Deutscher Wetterdienst: Klimawandel bringt Dürre auch bei uns

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach hat eine neue Langfristvorhersage entwickelt, die Landwirten bis zu sechs Wochen im Voraus die Bodenfeuchte vorhersagt und über potentielle Dürregefahren informiert. „Ich bin optimistisch, dass die Landwirte mit unseren neuen Dürreprognosen künftig Ertragsausfälle, wie wir sie im Jahr 2018 erleben mussten, zumindest vermindern können“, erklärt Prof. Dr. Paul Becker, DWD-Vizepräsident, bei der jährlichen Klima-Pressekonferenz des nationalen Wetterdienstes.

Im vergangenen Jahr fielen in Deutschland nur rund 60 Prozent der sonst hier üblichen Niederschläge. Vor allem die Monate April bis November waren außergewöhnlich trocken. Die Folgen seien, so der DWD, vor allem für die Land- und Forstwirtschaft dramatisch gewesen: Es herrschte Dürre in großen Teilen Deutschlands, in vielen Regionen verdorrte das Gras auf den Weiden, bei Getreide und Feldfrüchten kam es zu erheblichen Ernteausfällen und damit auch wirtschaftlichen Schäden, bundesweit traten Wald- und Feldbrände auf.

Die außergewöhnliche Trockenheit im Jahr 2018 werde aber kein Einzelereignis bleiben. Becker: „Die Klimaforschung ist sich einig: Solche Wetterextreme werden mit dem Klimawandel immer wahrscheinlicher. Wir müssen künftig häufiger, wenn nicht gar in regelmäßigen Abständen, mit Dürre in Deutschland rechnen“. Die Nutzung langfristiger Vorhersagen von Trockenperioden werde damit immer wichtiger und sei eine notwendige Anpassung an den Klimawandel.

Grundlage der neuen DWD-Dürreprognosen sind Vorhersagen der Bodenfeuchte. Die Bodenfeuchte beschreibt, wieviel Wasser im Boden gespeichert ist. So kann es im Sommer wochenlang nicht geregnet haben und trotzdem verfügen die Pflanzen durch die gespeicherte Bodenfeuchte aus Niederschlägen des Winters und Frühlings über genug Wasser für ihr Wachstum.

Der Boden wirkt als Puffer, kann Pflanzen auch mal über längere Trockenzeiten hinweghelfen. Die Bodenfeuchte ist eine sich nur langsam verändernde Speichergröße. Genau diese Eigenschaft wird bei der Berechnung langfristiger Bodenfeuchte-Vorhersagen genutzt. Becker: „Mit den heute verfügbaren Vorhersagetechniken hätte der DWD die im Juni 2018 in großen Teilen Deutschlands anhaltende Dürre schon 6 Wochen vorher mit guter Qualität vorhersagen können.“

2018 brachte neue Temperaturrekorde in Deutschland

Auch bei der Wetter- und Klimabilanz des vergangenen Jahres des DWD standen Wetterextreme und der Klimawandel im Vordergrund. So brachte 2018 mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 Grad Celsius (°C) in Deutschland einen neuen Rekord. Es war das wärmste Jahr in der 138-jährigen Temperaturzeitreihe des nationalen Wetterdienstes. Seit 1881 beträgt der Erwärmungstrend in Deutschland damit +1,5 Grad.

In Europa war 2018 das drittwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn, weltweit lag es auf dem 4. Rang. Neue Rekorde gab es im Sommerhalbjahr 2018 auch bei den sogenannten heißen Tagen mit einer Lufttemperatur von 30 °C und mehr und Sommertagen mit einer Lufttemperatur von 25 °C und mehr. Erfasst wurden im bundesweiten Mittel 20 heiße Tage. Damit wurde der alte Rekord von 19 Tagen aus dem Jahr 2003 knapp übertroffen. Die Zahl der Sommertage lag bei 74. Das waren sogar 12 Tage mehr als 2003. „Solche heißen Sommer sind mit erhebliche Belastungen und damit Gesundheitsgefahren für empfindliche Menschen verbunden“, warnt Dr. Thomas Deutschländer, Klimawissenschaftler des DWD.

Außergewöhnlich war 2018 auch die Sonnenscheindauer. Von Februar bis November gab es durchweg einen Sonnenscheinüberschuss, nur der Januar und Dezember waren zu trüb. Unter dem Strich war 2018 mit einem Mittel von 2.015 Sonnenstunden in Deutschland das sonnenscheinreichste Jahr seit Beginn solcher Aufzeichnungen 1951. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 wurde um 1,5 Stunden übertroffen. Das Jahr 2018 stand also, so Deutschlandländer, hierzulande ganz im Zeichen des Klimawandels – aber nicht nur aufgrund neuer Rekorde bei Temperatur und Sonnenscheindauer.

2018 im Mittel ein Niederschlagsdefizit von 200 Litern pro Quadratmeter

Auch beim Thema Niederschlag müsse man aufhorchen. Zehn der zwölf Monate waren zu trocken. Nur der Januar und der Dezember brachten ein Plus beim Niederschlag. Das Defizit wurde dadurch aber bei weitem nicht ausgeglichen. 2018 wurden mit einer Niederschlagsmenge von insgesamt 586 Litern pro Quadratmeter (l/m2) im Flächenmittel von Deutschland über 200 l/m2 weniger Regen als im vieljährigen Durchschnitt gemessen. Mit diesem Minus von knapp 26 Prozent war 2018 das vierttrockenste Jahr seit 1881. Eine Folge: Bereits im Juni lag die nutzbare Feldkapazität – oft auch Bodenwasservorrat genannt – im Deutschlandmittel bei nur noch 43 Prozent und sank bis September auf extrem niedrige Werte von rund 30 Prozent. Selbst Ende November waren die Böden nur etwa zur Hälfte mit Wasser aufgefüllt.

Der DWD-Experte resümiert: „Das Jahr 2018 hat vielleicht noch eindrücklicher als 2017 gezeigt, mit welchen folgenreichen Auswirkungen wir bei weiter steigenden Temperaturen in Deutschland künftig wohl rechnen müssen.“

Text: © Deutscher Wetterdienst

Grafik: © Deutscher Wetterdienst

Foto: © 123RF

THERMEN-HOPPING IST ENTSPANNUNG IN HISTORISCHEM AMBIENTE

Trotz Sommer sehnen sich viele Menschen nach einer kleinen Auszeit und ganzheitlichem Wohlbefinden in warmen Gefilden. Machen Sie doch einmal „Thermen-Hopping“ in Hessen!

14 Thermalbäder mit Heilwasser laden in Hessen zum Entspannen ein – einige davon mit bewegter Vergangenheit und in historischem Ambiente. So zum Beispiel das Jugendstilbad Darmstadt, das 1909 unter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt als Volksbad eröffnet wurde. Seiner Zeit entsprechend war es einst in zwei Teile aufgeteilt: Im nördlichen Trakt befand sich das Herrenbad, im südlichen Trakt das Damenbad.

