NoPlastik!TUI Cruises unterstützt terre des hommes-Projekt gegen Plastikmüll

NoPlastik!TUI Cruises unterstützt terre des hommes-Projekt gegen Plastikmüll

Unter dem Motto NoPlastik! hat das Kinderhilfswerk Terre des Hommes gemeinsam mit TUI Cruises dem Plastikmüll in Indonesien den Kampf angesagt und ein gemeinschaftliches Projekt mit fünf terre des hommes-Partnerorganisationen gestartet.

„Dieses Projekt hat uns überzeugt und passt zu uns. Als Kreuzfahrtreederei sind wir uns der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Das sagen wir nicht nur, sondern wir handeln auch. So haben wir im vergangenen Jahr unser Plastikreduktionsprogramm Wasteless gestartet, um einen Weg in den plastikfreien Urlaub zu finden“, so Wybcke Meier von TUI. Gleichzeitig liegt die Region Südostasien TUI Cruises am Herzen: „Viele der Crewmitglieder an Bord unserer Schiffe kommen aus dieser Region und berichten uns aus eigener, leidvoller Erfahrung von dem Problem des Plastikmülls.“

„Indonesien wird von einer Flut von Plastikmüll bedroht, der aus dem Meer angeschwemmt wird. Die Kinder in den Dörfern an den Küsten leiden unter der Verschmutzung ihrer Umwelt. Wir haben deshalb mit finanzieller Unterstützung durch TUI Cruises in Höhe von 100.000 Euro ein Projekt gestartet, um die Lebensumstände der Kinder zu verbessern“, sagt Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher von terre des hommes.

An verschiedenen, besonders vom Plastikmüll betroffenen Orten Indonesiens bekommen Kinder und Jugendliche im Rahmen eines landesweiten Pilotprojektes ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Gefahren von Plastikpartikeln im Fisch, einem der Hauptnahrungsmittel von Kindern. Sie erlernen Techniken der Vermeidung und des Recyclings.

Ferner geht es darum, Verhaltensänderungen anzustoßen und die örtlichen und nationalen Behörden in Indonesien in den Kampf gegen Plastikmüll einzubinden. Neben Kindern und Jugendlichen werden auch Lehrer aktiv in das Projekt mit eingebunden. Gemeinsam werden Unterrichts- und Infomaterialien erstellt, durch Medienarbeit wird ein ökologisches Bewusstsein gefördert. Gemeinsam mit den Behörden und Unternehmen vor Ort soll ein Müllmanagement mit Müll-Sammelpunkten etabliert werden. Gleichzeitig stehen Sammlung, Abtransport und umweltgerechte Entsorgung bzw. Wiederverwendung des Mülls im Mittelpunkt.

Die Grün & Fair-Ausflüge sind seit mittlerweile sechs Jahren bei TUI Cruises im Programm. Bei den nachhaltig ausgerichteten Exkursionen lernen die Gäste nicht nur die Natur- und Kulturschätze der jeweiligen Region kennen, sondern tragen durch ihren Besuch auch zum Erhalt dieser bei. Mit dem dazugehörigen Spendenprogramm konnten im vergangenen Jahr insgesamt 194.820 Euro gesammelt werden. Neben terre des hommes fließen die Spenden außerdem an die TUI Care Foundation und SECORE International.

Hessen hält als Sportland eine Spitzenposition inne

Der Sport ist ein elementarer Bestandteil der aktiven Bürgergesellschaft in Hessen. Über zwei Millionen Menschen betreiben in den gut 7.600 hessischen Vereinen Sport. Hiervon sind ca. 800.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis 27 Jahre. Das entspricht rund 40 Prozent aller Vereinsmitglieder. Aber auch die über 60-Jährigen sind aktiv: 15 Prozent von ihnen treiben Sport in den Vereinen. Der Anteil wächst weiter.

Das zeigt: Sport geht einen Großteil der Bevölkerung in Hessen an.

Sport ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten gesellschaftlichen Organisationen. Es ist deshalb eine unverzichtbare Aufgabe für die Landesregierung, den Sport in all seinen Facetten zu stärken und zu fördern.

