklärt, um mehr Handlungssicherheit zu erlangen und mögliche Unsicherheiten auszuräumen.

Dadurch soll die Versorgung der betroffenen Kinder verbessert, die Inklusion und Integration gefördert sowie eine Ausgrenzung und Stigmatisierung vermieden werden. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, der Unfallkasse Hessen, dem Darmstädter Schulamt und weiteren überregionalen Schulämtern sowie regionalen Kreisverwaltungen umgesetzt.

Bereich „Gesund Bleiben“: Kommunale Gesundheitsinitiativen – interkulturell (KoGi), Frankfurt am Main

Um gesundheitliche Chancengleichheit für alle herzustellen, sind niedrigschwellige Gesundheitsinformationen, Aufklärung und ein gleichberechtigter Zugang zu den Gesundheitsdiensten Voraussetzung. Das Projekt „KoGi“ zielt genau darauf ab. Es wurde entwickelt, um die interkulturellen Herausforderungen an die öffentliche Gesundheit kommunal und lebensweltlich zu gestalten.

Die zentrale Methode ist das Multiplikatorenkonzept. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund werden durch eine Fortbildung befähigt, als Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen in ihrer jeweiligen Lebenswelt gesundheitsförderliche Bedingungen zu gestalten. Die Ausbildung beinhaltet Themen der Prävention und Gesundheitsförderung, insbesondere auch im Kontext von gesundheitlichem Verbraucherschutz- und Patientenrechtsfragen.

Die an den Schulungen und Trainings beteiligten Migrantinnen und Migranten werden in die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur primären Prävention und Gesundheits- und Selbsthilfeförderung einbezogen. Das Projekt ist hauptsächlich auf die Sozialräume der Stadt Frankfurt am Main ausgerichtet und arbeitet insbesondere mit Stadtteil- und Quartierseinrichtungen zusammen. KoGi wird im Wesentlichen im Rahmen des Gesunde-Städte-Projektes über die Stadt Frankfurt finanziert.

Bereich „Gesund Altern“: Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil, Kassel

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft mit Gleichgesinnten kann die Lebensqualität erhöhen sowie die physische und psychische Gesundheit stärken. Ältere Menschen leiden häufiger an Bewegungsmangel.

Um inaktive ältere Menschen dabei zu unterstützen, aktiver zu leben, sind die Begleitung beim Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Koordination von vielfältig vorhandenen Informationen und Angeboten wichtige Schritte. „Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil“ ist ein innovatives flächendeckendes Bewegungsangebot für ältere Menschen in mittlerweile bald zehn Stadtteilen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hauptsächlich Menschen im Alter von über 60 Jahren, die sich einmal wöchentlich an einem vorher abgesprochenen Treffpunkt in einem der Stadtteile zum Spazierengehen treffen. Dies erfolgt in Begleitung von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Unterstützt wird das Projekt von Kasseler Sportvereinen und Netzwerkpartnern sowie dem Gesundheitsamt Kassel und dem Sozialamt Kassel. Wissenschaftlich betreut wird es von der Universität Kassel, es findet im Rahmen des „Transfer- und Anwendungszentrums Sport in Kassel (TASK)“ statt. TASK wird vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport (HMdIS) gefördert.

Sonderpreis der Jury: Integrierter Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“, Marburg und Marburg-Biedenkopf

Die Gesamtinitiative „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ bildet den strukturellen Rahmen für den Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“ und wird vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg getragen.

Dabei handelt es sich um eine integrierte Handlungsstrategie, die sich in drei Lebensphasen gliedert: „Gesund aufwachsen“, „Gesund bleiben – Mitten im Leben“ und „Gesund altern“. Dadurch soll langfristig ermöglicht werden, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen in den verschiedenen Lebensphasen aufeinander aufbauen.

Die Entwicklung einer integrierten kommunalen Strategie und der Aufbau sogenannter „Präventionsketten“ sind erprobte Vorgehensweisen. Die Initiative möchte durch Maßnahmen der Gesundheitsförderung sowie Prävention und der Förderung der medizinischen und pflegerischen Versorgung die Gesundheit und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner verbessern. Die Initiative wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert.

Informationen zur Jury

Die Jury des 8. Hessischen Gesundheitspreises setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, welche die Gesundheitsförderung und Prävention aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Krankenversicherung, Gesundheitsdiensten und Verwaltung:

 

  • Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Volker Beck, Hochschule Darmstadt
  • Dr. med. Harald Herholz, Kassenärztliche Vereinigung Hessen
  • Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller, Hochschule Fulda
  • Jürgen Krahn, Landesverband Hessen der Ärzte und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V.
  • Detlef Lamm, AOK Hessen
  • Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
  • Dieter Schulenberg, HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.

Die HAGE

Die HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. macht sich stark für die Gesundheitsförderung und Prävention in Hessen. Sie ist eine landesweit arbeitende Vereinigung mit aktuell 61 institutionellen Mitgliedern und verbindet Akteurinnen und Akteure und ihre Aktivitäten aus allen Bereichen und Arbeitsfeldern, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen. Die HAGE versteht sich als Brückeninstanz zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik. Ziel des Vereins ist es, einen integrierten Beitrag zur Verbesserung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens der hessischen Bevölkerung zu leisten.

 

Text: Redaktion gesund-in-rheinmain und Hess. Landesregierung

Foto: 1,2,3 rfm

Fast 2,5 Millionen Euro für 200 hessische Sportprojekte

Die Landesregierung setzt sich für die Förderung des Sports in Hessen ein. Das betonte Innen- und Sportminister anlässlich der Unterzeichnung von 200 neuen Zuwendungsbescheiden in der Gesamthöhe von fast 2,5 Millionen Euro an hessische Sportvereine und Gemeinden. 