Trotz historischem Ambiente verbirgt sich heute eine moderne Bade- und Saunalandschaft hinter den Mauern. Zusätzlich finden Wellnessfans einen SPA-Bereich, die Möglichkeit für wohltuende Massagen und Anwendungen und obendrauf noch ein sehr abwechslungsreiches Kursangebot. Weiche und warme Farben geben dem Bad mit seiner Bade- und Saunawelt eine unverwechselbare Wohlfühlatmosphäre. Das Jugendstil-Highlight ist das ehemalige Herrenbad mit restaurierter Jünglingsfigur, einem Brunnen und den historischen Umkleidekabinen auf dem Balkon der Schwimmhalle. 2008 wurde das Bad von der European Waterpark Association mit dem Sonderpreis für „Wiederbelebung historischer Badekultur“ ausgezeichnet. Internet: www.jugendstilbad.de

In der Kaiser-Friedrich-Therme mitten in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden finden Badefreunde und Erholungssuchende Badeluxus auf höchstem Niveau. Vorbild für das 1913 eröffnete Bad waren antike Thermen: Als Hommage an das römische Schwitzbad, auf dessen Fundament es errichtet wurde, präsentiert sich die Anlage im Stil einer antiken Therme mit säulenverzierten Räumen und aufwändigen Ornamenten. Die originale Ausgestaltung im Dekor des Jugendstils ist in verschiedenen Räumlichkeiten noch heute erhalten, ebenso das denkmalgeschützte Irisch-Römische-Bad. Tepidarium, Sudatorium, das historische Schwimmbad, wertvolle Keramiken und Fresken und das Russische Dampfbad spiegeln ebenfalls den Jugendstil wider.

Das Wasser der Therme stammt aus der Adlerquelle, die bereits vor 2.000 Jahren von den Römern entdeckt und genutzt wurde. Dank dieses wertvollen Naturelements wurde Wiesbaden zur weit bekannten Weltkurstadt. Selbst Goethe berichtete in Briefen an seine Frau, wie sehr die Bäder zu seinem Wohlbefinden beitrugen. Internet: www.wiesbaden.de

Das 1890 erbaute Kaiser-Wilhelms-Bad im denkmalgeschützten Kurpark von Bad Homburg hieß einst Fürstenbad. Keine Geringeren als der König von Großbritannien Eduard VII., Otto von Bismarck und König Chulalongkorn von Siam, dem heutigen Thailand, weilten in dem hessischen Heilbad zur Therapie. Wo früher die Adligen Erholung fanden, können heute Erholungssuchende in den Genuss großer Badetraditionen kommen.

Hinter den historischen Mauern verbirgt sich das Kur-Royal Day Spa – eine Wellnessoase im mediterranen Ambiente mit Dampf- und Dunstbädern. Der Wellnessgast hat die Möglichkeit, Massagen und Packungen zu genießen, doch auch Gesundheitsvorsorge, traditionelle und fernöstliche Anwendungen und medizinische Behandlungen werden angeboten. Internet: www.kur-royal.de.

Text: Red. und www.hessen-tourismus.de

Foto: Fohud Vollmer

 

Erster stadtweiter Sauberkeitstag „Frankfurt Cleanup“ startet am 21. September 2019 – Anmelden!

Die Stadt Frankfurt am Main ruft ihre Bürger auf, sich für den ersten stadtweiten Sauberkeitstag „Frankfurt Cleanup“ anzumelden. Dieser findet am 21. September im Rahmen des World Cleanup Day 2019 statt – gemeinsam mit Städten in über 150 Ländern weltweit.

„Gefragt sind alle Frankfurterinnen und Frankfurter, denn sie kennen sich bekanntlich am besten aus in ihrer Stadt“, sagt Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen, und Schirmherrin des Sauberkeits-Aktionstags. Dieses Jahr sei das Team von #cleanffm, der städtischen Sauberkeitskampagne, das erste Mal Partner des World Cleanup Day. „Machen Sie mit. Ob in großen oder kleinen Gruppen, ob aus den Stadtteilen oder Firmen und aus Geschäften: Suchen Sie sich Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Lassen Sie uns gemeinsam weltweit ein Zeichen setzen gegen die Vermüllung unserer Stadt, gegen die Flut von Müll auf unserem Planeten“, unterstreicht die Dezernentin.

Holger Holland, Projektleiter des World Cleanup Day Deutschland, ergänzt: „Die Welt ist unsere Lebensader und wir brauchen sie müll- und vor allem plastikfrei! Daher sind wir sehr froh darüber, dass wir mit der Stadt Frankfurt am Main einen wichtigen Partner gefunden haben.“ Neben Berlin und München sei Frankfurt der dritte große Partner unter Deutschlands größten Städten.

Ziel des Sauberkeitstages ist es, mit der weltweiten Aktion die Menschen zu aktivieren, in ihrer direkten Nachbarschaft einen eigenen Beitrag für eine sauberere Umwelt zu schaffen. Aber auch, das eigene Bewusstsein für einen anderen Umgang mit Verpackungen und damit zusammenhängender Vermüllung zu schärfen.

Unterstützt wird die Aktion durch die FES, die allen, die mitmachen, das benötigte Equipment kostenfrei zur Verfügung stellt, etwa Mehrweghandschuhe, Müllzangen und Müllbeutel.

Sie stellt auch die Anmeldeplattform http://cleanup.fes-frankfurt.de oder http://www.ffmcleanup.de bereit, auf der sich alle Interessierten rund um „Frankfurt Cleanup“ informieren können. Wer dies lieber persönlich möchte, kann dies im FES – Servicecenter in der Innenstadt am Liebfrauenberg 52-54 tun.

Hintergrund

Der World Cleanup Day hat seine Wurzeln in Estland und findet seit 2008 jedes Jahr am 3. Samstag im September statt, in Deutschland erstmalig letztes Jahr am 15. September. 2018 sind weltweit 17.000.000 Menschen in über 150 Ländern gegen das globale Müllproblem aufgestanden und haben ein Zeichen gegen Müll und für unsere Erde gesetzt. Mehr Infos gibt es unter https://deutschlandmacht.de/about/ im Internet.

 

Text: Stadt Frankfurt/Redaktion girm

Foto: 1,2,2 rfm

GesundinRheinMain zu Besuch: Dr. Uwe Drews, Rodgau

Dr. Uwe Drews

„Viele Menschen laufen mit Sondermüll im Mund herum!“

– Deutschlands größte Praxis für Umweltzahnmedizin und ihr Leiter, Dr. Uwe Drews –

„Ganzheitliche Zahnmedizin bedeutet weit mehr als nur den Verzicht auf Amalgam. Störungen an Zähnen oder im Kiefer können zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen des gesamten Körpers führen“, sagt Dr. Uwe Drews, Umweltzahnmediziner aus Rodgau. „Deshalb geht es wirklich nicht nur darum, die alten Amalgam-Füllungen aus den Zähnen herausnehmen zu lassen, sondern es geht um die Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Zähnen und körperlichen Symptomen.“

 „An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch“, so formulierte es auch schon Wilhelm Busch. Es scheint aber, dass die Zahnmedizin der letzten 50 Jahre Buschs´ Gedanken von der Ganzheitlichkeit völlig überhört hat. Denn bis vor wenigen Jahren herrschte in der Zahnheilkunde noch das reine Spezialistentum.

Heute beachtet man die immer größer werdende Gruppe der „Multiple-Chemical-Sensitivity (MCS)-Erkrankten in Deutschland. Menschen, die auf Dental-Materialien, die der Zahnarzt bei Plomben, Wurzelbehandlungen, Kronen und Implantaten verwendet, allergisch reagieren. „Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen von solchen Schadstoffen, allgemeinen Umwelteinflüssen- und Belastungen betroffen“, schreibt Dr. Wolfgang Koch, Vorsitzender des Forums Natürliche Zahngesundheit e.V.

Die Symptome sind unter anderem: fortdauernde Abwehrschwäche, chronische Erkrankungen, Tinnitus, diffuse Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, andauerndes Zahnfleischbluten, Schleimhautstörungen, Immunschwäche, Allergien oder neurologische Störungen. Oft liegen Belastungen durch verschiedene Schadstoffe vor, die sich überlagern und verstärken. Das ist dann eine Herausforderung für den Zahnmediziner, den eigentlichen Herd zu finden.

