Schilddrüsenspezialisten in der Rhein-Main-Region

Hier einige Schilddrüsen-Spezialisten – Postleitzahlengebiet 6 – Frankfurt (Main), Hanau, Heidelberg, Homburg, Wiesbaden, Worms, Würzburg

Schilddrüsensprechstunden:

Universitätsklinikum Frankfurt am Main (Schilddrüsensprechstunde)

Schilddrüsenchirurgie:

  1. Agaplesion Elisabethenstift (Darmstadt). Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
  • Universitätsklinikum Heidelberg. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Referenzzentrum für  Endokrine Chirurgie zertifiziert.
  • Bürgerhospital Frankfurt am Main Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Referenzzentrum für  Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
  • Asklepios Klinik Seligenstadt. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
  • Agaplesion Elisabethenstift (Darmstadt). Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
  • Diakonissenkrankenhaus (Mannheim). Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.

Radioiodtherapiezentren:

  • Abteilung Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Heidelberg
  • Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes (Homburg)
  • Nuklearmedizin, Klinikum Worms

© Fotos:123RF.com Urheber: Sebatian Raths

Gesunde Ernährung: Unverschämt einfach

Die Ureinwohner Boliviens haben die gesündesten Herzen aller bisher untersuchten Populationen. Das ist das Ergebnis einer vielbeachteten Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet erschien.

(dgk) Warum ist diese Studie so aufsehenerregend?

Zum einen sicherlich wegen des enormenAufwands und der daraus resultierenden Aussagekraft
der Studie: 85 Eingeborenen-Dörfer imAmazonasgebiet wurden von den Forschern besucht.
Die Wissenschaftler erstellten 705 Herz-Computertomographien um das Herz-Kreislaufrisiko
abschätzen zu können, sie bestimmtenPuls, Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel
und Entzündungsmarker.

Das Ergebnis ist frappierend, es zeigt Schwarz auf Weiß: Ein 80-jähriger Tsimané
am Amazonas hat in etwa das gleiche Gefäßalter wie ein Mitte-50-jähriger USAmerikaner!
So weit so gut. Weniger spektakulär sind die Gründe für die beneidenswerte Gesundheit
der Ureinwohner. Sie beruht, so die Forscher, auf ihrem Lebensstil: Angehörige
der Tsimané nehmen viele natürliche, ballaststoffreiche Kohlenhydrate aus
Früchten und Gemüse zu sich, wenig ungesättigte Fettsäuren und keinen raffinierten
Zucker, dafür aber auch Wild und Fisch. Sie bewegen sich den Tag hindurch und sie
rauchen nicht.

Das alles ist nichts Neues. Dass Rauchen und körperliche Passivität unserer Gesundheit
schadet, ist (fast) allen bekannt, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist,
ebenfalls. Umso erstaunlicher scheint es manchmal, mit wieviel Aufwand immer feinere
Details untersucht, und mit welcher Raffinesse immer wieder neue Trends, z.B.
im Hinblick auf die Ernährung, etabliert werden. Die Tsimané wissen von all dem
nichts und leben dennoch gesund.
Weniger ist mehr
Interessant sind auch die Kosten und Mühen, die Menschen in unserer Gesellschaft
aufbringen, um sich gesund zu erhalten. Ist das wirklich nötig? Die Wahrheit ist einfach,
heißt es oftmals. Im Fall der Ernährung trifft das zu. Drei Beispiele sollen das
verdeutlichen.

Muße statt Mühe: Wer sich ständig fragt, ob er über seine Nahrung alle benötigten
Vitamine erhält, wer ständig neue Informationen dazu sammelt, immer neuen Ernährungstrends
hinterher hechtet, Kalorien zählt usw., der hat viel Mühe. Die Grundregeln
sind ganz einfach, sie haben sich seit Jahren kaum verändert: Der Speisezettel
sollte viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthalten, Milchprodukte und Fisch
sollten nicht fehlen, und Fleisch nur in Maßen genossen werden. Salz, Zucker und
Fette, vor allem aus gesättigten Fettsäuren, sollten sparsam verwendet werden – so
einfach ist es. Wer seine Kapazitäten dazu nutzt, die Speisen in Ruhe zuzubereiten
und mit Genuss zu essen, der tut auch noch Gutes für seine seelische Verfassung.

