Lutz Adelberger und seine „Gesundheitsagentur“

Zu den Gesundheitsunternehmen unserer Region gehören auch die zahlreichen Versicherungsagenturen, die unsere Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden begleiten (versichern). Eine davon möchte Ihnen www.gesund-in-rheinmain im Oktober präsentieren: Lutz Adelberger und die Inter-Versicherung in Seligenstadt.

 Die Agentur berät Sie zu folgenden Schwerpunkten:

  •  Private Krankenversicherung
  • Betriebliche und private Altersversorgung
  • Unfall-, Berufs-, Erwerbsunfähigkeitsvorsorge
  • Private und betriebliche Sach-, Haftpflichtversicherung
  • BKM Bausparkasse

Ein paar Informationen zur INTER Versicherungsverein aG:

An der Spitze der INTER Versicherungsgruppe steht der INTER Versicherungsverein aG, der als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit von seinen Mitgliedern getragen wird, die Versicherungsnehmer bei den konzernangehörigen Versicherungsunternehmen sind. Die INTER Versicherungsgruppe ist ein unabhängiger Versicherungskonzern, der eine umfassende Produktpalette für Privat- und Gewerbekunden anbietet. Spezielle Angebote richten sich insbesondere an Kunden aus dem Heilwesen und dem Handwerk.

Der INTER Versicherungsverein aG nimmt im Wesentlichen eine Holdingfunktion für die unmittelbar oder mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften wahr. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1926 zurück. Die Bilanzsumme der INTER Versicherungsgruppe beträgt über alle konzernangehörigen Gesellschaften 9.066 Millionen EUR (Stand: 31.12.2015). Sie beschäftigt über 1.500 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst.

Die INTER Krankenversicherung AG entwickelte sich aus der im Jahre 1926 gegründeten Krankenunterstützungskasse “Nothilfe”. Sie bietet die gesamte Produktpalette der privaten Krankenversicherung zur umfassenden Gesundheitsvorsorge ihrer Versicherungsnehmer an. Neben der privaten Krankheitskostenvollversicherung umfasst das Angebot eine Vielzahl von Zusatzversicherungen zur individuellen Absicherung gesetzlich Versicherter. Hierzu zählt auch der weltweite Versicherungsschutz durch die Auslandsreisekrankenversicherung. Zum umfassenden Kundenservice gehören insbesondere zahlreiche attraktive Assistancedienstleistungen. Die INTER Krankenversicherung AG gehört zu den finanzstärksten Unternehmen der privaten Krankenversicherung.

Die INTER Lebensversicherung AG entwickelte sich aus der im Jahre 1910 gegründeten „VOHK Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern V.a.G.“. Mit den Produkten der INTER Lebensversicherung AG sichern unsere Kunden sich und ihre Familien gegen Risiken der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sowie für den Pflege- oder Todesfall ab und sorgen privat für die Zeit nach dem aktiven Berufsleben vor. Gewerblichen Kunden, insbesondere aus dem Handwerk, bietet sie die Durchführung der betrieblichen Altersvorsorge für deren Arbeitnehmer an.

Die INTER Allgemeine Versicherung AG wurde 1981 als Unfallversicherungsunternehmen gegründet. Seit 1993 wurde das Versicherungsangebot auf die Sparten Sach- und Haftpflichtversicherungen erweitert und seit 2012 für gewerbliche Kunden um Technische Versicherungen ergänzt. Weitere spezielle Versicherungslösungen bietet die INTER Allgemeine Versicherung AG über ausgewählte Kooperationspartner bzw. Beteiligungen an.

Seit September 1993 bietet die INTER Versicherungsgruppe Finanzdienstleistungen rund um das Bausparen durch die Bausparkasse Mainz AG an. Seit 2012 gehört die Bausparkasse Mainz AG zu 100% zur INTER Versicherungsgruppe.

Freie Arzt- und Medizinkasse VVaG
Die INTER Versicherungsgruppe kooperiert umfassend mit der Freien Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG mit Sitz in Frankfurt. Sie ist spezialisiert auf die Krankheitskostenvollversicherung für Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei, Justiz, Strafvollzug, Zoll, Steuerfahndung, Gefahrenabwehrbehörden und deren Verwaltungen in Hessen.

Kontakt Serviceagentur Lutz Adelberger:
Große Rathausgasse 2
63500 Seligenstadt

Tel.: +49 (0)6182 99 15 49
Fax: +49 (0)6182 99 15 46
Mobil: +49 (0)170 923 515 8

beratung@lutzadelberger.de

Foto: Lutz Adelberger

Text: GM Redaktion und INTER VERSICHERUNG

Älter werden wir später! Aylin Urbersbach-Jeder will möglichst lange jung sein. Warum?

Aylin Urbersbach

Mein Anti-Aging-Programm für ein gesundes, glückliches Leben

Jeder will möglichst lange jung sein. Warum?

Darum geht es gar nicht! Wir wollen lebenslang attraktiv sein. Jung auszusehen oder jünger zu wirken führt nicht automatisch zu mehr Attraktivität. Die Definition von „jung“ impliziert Frische, Vitalität und Gesundheit. Wie wir alle wissen, stimmen diese Aspekte nicht unbedingt mit den realen Lebensjahren überein. Fassaden bröckeln. Das Fundament ist ausschlaggebend – ob es lange stabil und schön bleibt. Das ist mir sehr wichtig. Mir geht es darum, die Stufe auf der Evolutionsleiter höher zu steigen und nicht nur älter zu werden, sondern frisch und dynamisch älter zu werden.

Zweifellos ermöglicht heute die Medizin in den westlichen Industrienationen ein höheres Lebensalter aufgrund medizinischer Fortschritte und eines hohen Lebensstandards. Aber wir selbst sind maßgeblich verantwortlich für die Qualität unserer Lebensjahre. Es gibt keine Pille, die dafür sorgt, dass wir fit und gesund bleiben, Jede einzelne Gemüseportion, jedes Obststück, jede Bewegung und jede Ressource, der wir uns bedienen, trägt dazu bei, unseren Körper und unseren Geist fit zu halten. Wer körperlich gesund, mental fit und psychisch gelassen ist, strahlt auch im höherem Alter Schönheit und Attraktivität aus. Und die ist meines Erachtens jeder Schönheit eines unterernährten und gestressten 20-jährigen Modells überlegen :-).

Welche Rolle spielt die Schönheit beim Älterwerden?

Natürlich sind ein hübsches Gesicht und ein durchtrainierter Körper sehr ansehnlich. Schönheit ist aber mehr. Schönheit ist das Produkt aus körperlicher Gesundheit, mentaler Gelassenheit und glücklicher Gegenwärtigkeit. Bestimmt haben Sie schon mal eine Person wahrgenommen, der aus einer Menschenmenge herausstrahlt. Und Sie denken „Wow, was ein schöner Mensch?!“ Bei näherer Betrachtung sehen Sie vielleicht Falten im Gesicht, vielleicht sind die Haare schon etwas lichter, vielleicht zeigt sich das eine oder andere Fettpolster und doch bleiben Sie dabei, dass dieser Mensch schön ist und eine charismatische Schönheit ausstrahlt. Entweder hat dieser Mensch mein Buch gelesen ;-) oder mindestens intuitiv praktiziert, was ich darin empfehle.

Ist es in Ordnung, sein Aussehen zu optimieren?