Ein Fallbeispiel aus der Praxis von Dr. Uwe Drews in Rodgau:

Angelika Sauter, 47, ist aus Bamberg angereist. Seit Jahren leidet sie an zunehmender körperlicher Schwäche und neurologischen Problemen. Inzwischen musste sie ihren Beruf aufgeben. Bei ihr wurde vor fast 10 Jahren eine so genannte „Generalsanierung“ der Zähne durchgeführt. Ihr Zahnarzt hatte ihr dazu geraten. Erst nach langen Internetrecherchen entdeckte Frau Sauter den möglichen Zusammenhang zwischen ihren Symptomen und den neuen Zahnfüllungen- und Implantaten. Plötzlich wusste sie, dass ihre körperlichen Symptome vielleicht aus ihrem eigenen Mund kommen.

Schnell fand sie den Kontakt zur Rodgauer Umwelt-Zahnmedizin-Praxis. „Wir haben bei den energetischen Tests und den Bluttests festgestellt, dass die Patientin auf Palladium extrem allergisch reagierte. Genau dieses Material hat ihr Zahnarzt in ihren Kronen und Implantaten mehrfach verarbeitet“, sagt Dr. Drews. „Der Gentest aus der Blutprobe zeigte zudem ein weiteres Problem auf. Ihrem Körper fehlt ein Enzym, das die Schwermetalle im Körper über die Leber abbaut. Diese Faktoren zusammen haben den Körper der Patientin zu einer Art Giftmüll-Deponie gemacht.“

Die Patientin bekam zunächst Infusionen mit dem Enzym Glutathion, einem – normalerweise – im Körper vorkommenden Antioxidanz zur Schwermetall-Entgiftung, das, laut Gentest, dem Körper der Patientin fehlte. Dann mussten vier Zähne komplett gezogen werden und auch einige Füllungen wurden entfernt. Anschließend wurde ihr ein Kurzzeit-Provisorium und zwei Wochen später ein Langzeit-Provisorium angepasst („Die Wunden müssen erst komplett ausheilen“, so Dr. Drews). Erst nach Monaten wurden der Patientin neue, auf allergische Reaktionen getestete Implantate aus Zirkonoxid eingesetzt.

 In Dr. Drews´ Praxis arbeiten noch drei weitere Umwelt-Zahnmediziner. Alle haben ganzheitliche Zusatzausbildungen als Umwelt-Zahnmediziner und sind als ganzheitliche Implantologen ausgebildet. Es gibt ein eigenes Meisterlabor und Zahntechniker, die nach den Test-Ergebnissen die dentale Versorgung der Patienten herstellen. „Als ich die Praxis von meinem Vater 1988 übernommen habe, war die Prophylaxe mein erster Schwerpunkt“, erzählt der 55jährige Zahnarzt. „Dann habe ich schnell erkannt, dass bei uns Zahnärzten das Problem `am Kopf´ aufhört. Das gilt für viele meiner Medizin-Kollegen auch im Umkehrschluss. Es fehlt einfach der ganzheitliche Ansatz zwischen Arzt, Facharzt und Zahnarzt.“

Genau diesen Ansatz stellt die Umwelt-Zahnmedizin seit einigen Jahren her. Denn, nicht die Mundhöhle erkrankt, sondern das Gesamtsystem Mensch. Inzwischen wissen das auch immer mehr Ärzte und Zahnärzte. Jede Störung im Zahnbereich oder Unverträglichkeiten bei Dental-Materialien können Probleme im Körper hervorrufen.

Es ist keineswegs so, dass nur minderwertige oder bekannte toxische Legierungen, wie Amalgam und das damit einhergehende Quecksilber, für Vergiftungen im Körper sorgen können, sondern es sind häufig hochwertige Metalle, wie Gold, Platin, Titan und andere Dental-Bestandteile, die Probleme bei sensiblen Menschen auslösen. Denn alle Metalle und auch Kunststoffe, die in Kronen, Brücken, Stiften, Implantaten, Zahnfüllungen und in Klebern verwendet werden, geben 24 Stunden lang, zum Teil toxische Stoffe in den Organismus ab und können hier Reaktionen auslösen. Deshalb testen Umwelt-Zahnmediziner alle möglichen Unverträglichkeiten aus, bevor sie neue Materialien in die Zähne einbringen. – Der Patient soll nicht vom Regen in die Traufe kommen.

https://www.daszahnzentrum.de/

 

 In einer Praxis für Ganzheitliche Zahnmedizin wird inzwischen auch weitgehend „metallfrei“ gearbeitet. Denn alle Metalle geben Ionen an den Körper ab, deshalb benutzen Umwelt-Zahnmediziner andere Wirkstoffe, wie Keramik oder, bei den Stiften für Implantate, immer häufiger auch Zirkonoxid. Viele Patienten sind heute so genannte ´High Responder´. Sie reagieren extrem empfindlich auf toxische Stoffe und können sie auch im Körper schlecht abbauen.

Aktuelle Studien der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahn-Medizin (GZM) weisen auf, dass die Gold- und Platinkonzentrationen im Urin und im Stuhl, nachdem ein derartiger Zahnersatz eingesetzt wurde, erheblich ansteigen. Drei Monate danach seien siebenfach erhöhte Werte durch diese Metall-Belastungen im Körper eines Menschen messbar. Oft ist auch Gold ein elektrischer Leiter und wirke wie eine Antenne, so dass die Patienten Geräusche wie von Überlandleitungen hören würden. Das löse dann heftige Probleme im Kopf aus, wie etwa Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne oder das Gefühl verrückt zu werden.

 Zu den Krankheitssymptomen, die häufig in den Ganzheitlichen Zahnarztpraxen festgestellt werden, gehören auch allergische oder psychosomatische Reaktionen auf Brücken und Zahnspangen. Oft enthalten diese Nickel, Kobalt oder Chrom – Stoffe, auf die viele Menschen mit Allergien reagieren. Durch die Metallstrukturen, die diese Brücken oder Spangen zusammenhalten, wirken sie bei manchen Menschen auch wie ein „Elektrizitätswerk“ im Kopf.

Auch können Wurzelfüllungen, die die häufig als Allergen vorkommenden Kolophonium, Eugenol oder Perubalsam enthalten können, zu Unverträglichkeiten führen. Ebenso können Eiweißzerfallsprodukte aus den wurzelbehandelten Zähnen mögliche Auslöser von chronischen Erkrankungen im Körper sein – wie Migräne, Bluthochdruck, Hauterkrankungen.

Warum immer mehr Menschen auf bestimmte Stoffe allergisch oder überempfindlich reagieren, ist heute noch nicht umfassend geklärt. Vorbelastungen, wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, Immun-Defekte oder Allergien, können ein Grund für Überempfindlichkeitsreaktionen sein. Aber, die Mundhöhle ist grundsätzlich den höchsten Belastungen mit körperfremden Materialen ausgesetzt, nicht zuletzt den verschiedenen Zahn-Materialien. Alles zusammen kommt im Mund in ein Milieu, das von basisch bis sauer variiert und eine ständig wechselnde Population von Bakterien erlebt. Das sind mögliche Voraussetzungen, damit sich Zahn-Metalle über die Jahre im Körper zersetzen können.

Bei heftigen Krankheitssymptomen stehen für den Patienten Infusionen mit dem Enzym Glutathion an erster Stelle. Aber auch Zeolithe, Algen, Bärlauch und Koriander-Präparate werden empfohlen. Die Entgiftung unterstützen können auch Apfelpektin, Sauerkraut und Ziegenmolke. Viele Ärzte raten, gerade bei Amalgam-Ausleitungen, zusätzlich zu hohen Vitamin C, Selen und Zink-Gaben. Ergänzt durch eine ganzheitliche Ernährung mit biologisch angebauten Früchten, Salaten und Gemüse.