Natürlich statt stark verarbeitet: industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten tendenziell
mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz, mehr unerwünschte produktionsbedingte
Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Acrylamid, und weniger Ballaststoffe. Wer Haferflocken
statt „Frühstückscerealien“ verspeist, Pellkartoffeln mit Kräuterquark statt eines
Fertiggerichts, weil es mal schnell gehen muss, der ernährt sich gesünder.
Günstig statt teuer: Smoothies, exotische Beeren, Treibhaus-Erdbeeren im Winter –
das alles ist meist überflüssig. Normales Obst und Gemüse reichen aus, um alle benötigten
pflanzlichen Nährstoffe zu erhalten. Teure Spezialprodukte ohne Laktose
oder Gluten brauchen die meisten Konsumenten nicht, wie Studien zeigen, es sei
denn, sie haben erwiesenermaßen eine Unverträglichkeit. Auch probiotische Getränke
mit zweifelhafter Wirkung und hohem Preis sind völlig überflüssig für Menschen,
die ihre Darmflora mit Ballaststoffen aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten verwöhnen.
Zeit, aus Wissen Taten werden zu lassen

Wir haben das Wissen, das wir brauchen, und wir haben, geschichtlich gesehen, die
einmalige Gelegenheit, uns das ganz Jahr hindurch mit gesunden Lebensmitteln zu
versorgen. Unverschämt einfach haben wir es eigentlich. Warum fällt es dann so
schwer? Stress wird nicht selten eine Rolle spielen, berufliche Auslastung, und die
ständige Verfügbarkeit von Leckereien, deren Verlockung wir uns nicht entziehen
können. Die Erforschung weiterer Details zu Lebensstilfaktoren, wie beispielsweise
der Ernährung, ist weniger wichtig, als die Bemühung, Menschen dabei zu unterstützen,
bereits bekannte gesundheitsfördernde Maßnahmen in die Tat umzusetzen.

©Quelle: DGK ©Foto: DGK

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Innovative Schultervorsorge an den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

Innovative Schultervorsorge an den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

Die Klinik für Schulterchirurgie an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz bietet mit Hilfe modernster Untersuchungstechnologien als vermutlich erste deutsche Klinik individuelle Untersuchungen und begleitende Maßnahmen zur Früherkennung von Schulterpathologien an. Bereits seit vielen Jahren zeichnet sich die Klinik für Schulterchirurgie durch eine hohe Expertise in allen Arten der konservativen wie auch operativen Schulterbehandlung aus und verfügt über das gesamte Spektrum der modernen Schulterchirurgie. Dieses wurde nun um Schultervorsorgeuntersuchungen und begleitende Maßnahmen ergänzt.

„Diese Erweiterung des Leistungsspektrums der Klinik für Schulterchirurgie zeigt einmal mehr die hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung. Wir, die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken, werden auch zukünftig diesen Qualitätsvorsprung als Verpflichtung nehmen und dementsprechend weiter ausbauen“, so Prof. Dr. med. Johannes Ruef, Ärztlicher Geschäftsführer der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken.

Chefarzt der Klinik für Schulterchirurgie ist Dr. Aristotelis Kaisidis, ein herausragender internationaler Experte für Schulterchirurgie, dessen Therapieschwerpunkte vor allem die Schulter-Endoprothetik und Schulter-Arthroskopie bilden.