Wir leben in einem goldenen Zeitalter, in dem uns viele Möglichkeiten zur Verfügung stehen, unser Leben zu optimieren. Ich bin kein Freund davon, streng und dogmatisch von konservativen oder operativen Behandlungen abzuraten. Wer sein Aussehen mittels Schönheitschirurgie optimieren möchte, sollte aber unbedingt auf höchste Qualitätsstandards setzen. Eine krankheitsbedingte Operation ist oft nicht zu vermeiden, eine ästhetisch begründete OP aber schon. Daher sollte sie nur unter besten Bedingungen erfolgen. Und, was noch viel wichtiger ist: Eine Schönheits-OP soll nicht dazu dienen, psychische Konflikte zu überdecken.

Ich erinnere mich an Patientin Ende Dreißig. „Ich habe schon alles machen lassen. Sehen Sie noch etwas, was ich noch optimieren könnte?“, fragte sie mich verzweifelt. Tatsächlich hatte sie bereits Botox- und Filler-Behandlungen, Mesotherapie, Brustaufbau, Fettabsaugung und Beinmodellierung machen lassen. Nach näherer Befragung stellte sich heraus, dass ihr Lebensgefährte vier Jahre jünger war und sie sich „nicht genug“ für ihn fühlte. Ich lehnte die Behandlung ab und habe die Patientin danach leider nicht wiedergesehen. Diese Patientin verdeutlicht, dass Schönheitsoperationen nicht dazu dienen dürfen, psychische Konflikte zu behandeln. Und auch kein Vorzeigebeispiel für wirkliche Schönheit sind. Die Patientin war fachlich perfekt behandelt, hatte aber keine Ausstrahlung.

Wie werden wir wirklich im Alter zufrieden?

Entscheidend ist die innere Einstellung. Ob wir uns grundsätzlich annehmen und mit uns selbst einverstanden sind. Wenn ja, sind wir zufrieden. Es geht nicht darum, höher, schneller und besser zu werden, sondern anzukommen im Hier und Jetzt und die ‚Lebens-Diamanten‘ zu nutzen, die man bereits bei sich trägt. Diamanten wie Erfahrungen, Lebensweisheit oder Humor, mit denen man Hürden und Krisen meistern und gestärkt sagen kann „Hier bin ich!“

Gibt es eine Methode, um Alterskrisen gut zu begegnen?

Es mag sich zwar einfach anhören, dennoch möchte ich Sie einladen, es auszuprobieren: mit heiterer Gelassenheit! Um Gelassenheit zu erreichen, ist Akzeptanz ist das Schlüsselwort. Oft stressen wir uns durch Dinge, die wir nicht ändern können. Wie schon der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel wusste: „„Es ist dumm, sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht.“

Wir können unsere Lebensuhr nicht anhalten und haben auf viele Ereignisse keinen Einfluss. Aber auf unsere Wahrnehmung! Sie entscheidet, wie wir Lebensereignisse emotional bewerten. Ob wir gestresst reagieren oder gelassen. Ob wir das Lebens als Kampf oder als Herausforderungen begreifen. Ob wir lieber stehen bleiben oder Lust haben, uns weiterzuentwickeln. Lebenslang im Lernmodus zu bleiben, versetzt uns in einen höheren Zustand. Negative Gedanken und Gefühle sind hingegen rückwärtsgerichtet. Jeder kann aktiv entscheiden, ob er gehetzt, unzufrieden und unglücklich oder neugierig, offen und gelassen bleiben.

Gibt es neuen Erkenntnisse rund um die Gesundheit im Alter?

Zwei Dinge faszinieren mich besonders. Als bahnbrechend empfinde ich die Forschungen über die Telomere. Telomere sind Schutzklappen auf den Chromosomen. Gut gepflegt, halten sie uns länger gesund und jung und behüten uns vor Krankheiten. Die Forschung konnte beweisen, dass die Länge der Telomere unser biologisches Alter bestimmt. Ich glaube, dass hierzu in Zukunft noch eine ganze Menge neuer Erkenntnisse kommen wird, die unserem Wohlbefinden dienen werden.

Zum anderen bin ich fasziniert davon, wie Jahrhunderte altes Wissen in Bezug auf Ernährung, auf die Früchte der Natur – und damit meine ich Gemüse, Obst, Kräuter, Pflanzen – durch die Fortschritte der Medizin keinesfalls in den Hintergrund getreten sind. Im Gegenteil: je mehr wir sie verstehen, desto mehr erkennen wir ihren Wert. Es kann so einfach sein, gesund und schön älter zu werden. Ein einfaches Beispiel dafür ist das Lebenselixier Wasser. Viele trinken zu wenig und behandeln dann ihre trockene fahle Haut mit teuren feuchtigkeitshaltigen Cremes und laufen aufgrund unzureichender Flüssigkeitszufuhr sogar Gefahr, an einer Niereninsuffizienz zu erkranken. Natürlich ist Wassertrinken kein Allheilmittel. Aber es gehört zur Basis unserer Gesundheit!

Genauso verhält es sich mit der Ernährung. Wir müssen nicht auf Berge klettern, um gutes Gemüse, Obst oder Kräuter zu pflücken. Sie sind auch nicht unerschwinglich teuer. Dennoch erlebe ich häufig, dass lieber Nahrungsergänzungsmittel „eingeworfen“ werden, statt sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Das aber macht einen großen Unterschied. Bestimmte pflanzliche Lebensmittel enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die einerseits sehr gesund, andererseits aber auch giftig sind. Für Pflanzen haben sie eine höchst wichtige Funktion: Sie schützen sie vor Angriffen von allen Seiten, zum Beispiel vor Schädlingen, UV-Strahlung, Bakterien, Pilzen oder Parasiten, die die Pflanzen befallen würden, wenn sie sich nicht dagegen wehren könnten. Um genau dies zu schaffen, verfügen die Pflanzen über Sirtuine in großen Mengen. Wenn Pflanzen gestresst sind, produzieren sie mehr davon. Diese Enzyme wirken der Zellalterung entgegen und kurbeln die Verbrennung an. Die Erkenntnisse über diese sekundären Pflanzenstoffe sind vergleichsweise neu; ihre Erforschung ist noch nicht vollständig abgeschlossen

Neu ist aber auch, dass heute eine Generation in die „besten Jahre“ kommt, die noch lange lebenslustig bleibt. Die auch in der zweiten Lebenshälfte viel vorhat. Nicht mehr der Schrecken des Alters, sondern die neuen Chancen stehen im Mittelpunkt. Nie konnten die Menschen so viel angenehme Lebensjahre verbringen, die sie jenseits der Rushhour des Lebens selbstbestimmt, frei und mit Elan genießen dürfen. 20 Jahre „geschenkt“ – das ist neu und war noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar. Die Existenzgrundlagen sind gesichert und reichlich Lebenserfahrung gespeichert. Träume von Familie, Beruf und finanzieller Sicherheit sind erfüllt – und jetzt bleibt immer noch Zeit zum Leben.

Gibt es ein besonderes Schönheitsrezept für uns alle?

Ja, habe ich! Seien Sie gut zu sich! Pflegen Sie sich, Ihren Körper und Ihren Geist. Beide sind ein ganz besonderes Geschenk. Wir können unglaublich viel ertragen und aushalten. Aber wenn wir nicht erkennen, dass unserer Körper und Geist nicht selbstverständlich sind und dass wir lebenslang liebevolle Pflege brauchen, werden wir auf Dauer krank … mit allen Konsequenzen.