Die Hessische Landesregierung verfolgt einen auf dem Prinzip der Subsidiarität beruhenden sportpolitischen Ansatz. Das bedeutet, dass all diejenigen Aufgaben, die von der nächst niedrigeren Ebene, also lokal und regional, erledigt werden können, dort auch erfüllt werden sollten. Die Landesregierung hilft den Rahmen zu setzen, damit die Bevölkerung in der Breite Sport treiben kann sowie Leistungs- und Spitzensport systematisch entwickelt werden können. In diesem Sinne betreibt die Landesregierung Sportpolitik als Politik für den Sport und füllt die große Bandbreite sportpolitischer Wirklichkeit mit Leben.

Von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter begleitet uns der Sport, er durchzieht alle Lebensbereiche und alle Kulturen. In jedem Alter vermittelt der Sport ein lebenstaugliches Wertegerüst und eine positive Kraft, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausgeht. Sport ist zudem das ideale Mittel zur Integration von Jung und Alt, Deutschen und Ausländern, für Behinderte und Nichtbehinderte und zwischen Frauen und Männern. Nirgendwo in der Gesellschaft ist es so selbstverständlich, sich gemeinsam zu betätigen. Das belegt eindrucksvoll die Bedeutung des Sports.

In den Jahren 2019-2023 sollen über das neu aufgelegte Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramms („SWIM“) erforderliche Investitionen in hessischen Frei- und Hallenbädern erneut mit 50 Millionen € Landesmitteln gefördert werden. Fünf Jahre lang stehen jeweils 10 Millionen Euro zur Förderung von Investitionsvorhaben zur Verfügung, die insbesondere die Betriebskosten und den Energieverbrauch senken. Das Landesprogramm zielt darauf ab, dass moderne und zukunftsfähige Schwimmbäder in Hessen zur Verfügung stehen und somit umfangreiche Möglichkeiten bestehen, die Schwimmfähigkeit generell zu erlernen und den Schwimmsport in Hessen weiterzuentwickeln. Die Förderung des Behindertensports und der Inklusion im Sport ist ein großes Anliegen der Hessischen Landesregierung. So unterstützt sie u.a. die Arbeit des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes mit einer institutionellen Förderung von jährlich 340.000 €.

Text: Hessische Landesregierung/Redaktion girm

Logo: Hessische Landesregierung

Mehr Laienaufklärung zur Reanimation auch in Hessen gefordert

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ hat der „German Resuscitation Council“ (GRC) eine bundesweite Aufklärungskampagne zur Laienreanimation gestartet. Die Organisation wird von vielen Partnern unterstützt wie dem ADAC und der Pépinière-Stiftung sowie Städten, Gemeinden und Landkreisen einschließlich ihrer Verkehrsunternehmen. Vorreiter ist der Kölner Prof. Bernd Böttiger mit dem wir über Reanimation erst kürzlich exklusiv gesprochen haben. Klicken Sie dieses Interview in unserer Serie „Andrea Thoma trifft…Prof. Bernd Böttiger“ jetzt an!

Die wichtigsten Schritten im Notfall heißen: „Prüfen, Rufen, Drücken“. Dazu dienen Plakate und Infoscreens an öffentlichen Plätzen sowie in Bussen und Bahnen, teilt der GRC mit. Die Kampagne geht bis zum 16. Oktober, dem weltweiten Tag der Wiederbelebung („World Restart a Heart Day“).

Um die Reanimation ist es in Deutschland nicht gut bestellt, betont der GRC. Nach Angaben der Organisation erleiden deutschlandweit jährlich über 50.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand – und nur jeder zehnte Betroffene überlebt. Der Grund: Bereits nach drei bis fünf Minuten kommt es aufgrund von Sauerstoffmangel zu Hirnschäden. Rettungsdienste benötigten aber durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Patienten.

Diese Zeit könnte durch Herzdruckmassage eines Laien oder eines Ersthelfers überbrückt werden. Nach GRC-Angaben helfen aber nur 39 Prozent der Deutschen aktiv. In anderen europäischen Ländern liege die Quote bei bis zu 80 Prozent.

Zur Verbesserung der Situation hat der GRC einen vierstündigen „Modularen Lehrerausbildungskurs zum Wiederbelebungsunterricht in Schulen“ entwickelt (Notfall + Rettungsmedizin 2019; 22: 334). Für den Unterricht stellt der GRC zudem Lehrmaterialien und Hintergrundinformationen zur Reanimation zur Verfügung.