„Landesweit setzen sich Menschen in ihrer Freizeit für den Sport ein: Ob im Vereinsvorstand, als Übungsleiter oder ehrenamtliche Helfer. Damit die Bürgerinnen und Bürger die positive Wirkung des Sports erfahren können, unterstützt das Land Hessen dieses vorbildliche Engagement. Alleine für das Jahr 2019 stehen rund 56 Millionen Euro für die Sportförderung in Hessen zur Verfügung“, erklärte der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth.

Mit den finanziellen Zuschüssen unterstützt das Land dabei vor allem die kleineren Vereine. Von der Neuanschaffung von Sportgeräten, über die Sicherung des Trainings- und Spielbetriebs bis zur Förderung der Jugendarbeit reicht die Bandbreite der Unterstützung. Der Sportminister betonte, dass die Entwicklung des Breitensports zu den Kernaufgaben der Landesregierung zähle: „Hier liegt unser Fokus vor allem in den Bereichen Gesundheit, Integration, den sozialen Aufgaben des Sports und dem Jugendsport.“

Die Gelder gingen unter anderem an:

  1. Landessportbund Hessen (lsbh) 262.000 Euro für die Förderung des Haus der Athleten 10.000 Euro für die Förderung des Projekts „Starker Sport. Starker Verein.“
  2. Sportklinik Frankfurt 167.500 Euro für den Betrieb der Sportklinik Frankfurt am Mai
  3. . Hessischer Leichtathletik-Verband 5.000 Euro für die Deutschen Meisterschaften U23 2.500 Euro für die Laufgala Pfungstadt 2019 500 Euro für das JLV-Jugendcamp in Loutraki/Griechenland
  4. Deutscher Schützenbund  35.000 Euro für die Ausrichtung des Para Europacup-Finale Bogen 2019
  5. N plus Sport GmbH 25.000 Euro für die Ausrichtung des City-Biathlon Wiesbaden 2019
  6. Deutscher Leichtathletik-Verband 21.250 Euro für die Errichtung einer Bundesstützpunktleiterstelle in Frankfurt
  7. EAM Kassel Marathon 10.000 Euro für die Durchführung des EAM Kassel Mini-Marathons 2019
  8. Hessischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband 17.000 Euro für die Durchführung von Sportveranstaltungen anlässlich des Hessentags
  9. Förderverein Rollstuhlbasketball Rhein-Main 20.000 Euro für die Durchführung des Rollstuhlbasketball World Super Cup Männer/Frauen in Frankfurt am Main
  10. Special Olympics Hessen 90.000 Euro für die Förderung der Verbandsarbeit von Special Olympics Hessen im Haushaltsjahr 2019
  11. Kreis Bergstraße Reit- und Fahrverein 1932 Lampertheim 50.000 Euro für die Sanierung der Außenplätze
  12. Sportkeglervereinigung Lorsch 30.000 Euro für die Anschaffung neuer Kegelbahnen TSV Rot-Weiß Auerbach 1881 15.000 Euro für die Errichtung eines Beachfeldes Tennisclubs
  13. Blau-Weiß Heppenheim 11.000 Euro für die Sanierung von zwei Tennisplätzen Fußballclub 1922
  14. Ober-Abtsteinach 5.000 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED Tennisclub
  15. Gorxheimertal 1982 700 Euro für Modernisierungsmaßnahmen Viernheimer Kutschengilde
  16. 48.000 Euro für das Fußball-Fanprojekt beim SV Darmstadt 98 Sport-Club Hassia 1913 Dieburg
  17. 29.000 Euro für die Modernisierung der Flutlicht- und Beregnungsanlage Freie Sportvereinigung 1899 Münster
  18. Stadt Darmstadt Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins 185.000 Euro für den Bau einer Außenkletteranlage
  19. Stadt Kassel Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe 50.000 Euro für die Sanierung von drei Grüns auf dem Golfplatz Eisenbahner Sportverein Jahn 1913  10.000 Euro für die Sanierung des Schützenhauses
  20. Landkreis Main-Kinzig Turnverein 1884 Großkrotzenburg 80.000 Euro für den Anbau an die Sporthalle Hanauer Ruderclub Hassia 1904 60.000 Euro für die Sanierung und Modernisierung der Sanitäranlagen und Umkleidebereiche im Bootshaus Aeoro-Club Gelnhausen 47.000 Euro für die Renovierung des sportfunktionalen Teils des Vereinsgebäudes Schützenverein Stolzenberg 1957 Bad Soden 38.000 Euro für die Erneuerung der Lüftungsanlage auf den Schießständen Sportvereinigung 1945 Großauheim  800 Euro für den Austausch der Geschoßfangballen Seniorensport- und Förderverein  400 Euro für die Anschaffung langlebiger Sportgeräte Tennis-Club Bruchköbel 400 Euro für das 50-jährige Jubiläum und Jugendarbeit

 

 

 

Gesündere Lebensmittel sofort erkennen!

Wie können Verbraucher bei einer gesünderen Lebensmittelauswahl unterstützt werden? „Mit den Angaben auf Lebensmittelverpackungen sind viele Verbraucher überfordert. Daher könnte eine einfache, leicht verständliche Nährwertkennzeichnung auf Verpackungen helfen. Ein zurzeit viel diskutierter Ansatz ist der sogenannte Nutri-Score. In Frankreich wird es bereits seit 2017 angewandt. Doch was ist der Nutri-Score eigentlich? Wie wird der Score berechnet? Und was kann er leisten?

Was ist der Nutri-Score?

