Bio Wetter September: Jetzt besonders viel rausgehen und Vitamin D tanken!

Aktuell Monat September: Dr. Günter Gerhardt und die Dipl. Met. Inge Niedek haben gemeinsam viele Jahre das Biowetter im ZDF („Volle Kanne“) erfolgreich moderiert. Gesund-in-rheinmain.de hat die beiden Fernseh-Profis für einen monatlichen Biowetter-Tipp gewinnen können!

 

Peter und Heidi in der Obstplantage

Foto: © Inge Niedek, privat

Jetzt besonders viel rausgehen und Vitamin D tanken!

Es ist nicht mehr zu verleugnen: Der Herbst naht. Schon steht die Sonne tiefer am Himmel. Über das Biowetter im September und was hierbei für unsere Gesundheit zu beachten ist, haben wir wieder exklusiv für „GesundinRheinMain“ mit dem (Fernseh-) Doc, Dr. Günter Gerhardt, und der ehemaligen ZDF-Wetter-Moderatorin, Dipl. Meteorologin Inge Niedek, gesprochen.

 

Dr. Günter Gerhardt und Dipl. Meteorologin Inge Niedek.

Inge Niedek aktuell: Der August hat zum Schluss noch mal richtig aufgedreht und uns mit Temperaturen von über 30 Grad die dritte und letzte Hitzewelle dieses Jahres gebracht. Der September startet zwar noch hochsommerlich, aber nur für einen Tag. Dann bringen Schauer und örtlich kräftige Gewitter einen heftigen Temperatursturz. Die Tagestemperaturen erreichen dann „nur“ noch 18 bis 23 Grad, die Nächte werden mit 8 bis 12 Grad etwas frisch.

GesundinRheinMain: Liebe Inge Niedek, lieber Dr. Gerhardt – was erwartet uns wettermäßig und in der Auswirkung auf unsere Gesundheit im frühen Herbst?

Inge Niedek: Der September zählt für die Meteorologen statistisch schon als erster Herbstmonat, obwohl der astronomische Herbsbeginn erst am 23.09. des Monats ist. An diesem Tag überquert die Sonne den Äquator südwärts. Das hat zur Folge, dass bei uns die Tage wieder kürzer werden als die Nächte, die Sonneneinstrahlung wird geringer, gleichzeitig wird es auf der Nordhalbkugel langsam kühler.

Die kürzeren Tage machen sich tatsächlich zu keiner Zeit des Jahres so deutlich bemerkbar wie im September.

Immerhin verlieren wir (auf 50° nördlicher Breite) an lichter Tageslänge – das ist die Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang – rund 1 ¾ Stunden Tageslicht. Dennoch hat der September auch noch viel Positives zu bieten, vor allem für die Gesundheit…

Günter Gerhardt: Ich erkläre meinen Patienten dann immer, dass sie jede Wetterlage nutzen können, um ihre Blutgefäße und damit das Immunsystem zu trainieren. Wird es kühler, ziehen sich unsere Blutgefäße zusammen. Bei untrainierten Gefäßen kann diese Reaktion so stark sein, dass über den Blutweg einfach zu wenig Sauerstoff, Nährstoffe und Abwehrzellen zu den Organen gelangen. Das schwächt unser Immunsystem.

Deshalb – raus bei jedem Wetter!

Wenn es mal regnet, profitieren davon auch noch unsere Atemwege. Das ist quasi eine natürliche Inhalation, und das alles ganz ohne Rezept.

Inge Niedek: Altweibersommer ist das Stichwort für den September – wenn er kommt, ist es ein „Bonbon“ mit wunderschönen warmen Tagen. Allerdings können die Abende oder Nächte schon mal empfindlich kühl werden. Deshalb sollte man sicherheitshalber immer eine Jacke und einen leichten Schal bei sich haben – vor allem für die Abend- aber auch für die frühen Morgenstunden.

Günter Gerhardt: …denn frieren wir erst einmal, ist es (fast) schon zu spät. Das bedeutet nämlich, die Krankheitserreger haben angegriffen, und zwar mit Erfolg, weil durch die Kühle die Durchblutung im Nasen-Rachen-Bereich gedrosselt wird.

Schießen Sie nicht gleich mit „Kanonen auf Spatzen“, wenn es Sie dann doch mal erwischt hat! Das können Sie tun:

Bereiten Sie sich einen warmen Halswickel, trinken Sie Kräutertees, nutzen Sie Gurgellösungen (erhältlich in der Apotheke) und genießen Sie auch mal die (Bett-)Ruhe. Das sollte Sie schnell wieder auf die Beine bringen. Wenn sich die Halsschmerzen allerdings nicht bessern oder noch Fieber dazu kommt, dann suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf.

Inge Niedek: Im September sind erste Nebenfelder am frühen Morgen deutliche Herbstzeichen. Meist ist die Luft allerdings noch warm genug, so dass sich der Nebel rasch wieder auflöst. Wettertechnisch kann es auch schon mal richtig ungemütlich werden mit Wind und Regen. Scheint aber die Sonne, dann wird ihre Wärme häufig jetzt als angenehmer empfunden als während des Sommers.

Günter Gerhardt: Dann ist jetzt Heliotherapie angesagt. Wissen Sie was das bedeutet? Das heißt nichts anderes, als: Raus ins Sonnenlicht und die Vitamin D-Speicher für den Winter auffüllen!

Dagegen enthält die uns bevorstehende Wintersonne nur wenig UV-B-Strahlen. Doch nur diese bilden in der Haut zunächst die Vorstufe des Vitamin D. Von der Haut wird es dann zur Verstoffwechselung in die Leber transportiert und in der Niere als Vitamin D aktiviert.

Unser Redaktionsfazit: Der September ist die Zeit der Abhärtung, um gut vom Sommer in den Winter zu kommen. Es geht vor allem um die letzten Sonnenstrahlen, denn die füllen unseren Vitamin D-Speicher auf.

 

 Text ©:ATH Medien, Dr. Günter Gerhardt, Dipl. met. Inge Niedek.

Foto: © Inge Niedek, privat

Bilde: Copyright:123RF.com

 

 

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