Foto: Prof. Bernd Böttiger und Flyer: © Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Universitätsklinik Köln

Text: GM Redaktion und GRC

Aktuell: Hessen will Tierschutz durch Datenbank sicherstellen

Hessen und Schleswig-Holstein bringen Antrag zu mehr Tierwohl auf der Agrarministerkonferenz in Mainz ein

„Wir sind dem Tierschutz verpflichtet und das auch über EU-Grenzen hinaus. Aus diesem Grund bringen wir bei der Agrarministerkonferenz gemeinsam mit Schleswig-Holstein einen Antrag auf den Weg, der den Bund zur Einrichtung einer bundesweiten Datenbank auffordert. Diese soll umfangreiche Informationen zu den Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren beinhalten. Nur so können wir den Tierschutz sicherstellen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz dieser Tage vor der Agrarministerkonferenz in Mainz.

Transport in Drittländern

„Wenn Rinder länger als 29 Stunden unterwegs sind, ohne Pausen, ohne genügend Futter oder Wasser, dann dürfen solche Transporte nicht genehmigt werden. Den Veterinärbehörden, die über Transportgenehmigungen entscheiden, fehlen aber häufig valide Daten darüber, wo die Tiere auf dem Transport im Drittland überhaupt abgeladen und versorgt werden können. Deshalb ist eine zeitgemäße Datenbank von so großer Bedeutung“, erklärte Ministerin Hinz. „Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat ein Konzept für eine moderne Datenbank entwickelt, das bereits seit Mai vorliegt. Trotzdem hat der Bund, der selbst nur einen nicht praktikablen Vorschlag machte, die Einrichtung einer solche Plattform bisher noch nicht beauftragt. Uns ist unklar, warum die nächsten Schritte nicht eingeleitet wurden. Im Sinne des Tierwohls sollte die Umsetzung nun endlich erfolgen,“ ergänzte Hinz.

„Versprechen, Verzögern und Aussitzen scheint derzeit die Strategie des zuständigen Bundesministeriums. So kündigt Ministerin Klöckner aktuell an, den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, Transporte von Tieren bei Temperaturen von über 30 Grad zukünftig auch sanktionieren zu können. Dabei bezieht sie sich auf massive Verstöße im Sommer 2017 und 2018. Die Umsetzung dieser Maßnahme wäre im Frühjahr 2019 erforderlich gewesen. Wieder ist ein Sommer ohne weitere Aktivität des Bundes vergangen“, bedauerte Hinz.

Tierleid verhindern

„Hessen hat bereits im März 2019 mit einem Erlass die Exporte von Nutztieren in Drittländer gestoppt. Dies ist wichtig, um unnötiges Tierleid zu verhindern“, sagte Ministerin Hinz. „Doch wir kommen nicht weiter, wenn die Bundesländer alleine für mehr Tierschutz bei Tiertransporten kämpfen. Selbstverständlich sind die Länder für die Inaugenscheinnahme des Transportfahrzeugs vor Ort zuständig. Die Länder allein können aber nicht dauerhaft die Überprüfung von Versorgungs- und Entladestationen in Drittländern übernehmen. Wir brauchen bundesweit einheitliche Regeln und verbindliche Tierschutzabkommen mit Drittstaaten. Unser langfristiges Ziel muss sein, den Transport von lebenden Tieren über mehrere Tausend Kilometer zu vermeiden“, betonte die Ministerin. Meistens werden Tiere zu Zuchtzwecken in Drittstaaten exportiert. Mit dem Export von Samen gibt es eine sinnvolle Alternative zu den langen Tiertransporten.

Recherche der Hessischen Tierschutzbeauftragen

Der Antrag bei der Agrarministerkonferenz beruft sich auf die Recherche der Hessischen Tierschutzbeauftragen Dr. Madeleine Martin. Sie hatte Transportrouten und Versorgungsstationen in Kasachstan und Usbekistan besichtigt und herausgefunden, dass der Transport von Rindern unter den aktuellen Umständen in diese Länder nicht genehmigungsfähig ist.

Zu einem tierschutzgerechten Transport gehört gemäß EU-Verordnung, dass Rinder nach 29 Stunden Fahrt in einem Transporter in hierfür eingerichteten Versorgungsstationen abgeladen, gefüttert und getränkt werden und außerdem eine Ruhepause von 24 Stunden erhalten.