Deswegen mein Appell: Pflegen Sie Ihren Körper mit ausreichend viel Wasser, abwechslungsreich mit natürlichen Lebensmitteln, deren Inhaltsliste so kurz wie möglich ist, mit Bewegung und Sport. Pflegen Sie Ihren Geist. Lassen Sie sich nicht mitreißen von der Hektik unseres Zeitgeistes, sondern bleiben einfach mal stehen und genießen, was Sie alles geschafft haben, atmen durch und nehmen sich wahr. Last, but not least: seien Sie dankbar. Und dann schauen Sie mal in den Spiegel und sehen, welche Schönheit Sie da anstrahlt.

Wie steht es mit Ihnen? Was ist Ihnen wichtig

Zwei Dinge sind mir sehr wichtig. Zum einen bin auch ich kein Held und schaffe auch nicht immer zu beherzigen, was ich denke, ausspreche und empfehle. Ich möchte unbedingt so gut, intensiv und vor allem so lange wie möglich weiterleben. Und noch wichtiger ist mir, dass ich all mein Wissen und meine Erkenntnisse meinen Töchtern weitergeben kann, damit auch sie ein glückliches und schönes Leben führen dürfen.

Aylin Urmersbach, Jahrgang 1971, ist Fachärztin für Allgemein-medizin und Chirurgie mit den Zusatzqualifikationen Ernährungs-medizin, Sportmedizin, Chiro-therapie und Notfallmedizin. Sie betreibt seit 2016 das Institut für Ästhetik und Life Coaching in Wesseling bei Köln. Zusätzlich arbeitet sie beim WDR als Expertin und Moderatorin für die TV-Sendung Servicezeit Gesundheit und tritt regelmäßig als Gast bei Doc Esser auf. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Wesseling.

Titelbild: © privat

12. Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen – Die diesjährigen Ehrenpreisträger

 

PREISVERLEIHUNG (22.11.2019)

Die diesjährigen Ehrenpreisträger

Die Ehrenpreise des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gingen in diesem Jahr an Bundespräsident a. D. Joachim Gauck, die kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero, „Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall und den dänischen Architekten Bjarke Ingels.

Bundespräsident a. D. Joachim Gauck

kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero

„Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall

dänischen Architekten Bjarke Ingels

Pressefotos: DNP

Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Sebastian Klement
Tel.: +49 (0) 211 / 5504 5511
presse@nachhaltigkeitspreis.de

 

Gegen den Winter Blues: Unser Tipp – Treffpunkt Markthalle!

Nicht nur in den hessischen Städten haben sich Markthallen und Märkte zu wahren Hotspots entwickelt und sind längst Anziehungspunkt und Szenetreff für Einheimische wie Touristen. Hier heißt das Motto: Erkunden, Entdecken und Genießen. Jede Stadt hat inzwischen ihren Wochenmarkt, wo langsam der beginnende Altweibersommer mit seiner Vielfalt an Lebensmitteln Einzug hält. Nutzen Sie das nächste Wochenende einmal zum gesunden, frischen und vor allem regionalen Einkauf. Unsere Redaktion hat sich in einigen hessischen Markt-Hot-Spots für Sie umgesehen.

 Ein Schmuckstück ist zum Beispiel die Alte Markthalle Kassel. Direkt im Zentrum der Altstadt ist die Markthalle im Marstall, welcher ursprünglich das Stallgebäude der Landgrafen von Hessen-Kassel war, untergebracht. Es ist eines der wenigen historischen Bauwerke der Stadt, das nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Unter dem Glasdach des historischen Gebäudes gibt es sie noch, die Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Produktion und Schlachtung, fangfrischer Fisch, Wild aus heimischen Wäldern, schmackhaften Käse und erlesene Weine.

Besucher können das Markttreiben in dem einzigartigen Ambiente bei einem Stückchen Speckkuchen, der nordhessische Delikatesse Ahle Wurst oder einer Käseplatte sowie einem Glas Wein in aller Ruhe genießen. http://www.markthalle-kassel.de

In Frankfurt locken gleich mehrere Märkte Einheimische und Touristen gleichermaßen an. Die Kleinmarkthalle (s. Foto) liegt unauffällig mit ihrem versteckten Eingang zwischen Römerberg und der Einkaufsmeile Zeil und ist gerade wegen ihres 1950er-Jahre-Charmes richtig hip. Obwohl dort vor allem frische Lebensmittel und Delikatessen verkauft werden, gilt sie auch als Gourmettempel. Im Restaurant, auf der Terrasse und samstags im Schlemmergarten werden Feinschmecker ausdrücklich zum Probieren, Genießen und Verweilen eingeladen.

Neben Wein und regionalen Produkten wie die Kräuter für die „Grie Soß“ (Grüne Soße), Handkäs´ und frischen Forellen gibt es auch eingelegte Meeresfrüchte aus Griechenland, Kochbananen aus Brasilien sowie auch Gewürze aus dem Iran. www.kleinmarkthalle.de

Jeden Freitag wird im Frankfurter Stadtteil Nordend der Friedberger Markt zur größten After-Work-Party der Stadt unter freiem Himmel. Hier kommen Jung und Alt, Schick und Leger zusammen, um die Woche bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Auch in Offenbach ist der Wochenmarkt auf dem idyllischen Wilhelmsplatz ein beliebter Treffpunkt und ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Auf dem Markt wird vor Ort Fisch geräuchert und Brot gebacken. Griechische Käsespezialitäten und Oliven, türkischer Honig, hausgemachte Nudeln oder Ziegenfleisch: An vielen Ständen, betrieben von türkischen, spanischen oder italienischen Offenbachern, gibt es all die verführerischen Köstlichkeiten eines mediterranen Urlaubs zu kaufen. Besucher können mitten im Geschehen Kaffee, Wein, aber auch eine Bratwurst genießen. Rund um den Markt laden zahlreiche Cafés und Restaurants mit ihrem kulinarischen Angebot zum Verweilen ein. http://wp3x3.wochenmarkt-offenbach.de/

Als einer der schönsten und größten Märkte in ganz Hessen gilt der Hanauer Wochenmarkt zu Füßen des Brüder-Grimm-Denkmals. Der Markt blickt auf eine lange Tradition zurück, so stammt die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1303. Umgeben von den geschichtsträchtigen Häuserfassaden im Herzen der Stadt erfreut er seine Besucher mit einer großen Auswahl an unterschiedlichsten Waren. Ob internationale Käsespezialitäten, deftige Wurstsorten, südländische Delikatessen, frische Früchte, duftendes Gebäck oder erfrischende Getränke – der Hanauer Wochenmarkt lädt zum Einkaufen, aber auch zum Probieren und Verweilen ein. Mittwochs und samstags, jeweils ab sechs Uhr morgens, erwacht der Wochenmarkt zum Leben und entwickelt sich im Laufe des Tages zum lebendigen Mittelpunkt der Stadt. http://www.hanau.de/lih/sport/maerkte/woma/010241/index.html

 

Text: hessen-tourismus und Redaktion girm

Foto: Holger Ullmann

 

Hessische Landesregierung vergibt zum 8. Mal den Hessischen Gesundheitspreis

Staatssekretärin Anne Janz ehrt herausragende und innovative Ansätze zur Gestaltung eines gesunden Lebens der hessischen Bürgerinnen und Bürger jeden Alters.

