Sommer, Sonne, flacher Bauch und Diäten…unser Check!

Nicht alle Diäten sind gesund – Das müssen Sie beachten!

Gerade im Sommer ist ein flacher Bauch für viele von uns extrem wichtig. Dann ist Abnehmen angesagt. Aber wie? Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Ernährungskonzepten. Die meisten Diäten versprechen schnelle Erfolge. Ist das auch gesund? Wir haben uns für Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein paar dieser (modernen) Diäten genauer angeschaut.

 Diese Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit Ernährung:

  •  Herz und Kreislauf: In Studien wurde nachgewiesen, dass leichtes Übergewicht sogar vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems schützt! Hoher Blutdruck wird dadurch eher gesenkt.
  • Stoffwechsel: Hier ist weniger Essen sinnvoll, denn das Thrombose-Risiko wird dabei gesenkt. Auch die Entzündungswerte im Blut sinken dadurch.
  • Krebs: Zumindest bei fettleibigen Frauen entstehen durch zu viel Gewicht leichter Nieren-, Gallenblasen-, Brust- und Gebärmutterschleimhautkrebs.
  • Blase: Bei Frauen ist Übergewicht ein Risikofaktor für die Entstehung einer Blasenschwäche (Inkontinenz).
  • Gehirn: Gewichtsreduktion kann eine Depression positiv beeinflussen.
  • Lunge: Abnehmen vermindert starkes Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer, so dass oftmals keine Atemmasken mehr notwendig sind.
  • Speiseröhre: Sodbrennen und die Refluxkrankheit verbessern sich, wenn das Fett im Bauchraum abgebaut wird, weil der Magen weiter nach unten rutscht und der Schließmuskel dadurch wieder besser schließt.
  • Knochen und Muskeln: Diäten können zum Verlust von Knochen- und Muskelmasse führen. Aber mit gezielter Bewegung (Sport, Muskelaufbautraining) kann man gegensteuern.
  • Gelenke: Gewichtsreduktion kann den Stoffwechsel des Gelenkknorpels normalisieren.

Nicht jede(r) Übergewichtige ist krank!

Wie man sein Gewicht selbst einschätzen kann, das sagt uns der Body-Mass-Index (BMI). Er errechnet sich, indem Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat Ihrer Körpergröße (in Meter) teilen.

Sie geben in Ihren Taschenrechner Ihr Gewicht in Kilogramm ein und teilen es zweimal nacheinander durch Ihre Körpergröße in Metern. Ein Beispiel: 70 kg/ 1,70 m/ 1,70 m = 24,2 = Normalgewicht.

Einteilung der BMI-Gewichtsklassen:

Untergewicht: BMI unter 18,5

Normalgewicht: BMI 18,5 – 24,9

Übergewicht: BMI 25 – 29,9

Adipositas Grad I: BMI 30 -34,9

Adipositas Grad II: BMI 35 – 39,9

Adipositas Grad III: BMI über 40

Wichtig zu wissen: Die Körpermasse von Frauen enthält grundsätzlich mehr Fettgewebe als die von Männern.

Krankes beziehungsweise krankmachendes Fettgewebe ist das bereits erwähnte Fett im Bauchraum, das sogenannte viszerale Fett. Man spricht dann von einer Adiposopathie. Fett in dieser Körperregion macht deshalb krank, weil es Entzündungsmediatoren (Cytokine), Hormone (Adiponektine) und Produkte des freien Fettabbaus (freie Fettsäuren) in das Blut freisetzt. So können Krankheiten entstehen wie zum Beispiel Diabetes und Bluthochdruck.

Gut gelaunt abspecken!

Gesundes Essen – auch weniger Essen – soll vor allem Spaß machen! Foto:…

  1. FdH („Friss die Hälfte“). Leider scheitern 90 bis 95 Prozent der Abnehm-„Kandidaten“ genau an dieser Strategie. Und warum scheitern sie? Zum einen wegen komplizierter Stoffwechselvorgänge im Körper, und zum anderen, weil der Übergewichtige selbst bestimmt, wann er die Hälfte gegessen hat.
  2. Intervallfasten. Es geht dabei um die Stunden, in denen einfach nichts gegessen wird. Somit ist Intervallfasten eigentlich keine Diät sondern ein zeitliches Versetzen von Nahrungsaufnahme.

Am häufigsten angewendet wird hierbei: 8:16. Das bedeutet: 8 Stunden wird gegessen und 16 Stunden wird gefastet, also nur kalorienfrei getrunken (Wasser, Tee). Bei der 5:2 Methode wird 5 Tage in der Woche gegessen und an 2 Tagen sind dann nur noch bis zu 500 Kilokalorien erlaubt.

Und dann gibt es noch die 8:16 Methode. Wichtig ist, dass Sie in den 8 Stunden Essenzeit auch ausreichend Kohlenhydrate, Eiweiß und wenig Fett zu sich nehmen, dann klappt das mit dem Abnehmen eigentlich recht gut.

  1. Glyx-Diät.       Hierbei spielt der sogenannte glykämische Index (GI) die Hauptrolle. Er ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Zucker ist danach im Blut.
  2. Trennkost. Dabei werden Kohlenhydrate und Eiweiße getrennt gegessen.
  3. Formula-Diät. Sie ermöglicht eine Abnahme von 8 bis 12 Kilogramm in etwa acht Wochen: Hierbei ersetzen industriell hergestellte Nährstoffgemische (als Shakes oder Suppen) die Mahlzeiten zum Teil oder sogar komplett. Keine Dauerlösung! Langfristig muss dem Einzelnen eine Ernährungs- und Verhaltensänderung gelingen.

Essverhalten ist wichtig! Dazu folgende Tipps:

  •  Konzentration auf das Essverhalten, nicht auf das Gewicht.
  • „Notfall“-Pläne: Überlegen Sie sich einen Plan B, der Ihnen in unvorhergesehenen Situationen weiterhilft, wenn Sie Heißhunger bekommen.
  • Setzen Sie sich mit der Realität auseinander, die Ihnen Abnehmen erschwert. Ein Beispiel: Wenn die Kinder aus der Schule kommen, haben sie Hunger, dann ich sitze beim Essen dabei und werde „verführt“. Ein Mensch, der abspeckt, ohne sich körperlich zu betätigen, verliert auch an Muskelmasse. Und je weniger Muskulatur da ist, desto weniger Fett kann der Körper verbrennen. Also nimmt er mit der Zeit wieder zu und überschreitet sogar das ursprüngliche Ausgangsgewicht.
  • Deshalb: Beim Abspecken vor allem auch die Muskeln trainieren!
  • Ganz gleich für welche der Diäten Sie sich entscheiden, es ist wichtig, Bewegung ins Leben zu integrieren. Ohne Bewegung kommt es nach dem Abnehmen zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt: Man nimmt ein paar Kilos ab, doch schon bald sind sie wieder drauf.
  • Text: ATH Medien, Foto: 123RF Mirko Vatali

 

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