Der Nutri-Score ist ein von renommierten Wissenschaftlern konzipiertes fünfstufiges Kennzeichnungssystem (A, B, C, D, E), das Lebensmittel und Getränke anhand ihres Nährwertprofils in fünf Kategorien einteilt. Dabei werden „weniger günstige“ sowie „günstige“ Nährwertelemente berücksichtigt.

Darüber hinaus wird der jeweilige Buchstabe farblich hervorgehoben – von Dunkelgrün bei A über Gelb bei C bis hin zu Rot bei E. Durch das Symbol auf der Vorderseite von Verpackungen (Front-of-pack) kann der Verbraucher das Nährwertprofil von Lebensmitteln und Getränken auf einen Blick erfassen.

Ein Produkt der Kategorie B weist ein eher gesundes Nährwertprofil auf.

Wie erfolgt die Bewertung?

Für die Berechnung des Nutri-Scores wird der Gehalt an Nahrungsenergie, Zucker, gesättigten Fettsäuren und Salz (Natrium) pro 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter ermittelt, da sich ein zu hoher Verzehr dieser Nährstoffe langfristig ungünstig auf die Gesundheit auswirken kann. Das Modell berücksichtigt aber auch günstige Nähr- und Inhaltsstoffe wie Proteine und Ballaststoffe sowie den Anteil an Obst, Gemüse und Nüssen.

Für jeden einzelnen Nähr- beziehungsweise Inhaltsstoff, den das System berücksichtigt, werden Punkte vergeben und miteinander verrechnet. Anhand des Gesamtergebnisses erfolgt dann die Einordnung auf der Bewertungsskala vom dunkelgrünen „A“ bis zum roten „E“. Dabei gilt: Je geringer die Gesamtpunktzahl, desto gesünder das Nährwertprofil.

Was soll das farbliche fünfstufige Modell leisten?

Der Nutri-Score ist ein Ansatz, der Konsumenten bei einer besseren Lebensmittelauswahl und damit bei der Umsetzung einer gesünderen Ernährung unterstützen kann. Denn wie verschiedene Verbraucher- und Vergleichsstudien belegen, ermöglicht das Kennzeichnungssystem, die Nährwertqualität von Lebensmitteln innerhalb einer Lebensmittelgruppe sowie über Lebensmittelgruppen hinweg einfach und intuitiv zu unterscheiden.

Auf einen Blick ist die Bewertung durch den Nutri-Score auf der Verpackung zu erkennen.

Allein kein Garant für eine bessere Ernährung

Der Nutri-Score ist nicht automatisch Garant für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Nach wie vor kommt es auf ein gewisses Ernährungswissen, die sinnvolle Kombination von verschiedenen Lebensmittelgruppen und deren Verzehrmenge an. Nichtsdestotrotz kann eine für den Verbraucher leicht verständliche Nährwertkennzeichnung zusammen mit verbraucherorientierten Ernährungsinformationen die Ernährungsgewohnheiten nachhaltig beeinflussen.

Wie geht es weiter?

Derzeit führt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Verbraucherbefragung zu vier „Front-of-Pack-Modellen“ durch. Neben dem Nutri-Score stehen drei weitere Modelle zur Auswahl – eines des Lebensmittelverbands Deutschland, des Max Rubner-Instituts sowie das skandinavische Keyhole-Modell.

Die Ergebnisse dieser Verbraucherbefragung werden die Grundlage für eine politische Empfehlung eines Nährwertkennzeichnungssystems in Deutschland sein. Die Ergebnisse werden im September 2019 erwartet.

 Information: Nestlé Deutschland

Foto: 1,2,3 rfm

 

 

Andrea Thoma im Gespräch mit Viktoria Freifrau von dem Bussche

„Baronin im Blütenmeer“ Sie gilt als Vorreiterin in Sachen Garten-Festivals in Deutschland.

Sie gilt als Vorreiterin in Sachen Garten-Festivals in Deutschland. Ihr Rosarium besteht ausschließlich aus Rosen des 21. Jahrhunderts und hinter ihren Schlossmauern auf der Ippenburg, in der Nähe von Osnabrück, wächst der größte Küchengarten Deutschlands: Viktoria Freifrau von dem Bussche. Wir trafen die westfälische Baronin im Rahmen einer TV-Sendung hinter den Kulissen.

Andrea Thoma: Sie gelten als DIE Garten-Festival-Expertin in Deutschland. Woher kommt diese Passion?

Viktoria Freifrau von dem Busche: Ich glaube das Saatkorn für die Natur und den heimischen Garten wurde bei mir in der Kindheit gelegt. Meine Eltern hatten ein großes Hofgut in der Lüneburger Heide und ich war immer draußen in der Natur, vor allem in unserem großen Bauerngarten. Ab dem 12. Lebensjahr hat mich die Natur dann überhaupt nicht mehr interessiert. Dann war Sport, Reiten und später Studium und Freunde angesagt. Erst als ich meinen Mann heiratete und in Schloss Ippenburg einzog, ist der Gartenvirus bei mir wieder ausgebrochen.

Haben Sie damals eigentlich so etwas wie ein Dornrösschen-Schloss in Ippenburg angetroffen?