„Die Patienten haben oft schon genug an toxischen Ablagerungen im Körper. Essen sie dann noch schädliche Nahrungsmittel, wohnen in Gegenden, die durch Elektrosmog belastet sind oder haben sogar noch giftige Ausdünstungen in Teppichen, Tapeten oder Hölzern, kann dies zu fatalen Reaktionen des Immunsystems führen“, so Dr. Uwe Drews. „Deshalb ist es unsere Aufgabe, den gesamten Menschen und seine häusliche Umgebung genau zu betrachten, um zu erkennen, wo und in welchem Ausmaß er belastet ist.“

Hintergrund: Ganzheitliche Zahnmedizin/Umwelt-Zahnmedizin

 Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen bis jetzt nur für Amalgam-Füllungen. Die Spezial-Keramik „Zirkonoxid-Vollkeramik“, die sich aus der Raumfahrt-Technik entwickelt hat, wird von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt. Diese Kassen kommen auch nicht für Amalgam-Sanierungen oder Störfeld-Beseitigungen auf. Bei Allergien, die auf Dental-Materialien zurückzuführen sind, gibt es ebenfalls keine Zuschüsse für eine Zahn-Sanierung.

Die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für Austestungen auf Unverträglichkeiten/Allergien. Man sollte sich im Einzelfall mit seinem behandelten Zahnarzt und mit der Krankenkasse – vor – Testung und Therapie, absprechen.

Für weitere Informationen:

Forum Natürliche Zahn-Gesundheit und Umwelt-Zahnmedizin, www.forum-nat-zahngesundheit.de

Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM), www.gzm.org

Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte Deutschlands e.V. (BNZ), Tel. 0221/3761005

Buchtipps zum Thema:

Dr. Johann Lechner: “An jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch“, Verlag Zabert Sandmann

Klaus-Dieter Runow „Wenn Gifte auf die Nerven gehen“, Südwest-Verlag

Karlheinz Graf „Ganzheitliche Zahnmedizin“, Sonntag Verlag, Stuttgart

Prof. Dr. Wühr, Dr. Koch, Dr. Drews u. a. : Lehrbuch der oralen Medizin, Verlag Systemische Medizin

© Text ath,

© Fotos: ath, Praxis Dr. Uwe Drews

GesundinRheinMain zu Besuch: Ärztin Dr. Fela-Maria Winkler, Frankfurt

Die helfende Kraft der Engel – Die Frankfurter Ärztin Dr. Fela-Maria Winkler arbeitet mit Handauflegen

Eine große Altbauvilla aus dem späten 19. Jahrhundert im Frankfurter Stadtteil Eschersheim. Gediegene Räume mit Stuckdecken, in denen kleine und große Engelsfiguren nebeneinander aufgereiht sind, die wenigen schöne Antiquitäten erzählen die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner und der Duft von frisch gebrühtem Rooibusch-Tee wabert dem Besucher schon im kleinen Entrée entgegen. Mittendrin – die Schulmedizinerin und Heilerin Dr. Fela-Maria Winkler, die der HR-Redakteur und Buchautor Joachim Faulstich in seinem Buch und der ARD-Dokumentation „Das heilende Bewusstsein“ über Nacht Deutschlandweit bekannt gemacht hat. Gesund-in-RheinMain hat die Ärztin besucht.

Dr. Fela-Maria Winkler strahlt die Ruhe eines ZEN-Meisters aus. Seit einigen Jahren praktiziert die gelernte Schulmedizinerin, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde ausschließlich als Heilerin. Sie hat ihre große Innenstadt-Praxis verkauft und das „Haus für moderne Heilungswege“ eröffnet. Hier empfängt sie ihre Patienten, die aus ganz Deutschland angereist kommen, wie im heimischen Wohnzimmer. Im Gespräch ist sie sofort völlig zugewandt. Es herrscht eine Atmosphäre der völligen Entspannung, ein fast meditativer Zustand.

Girm: Was hat sie auf den alten Weg des Heilens mit Handauflegen gebracht? Und, was macht Heilung überhaupt möglich?

Dr. Winkler: „Ich war vor einigen Jahren sehr krank und kam nicht mehr so richtig auf die Beine. Die Schulmedizin konnte mir nicht helfen und so reiste ich durch die ganze Welt, um Heilung zu finden. In Indien, auf Hawaii und bei einem philippinischen Geistheiler fand ich das, wonach ich gesucht hatte: Heilung und einen spirituellen Zugang zu meinen körperlichen Problemen. Als ich wieder nach Hause kam war klar, dass ich neue Wege für meine Arbeit als Ärztin finden musste.

Die Erkrankung als Auslöser eines grundlegenden Wandels? Das ist ein tradiertes Bild vom Heiler oder Schamanen, gerade in der östlichen Medizin. Ist dieser grundlegende Wandel, die In-Frage-Stellung des gesamten Lebens nötig, um wieder gesund zu werden?

Ja, das glaube ich schon. Man muss etwas ändern, wenn sich die Krankheit verändern soll. Nur mit Medikamenten allein kann das bei einer schweren oder chronischen Krankheit nicht gelingen. Es ist der Weg nach Innen, nicht der Intellekt, der die Heilung ermöglicht. Ich hatte viele spirituelle Erlebnisse und Begegnungen mit begnadeten Heilern. Alle sind diesen Weg gegangen. Meine innere Wandlung habe ich bei meinen vielen Erlebnissen mit diesen Heilern vollzogen. Meine äußere Wandlung war die Gründung des „Hauses für moderne Heilungswege“ hier mitten in Frankfurt.

Wie muss man sich Ihren therapeutischen Ansatz vorstellen?    

Ich mache genau wie jeder Arzt oder Therapeut, eine ausführliche Anamnese, nehme mir Zeit, die Geschichte meiner Patienten zu erfragen. Dann pendele ich die körperliche und seelische Konstitution aus. Dabei sehe ich sehr genau, wo die Schwachpunkte im Körper liegen. Ich erkenne auch unerkannte Impfschäden, Vor-Infektionen, Elektrosmog- oder Giftstoffbelastungen. Auch viele ungelöste seelische Konflikte erfühle ich schon bei diesem ersten Gespräch.

Was meinen Sie mit erfühlen?

Ich nehme eine unsichtbare Kraft war, manchmal nur als Gefühl, manchmal aber auch bildhaft. Es sind Begegnungen mit helfenden Energien, die ich auch als Engelswesen im Raum erkenne. Die Naturwissenschaft kann nicht viel über solche Wesen oder Kräfte sagen, im Gegenteil, sie lehnt sie ab, denn diese Kräfte sind nicht messbar. Es sind Energien aus dem Kosmos, die wir alle anzapfen können. Nach der eigenen Einstellung kann man diese Energien als Liebe oder Heilkraft bezeichnen. In jedem Fall nutze ich sie, um Menschen zu helfen.

Wie sieht eine solche Therapie-Sitzung aus?

Oft spreche ich ein kurzes Gebet mit dem Patienten. Dann erfühle ich mit meinen Händen seine Aura. Dabei stelle ich nicht nur körperliche Defekte fest, sondern spüre auch seelische Blockaden. Dann lege ich die Hände auf und überlasse der kosmischen Energie die heilende Arbeit. Das Auflegen der Hände ist die nach Außen sichtbare Form der Therapie. Das eigentliche Heilen geschieht innen, in der Seele des Patienten.

Ich bin der Kanal, der die kosmische Energie anzapft und an den Patienten weiterleitet. Oft setze ich auch die Rückführungstherapie, eine spirituelle Psychotherapie, ein. Dabei komme ich mit den Patienten oft verblüffend schnell an die Ursache eines heutigen Problems heran. Hierbei wird die Heilenergie nicht wie beim Handauflegen in ein gestörtes Organsystem geleitet, sondern auf eine bestimmte Lebenssituation gelenkt, die meist in der Vergangenheit liegt, und die der Heilung bedarf.

Wie vereinbaren sich Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse als Ärztin mit diesem spirituellen, religiösen Weg?