„Wir haben uns lange Zeit damit beschäftigt, wie eine Schultervorsorge aussehen soll und welche passenden Untersuchungen wir anbieten können. Nun ist es uns möglich, eine individuelle und Hightech-gestützte Schulterfunktionsanalyse durchzuführen und ein individuelles Muskelprofil von jedem Patienten/ jeder Patientin zu erstellen. Diese zeigen auf, wie viel Kraft die Muskeln haben und wie deren momentaner Leistungszustand ist. Denn auch das Muskelprofil der Schulter eines jeden Menschen ist, wie der jeweilige Fingerabdruck, quasi einzigartig. Wir setzen somit bereits vor der eigentlichen Behandlung an, da wir nun frühzeitig erkennen können, welche Schulterstrukturen und Muskelpartien zukünftig besonders gefährdet sind. Diese können dann sehr gezielt trainiert oder behandelt werden, so dass beispielsweise Arthrosen, Sehnenrissen und Kalkschultern vorgebeugt wird“, so Dr. Aristotelis Kaisidis, Chefarzt der Klinik für Schulterchirurgie.

Dr. Kaisidis hat die Klinik für Schulterchirurgie an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz aufgebaut, eine von nur zwei separaten Schulter-Spezialkliniken bundesweit. Die innovativen Untersuchungsmöglichkeiten und die qualifizierte Behandlung der Klinik für Schulterchirurgie tragen zur modernen Ausrichtung der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken bei.

Mehr Informationen zur Klinik für Schulterchirurgie finden Sie unter: https://www.rotkreuzkliniken.de/schulterchirurgie.html

Allgemeine Informationen über die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken finden Sie unter: www.rotkreuzkliniken.de und www.teamgeist-erleben.de. Der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. mit seinen beiden Betriebsstätten Klinik Rotes Kreuz und Klinik Maingau vom Roten Kreuz liegt im Herzen der Stadt Frankfurt am Main und ist aktiver Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die Kliniken befinden sich in Trägerschaft der beiden Frankfurter Rotkreuz-Schwesternschaften und verfügen über Haupt- und Belegabteilungen, 300 Betten und ca. 17.000 Fallzahlen jährlich sowie 600 Beschäftigte. Neben der modernen Ausstattung der Häuser und der exzellenten Pflege durch hoch qualifizierte Rotkreuzschwestern und Pflegekräfte, bieten die Häuser über den Schwerpunkt des Belegarztsystems den Vorteil, dass die Patienten durch niedergelassene, erfahrene Fachärzte ihrer Wahl behandelt werden, und zwar sowohl ambulant in der Praxis, als auch stationär in der Klinik. Zudem sind die Standorte seit 2013 berufundfamilie-zertifiziert und gehören regelmäßig zu den besten Kliniken in Frankfurt.

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Text: © Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

„Man wird nicht über Nacht zu einem guten Therapeuten…“

Bernd Krammig  Heilpraktiker und Physiotherapeut aus Hainburg

Mit langsamen, konzentrierten Bewegungen hebt Bernd Krammig beide Hände vor das Gesicht. Dann senkt er die Arme in Richtung Boden. „Mit diesen sanften Übungen stärke ich meine Magen-Milz-Energie, die in der Chinesischen Medizin beide mit dem Erd-Element verbunden sind.“ Zum Abschluss seines morgendlichen Rituals streckt der Hainburger Heilpraktiker und Physiotherapeut beide Arme wieder in Richtung Himmel. „So verbinde ich die Gegensätze. Oben und unten. Himmel und Erde. Yin und Yang.“

Bernd Krammigs´ Tag beginnt morgens um sechs Uhr mit Meditation und asiatischen Bewegungsübungen. „Vorher gibt es ein Glas warmes Wasser und die Arme werden mit einer festen Bürste `wach gebürstet´. Das fördert die Durchblutung“, sagt er. Thai Chi und Chi Gong sind für ihn ein wichtiges Lebenselixier. Jeden morgen steht er dafür eine Stunde früher auf. „Das mache ich an 364 Tagen im Jahr.“ Dann geht er in seinen herrlichen ZEN-Garten oder in den Meditationsraum seines Hauses und sucht die Stille.