Der hessische Gesundheitspreis soll Menschen in Hessen davon begeistern, sich für ihre eigene oder die Gesundheit anderer einzusetzen und diese zu fördern. Die Preisträgerinnen und Preisträger tragen mit ihrer großartigen Arbeit dazu bei, Prävention und Gesundheitsförderung in Hessen qualitativ weiterzuentwickeln“, betonte die Staatssekretärin in ihrer Begrüßung. Sie ehrte je ein Projekt aus den Bereichen „Gesund Aufwachsen“, „Gesund Bleiben“ und „Gesund Altern“. Aufgrund des beispielhaften Engagements wurde darüber hinaus ein lebensphasenübergreifendes Projekt mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten eine Urkunde und ein Preisgeld von je 2.000 €, der Sonderpreis wurde mit einer Urkunde gewürdigt.

Die Gewinner:

 Bereich „Gesund Aufwachsen“: Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen, Darmstadt

Die Fortbildungen zu chronischen Krankheiten in Kitas und Schulen der Prinzessin Margarete Kliniken in Darmstadt sollen Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte im Umgang mit chronisch kranken Kindern stärken, um die uneingeschränkte Teilhabe und Teilnahme der Kinder an allen Aktivitäten in Kitas und Schulen zu ermöglichen.

Es geht dabei insbesondere um jene Kinder, die im Rahmen ihrer außerhäuslichen Versorgung Medikamente benötigen. In den Betreuungseinrichtungen sind Medikamentengabe und bzw. oder Messungen von Körperfunktionen, also medizinische Hilfsmaßnahmen, freiwillige und zusätzliche Leistungen. In den Fortbildungen werden Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher umfassend über die rechtlichen Aspekte bei der Ersten Hilfe und bzw. oder Medikamentengabe aufgeklärt, um mehr Handlungssicherheit zu erlangen und mögliche Unsicherheiten auszuräumen.

Dadurch soll die Versorgung der betroffenen Kinder verbessert, die Inklusion und Integration gefördert sowie eine Ausgrenzung und Stigmatisierung vermieden werden. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, der Unfallkasse Hessen, dem Darmstädter Schulamt und weiteren überregionalen Schulämtern sowie regionalen Kreisverwaltungen umgesetzt.

Bereich „Gesund Bleiben“: Kommunale Gesundheitsinitiativen – interkulturell (KoGi), Frankfurt am Main

Um gesundheitliche Chancengleichheit für alle herzustellen, sind niedrigschwellige Gesundheitsinformationen, Aufklärung und ein gleichberechtigter Zugang zu den Gesundheitsdiensten Voraussetzung. Das Projekt „KoGi“ zielt genau darauf ab. Es wurde entwickelt, um die interkulturellen Herausforderungen an die öffentliche Gesundheit kommunal und lebensweltlich zu gestalten.

Die zentrale Methode ist das Multiplikatorenkonzept. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund werden durch eine Fortbildung befähigt, als Gesundheitslotsinnen und Gesundheitslotsen in ihrer jeweiligen Lebenswelt gesundheitsförderliche Bedingungen zu gestalten. Die Ausbildung beinhaltet Themen der Prävention und Gesundheitsförderung, insbesondere auch im Kontext von gesundheitlichem Verbraucherschutz- und Patientenrechtsfragen.

Die an den Schulungen und Trainings beteiligten Migrantinnen und Migranten werden in die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur primären Prävention und Gesundheits- und Selbsthilfeförderung einbezogen. Das Projekt ist hauptsächlich auf die Sozialräume der Stadt Frankfurt am Main ausgerichtet und arbeitet insbesondere mit Stadtteil- und Quartierseinrichtungen zusammen. KoGi wird im Wesentlichen im Rahmen des Gesunde-Städte-Projektes über die Stadt Frankfurt finanziert.

Bereich „Gesund Altern“: Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil, Kassel

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft mit Gleichgesinnten kann die Lebensqualität erhöhen sowie die physische und psychische Gesundheit stärken. Ältere Menschen leiden häufiger an Bewegungsmangel.

Um inaktive ältere Menschen dabei zu unterstützen, aktiver zu leben, sind die Begleitung beim Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen sowie die Koordination von vielfältig vorhandenen Informationen und Angeboten wichtige Schritte. „Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil“ ist ein innovatives flächendeckendes Bewegungsangebot für ältere Menschen in mittlerweile bald zehn Stadtteilen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hauptsächlich Menschen im Alter von über 60 Jahren, die sich einmal wöchentlich an einem vorher abgesprochenen Treffpunkt in einem der Stadtteile zum Spazierengehen treffen. Dies erfolgt in Begleitung von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Unterstützt wird das Projekt von Kasseler Sportvereinen und Netzwerkpartnern sowie dem Gesundheitsamt Kassel und dem Sozialamt Kassel. Wissenschaftlich betreut wird es von der Universität Kassel, es findet im Rahmen des „Transfer- und Anwendungszentrums Sport in Kassel (TASK)“ statt. TASK wird vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport (HMdIS) gefördert.

Sonderpreis der Jury: Integrierter Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“, Marburg und Marburg-Biedenkopf

Die Gesamtinitiative „Gesundheit fördern – Versorgung stärken“ bildet den strukturellen Rahmen für den Präventionsplan „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“ und wird vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg getragen.

Dabei handelt es sich um eine integrierte Handlungsstrategie, die sich in drei Lebensphasen gliedert: „Gesund aufwachsen“, „Gesund bleiben – Mitten im Leben“ und „Gesund altern“. Dadurch soll langfristig ermöglicht werden, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen in den verschiedenen Lebensphasen aufeinander aufbauen.

Die Entwicklung einer integrierten kommunalen Strategie und der Aufbau sogenannter „Präventionsketten“ sind erprobte Vorgehensweisen. Die Initiative möchte durch Maßnahmen der Gesundheitsförderung sowie Prävention und der Förderung der medizinischen und pflegerischen Versorgung die Gesundheit und Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner verbessern. Die Initiative wird durch die Techniker Krankenkasse gefördert.

Informationen zur Jury

Die Jury des 8. Hessischen Gesundheitspreises setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, welche die Gesundheitsförderung und Prävention aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Krankenversicherung, Gesundheitsdiensten und Verwaltung:

 

  • Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  • Prof. Dr. Volker Beck, Hochschule Darmstadt
  • Dr. med. Harald Herholz, Kassenärztliche Vereinigung Hessen
  • Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller, Hochschule Fulda
  • Jürgen Krahn, Landesverband Hessen der Ärzte und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V.
  • Detlef Lamm, AOK Hessen
  • Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
  • Dieter Schulenberg, HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.

Die HAGE

Die HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. macht sich stark für die Gesundheitsförderung und Prävention in Hessen. Sie ist eine landesweit arbeitende Vereinigung mit aktuell 61 institutionellen Mitgliedern und verbindet Akteurinnen und Akteure und ihre Aktivitäten aus allen Bereichen und Arbeitsfeldern, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen. Die HAGE versteht sich als Brückeninstanz zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik. Ziel des Vereins ist es, einen integrierten Beitrag zur Verbesserung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens der hessischen Bevölkerung zu leisten.