Ich habe vor allem bei meiner eigenen Krankheit die Grenzen der Schulmedizin gesehen. Bei schweren Erkrankungen wie Krebs oder Aids oder auch bei chronischen Krankheiten ist die Schulmedizin nur ein Teil der Therapie-Säule. Ideal wäre es, wenn sich Schulmedizin, Geistiges Heilen und auch andere ganzheitliche Heilverfahren ergänzen würden. Gerade da, wo die Wissenschaft und die Apparate-Medizin einfach nicht mehr weiterkommen. Es gibt inzwischen in Deutschland ja schon ein paar lobenswerte Beispiele, ganzheitliche Heilverfahren und Schulmedizin zu verbinden, wie dies etwa Prof. Dobos in seiner Klinik in Essen eingeführt hat. Aber, noch ist das die Ausnahme.

 Was macht eine Ärztin und Heilerin, damit sie gesund bleibt?

Natürlich habe ich auch Ärzte, Therapeuten und Heiler, denen ich mich anvertraue, wenn es mir mal nicht so gut geht. Aber, zunächst sorge ich für mich selbst. Ich mache täglich meine meditativen Phantasiereisen. Dabei stelle ich mir vor, wie Heilwasser meine Zellen reinigt und sie stärkt. Dabei lasse ich alles los, was mir nicht guttut. Zweimal im Jahr mache ich zur Stärkung meines Immunsystems eine Sauerstofftherapie, trinke täglich viel gefiltertes, stilles Wasser und achte auf die Entgiftung und das Gleichgewicht meines Säure-Basen-Haushaltes. Das ist neben meiner inneren Reinigungsarbeit das Wichtigste, um langfristig gesund zu bleiben.

 Text: ATH

Foto: ATH Medien                                                                                                            

Weitere Informationen auch zu Seminaren und Workshops:

 Haus für moderne Heilungswege

Neumannstrasse 49

60433 Frankfurt

Tel. 069/510978

www.geistige-heilung-ffm.de

 „Das heilende Bewusstsein“

Autor: Joachim Faulstich

MensSana Verlag

ISBN 978 – 3 – 426 – 87330 – 4

 

 

TRAUMBERUF SCHÄFER(IN) IN HESSEN!

Schäfer gibt es auch in Hessen kaum noch. Julia Djabalameli und Kurt Hartmann zählen in Hessen zu den letzten ihrer Art – die beiden sind Schäfer aus Leidenschaft und können unglaubliche Geschichten erzählen.

Julia Djabalameli ist in der Rhön zuhause, eine Vorzeigeregion, wenn es darum geht, das Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur zu gestalten. Sinnbild dieser Symbiose ist das Rhönschaf. Es ist weiß mit schwarzem Kopf und leistet ganze Arbeit bei der Landschaftspflege des UNESCO Biosphärenreservats Rhön. Vor 40 Jahren fast ausgestorben, ist das Rhönschaf heute aus der Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Den Ursprung der Rasse vermutet man im 16. Jahrhundert, womit das Rhönschaf eine der ältesten deutschen Schafrassen wäre.

Julia Djabalameli wollte schon als Kind einen Bauernhof besitzen und Schafe hüten. Heute gehört der 47-Jährigen der Spiegelshof sowie 100 Mutterschafe und rund 40 Ziegen. Mit dem Kauf des Hofes 2005 hat sich die Rhönschäferin einen Traum erfüllt: „Schafe hüten ist mein Leben. Ich liebe es bei Wind und Wetter draußen zu sein und am liebsten bin ich da, wo meine Tiere sind.“

Neben dem Schafe hüten, führt sie den Spiegelshof. Hier können auch bis zu zehn Personen in insgesamt vier Ferienzimmer übernachten. Ihren Gästen bietet Julia Djabalameli außerdem geführte Themenwanderungen an. Gemeinsam geht es durch die Kulturlandschaft zu ihrer Rhönschafherde. Die Teilnehmer können die Nutztiere anfassen und erfahren bei der Wanderung die Geschichte des Rhönschafes sowie der Entstehung der Kulturlandschaft. „Ich habe auf meinem Hof in Ehrenberg immer wieder Urlaubsgäste zu Besuch und die Kinder freuen sich, wenn sie den Schafen in ihr weiches Fell greifen können“, sagt Djabalameli.

Wer im Winter zu Besuch ist, kann die Lämmchen mit der Flasche füttern – ein ganz besonderes Highlight für Groß und Klein. Denn wenn die Schafe im Winter im Stall sind, beginnt die Ablammung. Bis zu 120 Lämmer werden dabei geboren. Eine stressige, aber auch schöne Zeit.

Schäfer Kurt Hartmann aus dem Spessart spielt Anfang des Jahres ebenfalls Hebamme. Auch seine rund 160 Mutterschafe bringen dann ihren Nachwuchs zur Welt – 2018 zählte er 170 Lämmchen. „Die Schafe machen das zwar alleine. Aber als Schäfer bin ich Tag und Nacht dabei“, erzählt der 73-Jährige aus Sinntal-Sterbfritz. Schäfer sein ist seine Leidenschaft: Kurt Hartmann wollte diesen Beruf schon als Kind ausüben. Doch ersteimal wurde er Baumaschinenführer bei einer Baufirma. Erst als er in Vorruhestand ging, machte Hartmann seine Passion zur neuen Berufung und ließ sich als Schäfer nieder.

Geholfen hat ihm dabei der Naturschutz, denn die Magerwiesen im Spessart sind etwas ganz Besonderes und müssen gepflegt werden, damit dort keine Büsche hochwachsen und die Kulturlandschaft verkrauten lassen. Magerwiesen gehören in Europa zu den artenreichsten Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Auf dem besonders nährstoffreichen Boden wachsen zahlreiche Wildblumen, die ein Paradies für eine ungeheure Vielfalt an Insekten darstellen. Wenn im Frühjahr der Kalkmagerrasen zu sprießen und die Blumen zu blühen beginnen, ist die Zeit gekommen: Dann weiden Hartmanns Schafe rund um die Dörfer des Sinntals über 30 Hektar Naturschutzfläche ab. Für Hartmann steht der Naturschutz an erster Stelle und er ist mit seiner Herde im Auftrag des Forstamts Hessen unterwegs, um die Verbuschung der hügeligen Wiesen zu verhindern.

Text: Red. und www.hessen-tourismus.de

Foto  ©: hessen-agentur

 

Weniger Hausärzte in Hessen als bundesweit

Das Ärztenetz in Hessen ist dichter geworden, aber die einzelnen Mediziner sind regional und nach Fachrichtungen ungleich verteilt. Das geht aus neuen Daten des Bundesarztregisters hervor, die die Deutschen Presse-Agentur veröffentlicht hat.

Ende 2019 kamen in Hessen 214,2 Ärzte und Psychotherapeuten auf 100 000 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es 210,9 gewesen. Gesunken ist allerdings die Zahl der Hausärzte: von 65,2 auf 64,9 pro 100 000 Einwohner. Fakt ist: Immer weniger junge Mediziner wollen sich als Hausärzte niederlassen.

Der hessische Durchschnittsarzt ist 54 Jahre alt, fast zwölf Prozent der Mediziner im Land sind älter als 65 Jahre. Der durchschnittliche Hausarzt ist sogar zwischen 55 und 56, in dieser Berufsgruppe sind fast 15 Prozent älter als 65 Jahre.

Sowohl bei der Ärztedichte als auch beim Durchschnittsalter liegt Hessen im Mittelfeld der Bundesländer.