Schon als er vor mehr als 30 Jahren mit seiner Familie in Asien Urlaub verbracht hat, begeisterte ihn das frühmorgendliche ruhige Schauspiel in Hongkongs Victoria Park. „Dort sahen wir täglich hunderte von Menschen, junge und auch ganz alte, in den Parks oder zwischen den Wolkenkratzern stehen. Sie waren in völliger Ruhe und machten langsame, gleichmäßige Bewegungen. Das hat mich tief berührt.“

Power-Sport nimmt Energie

Bernd Krammig hat in jungen Jahren viel Kampfsport gemacht. In den 70er Jahren war er Betreuer der Judo-Nationalmannschaft und Mitglied des Olympiakaders. Mit zunehmendem Alter hat er für sich erkannt, dass Sport, der auspowert, „einfach zu viel Energie nimmt“. So hat er nach einem körperlichen Ausgleich gesucht, der ihm Energie zuführt. „Meine Reisen nach Asien waren Anlass zum Umdenken in Sachen Sport, sie waren Inspiration für mein ganzheitliches Denken und für meine Arbeit als Heilpraktiker und Physiotherapeut.“

So kombinierte er in seiner Praxis, die er inzwischen an seine Nachfolger in der Familie übergeben hat, Chinesische, Tibetische und Ayurvedische Heilkunde, Naturheilkunde, Chiropraktik, Osteopathie und Physiotherapie. „Man wird nicht über Nacht zu einem guten Arzt oder Therapeuten.

Es gehört viel Erfahrung, auch die Erfahrung mit eigenen Krankheiten und letztendlich lebenslanges Lernen dazu“. Seine Vorträge über den „Hainburger Schwengel“ sind auch über Hainburgs Ortsgrenzen hinaus bekannt geworden. „Der Begriff `Hainburger Schwengel´ klingt ein wenig zweideutig, ich weiß das“, lacht Bernd Krammig. „Er ist mir im Traum eingefallen, als ich nach einem Wort für eine osteopatische Manipulation des Beckens gesucht habe. Mit diesem `Schwengel-Griff´ therapiere ich vor allem so genannte XL-Patienten, die Probleme mit dem Becken haben.“

Noch immer referiert Krammig genauso fundiert über das analoge Denken der Chinesischen Medizin wie über die Wurzeln der Alchimistischen Heilkunde, wie sie Jahrtausende auf dem europäischen Kontinent praktiziert wurde. „Meine Arbeit war vor allem auch ein Ansatz zum Nachdenken für den Patienten. Kein Unfall, keine Krankheit kommen zufällig. Das ist auch meine eigene Erfahrung. Im Kosmos gibt es einfach keine Zufälle. Wenn ich selbst mal ein gesundheitliches Problem habe – und das passiert vor allem wenn ich mal wieder zuviel Süßes esse – dann falle ich aus der Balance. Ich habe Schmerzen und es geht mir dann auch psychisch schlecht. Ich habe natürlich im Laufe der Jahre meine eigene Therapie entwickelt. Wichtig ist, dass man wieder in einen Rhythmus, in die Balance kommt.“

Zurück zu den morgendlichen Ritualen im Hause Krammig. Nach einer eiskalten Dusche frühstückt Bernd Krammig ausgiebig mit Ehefrau Ingrid, „und meist schleichen sich auch unsere Enkel zum Frühstück oder Mittagessen bei uns ein“, erzählt er. „Morgens gibt es eine Riesenkanne grünen Tee, viel Obst, Schafsjoghurt mit Bananen und Melasse. Damit bin ich fit bis zum Mittagessen.“

Süßigkeiten sind eine Verführung

Familie Krammig – Ehefrau Ingrid Krammig arbeitete viele Jahrzehnte als Therapeutin in der gemeinsamen Praxis und auch die beiden erwachsenen Kinder Timo und Vera sind in die elterlichen Fußstapfen getreten – lebt sehr gesundheitsbewußt. „Wenn meine Frau nicht gerade Kartoffelpfannkuchen mit Apfelmus oder einen Sonntagskuchen backt“, lacht Bernd Krammig.

