Weniger Hausärzte in Hessen als bundesweit

Das Ärztenetz in Hessen ist dichter geworden, aber die einzelnen Mediziner sind regional und nach Fachrichtungen ungleich verteilt. Das geht aus neuen Daten des Bundesarztregisters hervor, die die Deutschen Presse-Agentur veröffentlicht hat.

Ende 2019 kamen in Hessen 214,2 Ärzte und Psychotherapeuten auf 100 000 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es 210,9 gewesen. Gesunken ist allerdings die Zahl der Hausärzte: von 65,2 auf 64,9 pro 100 000 Einwohner. Fakt ist: Immer weniger junge Mediziner wollen sich als Hausärzte niederlassen.

Der hessische Durchschnittsarzt ist 54 Jahre alt, fast zwölf Prozent der Mediziner im Land sind älter als 65 Jahre. Der durchschnittliche Hausarzt ist sogar zwischen 55 und 56, in dieser Berufsgruppe sind fast 15 Prozent älter als 65 Jahre.

Sowohl bei der Ärztedichte als auch beim Durchschnittsalter liegt Hessen im Mittelfeld der Bundesländer.

Schaut man sich aber die einzelnen Regionen in Hessen genauer an, dann sieht das Bild wie folgt aus:

Der Kreis Darmstadt-Dieburg hat am zweitwenigsten Hausärzte von ganz Deutschland! 51,2 Hausärzte kommen hier auf 100 000 Einwohner. Nur in Herford in Nordrhein-Westfalen ist die Lage noch schlechter. Die Stadt Kassel gehört hingegen mit 316,7 Ärzten und Therapeuten pro 100 000 Einwohner zu den „Top 10“ bei der allgemeinen Arztdichte, die niedergelassene Mediziner verschiedener Fachrichtungen erfasst.

Zur Gesundheitsversorgung in der jeweiligen Region tragen die Praxen der Kassenärzte nicht alleine bei – dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler.

Text: dpa/girm Red.

Foto:123RF

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