Im Gegenteil! Als ich mit meinem Mann Philip im Schloss einzog, war das Ambiente für mich eher gruselig. Es hatte so gar nichts von einem Märchenschloss. Im Gegenteil, an grauen Tagen hatte ich eher das Gefühl, der Hund von Baskerville kommt um die Ecke. Deshalb habe ich schon bald angefangen, den großen Schlosspark zu verschönern…Dann bekamen wir aber vier Kinder und das Blumenpflanzen und Beete jäten blieb viele Jahre nur ein Hobby. Als meine Kinder erwachsen waren, suchte ich eine neue Aufgabe. 1996 waren wir zum Musik-Festival im englischen Glyndebourne und da kam mir die Idee, unseren Garten nach englischen Gestaltungsformen zu verändern. Ich besorgte mir Gartenzeitungen und Bücher, reiste nach Holland und Frankreich und habe mir dort die Schlossgärten angesehen. So hat sich auch unser Garten langsam verwandelt.

Von einem schönen Schlossgarten zu einem international renommierten Garten-Festival ist es aber dann doch ein großer Sprung. Sie waren mit dieser Idee vor 18 Jahren ja die erste in Deutschland. Inzwischen haben Sie Hunderte von Nachahmern…

Diese Idee ist gewachsen. Damals war ein Gartenfest in Deutschland wirklich ein absolutes Novum. Wir machten 1996 einen ersten Versuch mit einem kleinen Gartenfest auf Schloss Ippenburg. Es kamen ein paar Aussteller, aber schon viele Besucher. Das war der Start der Idee, die ich dann Stück für Stück weiterentwickelte.

Ich wollte auf Ippenburg ein unkonventionelles, lockeres Garten-Festival schaffen, nach englischem Vorbild. Festlich, aber ohne VIP-Kultur. Kommerziell musste es auch sein, denn der Garten musste auch ganzjährig finanziert werden. Und ich wollte, dass jeder Besucher immer eine Trophäe mit nach Hause nehmen konnte. Sowohl der Gartenfreund als auch der Städter, der nur für dieses Event zu uns raus aufs Land kommt. Deshalb war klar, dass wir langfristig eine breit gefächerte Palette von Ausstellern brauchten.

In Ihnen steckt inzwischen eine hervorragende Gärtnerin, aber auch eine Unternehmerin mit Utopie. Wie machen Sie das? Sie haben doch etwas völlig anderes gelernt?

Das stimmt. Ich habe Kunst und Geschichte studiert. Als Gärtnerin und Event-Managerin bin ich völlige Autodidaktin. Gärtnern habe ich durch das Lesen von Tausenden von Gartenzeitungen und auch aus vielen englischen Gartenbüchern gelernt und letztendlich durch `learning by doing´. Ich habe einfach drauf los gegraben und gepflanzt und mit meinem Team gewartet, was da im ersten Frühling aus der Erde kam…Und auch die Eventfrau ist ein Eigenprodukt. Ich habe geschaut, wie die anderen europäischen Garten-Festivals organisiert sind. Ich bin ein Bauchmensch. Vieles auf Ippenburg ist einfach über die Jahre ganz individuell entstanden.

Sie machen inzwischen vier Festivals im Jahr. Haben fast 50.000 Besucher. Haben Sie eigentlich nicht ständig Angst vor Wetterkapriolen?

Wir sind nur einmal in den vielen Jahren im wahrsten Sinne des Wortes fast abgesoffen. Es regnete zwei Tage lang wie aus Kübeln. Da waren Improvisieren und Gummistiefel gefragt. Ich sehe das alles eher gelassen und erhoffe diese Einstellung auch von unseren Besuchern und Ausstellern. Den Pflanzen macht das Wetter ja sowie so nichts aus…

Was ist das Besondere im Garten von Schloss Ippenburg und bei Ihren Festivals?

Es ist vorab der fantastische Gartenbestand, die große Fläche des Schlossparkes mit den alten Mauern drumherum. Solche Schlösser gibt es nicht viele in Deutschland. Dann haben wir mit dem Rosarium ein einzigartiges Projekt geschaffen. Hier finden Sie die bedeutendsten Rosenzüchtungen des 21. Jahrhunderts in einem künstlerischen Ambiente. Und dann natürlich unser Küchengarten auf über 5.000 Quadratmetern. Der größte in Deutschland.

Sie haben dazu ja auch einen wunderschönen Bildband gestaltet. Was gibt es denn in Ihrem Küchengarten?

Alte und moderne Obst,- Gemüse- und Sommerblumenarten. Wir haben allein 15 Kartoffelsorten, 30 verschiedene Karottensorten, 10 Sorten von Mohrrüben, Teepflanzen, Kräuterbeete mit vielen unterschiedlichen Sorten von Rosmarin oder Thymian, echtem französischem Estragon, aber auch vielen Sorten von alten deutschen Kräutern. Wir haben über 100 Beerensträucher und es gibt viele essbare Blüten in unserem Garten.

Was machen Sie mit all diesen Kräutern und Beeren?

Ein Sternekoch aus Osnabrück ist unser bester Kunde. Vor allem auch für die essbaren Blüten und die seltenen Kräuter. Aber wir sind eine Groß-Familie von etwa 30 Leuten auf dem Schloss. Da geht schon was weg. Der Rest wird getrocknet, eingemacht oder gelagert.

Ein großes Thema für jeden Gartenbesitzer sind Unkraut und Schnecken. Haben Sie einen Geheimtipp?

Bei uns wird kein Unkrautvernichter benutzt. Alles wird händisch aus den Beeten geholt. Da bin ich konsequent. Die einzige Ausnahme, die wir auf Schloss Ippenburg machen, ist das Spritzen der Rosen. Viele probieren da ja skurrile Mittel aus, wie zum Beispiel den berühmten Bio-Sud aus Brennnesseln, oder sie lassen ihre Rosen auch komplett ungespritzt wachsen. Das würde ich nicht empfehlen. Meine langjährige Erfahrung ist: Hier hilft nur die chemische Keule…

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung im Garten?