Beim Einzug in ihr Haus haben sie sich als erstes eine Wasserfilteranlage in ihre Küche einbauen lassen. „Denn gutes Wasser ist die Basis einer guten Gesundheit“. Beim Essen ist Frisches aus der heimischen Umgebung und Bio-Kost angesagt. Beide genießen auch gerne mal „ein gutes Stück Fleisch oder einen Fisch“, den sie oft gemeinsam auf dem Seligenstädter, Hanauer oder Offenbacher Wochenmarkt besorgen. „Je nach Lust und Laune“.

Bernd Krammig sitzt auch gerne auf dem Fahrrad und genießt die herrlichen Strecken entlang des Mains. Zweimal in der Woche steht ein Saunabesuch auf dem Terminkalender. „Die beste Entgiftung überhaupt!“ Und besonders gerne geht er mit Freunden zum Wandern. „Wir fahren seit vielen Jahren im Herbst ins Salzburger Land. Auf 1000 Metern Höhe genieße ich vor allem die saubere Luft. Sie ist, wie das gesunde Wasser, ein Basiselement des Lebens.“

Zweimal im Jahr versuchen die Krammigs auch einen Kurzurlaub an der Nordsee einzuplanen. Täglich laufen sie dann bis zu 15 Kilometer am Meer entlang. „Abends gehen wir Fischessen und liegen meist schon um 9 Uhr im Bett. Das ist pure Erholung für mich“.

Aber, Bernd Krammig hat noch ein Hobby, das auf den ersten Blick so gar nicht zu seinem sehr asiatisch geprägten Weltbild passt: Er ist ein „völlig verrückter Fassenachter“, so sagt er über sich selbst. „Ich war sogar schon Fastnachtsprinz hier in Klein-Krotzenburg. Weiß der Himmel was mich da getrieben hat!“ Und dass er in der so genannten `Prinzengasse´ wohnt, das ist doch auch kein Zufall. Damit wären wir am Schluss doch wieder beim ganzheitlichen Weltbild des Hainburgers. „Es gibt keine Zufälle in diesem Kosmos“, so hat er uns zu Anfang unseres Besuches erzählt.

Bernd Krammig: © Autorin: ATH, © Fotos: ATH Medien

                                                                    

10 Mythen über Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge

1. Darmkrebs ist ein Einzelschicksal. FALSCH!

RICHTIG IST:
Darmkrebs ist in Deutschland – nach Lungenkrebs und Brustkrebs – die
zweithäufigste Todesursache durch Krebs. Bei Frauen liegt Darmkrebs aktuell an
dritter Stelle nach Brustkrebs und Lungenkrebs. Bei den Männern steht
Darmkrebs an zweiter Stelle, nach Lungenkrebs und vor Prostatakrebs.
Etwa jede 8. Krebserkrankung von Frauen und Männern in Deutschland betrifft
den Darm. 170 Menschen erkranken täglich in Deutschland an
Darmkrebs. 71 Menschen sterben pro Tag an dieser Krebserkrankung.

2. An Darmkrebs erkranken nur alte Menschen. FALSCH!

RICHTIG IST:
Das Risiko für Darmkrebs steigt ab dem Alter von 50 Jahren deutlich an. Der
Krebs kann aber auch schon in jüngeren Jahren auftreten, wenn es z. B.
Darmkrebs in der Familie gibt. Bereits bei einem Fall erhöht sich das
Darmkrebsrisiko aller nahen Verwandten um das Doppelte bis Dreifache. Sind
drei oder mehrere Familienmitglieder erkrankt und sind in der Familie zusätzlich
noch andere Krebserkrankungen aufgetreten (Magen-, Eierstock-, Gebärmutteroder
Harnleiterkrebs), liegt möglicherweise eine erbliche Form von Darmkrebs
vor (Lynch-Syndrom/ HNPCC). Nahe Verwandte haben dann ein hohes Risiko,
schon im jungen Erwachsenenalter an Darmkrebs zu erkranken.