Foto: 1,2,3 rfm

Text: GM Redaktion und Hessisches Ministerium für Umwelt

Fund der Asiatischen Tigermücke in Frankfurt: Bevölkerung wird um aktive Mithilfe gebeten!

Aktuell wurde im Frankfurter Stadtgebiet wieder Stechmücken gefunden, die gefährliche Krankheitserreger auslösen können. Es handelt sich um die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die bereits 2018 erstmals in Frankfurt am Main nachgewiesen.

Der Nachweis erfolgte durch einen aufmerksamen Bürger und den Mückenatlas, einem Projekt des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Die aus Südostasien stammende Stechmücke ist potenzielle Überträgerin verschiedener hauptsächlich in wärmeren Regionen vorkommender Krankheitserreger wie beispielsweise dem Dengue- oder Chikungunyavirus. In einigen Regionen Deutschlands hat die Tigermücke bereits überwintert und sich dauerhaft angesiedelt. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass sich die Tigermücke nicht auf dem eigenen Grundstück und im eigenen Garten ansiedelt.

Ausbreitung der Stechmücken

Um die Ausbreitung der Stechmücken zu verhindern und ihre Populationen einzudämmen, bittet die Landesregierung die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe durch einfache Maßnahmen im eigenen Garten und auf dem eigenen Grundstück. Der wirksamste und nachhaltigste Schutz ist, den Mücken die Möglichkeit zum Brüten zu nehmen und so ihre Ansiedlung von vorneherein zu verhindern. Die Ansiedlung der Tigermücke kann mit einfachen Handgriffen verhindert werden, z.B. indem jegliche unbeaufsichtigten Wasseransammlungen auf dem Grundstück und im Garten über den Sommer vermieden werden.

Wasseransammlungen in Blumentopfuntersetzern, ungenutzten Gießkannen oder Eimern sollten vermieden und Regentonnen abgedeckt werden. Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken sollte mindestens einmal wöchentlich ausgetauscht werden. Zudem sollten Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreit werden, damit sich kein Wasser darin staut. Bei der Grabpflege auf dem Friedhof empfiehlt es sich, ungenutzte Blumenvasen auf den Kopf zu stellen und Giesskannen zu leeren.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat einen Flyer erstellt, der in allen hessischen Gesundheitsämtern ausliegt. Ausführliche Informationen sowie Handlungsempfehlungen für die Bevölkerung sind zudem online zu finden.

Mückenmonitoring

Eingefangene Mücken können beim Mückenatlas zur Artbestimmung eingeschickt werden. So kann jeder schnell und einfach einen Beitrag zum Mückenmonitoring in Deutschland leisten.

Wertvolle Informationen über das Ausbreitungsmuster

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat Expertinnen und Experten des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums mit der Durchführung eines Tigermückenmonitorings beauftragt. Die hierbei erhobenen Daten sollen wertvolle Informationen über das Ausbreitungsmuster der Stechmücken liefern und künftig dabei helfen, die erforderlichen Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke, nicht nur in Frankfurt am Main, gezielter einzusetzen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration steht im engen Austausch mit dem Mückenatlas und dem HLNUG.

Foto: 1,2,3 rfm

Text: GM Redaktion, Hess. Ministerium für Umwelt

Misteltherapie: Erfolge bei Lungenkrebs!

Mehr Lebensqualität, Linderung der Nebenwirkung aggressiver Therapien: Was Misteltherapie bewirkt, ist gut belegt. Eine aktuelle Studie gibt Hinweise auf eine verlängerte Lebenszeit bei fortgeschrittenem Lungenkrebs.

Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom leben länger, wenn sie ergänzend zur konventionellen Therapie eine Misteltherapie bekommen haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Beobachtungsstudie. Von einem bemerkenswerten Ergebnis spricht Dr. med. Friedemann Schad, Erstautor der Studie und Leiter des Onkologischen Zentrums am anthroposophischen Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, auch angesichts der schlechten Prognose für ein fortgeschrittenes Bronchialkarzinom. Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, das rund 85 Prozent der Lungenkrebsfälle ausmacht, gilt als besonders aggressiv.