 

Text: Redaktion gesund-in-rheinmain und Hess. Landesregierung

Foto: 1,2,3 rfm

Fast 2,5 Millionen Euro für 200 hessische Sportprojekte

Die Landesregierung setzt sich für die Förderung des Sports in Hessen ein. Das betonte Innen- und Sportminister anlässlich der Unterzeichnung von 200 neuen Zuwendungsbescheiden in der Gesamthöhe von fast 2,5 Millionen Euro an hessische Sportvereine und Gemeinden. 

„Landesweit setzen sich Menschen in ihrer Freizeit für den Sport ein: Ob im Vereinsvorstand, als Übungsleiter oder ehrenamtliche Helfer. Damit die Bürgerinnen und Bürger die positive Wirkung des Sports erfahren können, unterstützt das Land Hessen dieses vorbildliche Engagement. Alleine für das Jahr 2019 stehen rund 56 Millionen Euro für die Sportförderung in Hessen zur Verfügung“, erklärte der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth.

Mit den finanziellen Zuschüssen unterstützt das Land dabei vor allem die kleineren Vereine. Von der Neuanschaffung von Sportgeräten, über die Sicherung des Trainings- und Spielbetriebs bis zur Förderung der Jugendarbeit reicht die Bandbreite der Unterstützung. Der Sportminister betonte, dass die Entwicklung des Breitensports zu den Kernaufgaben der Landesregierung zähle: „Hier liegt unser Fokus vor allem in den Bereichen Gesundheit, Integration, den sozialen Aufgaben des Sports und dem Jugendsport.“

Die Gelder gingen unter anderem an:

  1. Landessportbund Hessen (lsbh) 262.000 Euro für die Förderung des Haus der Athleten 10.000 Euro für die Förderung des Projekts „Starker Sport. Starker Verein.“
  2. Sportklinik Frankfurt 167.500 Euro für den Betrieb der Sportklinik Frankfurt am Mai
  3. . Hessischer Leichtathletik-Verband 5.000 Euro für die Deutschen Meisterschaften U23 2.500 Euro für die Laufgala Pfungstadt 2019 500 Euro für das JLV-Jugendcamp in Loutraki/Griechenland
  4. Deutscher Schützenbund  35.000 Euro für die Ausrichtung des Para Europacup-Finale Bogen 2019
  5. N plus Sport GmbH 25.000 Euro für die Ausrichtung des City-Biathlon Wiesbaden 2019
  6. Deutscher Leichtathletik-Verband 21.250 Euro für die Errichtung einer Bundesstützpunktleiterstelle in Frankfurt
  7. EAM Kassel Marathon 10.000 Euro für die Durchführung des EAM Kassel Mini-Marathons 2019
  8. Hessischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband 17.000 Euro für die Durchführung von Sportveranstaltungen anlässlich des Hessentags
  9. Förderverein Rollstuhlbasketball Rhein-Main 20.000 Euro für die Durchführung des Rollstuhlbasketball World Super Cup Männer/Frauen in Frankfurt am Main
  10. Special Olympics Hessen 90.000 Euro für die Förderung der Verbandsarbeit von Special Olympics Hessen im Haushaltsjahr 2019
  11. Kreis Bergstraße Reit- und Fahrverein 1932 Lampertheim 50.000 Euro für die Sanierung der Außenplätze
  12. Sportkeglervereinigung Lorsch 30.000 Euro für die Anschaffung neuer Kegelbahnen TSV Rot-Weiß Auerbach 1881 15.000 Euro für die Errichtung eines Beachfeldes Tennisclubs
  13. Blau-Weiß Heppenheim 11.000 Euro für die Sanierung von zwei Tennisplätzen Fußballclub 1922
  14. Ober-Abtsteinach 5.000 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED Tennisclub
  15. Gorxheimertal 1982 700 Euro für Modernisierungsmaßnahmen Viernheimer Kutschengilde
  16. 48.000 Euro für das Fußball-Fanprojekt beim SV Darmstadt 98 Sport-Club Hassia 1913 Dieburg
  17. 29.000 Euro für die Modernisierung der Flutlicht- und Beregnungsanlage Freie Sportvereinigung 1899 Münster
  18. Stadt Darmstadt Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins 185.000 Euro für den Bau einer Außenkletteranlage
  19. Stadt Kassel Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe 50.000 Euro für die Sanierung von drei Grüns auf dem Golfplatz Eisenbahner Sportverein Jahn 1913  10.000 Euro für die Sanierung des Schützenhauses
  20. Landkreis Main-Kinzig Turnverein 1884 Großkrotzenburg 80.000 Euro für den Anbau an die Sporthalle Hanauer Ruderclub Hassia 1904 60.000 Euro für die Sanierung und Modernisierung der Sanitäranlagen und Umkleidebereiche im Bootshaus Aeoro-Club Gelnhausen 47.000 Euro für die Renovierung des sportfunktionalen Teils des Vereinsgebäudes Schützenverein Stolzenberg 1957 Bad Soden 38.000 Euro für die Erneuerung der Lüftungsanlage auf den Schießständen Sportvereinigung 1945 Großauheim  800 Euro für den Austausch der Geschoßfangballen Seniorensport- und Förderverein  400 Euro für die Anschaffung langlebiger Sportgeräte Tennis-Club Bruchköbel 400 Euro für das 50-jährige Jubiläum und Jugendarbeit

 

 

 

Gesündere Lebensmittel sofort erkennen!

Wie können Verbraucher bei einer gesünderen Lebensmittelauswahl unterstützt werden? „Mit den Angaben auf Lebensmittelverpackungen sind viele Verbraucher überfordert. Daher könnte eine einfache, leicht verständliche Nährwertkennzeichnung auf Verpackungen helfen. Ein zurzeit viel diskutierter Ansatz ist der sogenannte Nutri-Score. In Frankreich wird es bereits seit 2017 angewandt. Doch was ist der Nutri-Score eigentlich? Wie wird der Score berechnet? Und was kann er leisten?

Was ist der Nutri-Score?

Der Nutri-Score ist ein von renommierten Wissenschaftlern konzipiertes fünfstufiges Kennzeichnungssystem (A, B, C, D, E), das Lebensmittel und Getränke anhand ihres Nährwertprofils in fünf Kategorien einteilt. Dabei werden „weniger günstige“ sowie „günstige“ Nährwertelemente berücksichtigt.

Darüber hinaus wird der jeweilige Buchstabe farblich hervorgehoben – von Dunkelgrün bei A über Gelb bei C bis hin zu Rot bei E. Durch das Symbol auf der Vorderseite von Verpackungen (Front-of-pack) kann der Verbraucher das Nährwertprofil von Lebensmitteln und Getränken auf einen Blick erfassen.

Ein Produkt der Kategorie B weist ein eher gesundes Nährwertprofil auf.

Wie erfolgt die Bewertung?

Für die Berechnung des Nutri-Scores wird der Gehalt an Nahrungsenergie, Zucker, gesättigten Fettsäuren und Salz (Natrium) pro 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter ermittelt, da sich ein zu hoher Verzehr dieser Nährstoffe langfristig ungünstig auf die Gesundheit auswirken kann. Das Modell berücksichtigt aber auch günstige Nähr- und Inhaltsstoffe wie Proteine und Ballaststoffe sowie den Anteil an Obst, Gemüse und Nüssen.