3. Männer erkranken seltener an Darmkrebs. FALSCH!

RICHTIG IST:
Männer erkranken etwa doppelt so häufig und im Durchschnitt fünf Jahre
eher an Darmkrebs als Frauen. Grund genug, die Vorsorgeempfehlungen der
Experten ernst zu nehmen und spätestens im Alter von 50 Jahren mit der
Darmkrebsvorsorge zu beginnen.

4. Ich fühle mich gesund, ich brauche keine Vorsorgeuntersuchung.
FALSCH!
RICHTIG IST:
Darmkrebs macht lange Zeit keine Beschwerden. Man kann sich gesund fühlen
und dennoch Darmkrebs haben. Vorsorge heißt, sich ohne Symptome einer
Untersuchung zu unterziehen. Denn sind erst Symptome vorhanden, ist es oft für
eine Heilung zu spät.
Liegt kein bekannter Risikofaktor vor, wird für Männer und Frau ab dem 56.
Lebensjahr eine Vorsorge-Darmspiegelung empfohlen. Alternativ kann ab einem
Alter von 50 jährlich, bzw. ab 55 alle zwei Jahre ein Stuhlbluttest durchgeführt
werden, der okkultes Blut im Darm und damit Anzeichen für Darmkrebs erkennt.
Liegen ein oder mehrere Risikofaktoren vor, sollte früher mit der Vorsorge
begonnen werden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.

5. Eine Darmspiegelung ist zeitaufwändig und schmerzhaft. FALSCH!

RICHTIG IST:
Die Darmspiegelung wird heute nahezu ausschließlich ambulant durchgeführt.
Der Patient liegt während der circa 20 Minuten dauernden Untersuchung
zugedeckt auf einer Liege. Auf Wunsch erhält er eine Beruhigungs- oder
Kurzschlafspritze. Die Kurzschlafspritze ist keine Narkose, der Patient fällt
lediglich in einen kurzen und leichten Schlaf. So spürt er während der gesamten
Untersuchung keinerlei Schmerzen. Durchgeführt wird die Untersuchung von
einem Facharzt (Gastroenterologen/Magen-Darm Arzt). Wurde eine
Kurzschlafspritze verabreicht, ist man den restlichen Tag nicht verkehrstüchtig.
Ansonsten kann man nach der Untersuchung den üblichen Tagesablauf wieder
aufnehmen. Moderne Reinigungspräparate machen auch die Vorbereitung simpel
und angenehm.

6. Eine Darmspiegelung ist gefährlich. FALSCH!

RICHTIG IST:
Die Darmspiegelung wird von gut ausgebildeten Experten
(Gastroenterologen/Magen-Darm Arzt) durchgeführt und ist sehr risikoarm. Die
Komplikationen liegen im Promillebereich. Rund 370.000 Menschen im Alter über
55 Jahre nehmen jährlich in Deutschland eine Vorsorge-Koloskopie in Anspruch. Bei
durchschnittlich 369.000 von ihnen verläuft die Untersuchung ohne jegliche
Komplikationen.

Die Zahl auftretender Komplikationen liegt im Promillebereich (2,3 Fälle pro
1000 Untersuchungen). Mehrheitlich handelt es sich um Blutungen nach der
Entfernung von Polypen oder um eine Beeinträchtigung des Kreislaufs durch die
Kurzschlafspritze. Das Risiko für beide Komplikationen nimmt bei Patienten im
höheren Alter zu. Bei alten Menschen mit Begleiterkrankungen raten Experten
deshalb, die Vorsorgedarmspiegelung durch einen Stuhltest zu ersetzen.