Für die Studie waren die Daten von 158 Patienten im Stadium IV (mit Metastasen) ausgewertet worden. 108 Betroffene bekamen ausschließlich eine konventionelle Therapie (Chemotherapie, gegebenenfalls zusätzlich Bestrahlung), 50 Patienten wurden zusätzlich mit der weißbeerigen Mistel (Viscum album L.) behandelt. Das durchschnittliche Überleben in der kombinierten Be-handlungsgruppe betrug 17 Monate, in der Vergleichsgruppe ohne Mistel lediglich acht Monate. Die Drei-Jahres-Überlebensrate lag bei den mit Mistel behandelten Patienten bei 25,7 Prozent gegenüber 14,2 Prozent in der Kontrollgruppe. Die Forscher weisen einschränkend darauf hin, dass die Studie lediglich eine Korrelation zeige, sehen aber ein positives Signal für weitere Forschung.

Wirksamkeit von Misteltherapie vielfach belegt
„Es gibt mehr als 100 veröffentlichte klinische Studien, die in der Mehrzahl die Wirksamkeit der Mistelpräparate belegen. Davon sind 39 wissenschaftlich besonders hochwertig („prospektiv-randomisiert“)“, sagt Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. Misteltherapie verbessert die Lebensqualität und hilft die Nebenwirkungen belastender Therapien wie Müdigkeit (Fatigue), Depression, Angst, Schmerzen und Übelkeit/Er-brechen zu verringern. Einige Studien dokumentieren auch günstige Auswirkungen auf das Über-leben, etwa in einer Studie mit 240 Patienten, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs im Stadium IV erkrankt waren. Durch die Kombination von Chemotherapie und Mistel verlängerte sich das Gesamtüberleben von 7,3 (Chemo ohne Mistel) auf 12,1 Monate (Axtner J et al./BMC Cancer 2016). Die Wirkstoffe der Mistel sind die Mistellektine, die zellzerstörende Eigenschaften haben. Viscotoxine, die in jungen Blättern und Trieben die höchste Konzentration haben, stimulieren das Immunsystem.

Streit um Misteltherapie
Viele Krebspatienten entscheiden sich für die ergänzende Misteltherapie, mit guten Ergebnissen, so die Erfahrungen der GfBK. Die US-Amerikanerin Ivelisse Page begegnete mit einer Kombination von Operationen und Misteltherapie einer Darmkrebserkrankung im Stadium IV mit Metastasen in der Leber und ist bis heute krebsfrei. Mit ihrer Nonprofit-Organisation Believe Big hat sie die erste klinische Studie in den USA auf den Weg gebracht, die die Wirkung intervenöser Misteltherapie untersucht. Für Schulmediziner, die der Mistel die Wirksamkeit absprechen, hat der Ärztliche Direktor deshalb kein Verständnis.

Im Frühjahr 2019 hatte ein Team um Dr. Jutta Hübner, Professorin für Integrative Onkologie an der Universitätsklinik Jena, nach einer Literaturrecherche die Evidenz für die Misteltherapie bei Krebs bestritten: Mistelpräparate würden weder mit Blick auf das Überleben noch hinsichtlich Lebensqualität und therapiebedingten Nebenwirkungen irgendeinen Vorteil ergeben. „Das halten auch andere qualifizierte Verbände für einseitige effekt-heischende Stimmungsmache“. Eine Gruppe anthroposophischer Ärzte und Onkologen um den Gastroenterologen Professor Dr. med. Harald Matthes vom Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe übte scharfe Kritik an der Arbeit Hübners. Sie enthalte gravierende methodische Mängel.

Kostenerstattung der Misteltherapie
Mistel wird auf Kassenrezept in der sogenannten palliativen Therapie erstattet, wenn zum Beispiel bei Patienten Fernmetastasen auftreten oder die Krebserkrankung inoperabel ist. In der unterstützenden, adjuvanten Therapie bei einer heilbaren Krebserkrankung sind Mistelpräparate nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes zwar arzneimittelrechtlich zugelassen, nur nicht mehr auf Kassenrezept. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen die Kosten auf Antrag über-nehmen, müssen es aber nicht. „Leider lehnt die Mehrzahl der Gesetzlichen Krankenkassen die Erstattung der Mistelpräparate in der adjuvanten Situation ab, dennoch sollte im Einzelfall nichts unversucht bleiben“, so Dr. Irmey.