Saubermachen, Ausputzen, mit der Harke meine Reihen im Gemüsebeet ziehen. Ich bin im Arbeitsplan des Schlosses als halbe Kraft täglich eingeteilt und das ziehe ich auch von April bis September durch. Morgens gegen 6 Uhr bin ich im Büro und von 8 bis 13 Uhr dann im Garten. Danach geht’s wieder an den Schreibtisch. Das ist mein Ausgleich. Dazwischen fotografiere ich auch oft im Garten, denn das ist auch eine meiner Passionen.

Sie sind Expertin im Garten und für Garten-Events und haben auch noch Gartenbücher geschrieben. Gibt es eine neue Leidenschaft als Zukunftsvision oder wollen Sie Bestehendes ausbauen?

Ich will noch einige Jahre den Schlossgarten und die Festivals betreuen. Dann möchte das alles an die junge Schlossfamilie übergeben. Also an meinen Sohn und an seine Familie, die heute dort schon wohnen. In meinem 3. Leben möchte ich dann unbedingt weiter Bücher schreiben. Aber auch wieder beginnen mit dem Malen und Fotografieren. Dafür hatte ich in den letzten 10 Jahren einfach zu wenig Zeit. Und außerdem habe ich sieben Enkelkinder…

 

Kurz-Biographie:

Viktoria Freifrau von dem Bussche ist 1953 in Hiddenhausen in Westfalen geboren.

Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Malerei in Bonn und heiratete 1976 den Erben des Schlosses Ippenburg, Philip Freiherr von der Bussche. Das Paar hat vier Kinder und sieben Enkelkinder.

1996 veranstaltete die Baronin das erste Gartenfest auf Ippenburg. Zwei Jahre später organisierte sie ihr erstes Garten-Festival.

Autorin zahlreicher Gartenbücher und Bildbände.

Die Unternehmerin lebt inzwischen mit ihrem Mann in einem neu erbauten Haus am Rande des Schlosses. Ihr Sohn hat 2012 mit seiner Familie den Schlossbetrieb und den landwirtschaftlichen Betrieb übernommen.

Text: Andrea Thoma

Fotos: © IPP/Nepke

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Andrea Thoma trifft….demnächst „Georg Bernardini“

Andrea Thoma hat sich mit dem Chocolatier und Unternehmer, der ganz nebenbei noch das „beste Schokoladenbuch der Welt“ geschrieben hat getroffen: Georg Bernardini aus Bonn.

Ausgezeichnet wurde der gelernte Konditor und Mitbegründer einer deutschen Confiserie beim diesjährigen Gourmand Award in Peking. Für seine „Schokoladen-Bibel“ hat Bernardini zehn Monate lang insgesamt 2950 Schokoladensorten aus 38 Ländern der Welt getestet. Täglich waren das etwa 150 Gramm Schokolade, darunter auch Kuriositäten, wie Barbecue- oder Collagen-Schokolade. Am Schluss seiner Verkostung entwickelte er mehrere Ranglisten der weltweit hochwertigsten Schokoladensorten. Bernardinis persönlicher Favorit ist eine dunkle Schokolade aus Italien. „Hier stimmt alles. Von der Bohne, über die Ernte bis hin zur schonenden Verarbeitung“, so der Schokoladentester.

Aufpassen sollten Verbraucher gerade in der Weihnachtszeit, dass sie keine Schokolade mit künstlichen Zusatzstoffen kaufen, wie etwa Vanillin, das oft in  Schoko-Weihnachtsmännern und Kalendern versteckt ist. „Gute Schokolade muss nicht immer teuer sein. Aber die Inhaltsstoffe sollten stimmen: Kakaobohnen, Zucker und Kakaobutter. Das ist perfekt!“

 

 

„Ein gutes Leben bis zuletzt“

„Ein gutes Leben bis zuletzt“ ist die Zielsetzung des aktuellen Engagements der in Hessen aktiven ambulanten und stationären Hospizangebote. „Die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist für die Hessische Landesregierung schon lange ein zentrales Thema“, so der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

„Wir haben im vergangenen Jahr als erstes Land eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung sichergestellt und möchten auch weiterhin dazu beitragen, Menschen einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen“, so Klose weiter. Die Hessische Landesregierung unterstützt insbesondere die Arbeit der ambulanten Hospizinitiativen und der stationären Hospize in Hessen. Gefördert werden z.B. Qualifikationsangebote für ehrenamtlich Engagierte.

Hospizliche Unterstützung ist mehr als die ambulante und stationäre Begleitung in der letzten Lebensphase. Engagierte in der Hospizarbeit beraten und begleiten Angehörige, bieten Angebote der Trauerbegleitung und fördern ganz allgemein die oft tabuisierte Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod. Aktuell sind in Hessen 110 ambulante Hospizinitiativen tätig. In den hessischen Hospizdiensten sind etwa 2.500 qualifizierte ehrenamtlich Tätige aktiv. Zusätzlich zu den ambulanten Hospizdiensten existieren 23 stationäre Hospize sowie ein stationäres Kinderhospiz in Hessen.

Wanderausstellung ermöglicht neue Perspektiven 

Diese wichtige Arbeit wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration durch die finanzielle Förderung der landesweit tätigen Koordinations- und Ansprechstelle für Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) unterstützt. Gemeinsam mit der KASA stellt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration nun eine 30 Karikaturen umfassende Wanderausstellung mit dem Titel „Wenn der Tod dich anlacht“ zur Verfügung. Der darin verfolgte humoristische Ansatz ermöglicht neue Perspektiven in der Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer. Die Wanderausstellung kann von Hospizvereinen und -initiativen ab November 2019 kostenlos ausgeliehen werden und soll deren Arbeit vor Ort unterstützen und noch bekannter machen.