7. Für die Vorbereitung muss ich viele Liter einer schlecht schmeckenden
Flüssigkeit trinken. FALSCH!

RICHTIG IST:
Im Gegensatz zu früher müssen heute zur Vorbereitung des Darms nur noch
zwei Liter der Spülflüssigkeit getrunken werden. Angereichert mit Zitronen- oder
Orangengeschmack hat diese sich inzwischen auch geschmacklich verbessert.
Eine gute Reinigung des Darms ist Voraussetzung für ein sicheres
Untersuchungsergebnis.

8. Eine Vorsorgedarmspiegelung muss man jedes Jahr wiederholen.
FALSCH!

RICHTIG IST:
Wenn die Vorsorgedarmspiegelung keinen Befund ergab, muss sie erst nach 10
Jahren wiederholt werden. Wurden Krebsvorstufen (Polypen) erkannt, sollte die
Darmspiegelung nach 3 bis 5 Jahren wiederholt werden. Ein kürzerer Zeitabstand
gilt auch für Menschen mit familiär erhöhtem und erblichem Darmkrebsrisiko, da
Tumore und Polypen bei ihnen schneller wachsen.

9. Darmkrebs lässt sich nicht verhindern oder heilen, die Erkrankung ist
immer tödlich. FALSCH!

RICHTIG IST:
Bei früher Erkennung liegen die Heilungschancen von Darmkrebs bei über 90
Prozent. Darüber hinaus bietet die Vorsorgedarmspiegelung die große Chance,
dass gutartige Vorstufen erkannt und entfernt werden können und das Entstehen
von Darmkrebs damit verhindert wird.

10. Die Darmkrebsvorsorge bringt nichts. FALSCH!

RICHTIG IST:
Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat errechnet, dass durch
die Vorsorgekoloskopie von 2002 bis 2010 98.734 Menschen im Alter von 55
bis 84 Jahren die Erkrankung an Darmkrebs erspart geblieben ist. Bei 47.168
Menschen wurde ein vorhandener Krebs in einem so frühen Stadium entdeckt,
dass er in den meisten Fällen geheilt werden konnte.
Hochgerechnet bis heute:
Mehr als 200.000 Neuerkrankungen sowie rund 90.000 Todesfälle konnten
durch die Vorsorgedarmspiegelung in Deutschland verhindert werden.

©Quelle: dkfz

© Foto:123RF.com Urheber:decade3d

www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2010/dkfz_pm_10_64-Darmspiegelung-hilft-100000-

Darmkrebs: Aufruf zur Vorsorge

© Felix Burda Stiftung

(dgk) Kennen Sie die auch, die Aufschieberitis? Gern auch, wenn weniger angenehme Dinge wie
eine Vorsorgeuntersuchung anstehen, schiebenviele so etwas vor sich her. Aber gerade bei der
Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs hat man nur Vorteile: 99 von 100 sind ohnehin gesund bzw.
haben nur Polypen, die dann entfernt werden, bevor Krebs überhaupt entstehen kann. Nur bei 1 von
100 untersuchten Personen ist ein auffälliger Befund zu erwarten, das Karzinom kann dann aber
früh und damit erfolgreich behandelt werden.

Nach wie vor erkranken jährlich mehr als 60.000 Männer und Frauen in Deutschland
an Darmkrebs, mehr als 25.000 sterben daran. Die gute Nachricht: Bei einer frühzeitigen
Erkennung lässt sich Darmkrebs in vielen Fällen vollständig heilen.

Gemeinsam rufen daher die Felix Burda Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und das
Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. dazu auf, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.

“Bei keiner anderen Krebserkrankung sind Früherkennung und Vorsorge so erfolgversprechend
wie bei Darmkrebs”, sagt Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des
Landes Baden-Württemberg, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Er lädt alle
Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich über das Thema Darmkrebsvorsorge zu informieren
und mit Angehörigen und Freunden über das Thema zu sprechen.