Beobachtungsstudien: In Beobachtungsstudien wird wissenschaftlich untersucht, welche Ergebnisse (Real World Data) in der Praxis bei Patienten ankommen. Diese Perspektive gewinnt – auch international – zunehmend an Bedeutung.

Text: Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.

Foto:123RF

Best Ager Reisetrend: Generation 55plus nutzt Urlaub für Gesundheit, Fitness und Schönheit

„Best Ager Wellness“ heißt der Urlaubstrend bei der Generation 55plus. Nicht umsonst ist das Reiseangebot mit Fokus auf „Healthy Aging“, „Transformation und „Verjüngung“ in den letzten Jahren stark gewachsen und zieht immer mehr das Interesse einer dynamischen Best Ager-Bewegung auf sich.
Fit Reisen-Geschäftsführerin Claudia Wagner erklärt: „Männer und Frauen ab Mitte 50 stehen heute fest im Leben, fühlen sich jung und vital. Sie nutzen ihren Urlaub aktiv, um erste Anzeichen des Älterwerdens präventiv anzugehen, um lange körperlich und geistlich fit zu bleiben. Zusammen mit unseren Hotelpartnern entwickeln wir passende Behandlungstherapien – diese reichen von Ayurveda und Yoga, über spezielle Massagen und Gesichtsbehandlungen bis hin zu Thalasso.“

„Ayurvedische Verjüngungskur“

Hierbei kommen ganzheitliche Pulver-, Pasten- und Seidenhandschuhmassagen zum Einsatz, die den Stoffwechsel anregen und eine Gewebestraffung erreichen. Entgiftungsprozesse im Körper kommen in Gang und typische Problemzonen wie Po, Bauch, Oberschenkel und Unterarme werden behandelt. Um die körperliche und geistige Fitness zu steigern dienen Yoga-Einheiten, die die Beweglichkeit, Balancefähigkeit, Muskelstärkung und Stressbewältigung fördern.

Lichttherapie gegen Altersflecken und Haarausfall

Ein junges Erscheinungsbild muss keine Frage des Alters sein – wer unliebsame Alterserscheinungen wie Pigmentstörungen, Haarausfall, Cellulite oder Besenreiser entgegenwirken möchte, der begibt sich zur „Lichttherapie“.

Neben einer Hautanalyse und Hautwerte-Messung gibt es Behandlungen von Gesicht und Dekolleté mit individuell abgestimmten Wirkstoffen, Bemer Magnetfeldtherapien zur Aktivierung der Durchblutung und eine Lichttherapie mit CF Biolight. Unterschiedliche Lichtquellen ermöglichen eine schnelle und schmerzfreie Behandlung, um Zellen zu erneuern und die Kollagen- sowie Elastin-Produktion anzuregen.

„Healthy Aging“

Unter dem Motto „Healthy Aging“ erhalten Gäste u.a. eine Ernährungsberatung, Gewebe-, Wasser-, Fett- und Muskelanalyse, Massagen und Peelings, Atem- und Rückenübungen, Nordic-Walking, Wasseraerobic und Eintritt in den Meerwasserinnen- und Außenpool.

Kaolin-Hauttherapie

Kaolin ist eine Art weiße Tonerde mit Detox- und kosmetischer Wirkung, die als lokales Naturheilmittel täglich produziert wird. Zusammen mit Kolloidsilber und Hanföl verhilft diese Ganzkörperpackung zur Verbesserung des Herz-, Lymph- und Kreislaufsystems, sowie gegen Rheuma und Arthrose. Äußerliche Alterserscheinungen, Akne und weitere Hautproblemen werden ebenso behandelt, da die Haut gereinigt und die Elastizität verbessert wird.

Schönheit vor Alter

Das Programm „Schönheit“ soll die körperliche und geistliche Haltung verbessern. Auf dem täglichen Therapieplan stehen unter anderem eine Eingangs- und Abschlussuntersuchung, Schönheitsberatung, individuelle Phytotherapien, energetische Gesichtsbehandlungen sowie Aculifting, revitalisierende Anti-Aging Massagen und verschiedenen Aktivitäten wie Qi Gong, Meridian Stretching oder Tai Chi.

© Textauszug: fitreisen.de

Foto: © fitreisen.de