Übergreifendes Ziel der KASA ist, die hospizlichen Angebote in Hessen durch Möglichkeiten der Qualifizierung, Beratung und Begleitung wie auch der Vernetzung zu unterstützen.

 

Text: Redaktion GM und Hessische Landesregierung

Foto: 1,2,3 rfm

Ausflug zum Sternenpark Rhön

Mit dem Titel „Sternenpark“ wurde die Rhön um einen besonderen touristischen Anziehungspunkt reicher. Der Sternenpark Rhön ist einer der ersten deutschen Sternenparks. Die in Teilen vorhandene natürliche Nachtlandschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Region, das auch touristisch genutzt werden kann. Der Himmel mit seinem Sternenschatz ist Teil unserer Heimat und der europäischen Kultur. Der Titel Sternenpark fördert die Wahrnehmung dieses Wertes in der Region.

Große Gebietsteile der Rhön erfüllten in punkto Himmelshelligkeit bereits vor der Anerkennung schon die Voraussetzungen. Zahlreiche Rhöner Kommunen, die an die besonderen Gebiete angrenzen, haben beschlossen, dass bei zukünftigen Neuinstallierungen, Renovierungen oder der Umgestaltung der Straßenbeleuchtungssysteme Beleuchtungsempfehlungen für Sternenparks zur Reduzierung der Lichtverschmutzung und Optimierung der öffentlichen Beleuchtung zur Entscheidung herangezogen werden. Dadurch soll zukünftig weniger belastend beleuchtet und der Nachthimmel auf besondere Art bewahrt werden. Die Empfehlungen wurden im Vorfeld mit den Anbietern der öffentlichen Beleuchtung abgesprochen.

Dabei geht es um eine Optimierung und bessere Umweltverträglichkeit der öffentlichen Beleuchtung. Hierbei geht es in erster Linie darum, dass die Abstrahlung nach oben – da, wo künstliches Licht nicht gebraucht wird – und die Blendwirkung moderner Lichtquellen verringert wird. Zudem soll eine warmweiße Farbtemperatur von 2000 bis max. 3000 Kelvin verwendet werden, um einen geringen Blauanteil, der sich schädlich auswirkt, zu gewährleisten.

Insbesondere die Sternenparkgebiete Hohe Geba in Thüringen, die Lange Rhön im Grenzgebiet zwischen Bayern, Hessen und Thüringen sowie die Schwarzen Berge im bayerischen Teil der Rhön weisen sehr natürliche Nachtlandschaften mit einem sternreichen Himmel auf. Aber auch abseits der Rhöner Ortschaften kann man in sternklaren Nächten einen faszinierenden Sternenhimmel erleben. Im Flyer sind zudem die besten Sternenguckplätze samt Koordinaten aufgeführt.

Auf den Webseiten www.verein-sternenpark-rhoen.de und http://biosphaerenreservat-rhoen.de/broschueren findet man viele Informationen zum Downloaden rund um den Sternenpark sowie Hinweise zu Veranstaltungen

Den Sternenparkflyer mit aufgedruckten Sternenkarten zu allen vier Jahreszeiten kann man hier bestellen: http://www.rhoen.de/services/shop/kataloge–broschueren/m_34379

Zum Verein: Im Frühjahr 2015 gründete sich der als gemeinnützig anerkannte Verein Sternenpark Rhön e.V., um den Sternenpark nachhaltig zu stärken und um den Menschen das Kulturgut Sternenhimmel wieder näher zu bringen. Der Verein arbeitet zusammen mit den öffentlichen, freien und privaten Trägern und Institutionen, die am Aufbau und der Bewahrung des Sternenparks mitwirken und die Ziele des Vereins unterstützen. Der Verein arbeitet ehrenamtlich, gemeinnützig sowie unabhängig und steht allen Interessierten offen. Weitere Informationen unter: www.verein-sternenpark-rhoen.de

Kontakt für Sternegucker:

Verein Natur und Lebensraum Rhön
Groenhoff Haus Wasserkuppe
36129 Gersfeld

Telefon: +049 (0)6654-9612-0
Telefax: +049 (0)6654-9612-20
Internet: www.brrhoen.de

 

Text: Redaktion GM und Biosphärenreservat Rhön/Verein Natur und Lebensraum Rhön

Foto: 1,2,3 rfm

Nachts, wenn der Atem stockt

Neuer AOK-Versorgungsvertrag mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt

Mittlerweile gibt es elf Schlaflabore in Kliniken, die mit der AOK Hessen Verträge zur besonderen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schlafapnoe geschlossen haben. Lungenfachärztinnen und -ärzte sind sich sicher, dass eine ausbleibende Therapie bei Atemaussetzern in der Nacht das Leben um bis zu zehn Jahre verkürzen kann.

Seit kurzem ist die das St. Elisabethen-Krankenhaus in Frankfurt dem Vertrag der AOK Hessen beigetreten. Es ist die elfte Klinik mit einem Schlaflabor, in der eine Versorgung dieser Art möglich ist und die jene AOK-Versicherten nutzen können, bei denen ein Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom besteht. Über 700 Versicherte haben sich allein 2018 in den Vertrag eingeschrieben, dessen Ziel es ist, die Behandlungsqualität durch eine aufeinander abgestimmte Behandlungskette zu verbessern. Auch sind mehrere Kontrolluntersuchungen vorgeschrieben. Doch der erste Schritt ist immer die ambulante Untersuchung in einer Praxis. Nach spätestens 24 Werktagen betritt der oder die Betroffene dann das Schlaflabor, dort gibt es eine sofortige Versorgung, auch Schulungen mit dem Therapiegerät, das daheim angewendet wird.