Schaut man sich aber die einzelnen Regionen in Hessen genauer an, dann sieht das Bild wie folgt aus:

Der Kreis Darmstadt-Dieburg hat am zweitwenigsten Hausärzte von ganz Deutschland! 51,2 Hausärzte kommen hier auf 100 000 Einwohner. Nur in Herford in Nordrhein-Westfalen ist die Lage noch schlechter. Die Stadt Kassel gehört hingegen mit 316,7 Ärzten und Therapeuten pro 100 000 Einwohner zu den „Top 10“ bei der allgemeinen Arztdichte, die niedergelassene Mediziner verschiedener Fachrichtungen erfasst.

Zur Gesundheitsversorgung in der jeweiligen Region tragen die Praxen der Kassenärzte nicht alleine bei – dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler.

Text: dpa/girm Red.

Foto:123RF

Höhenaufenthalt und Trekking „Vorliebe zu Grenzerfahrungen“

Nicht nur Extremsportler mit ausgeprägter Vorliebe zu Grenzerfahrungen verlassen die Alpen in Richtung Himalaya und Anden, sondern zunehmend auch mehr oder weniger Untrainierte. Bei der Planung einer Trekkingtour, dem Weiterziehen mit der gesamten Ausrüstung, müssen Sie immer die fehlende oder unzureichende Infrastruktur des Reiselands berücksichtigen. Die Anforderungen und die Risiken variieren sehr stark für unterschiedliche Trekkingtouren. Gefahren beim Bergwandern und Bergsteigen stehen im Zusammenhang mit körperlicher Überforderung, den extremen Klimabedingungen (Kälte, Sonne) und der großen Höhe.

Einige direkte Reiseziele wie Mexico City, La Paz, Cuzco oder Lhasa liegen bereits in großer Höhe und sind zudem schadstoffbelastet. Allein der Ausstieg aus dem Flugzeug kann hier schon belastend sein, bevor ein Trekking überhaupt begonnen hat; zumal wenn einige Zeitzonen durchflogen wurden und der Jetlag jegliche Energie raubt. Sich darauf einzustellen gehört zu einer guten Reiseplanung, bei der vor allem eines nicht fehlen darf: Zeit und Geduld mit sich selbst.

Die Tourenbeschreibungen in den Katalogen erfahrener und qualifizierter Veranstalter von Trekkingreisen bieten normalerweise solide und gute Informationen über die zu erwartenden Leistungsanforderungen und die notwendige Ausrüstung. Beim Trekking muss die Nahrung oft unter sehr einfachen Bedingungen zubereitet werden.

Wesentliche körperliche Veränderungen bei Höhenaufenthalt:

  • Der Druck von Sauerstoff sinkt mit abnehmendem allgemeinen Luftdruck. Das Atmen wird schwerer, der Puls wird schneller.
  • Der Blutdruck in den Gefäßen des Lungenkreislaufes steigt, was eine allgemeine Blutdrucksteigerung zur Folge haben kann.
  • Es wird vermehrt Flüssigkeit ausgeschieden, insbesondere über die Atemluft und die Haut.
  • Das dämpfende vegetative Nervensystem (Vagus, Parasympathikus) verliert an Einfluß bei der Steuerung der Körperfunktionen, das aktivierende System (Sympathikus) dominiert.

Expeditionen sollten eine gute Apothekenausstattung mit sich führen, die von einem geschulten Mitglied der Gruppe verwaltet wird. Häufige Unfallursachen sind Mangel an Erfahrung, Selbstüberschätzung, unzureichende Sicherung und schlechte Ausrüstung. Eine gute Vorbereitung ist das Wichtigste zur Unfallvorbeugung. Dazu gehören: körperliches Training, sinnvolle Etappengestaltung, Abstimmung der Länge der Tagestouren mit sinnvollen Pausen, Verzicht auf überflüssiges Gepäck.
Höhenwanderer bewegen sich häufig in Regionen zwischen 2.000 und über 4.000 m, bei Passüberschreitungen können leicht Anstiege auf mehr als 5.000 Höhenmeter erreicht werden. Problematisch ist dabei der geringere Sauerstoffgehalt der Luft. Der Körper versucht, einen Ausgleich des Sauerstoffmangels durch häufigeres Atemholen und eine Beschleunigung des Pulses zu erreichen.

Je langsamer der Puls steigt, desto besser ist der Reisende durch Training oder Gewöhnung angepasst. Bei längerem Höhenaufenthalt kommt es zu einer Vermehrung der roten Blutkörperchen. Dadurch wird das Blut dickflüssiger. Die langsamere Fließgeschwindigkeit erhöht das Risiko für Erfrierungen an Fingern und Zehen sowie für Thrombosen. Deshalb sollten mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken und Salzverluste ersetzt werden.

Sobald gemütliches Wandern zum Bergsteigen wird, ist ein Ausdauertraining erforderlich. Die Leistungsfähigkeit sinkt um 10% pro 1.000 m. Bereits Wandern in mittleren Höhen (1.500-2.500 m) ist eine Belastung die Ausdauer und ggf. auch Training erfordert.

Risiken (Verrenkungen, Unterkühlung) sind bei wetterabhängiger Routenplanung und optimaler Ausrüstung klein.
Häufige Unfallursachen sind:

  • Mangel an Erfahrung
  • Selbstüberschätzung
  • Unzureichende Sicherung und schlechte Ausrüstung

Eine gute Vorbereitung ist das Wichtigste zur Unfallvorbeugung. Hierzu gehören:

  • Körperliches Training
  • Sinnvolle Etappengestaltung
  • Abstimmung der Länge der Tagestouren mit sinnvollen Pausen
  • Verzicht auf überflüssiges Gepäck

In großen Höhen (2.500-5.300 m) sind dagegen Kenntnisse höhentaktischen Vorgehens nötig, und eine gute Ausrüstung und Routenplanung sind besonders wichtig.
Leicht kann es zu körperlichen Anpassungsproblemen kommen (schnelle Atmung, Pulssteigerung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot) oder bei zu raschem Aufstieg auch zu Höhenkrankheit.
Über 5.300 m ist eine vollständige Anpassung nicht mehr möglich und bei längerem Aufenthalt besteht Lebensgefahr.

Überhitzung und Unterkühlung

  • Die Intensität der Sonneneinstrahlung ist in den Bergen höher. Schnee reflektiert das Licht zusätzlich. Körperliche Belastung kann bei enger (für Kälte eingerichtete) Kleidung licht zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen. Anfangs kommt es zu harmlosen Hitzeschwellungen (z.B. an den Händen und Füßen), später zu schmerzhaften Muskelkrämpfen, Brechreiz, Kopfschmerzen und allgemeiner Abgeschlagenheit. Eine besondere Anfälligkeit für Hitzeschäden besteht u.a. bei Herz- und Gefäßerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, Mangelernährung oder Fettleibigkeit, Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch. Ziehen Sie sich in solchen Situationen sofort in den Schatten zurück, öffnen Sie Ihre Kleidung und legen Sie sich hin. Trinken Sie reichlich kochsalzhaltige Getränke. Bei Verdacht auf einen Hitzekollaps oder Hitzschlag (mit deutlich erhöhter Körpertemperatur) muss unbedingt ein Arzt aufgesucht oder gerufen werden. Auch ein Sonnenstich (Überhitzung infolge direkter Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf) ist gefährlich und erfordert immer ärztliche Hilfe!
  • Unterkühlte Personen insbesondere im Gebirge müssen gewärmt und gegen Wind- und Bodenkälte geschützt werden. Aktive und passive Bewegungen der Arme und Beine sollten so gering wie möglich gehalten werden. Bei Verdacht auf eine Erfrierung ist unbedingt ein erfahrener Arzt hinzuzuziehen!
  • Alkohol „wärmt“ vor allem deshalb, weil der Temperaturempfinden stört. Nach reichlich „Jager-Tee“ auf der Bergstation kann es anschließend bei einer langen Abfahrt ins Tal nich nur zu Unfällen, sondern auch zu Unterkühlung kommen.