Für jeden einzelnen Nähr- beziehungsweise Inhaltsstoff, den das System berücksichtigt, werden Punkte vergeben und miteinander verrechnet. Anhand des Gesamtergebnisses erfolgt dann die Einordnung auf der Bewertungsskala vom dunkelgrünen „A“ bis zum roten „E“. Dabei gilt: Je geringer die Gesamtpunktzahl, desto gesünder das Nährwertprofil.

Was soll das farbliche fünfstufige Modell leisten?

Der Nutri-Score ist ein Ansatz, der Konsumenten bei einer besseren Lebensmittelauswahl und damit bei der Umsetzung einer gesünderen Ernährung unterstützen kann. Denn wie verschiedene Verbraucher- und Vergleichsstudien belegen, ermöglicht das Kennzeichnungssystem, die Nährwertqualität von Lebensmitteln innerhalb einer Lebensmittelgruppe sowie über Lebensmittelgruppen hinweg einfach und intuitiv zu unterscheiden.

Auf einen Blick ist die Bewertung durch den Nutri-Score auf der Verpackung zu erkennen.

Allein kein Garant für eine bessere Ernährung

Der Nutri-Score ist nicht automatisch Garant für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Nach wie vor kommt es auf ein gewisses Ernährungswissen, die sinnvolle Kombination von verschiedenen Lebensmittelgruppen und deren Verzehrmenge an. Nichtsdestotrotz kann eine für den Verbraucher leicht verständliche Nährwertkennzeichnung zusammen mit verbraucherorientierten Ernährungsinformationen die Ernährungsgewohnheiten nachhaltig beeinflussen.

Wie geht es weiter?

Derzeit führt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Verbraucherbefragung zu vier „Front-of-Pack-Modellen“ durch. Neben dem Nutri-Score stehen drei weitere Modelle zur Auswahl – eines des Lebensmittelverbands Deutschland, des Max Rubner-Instituts sowie das skandinavische Keyhole-Modell.

Die Ergebnisse dieser Verbraucherbefragung werden die Grundlage für eine politische Empfehlung eines Nährwertkennzeichnungssystems in Deutschland sein. Die Ergebnisse werden im September 2019 erwartet.

 Information: Nestlé Deutschland

Foto: 1,2,3 rfm

 

 

Andrea Thoma im Gespräch mit Viktoria Freifrau von dem Bussche

„Baronin im Blütenmeer“ Sie gilt als Vorreiterin in Sachen Garten-Festivals in Deutschland.

Sie gilt als Vorreiterin in Sachen Garten-Festivals in Deutschland. Ihr Rosarium besteht ausschließlich aus Rosen des 21. Jahrhunderts und hinter ihren Schlossmauern auf der Ippenburg, in der Nähe von Osnabrück, wächst der größte Küchengarten Deutschlands: Viktoria Freifrau von dem Bussche. Wir trafen die westfälische Baronin im Rahmen einer TV-Sendung hinter den Kulissen.

Andrea Thoma: Sie gelten als DIE Garten-Festival-Expertin in Deutschland. Woher kommt diese Passion?

Viktoria Freifrau von dem Busche: Ich glaube das Saatkorn für die Natur und den heimischen Garten wurde bei mir in der Kindheit gelegt. Meine Eltern hatten ein großes Hofgut in der Lüneburger Heide und ich war immer draußen in der Natur, vor allem in unserem großen Bauerngarten. Ab dem 12. Lebensjahr hat mich die Natur dann überhaupt nicht mehr interessiert. Dann war Sport, Reiten und später Studium und Freunde angesagt. Erst als ich meinen Mann heiratete und in Schloss Ippenburg einzog, ist der Gartenvirus bei mir wieder ausgebrochen.

Haben Sie damals eigentlich so etwas wie ein Dornrösschen-Schloss in Ippenburg angetroffen?

Im Gegenteil! Als ich mit meinem Mann Philip im Schloss einzog, war das Ambiente für mich eher gruselig. Es hatte so gar nichts von einem Märchenschloss. Im Gegenteil, an grauen Tagen hatte ich eher das Gefühl, der Hund von Baskerville kommt um die Ecke. Deshalb habe ich schon bald angefangen, den großen Schlosspark zu verschönern…Dann bekamen wir aber vier Kinder und das Blumenpflanzen und Beete jäten blieb viele Jahre nur ein Hobby. Als meine Kinder erwachsen waren, suchte ich eine neue Aufgabe. 1996 waren wir zum Musik-Festival im englischen Glyndebourne und da kam mir die Idee, unseren Garten nach englischen Gestaltungsformen zu verändern. Ich besorgte mir Gartenzeitungen und Bücher, reiste nach Holland und Frankreich und habe mir dort die Schlossgärten angesehen. So hat sich auch unser Garten langsam verwandelt.

Von einem schönen Schlossgarten zu einem international renommierten Garten-Festival ist es aber dann doch ein großer Sprung. Sie waren mit dieser Idee vor 18 Jahren ja die erste in Deutschland. Inzwischen haben Sie Hunderte von Nachahmern…

Diese Idee ist gewachsen. Damals war ein Gartenfest in Deutschland wirklich ein absolutes Novum. Wir machten 1996 einen ersten Versuch mit einem kleinen Gartenfest auf Schloss Ippenburg. Es kamen ein paar Aussteller, aber schon viele Besucher. Das war der Start der Idee, die ich dann Stück für Stück weiterentwickelte.

Ich wollte auf Ippenburg ein unkonventionelles, lockeres Garten-Festival schaffen, nach englischem Vorbild. Festlich, aber ohne VIP-Kultur. Kommerziell musste es auch sein, denn der Garten musste auch ganzjährig finanziert werden. Und ich wollte, dass jeder Besucher immer eine Trophäe mit nach Hause nehmen konnte. Sowohl der Gartenfreund als auch der Städter, der nur für dieses Event zu uns raus aufs Land kommt. Deshalb war klar, dass wir langfristig eine breit gefächerte Palette von Ausstellern brauchten.

In Ihnen steckt inzwischen eine hervorragende Gärtnerin, aber auch eine Unternehmerin mit Utopie. Wie machen Sie das? Sie haben doch etwas völlig anderes gelernt?

Das stimmt. Ich habe Kunst und Geschichte studiert. Als Gärtnerin und Event-Managerin bin ich völlige Autodidaktin. Gärtnern habe ich durch das Lesen von Tausenden von Gartenzeitungen und auch aus vielen englischen Gartenbüchern gelernt und letztendlich durch `learning by doing´. Ich habe einfach drauf los gegraben und gepflanzt und mit meinem Team gewartet, was da im ersten Frühling aus der Erde kam…Und auch die Eventfrau ist ein Eigenprodukt. Ich habe geschaut, wie die anderen europäischen Garten-Festivals organisiert sind. Ich bin ein Bauchmensch. Vieles auf Ippenburg ist einfach über die Jahre ganz individuell entstanden.

Sie machen inzwischen vier Festivals im Jahr. Haben fast 50.000 Besucher. Haben Sie eigentlich nicht ständig Angst vor Wetterkapriolen?