Sind die oberen Atemwege wegen einer erschlafften Muskulatur verengt, erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit beim Ein- und Ausatmen – dadurch steigt der Druck im Rachenraum, was wiederum zu starken Vibrationen führt. Diese erzeugen dann laute Schnarchgeräusche. Bei der obstruktiven Schlafapnoe entsteht zeitweise sogar ein kompletter Verschluss des Rachens, bis hin zum Kollabieren der Luftröhre. Es gibt Menschen, bei denen sich Atemstillstände von über einer Minute fünfzig oder achtzig Mal in der Nacht wiederholen. Sie sind dauerhaft übermüdet, selbst wenn sie deswegen nicht jedes Mal aufwachen. Die Gefahr eines Infarktes oder Schlaganfalls ist stark erhöht. Auch besteht akute Unfallgefahr, vor allem im Straßenverkehr durch Sekundenschlaf.

In Frankfurt nimmt außerdem noch das Krankenhaus Nordwest am Vertrag teil. Ebenso Kliniken in Eschwege, Bad Wildungen, Wiesbaden, Weilmünster, Darmstadt, Bad Soden, Marburg, Bad Nauheim und Elgershausen bei Gießen.

Foto: 1,2,3rfm

Text: GM Redaktion, AOK

Andrea Thoma trifft….Viktoria Freifrau von der Bussche

 

„Baronin im Blütenmeer“

Ein Gespräch mit Viktoria Freifrau von dem Bussche

Sie gilt als Vorreiterin in Sachen Garten-Festivals in Deutschland. Ihr Rosarium besteht ausschließlich aus Rosen des 21. Jahrhunderts und hinter ihren Schlossmauern auf der Ippenburg, in der Nähe von Osnabrück, wächst der größte Küchengarten Deutschlands: Viktoria Freifrau von dem Bussche. Wir trafen die westfälische Baronin im Rahmen einer TV-Sendung hinter den Kulissen.

Andrea Thoma: Sie gelten als DIE Garten-Festival-Expertin in Deutschland. Woher kommt diese Passion?

 Viktoria Freifrau von dem Busche: Ich glaube das Saatkorn für die Natur und den heimischen Garten wurde bei mir in der Kindheit gelegt. Meine Eltern hatten ein großes Hofgut in der Lüneburger Heide und ich war immer draußen in der Natur, vor allem in unserem großen Bauerngarten. Ab dem 12. Lebensjahr hat mich die Natur dann überhaupt nicht mehr interessiert. Dann war Sport, Reiten und später Studium und Freunde angesagt. Erst als ich meinen Mann heiratete und in Schloss Ippenburg einzog, ist der Gartenvirus bei mir wieder ausgebrochen.

Haben Sie damals eigentlich so etwas wie ein Dornrösschen-Schloss in Ippenburg angetroffen?

Im Gegenteil! Als ich mit meinem Mann Philip im Schloss einzog, war das Ambiente für mich eher gruselig. Es hatte so gar nichts von einem Märchenschloss. Im Gegenteil, an grauen Tagen hatte ich eher das Gefühl, der Hund von Baskerville kommt um die Ecke. Deshalb habe ich schon bald angefangen, den großen Schlosspark zu verschönern…Dann bekamen wir aber vier Kinder und das Blumenpflanzen und Beete jäten blieb viele Jahre nur ein Hobby. Als meine Kinder erwachsen waren, suchte ich eine neue Aufgabe. 1996 waren wir zum Musik-Festival im englischen Glyndebourne und da kam mir die Idee, unseren Garten nach englischen Gestaltungsformen zu verändern. Ich besorgte mir Gartenzeitungen und Bücher, reiste nach Holland und Frankreich und habe mir dort die Schlossgärten angesehen. So hat sich auch unser Garten langsam verwandelt.

Von einem schönen Schlossgarten zu einem international renommierten Garten-Festival ist es aber dann doch ein großer Sprung. Sie waren mit dieser Idee vor 18 Jahren ja die erste in Deutschland. Inzwischen haben Sie Hunderte von Nachahmern…

Diese Idee ist gewachsen. Damals war ein Gartenfest in Deutschland wirklich ein absolutes Novum. Wir machten 1996 einen ersten Versuch mit einem kleinen Gartenfest auf Schloss Ippenburg. Es kamen ein paar Aussteller, aber schon viele Besucher. Das war der Start der Idee, die ich dann Stück für Stück weiterentwickelte.

 Ich wollte auf Ippenburg ein unkonventionelles, lockeres Garten-Festival schaffen, nach englischem Vorbild. Festlich, aber ohne VIP-Kultur. Kommerziell musste es auch sein, denn der Garten musste auch ganzjährig finanziert werden. Und ich wollte, dass jeder Besucher immer eine Trophäe mit nach Hause nehmen konnte. Sowohl der Gartenfreund als auch der Städter, der nur für dieses Event zu uns raus aufs Land kommt. Deshalb war klar, dass wir langfristig eine breit gefächerte Palette von Ausstellern brauchten.

In Ihnen steckt inzwischen eine hervorragende Gärtnerin, aber auch eine Unternehmerin mit Utopie. Wie machen Sie das? Sie haben doch etwas völlig anderes gelernt?