Empfehlungen für alle Reisenden

  • Auch in moderaten Höhen sollten Belastungen geringer sein, als auf Meeresniveau. In der Regel sollte man sich auf 80-90% körperlicher Aktivität beschränken, die auf Meeresniveau möglich wäre.
  • Vor jedem Aufstieg für erhöhte Anforderungen Fitness trainieren.
  • Kein/e oder so wenig wie möglich: Zigaretten, Alkohol, psyochaktive Substanzen und Medikamente
  • Langsamer Anstieg in Stufen ab 2.500 m maximal 500 Höhenmeter pro Tag.
  • Die Schlafhöhe nur um 300 m pro Tag steigern.
  • Während des Trekking Alkohol- und Zigaretten-Konsum einstellen.
  • Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.
  • Mehrere Nächte auf niedriger Schlafhöhe bleiben.
    Weiterer Anstieg erst nach Gewöhnung.
    Zurücksteigen auf eine niedrige Schlafhöhe
  • Rascher Abstieg zur Schlafhöhe bis 2.000 m pro Tag.

Vor Beginn der Reise kann für ein bis zwei Wochen drei bis vier Stunden täglich in einer Klimakammer ein Aufstieg simuliert werden. Dadurch läßt sich die Akklimatisierungszeit deutlich verkürzen, je nach Zielhöhe um Tage bis Wochen. Ob ein solcher Zeitaufwand sich allerdings lohnt oder nicht besser alternativ eine Woche mehr Akklimatisierung eingeplant werden sollte, hängt von den verfügbaren Finanzmitteln ab und natürlich vom Geschmack der Reisenden. Die Unfallrisiken sinken jedenfalls deutlich, wenn

  • viel Zeit zur Verfügung steht
  • der Genuss des Wanderns (der Flow) an Raum gewinnt
  • das Erreichen eines Ziels und Stress in den Hintergrund geraten.

Empfehlungen für Reisende mit Herz-Kreislauferkrankungen

  • Patienten mit schweren Herzklappenfehlern, instabiler Angina Pectoris, Stress- und Angststörungen, unkontrollierten Rhythmusstörungen, Myokardinfarkt vor zwei Wochen, nach Brustraumoperationen vor vier Wochen sollten Höhenaufenthalte vermeiden, oder nur nach ärztlicher Rücksprache in Erwägung ziehen. Das gilt auch für Patienten bei denen bereits eine Höhenkrankheit aufgetreten ist.
  • Patienten mit Koronaren Beschwerden in den vergangenen vierzehn Tagen sollten sich einem Belastungstest unter EKG-Kontrolle unterziehen.
  • Wenn bei guten Trainingszustand Höhenaufenthalte erwogen werden, sollte, gemäß der genannten allgemeinen Regeln, besonders vorsichtig und langsam vorgegangen werden. Ärztliche Versorgung und insbesondere Sauerstoff und Infusionen sollten erreichbar sein.
  • Patienten mit gut eingestellten Schrittmachern und bei gutem Trainingszustand sind in der Regel gegenüber gesunden Personen wenig eingeschränkt.

Text: RMZ

Foto:123RF

 

Dr.Jurkoweit: „Migräneanfälle der Patientin waren weg!“

Menschen aus der Metropolregion Rhein-Main berichten über ihre Erfahrungen mit Metabolic Balance                                            

„Ich war zuerst skeptisch als mein Hausarzt mir `Metabolic Balance´ vorgestellt hat. Aber, ich habe mich darauf eingelassen und innerhalb weniger Wochen war die Migräne weg“, erzählt die Alzenauerin Nicole Christ. Auch Claudia Lisch aus Heusenstamm hat sich nach dem Jahreswechsel mit der Ernährungsumstellung intensiv befasst. „Eigentlich wollte ich nur abnehmen“, erzählt sie. „Aber schon nach 14 Tagen habe ich auch kaum noch Kopfschmerzen“.

 Beide Frauen halten sich an das ganzheitliche Stoffwechselprogramm „Metabolic Balance“, dass vor ihnen schon die Hollywood Stars Jennifer Aniston und Kate Winslet weltweit bekannt gemacht haben. Aber das Ernährungsprogramm findet nicht nur bei Hollywood-Promis enormen Anklang: „Metabolic Balance“ voll im Trend und findet auch hierzu Lande immer mehr Anhänger.

Mehr als 50 Menschen drängeln sich in Vortragsraum des Offenbacher Ketteler-Krankenhauses. Darunter auch viele Familien mit übergewichtigen Kindern. Yvonne Jurkoweit, Fachärztin für Allgemeinmedizin mit einer ganzheitlichen Privatpraxis in Offenbach, erklärt den aufmerksamen Zuhörern, was hinter dem Begriff „Metabolic Balance“ steckt. „Metabolismus heißt Stoffwechsel, und genau diesen wollen wir mit dem Ernährungsprogramm in eine gesunde Balance bringen“, beginnt die Ärztin ihren Vortrag. „Denn mit einem ausbalancierten Stoffwechsel haben Sie viel mehr Energie, Ihr Körper verliert an Gewicht und Krankheiten können ausheilen“.

Was also steckt hinter dem Programm? „Zunächst macht der Arzt oder der Therapeut eine ausführliche Anamnese“, sagt die Ärztin. „Er schaut, welche Krankheiten der Patient hat und welche Medikamente er einnimmt. Dann wird gemessen und gewogen und der individuelle Ernährungstypus anhand einer Blutauswertung bestimmt. Nachdem die Blutwerte analysiert sind, bekommt der Patient das „Herzstück“ des Programms übergeben und ausführlich erklärt: Seinen persönlichen Ernährungsplan“.

Das ist eine dicke Broschüre, die die „4 Essens-Phasen“ ausführlich erläutert. Dabei kann sich jeder aus einer Liste mit Nahrungsmitteln täglich drei Mahlzeiten zusammenstellen. Ganz wichtig: Zwischen den einzelnen Mahlzeiten müssen mindestens fünf Stunden Essens-Pause liegen. „Damit der Blutzuckerspiegel wieder sinken kann“, erklärt Yvonne Yurkoweit dem Offenbacher Interessentenkreis. „Denn das Hormon Insulin, das bei jedem Essen ausgeschüttet wird und den Blutzuckerspiegel hochtreibt, macht Hunger. Essen wir also zwischendurch, bekommen wir immer wieder Lust auf mehr Kalorien. Das ist ein Teufelskreis, vor allem für Übergewichtige oder auch Patienten mit Diabetes“.

Vier Phasen der Essens-Umstellung

 Die „Phase 1“ beginnt mit zwei Entschlackungstagen. „Das ist die härteste Zeit“, sagt auch die Alzenauer Ernährungsberaterin Dagmar Muthorst. „Der Patient muss dabei ein leichtes Abführmittel einnehmen und seine Ernährung auf fettfreie Gemüsesuppen, Reis und/oder Obst beschränken. Danach schließt sich „Phase 2“ an, die so genannte „strenge Phase“: „Das sind mindestens zwei Wochen lang Entschlackungstage, in denen sich der Stoffwechsel umstellt. Dabei wird nach dem individuellen Ernährungsplan gegessen, allerdings komplett ohne Fett. In dieser Zeit purzeln dann die ersten Kilos automatisch“. In der „gelockerten Phase“, der

„Phase 3“, ist auch Fett wieder erlaubt. Aber nur die wirklich guten Fette, wie Butter, Olivenöl oder Rapsöl. Die Nahrungsliste erweitert sich dabei kontinuierlich. „Dann gibt es auch `Schlemmertage´, an denen der Patient mal ausprobieren kann, was ihm bekommt. Er kann essen, worauf er Lust hat“, sagt die Ernährungsberaterin. In der „Phase 4“, der „Erhaltungsphase“, sollte der Stoffwechsel endgültig seine Balance erreicht haben und es kann wieder alles gegessen werden. Natürlich in Maßen und basierend auf dem individuellen Ernährungsplan.