Wir sind nur einmal in den vielen Jahren im wahrsten Sinne des Wortes fast abgesoffen. Es regnete zwei Tage lang wie aus Kübeln. Da waren Improvisieren und Gummistiefel gefragt. Ich sehe das alles eher gelassen und erhoffe diese Einstellung auch von unseren Besuchern und Ausstellern. Den Pflanzen macht das Wetter ja sowie so nichts aus…

Was ist das Besondere im Garten von Schloss Ippenburg und bei Ihren Festivals?

Es ist vorab der fantastische Gartenbestand, die große Fläche des Schlossparkes mit den alten Mauern drumherum. Solche Schlösser gibt es nicht viele in Deutschland. Dann haben wir mit dem Rosarium ein einzigartiges Projekt geschaffen. Hier finden Sie die bedeutendsten Rosenzüchtungen des 21. Jahrhunderts in einem künstlerischen Ambiente. Und dann natürlich unser Küchengarten auf über 5.000 Quadratmetern. Der größte in Deutschland.

Sie haben dazu ja auch einen wunderschönen Bildband gestaltet. Was gibt es denn in Ihrem Küchengarten?

Alte und moderne Obst,- Gemüse- und Sommerblumenarten. Wir haben allein 15 Kartoffelsorten, 30 verschiedene Karottensorten, 10 Sorten von Mohrrüben, Teepflanzen, Kräuterbeete mit vielen unterschiedlichen Sorten von Rosmarin oder Thymian, echtem französischem Estragon, aber auch vielen Sorten von alten deutschen Kräutern. Wir haben über 100 Beerensträucher und es gibt viele essbare Blüten in unserem Garten.

Was machen Sie mit all diesen Kräutern und Beeren?

Ein Sternekoch aus Osnabrück ist unser bester Kunde. Vor allem auch für die essbaren Blüten und die seltenen Kräuter. Aber wir sind eine Groß-Familie von etwa 30 Leuten auf dem Schloss. Da geht schon was weg. Der Rest wird getrocknet, eingemacht oder gelagert.

Ein großes Thema für jeden Gartenbesitzer sind Unkraut und Schnecken. Haben Sie einen Geheimtipp?

Bei uns wird kein Unkrautvernichter benutzt. Alles wird händisch aus den Beeten geholt. Da bin ich konsequent. Die einzige Ausnahme, die wir auf Schloss Ippenburg machen, ist das Spritzen der Rosen. Viele probieren da ja skurrile Mittel aus, wie zum Beispiel den berühmten Bio-Sud aus Brennnesseln, oder sie lassen ihre Rosen auch komplett ungespritzt wachsen. Das würde ich nicht empfehlen. Meine langjährige Erfahrung ist: Hier hilft nur die chemische Keule…

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung im Garten?

Saubermachen, Ausputzen, mit der Harke meine Reihen im Gemüsebeet ziehen. Ich bin im Arbeitsplan des Schlosses als halbe Kraft täglich eingeteilt und das ziehe ich auch von April bis September durch. Morgens gegen 6 Uhr bin ich im Büro und von 8 bis 13 Uhr dann im Garten. Danach geht’s wieder an den Schreibtisch. Das ist mein Ausgleich. Dazwischen fotografiere ich auch oft im Garten, denn das ist auch eine meiner Passionen.

Sie sind Expertin im Garten und für Garten-Events und haben auch noch Gartenbücher geschrieben. Gibt es eine neue Leidenschaft als Zukunftsvision oder wollen Sie Bestehendes ausbauen?

Ich will noch einige Jahre den Schlossgarten und die Festivals betreuen. Dann möchte das alles an die junge Schlossfamilie übergeben. Also an meinen Sohn und an seine Familie, die heute dort schon wohnen. In meinem 3. Leben möchte ich dann unbedingt weiter Bücher schreiben. Aber auch wieder beginnen mit dem Malen und Fotografieren. Dafür hatte ich in den letzten 10 Jahren einfach zu wenig Zeit. Und außerdem habe ich sieben Enkelkinder…

 

Kurz-Biographie:

Viktoria Freifrau von dem Bussche ist 1953 in Hiddenhausen in Westfalen geboren.

Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Malerei in Bonn und heiratete 1976 den Erben des Schlosses Ippenburg, Philip Freiherr von der Bussche. Das Paar hat vier Kinder und sieben Enkelkinder.

1996 veranstaltete die Baronin das erste Gartenfest auf Ippenburg. Zwei Jahre später organisierte sie ihr erstes Garten-Festival.

Autorin zahlreicher Gartenbücher und Bildbände.

Die Unternehmerin lebt inzwischen mit ihrem Mann in einem neu erbauten Haus am Rande des Schlosses. Ihr Sohn hat 2012 mit seiner Familie den Schlossbetrieb und den landwirtschaftlichen Betrieb übernommen.

Text: Andrea Thoma

Fotos: © IPP/Nepke

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Andrea Thoma trifft….demnächst „Georg Bernardini“

Andrea Thoma hat sich mit dem Chocolatier und Unternehmer, der ganz nebenbei noch das „beste Schokoladenbuch der Welt“ geschrieben hat getroffen: Georg Bernardini aus Bonn.

Ausgezeichnet wurde der gelernte Konditor und Mitbegründer einer deutschen Confiserie beim diesjährigen Gourmand Award in Peking. Für seine „Schokoladen-Bibel“ hat Bernardini zehn Monate lang insgesamt 2950 Schokoladensorten aus 38 Ländern der Welt getestet. Täglich waren das etwa 150 Gramm Schokolade, darunter auch Kuriositäten, wie Barbecue- oder Collagen-Schokolade. Am Schluss seiner Verkostung entwickelte er mehrere Ranglisten der weltweit hochwertigsten Schokoladensorten. Bernardinis persönlicher Favorit ist eine dunkle Schokolade aus Italien. „Hier stimmt alles. Von der Bohne, über die Ernte bis hin zur schonenden Verarbeitung“, so der Schokoladentester.

Aufpassen sollten Verbraucher gerade in der Weihnachtszeit, dass sie keine Schokolade mit künstlichen Zusatzstoffen kaufen, wie etwa Vanillin, das oft in  Schoko-Weihnachtsmännern und Kalendern versteckt ist. „Gute Schokolade muss nicht immer teuer sein. Aber die Inhaltsstoffe sollten stimmen: Kakaobohnen, Zucker und Kakaobutter. Das ist perfekt!“

 

 

„Ein gutes Leben bis zuletzt“

„Ein gutes Leben bis zuletzt“ ist die Zielsetzung des aktuellen Engagements der in Hessen aktiven ambulanten und stationären Hospizangebote. „Die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist für die Hessische Landesregierung schon lange ein zentrales Thema“, so der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

„Wir haben im vergangenen Jahr als erstes Land eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung sichergestellt und möchten auch weiterhin dazu beitragen, Menschen einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen“, so Klose weiter. Die Hessische Landesregierung unterstützt insbesondere die Arbeit der ambulanten Hospizinitiativen und der stationären Hospize in Hessen. Gefördert werden z.B. Qualifikationsangebote für ehrenamtlich Engagierte.

Hospizliche Unterstützung ist mehr als die ambulante und stationäre Begleitung in der letzten Lebensphase. Engagierte in der Hospizarbeit beraten und begleiten Angehörige, bieten Angebote der Trauerbegleitung und fördern ganz allgemein die oft tabuisierte Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod. Aktuell sind in Hessen 110 ambulante Hospizinitiativen tätig. In den hessischen Hospizdiensten sind etwa 2.500 qualifizierte ehrenamtlich Tätige aktiv. Zusätzlich zu den ambulanten Hospizdiensten existieren 23 stationäre Hospize sowie ein stationäres Kinderhospiz in Hessen.