 Das stimmt. Ich habe Kunst und Geschichte studiert. Als Gärtnerin und Event-Managerin bin ich völlige Autodidaktin. Gärtnern habe ich durch das Lesen von Tausenden von Gartenzeitungen und auch aus vielen englischen Gartenbüchern gelernt und letztendlich durch `learning by doing´. Ich habe einfach drauf los gegraben und gepflanzt und mit meinem Team gewartet, was da im ersten Frühling aus der Erde kam…Und auch die Eventfrau ist ein Eigenprodukt. Ich habe geschaut, wie die anderen europäischen Garten-Festivals organisiert sind. Ich bin ein Bauchmensch. Vieles auf Ippenburg ist einfach über die Jahre ganz individuell entstanden.

 Sie machen inzwischen vier Festivals im Jahr. Haben fast 50.000 Besucher. Haben Sie eigentlich nicht ständig Angst vor Wetterkapriolen?

Wir sind nur einmal in den vielen Jahren im wahrsten Sinne des Wortes fast abgesoffen. Es regnete zwei Tage lang wie aus Kübeln. Da waren Improvisieren und Gummistiefel gefragt. Ich sehe das alles eher gelassen und erhoffe diese Einstellung auch von unseren Besuchern und Ausstellern. Den Pflanzen macht das Wetter ja sowie so nichts aus…

Was ist das Besondere im Garten von Schloss Ippenburg und bei Ihren Festivals?

Es ist vorab der fantastische Gartenbestand, die große Fläche des Schlossparkes mit den alten Mauern drumherum. Solche Schlösser gibt es nicht viele in Deutschland. Dann haben wir mit dem Rosarium ein einzigartiges Projekt geschaffen. Hier finden Sie die bedeutendsten Rosenzüchtungen des 21. Jahrhunderts in einem künstlerischen Ambiente. Und dann natürlich unser Küchengarten auf über 5.000 Quadratmetern. Der größte in Deutschland.

 Sie haben dazu ja auch einen wunderschönen Bildband gestaltet. Was gibt es denn in Ihrem Küchengarten?

Alte und moderne Obst,- Gemüse- und Sommerblumenarten. Wir haben allein 15 Kartoffelsorten, 30 verschiedene Karottensorten, 10 Sorten von Mohrrüben, Teepflanzen, Kräuterbeete mit vielen unterschiedlichen Sorten von Rosmarin oder Thymian, echtem französischem Estragon, aber auch vielen Sorten von alten deutschen Kräutern. Wir haben über 100 Beerensträucher und es gibt viele essbare Blüten in unserem Garten.

Was machen Sie mit all diesen Kräutern und Beeren?

Ein Sternekoch aus Osnabrück ist unser bester Kunde. Vor allem auch für die essbaren Blüten und die seltenen Kräuter. Aber wir sind eine Groß-Familie von etwa 30 Leuten auf dem Schloss. Da geht schon was weg. Der Rest wird getrocknet, eingemacht oder gelagert.

 Ein großes Thema für jeden Gartenbesitzer sind Unkraut und Schnecken. Haben Sie einen Geheimtipp?

Bei uns wird kein Unkrautvernichter benutzt. Alles wird händisch aus den Beeten geholt. Da bin ich konsequent. Die einzige Ausnahme, die wir auf Schloss Ippenburg machen, ist das Spritzen der Rosen. Viele probieren da ja skurrile Mittel aus, wie zum Beispiel den berühmten Bio-Sud aus Brennnesseln, oder sie lassen ihre Rosen auch komplett ungespritzt wachsen. Das würde ich nicht empfehlen. Meine langjährige Erfahrung ist: Hier hilft nur die chemische Keule…

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung im Garten?

Saubermachen, Ausputzen, mit der Harke meine Reihen im Gemüsebeet ziehen. Ich bin im Arbeitsplan des Schlosses als halbe Kraft täglich eingeteilt und das ziehe ich auch von April bis September durch. Morgens gegen 6 Uhr bin ich im Büro und von 8 bis 13 Uhr dann im Garten. Danach geht’s wieder an den Schreibtisch. Das ist mein Ausgleich. Dazwischen fotografiere ich auch oft im Garten, denn das ist auch eine meiner Passionen.

Sie sind Expertin im Garten und für Garten-Events und haben auch noch Gartenbücher geschrieben. Gibt es eine neue Leidenschaft als Zukunftsvision oder wollen Sie Bestehendes ausbauen?

Ich will noch einige Jahre den Schlossgarten und die Festivals betreuen. Dann möchte das alles an die junge Schlossfamilie übergeben. Also an meinen Sohn und an seine Familie, die heute dort schon wohnen. In meinem 3. Leben möchte ich dann unbedingt weiter Bücher schreiben. Aber auch wieder beginnen mit dem Malen und Fotografieren. Dafür hatte ich in den letzten 10 Jahren einfach zu wenig Zeit. Und außerdem habe ich sieben Enkelkinder…

 Kurz-Biographie:

 Viktoria Freifrau von dem Bussche ist 1953 in Hiddenhausen in Westfalen geboren.

Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Malerei in Bonn und heiratete 1976 den Erben des Schlosses Ippenburg, Philip Freiherr von der Bussche. Das Paar hat vier Kinder und sieben Enkelkinder.

1996 veranstaltete die Baronin das erste Gartenfest auf Ippenburg. Zwei Jahre später organisierte sie ihr erstes Garten-Festival.

Autorin zahlreicher Gartenbücher und Bildbände.

Die Unternehmerin lebt inzwischen mit ihrem Mann in einem neu erbauten Haus am Rande des Schlosses. Ihr Sohn hat 2012 mit seiner Familie den Schlossbetrieb und den landwirtschaftlichen Betrieb übernommen.

Titel & Beitragsbild: Foto© Victoria Freifrau von dem Busche, privat

Text: Andrea Thoma

Fotos: © IPP/Nepke

Foto: © Schloss Ippenburg

Text : Redaktion Gesund-in-RheinMain