„Ich mache diese Ernährungsumstellung inzwischen einmal im Jahr, immer in der Fastenzeit und als sechswöchige Kur“, sagt Frau Muthorsts Klientin Nicole Christ. „Auch im Laufe des restlichen Jahres achte ich auf `meinen´ Ernährungsplan, und habe es so endlich geschafft auch dauerhaft Migränefrei zu bleiben. Und dass, nachdem ich 20 Jahre lang vier bis fünf schlimme Attacken jeden Monat hatte und häufig Schmerztabletten nehmen musste“, berichtet die Chefin einer Alzenauer Bäckerei weiter. „Inzwischen backen wir sogar `Metabolic Balance´ Brot“.

Bei „Metabolic Balance“ muss man auf die Grundregeln achten: Täglich mindestens zwei Liter stilles Wasser trinken, nur drei Mahlzeiten am Tag essen, dazwischen eine fünfstündige Essens-Pause einlegen, Abendessen nicht nach 21 Uhr, Obst oder Süßigkeiten immer nach – nie vor dem Essen, täglich mindestens ein Apfel und, ganz wichtig ist die Zusammenstellung der Mahlzeiten. Jede Mahlzeit beginnt mit einem Eiweißprodukt, wie Yoghurt, Quark, Fleisch oder Hülsenfrüchte. Das sollte zur Gewohnheit werden, auch und vor allem in der „Erhaltungsphase“.

Essen wie unsere Großeltern

 „Ich habe in sieben Monaten 30 Kilo abgenommen, mein Bluthochdruck und der Cholesterinspiegel haben sich vollkommen normalisiert und der Diabetes ist weg“, erzählt der 40jährige Björn Daniel Pittelkow aus Offenbach, der die Ärztin Jurkoweit und ihr Ernährungsprogramm durch einen Arbeitskollegen kennen gelernt hat. „Noch vor wenigen Monaten musste ich jeden Tag für meine Wehwehchen sechs Tabletten einnehmen, heute brauche ich nur noch eine Tablette am Tag“. Der 42jährige Lebensmittelkontrolleur hat keinen „Heißhunger mehr auf Süßes“ und will sich auch dauerhaft nach der gerade gelernten Ernährungsmethode richten. „Kein Dicker ist gerne dick. Ich habe mich endlich herausgekämpft und dabei nicht nur Gewicht, sondern auch meine Stoffwechsel-Krankheiten verloren“.

Alle Ärzte, Heilpraktiker oder Ernährungsberater, die „Metabolic Balance“ als Programm anbieten, betreuen ihre Patienten/ Klienten in den ersten drei Phasen fast „rund um die Uhr“. „Meine Patienten haben meine Handynummer“, sagt Yvonne Jurkoweit. „Wenn sie gesundheitliche Probleme haben oder auch einen Durchhänger, dann können sie mich jederzeit anrufen und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. Die individuelle Betreuung und die medizinische Beratung geben Vertrauen und Sicherheit“.

Das Stoffwechselprogramm „Metabolic Balance“ wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Die Kosten sind, je nach Betreuer, unterschiedlich. Das Paket kostet zwischen 350 und 500 EUR und beinhaltet die Anamnese inklusive Blutanalyse und die ärztliche Betreuung mit ca. 10 bis 12 Gesprächseinheiten über einige Monate.

Neue Lebenseinstellung

 „Der Trick mit dem Eiweiß“, wie viele Anhänger der neuen Ernährungsmethode ihr tägliches Essens-Programm nennen, ist eine ganzheitliche Lebensumstellung. Dr. Wolf Funfack, der „Gründervater“ von „Metabolic Balance“, erklärt seine Methode mit diesem Satz: „Metabolic Balance ist eine gesunde Lebenseinstellung, zu der besonders auch der bewusste Umgang mit der täglichen Ernährung zählt“. Wer seine Essensgewohnheiten einmal umstellt, der wird auf Dauer dafür sensibilisiert, was dem Körper wirklich guttut. „Genau das haben viele von uns bei dem großen Nahrungsangebot unserer modernen Zeit längst verlernt“, so Dr. Funfack.

Die Grundregeln von Metabolic-Balance:

  • Täglich 3 Mahlzeiten
  • 5 Stunden Essens-Pausen
  • Kein Essen nach 21 Uhr
  • Mindestens 2 Liter stilles Wasser pro Tag
  • Jede Mahlzeit startet mit einem eiweißhaltigen Lebensmittel
  • Nur eine Eiweißart pro Mahlzeit
  • 1 Apfel pro Tag
  • Obst oder Süßes immer nur als Dessert

 

 Weitere Informationen zu „Metabolic Balance“ finden Sie im Internet unter: www.metabolic-balance.de. Eine kompakte Einführung in das Stoffwechselprogramm gibt das Buch „metabolic balance – Für Einsteiger“ von Petra Neumayer und Dr. med. Wolf Funfack, erschienen im Südwest-Verlag.

Text: Redaktion gesund-in-rheinmain

Foto: Medienbüro Andrea Thoma

 

 

Sauer macht lustig! Probieren Sie doch mal

Sauerkraut ist eines der ältesten Gemüse dieser Welt. Ein vergorenes Nahrungsmittel, welches auch immer mehr in der modernen Gourmetküche Einzug hält. Es ist ganz einfach herzustellen, schmeckt lecker und hat enorm große Heilkraft.

Fermentation ist das Werk von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen. Das Wort leitet sich vom Lateinischen Fermentum ab – was so viel heißt wie Gärung. Die Mikroorganismen, die sich naturgemäß in und auch auf dem Gemüse befinden, vergären den pflanzeneigenen Zucker zu Säure.

Dieser Gärungsprozess ist eine uralte Konservierungsmethode. So wurde Obst und Gemüse für die Winterzeit früher – noch zu Großmutters Zeiten – haltbar gemacht, als man nämlich noch keine Kühl- und Gefrierschränke kannte.

Mineralienhaltiger Genuss

Fermentiertes ist grundsätzlich reich an Mineralien, Ballaststoffen und Vitaminen. Dazu kommt die Milchsäure, ein Labsal für unseren Darm, denn sie ist in der Lage, Keime abzutöten (es werden sogenannte Bacteriocine gebildet, eine Art Abwehrtruppe gegen Keime), sie sorgt für einen günstigen pH-Wert im Darm und bringt die Darmflora insgesamt ins Gleichgewicht.

Sauerkraut ist zudem kalorienarm und fettlos und voll lebenswichtiger Mikroorganismen. Diese gehören zu unserem Immunsystem und schützen uns vor Krankheiten. Roh genossen kann Sauerkraut als optimales probiotisches Nahrungsmittel angesehen werden.

Außerdem enthält Sauerkraut Vitamin C, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium, Spurenelemente wie Jod, Eisen und Zink sowie die Vitamine B6 und K. Und auch Vitamin B 12.

Deshalb empfehle ich Sauerkraut auch meinen Patienten, die Vegetarier oder Veganer sind, denn diesen fehlt Vitamin B 12 ganz häufig. Das Vitamin wird ausschließlich von Mikroorganismen produziert und kommt daher in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht vor.

Auch die Universität Gießen hat zum Thema Sauerkraut geforscht. Es wirke vorbeugend gegen Dickdarmkrebs, so die Wissenschaftler, weil es durch die Effekte auf die Enzymaktivitäten der Darmbakterien positive Voraussetzungen für krebsregulierende Faktoren schaffe. Das funktioniert allerdings nur bei regelmäßigem Sauerkrautgenuss von 200 bis 300 Gramm pro Tag.

Text © ATH Medien

Foto ©frei