Wanderausstellung ermöglicht neue Perspektiven 

Diese wichtige Arbeit wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration durch die finanzielle Förderung der landesweit tätigen Koordinations- und Ansprechstelle für Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung (KASA) unterstützt. Gemeinsam mit der KASA stellt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration nun eine 30 Karikaturen umfassende Wanderausstellung mit dem Titel „Wenn der Tod dich anlacht“ zur Verfügung. Der darin verfolgte humoristische Ansatz ermöglicht neue Perspektiven in der Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer. Die Wanderausstellung kann von Hospizvereinen und -initiativen ab November 2019 kostenlos ausgeliehen werden und soll deren Arbeit vor Ort unterstützen und noch bekannter machen.

Übergreifendes Ziel der KASA ist, die hospizlichen Angebote in Hessen durch Möglichkeiten der Qualifizierung, Beratung und Begleitung wie auch der Vernetzung zu unterstützen.

So findet am 19. November 2019 die 20. Fachtagung „Leben und Sterben“ in Bad Nauheim statt. Schwerpunkt der diesjährigen Tagung sind die neuen „Leitlinien der Hessischen Landesregierung zur Verbesserung und Stärkung der Sterbebegleitung in Hessen“. Diese sind das Ergebnis des Überarbeitungs- und Diskussionsprozesses des Konzeptes der Landesregierung zur Verbesserung der Sterbebegleitung aus dem Jahr 1996 und werden im Rahmen der Tagung erstmals öffentlich vorgestellt.

Text: Redaktion GM und Hessische Landesregierung

Foto: 1,2,3 rfm

Regionale Unternehmen und Kommunen engagieren sich für den Klimaschutz

Ökoprofit-Runde 2019/2020 startet mit Teilnehmern aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region

Die Projektrunde 2019/2020 des Umweltmanagement-Programms Ökoprofit ist gestartet. Elf neue Ökoprofit-Unternehmen und -Kommunen werden sich ein Jahr lang intensiv mit den Themen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit beschäftigen und dabei vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main begleitet.
Bei der Auftaktveranstaltung begrüßte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Vertreterinnen und Vertreter der elf Unternehmen und Organisationen: „Ich freue mich sehr über Ihre Teilnahme an unserem Projekt Ökoprofit. Sie zeigen damit Verantwortung für das Klima und für einen sparsamen Einsatz von Ressourcen. Gemeinsam können wir mehr erreichen als jeder für sich alleine.“

Ende 2018 hatten Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die erfolgreiche Klimaschutz-Maßnahme nun auch auf Unternehmen und Kommunen aus der Region auszuweiten. „Der Klimawandel macht an kommunalen Grenzen nicht halt, deshalb muss auch unser Engagement darüber hinausgehen. Die Region geht diese Herausforderung gemeinsam an, das ist ein gutes Zeichen“, sagt Kötter.

Als Ergebnis dieser Kooperation nehmen an der neuen Ökoprofit-Einsteigerrunde auch vier kommunale Einrichtungen aus Eschborn, Dreieich, Dietzenbach und Wölfersheim teil. Die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain arbeiten innerhalb des Regionalen Energiekonzeptes seit 2013 eng zusammen und verfolgen das Ziel, in der Region bis zum Jahr 2050 weitestgehend auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Klima und Unternehmen profitieren von Ökoprofit

Ziel von Ökoprofit ist es, Unternehmen und Kommunen im Bereich Umweltmanagement für die Zukunft sicherer aufzustellen, Betriebskosten zu senken und ganz konkret Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. So wurde durch die beteiligten Unternehmen im Rahmen der Ökoprofit-Projektrunde 2018/2019 insgesamt 1.083.809 Kilowattstunden Strom oder 1.020.751 Kilogramm CO2 – und damit 830.571 Euro – eingespart. Der verringerte Stromverbrauch würde ausreichen, um einen 4-Personen Haushalt insgesamt 339 Jahre lang mit Strom zu versorgen. Und es wurde so viel CO2 eingespart, wie von circa 40.000 Bäumen oder 100 Hektar Wald kompensiert werden kann. Das entspricht einer Fläche von insgesamt 143 Fußballfeldern.

An der Ökoprofit-Einsteigerrunde 2019/2020 beteiligen sich:

– Biotest AG
– Central Global Cargo
– Gemeinde Wölfersheim
– Jean Bratengeier Bau
– Kreisstadt Dietzenbach
– Krieger + Schramm
– Stadt Dreieich
– Stadt Eschborn
– Stadt Frankfurt am Main, Personal- und Organisationsamt
– Studierendenwerk Darmstadt
– Wirtschaftsförderung Frankfurt

Die Teilnehmer wollen sich innerhalb eines Jahres kontinuierlich verbessern. Nach einer ersten Bestandsaufnahme vor Ort und einer breit angelegenen Datenerhebung, identifizieren die im Projekt beteiligten Berater die jeweils für den Betrieb relevanten Maßnahmen. Kern dieses Vorgehens ist es, mit den teilnehmenden Betrieben ein umsetzbares Umweltprogramm zu entwickeln.

Ökoprofit-Klub: Verstetigung des Klimaschutz-Engagements

Die an Ökoprofit beteiligten Unternehmen und Kommunen schätzen besonders, dass sie sich im Rahmen von Workshops und anderen Anlässen mit anderen Projektteilnehmern austauschen können. Nach Abschluss des einjährigen Projekts haben die Teilnehmer die Möglichkeit, dem Ökoprofit-Klub beizutreten. Dieser trifft sich pro Projektjahr mindestens vier Mal zum gemeinsamen Austausch. „Der Klub erfreut sich bei unseren Teilnehmern aus der Einsteigerrunde zunehmender Beliebtheit und wächst stetig,“ sagt Florian Unger, Projektleiter im Energiereferat der Stadt Frankfurt.

„Bei unserem Treffen Anfang Oktober hat sich wieder gezeigt, dass der Austausch unter den Vertretern der Ökoprofit-Betriebe ein wichtiges Instrument ist, um die Erfolge aus der Einsteigerrunde zu verstetigen“. In der Projektrunde 2019/2020 nehmen 25 Unternehmen am Klub teil, der auch Teilnehmern aus der Region offen steht.

Ökoprofit ist eine wichtige Klimaschutzmaßnahme

Das Programm Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Frankfurt und der örtlichen Wirtschaft. Projektpartner der diesjährigen Einsteigerrunde ist der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Das Projekt wird außerdem von der IHK Frankfurt am Main, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main unterstützt. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutz-Maßnahmen der Stadt.

Die teilnehmenden Unternehmen sind daher auch Teil des „Team Frankfurt Klimaschutz 2050“. Durch ihre Teilnahme tragen sie dazu bei, dass die Stadt Frankfurt ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen kann: Reduzierung des Energiebedarfs bis 2050 um 50 Prozent, Deckung des Restenergiebedarfs aus kommunalen und regionalen erneuerbaren Energien. Die Treibhausgasemissionen sollen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent verringert werden.

Text: Redaktion GM und Stadt Frankfurt

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