Darmkrebs entwickelt sich aus Vorstufen, bestimmten Arten von Polypen. Darmpolypen
sind keine Seltenheit. Die Schleimhautvorwölbungen finden sich im Durchschnitt
bei jedem Zehnten. Je älter ein Mensch wird, desto häufiger kommen Polypen vor. In
den meisten Fällen bereiten Darmpolypen keine Beschwerden. Manchmal kann ein
Polyp bluten. Wenn die Wucherungen bei der Vorsorgeuntersuchung früh auffallen,
kann der Arzt sie mit einer unkomplizierten Prozedur entfernen, so dass Darmkrebs
gar nicht erst entsteht.

 

Die Vorsorgeuntersuchungen basieren in erster Linie auf einem immunologischen
Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl (i-FOBT – neu in der Regelversorgung seit
2017) sowie auf einer Darmspiegelung (Koloskopie). Mit dem Stuhltest werden auch
kleinste Blutmengen, z. B. von Polypen nachgewiesen, die mit dem bloßen Auge
nicht sichtbar sind.

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10 Mythen über Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge

Aktuelle Zahlen zu Darmkrebs und Vorsorge

Darmspiegelung
Die Darmspiegelung gilt als beste Methode gegen Darmkrebs. Manche Menschen
aber scheuen diese Untersuchung, weil sie einen negativen Befund fürchten. Diese
Angst ist unbegründet: Denn nur bei rund 1 Prozent der Untersuchten wird tatsächlich
Darmkrebs festgestellt. Und selbst diese Karzinompatienten befinden sich überwiegend
– zu fast 70 Prozent – in einem frühen Erkrankungsstadium, so dass hier
eine Heilung sehr wahrscheinlich ist.

Den größten Nutzen dieser Präventionsmaßnahme dürften die rund 7 Prozent der
Teilnehmer haben, bei denen Krebsvorstufen, sogenannte fortgeschrittene Adenome
festgestellt und entfernt werden, noch bevor sie sich zu einem Krebs weiterentwickeln.
Für die Mehrheit der Teilnehmer an der Vorsorge-Koloskopie bleibt die Untersuchung
ohne jeglichen Befund. Ihnen wird also ihre Gesundheit bestätigt.

Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie im Jahr 2002 haben bereits über 6,5 Millionen
Menschen eine Vorsorge-Koloskopie in Anspruch genommen. Dadurch konnten
bis heute circa 120.000 Todesfälle und 250.000 Neuerkrankungen von Darmkrebs
verhindert werden.

Darmkrebsvorsorge: ab wann?
Alle über 50 haben Jahren ein erhöhtes Darmkrebs-Risiko, daher wird ihnen empfohlen
ab dem 51. Lebensjahr regelmäßig einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl und
ab 55 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung zu machen. Die Kosten hierfür
trägt die Krankenkasse. In der Regel sind Darmspiegelungen nicht so unangenehm,
wie oft befürchtet und moderne Methoden sorgen für eine schonende Vorbereitung.
Menschen, in deren Familien bereits Fälle von Darmkrebs aufgetreten sind, haben
ein höheres Risiko ebenfalls daran zu erkranken. Sie sollten früher mit dem Vorsorgeprogramm
beginnen, denn auch sehr junge Leute können davon betroffen sein.
Auch mit einem gesunden Lebensstil kann man dem Tumor im Darm vorbeugen: Eine ausgewogene
Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen sowie viel Bewegung und möglichst
wenig Nikotin und Alkohol senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Zudem sollte sich
der Zeiger auf der Waage in Richtung Normalgewicht bewegen

©Quelle: dgk

Fulda: Im Jubiläumsjahr wieder DER MEDICUS!

Fulda bereitet Gästen im Jubiläumsjahr 2019 ein hochkarätiges Programm

Musical-Sommer, Bonifatius-Open-Air am Domplatz und Winter-Varieté in der Orangerie

Für Musicalfans und Kulturbegeisterte hat Fulda im Jubiläumsjahr 2019 ein hochkarätiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt, das keine Wünsche offen lässt. Wenn die Stadt im kommenden Jahr auf das 1275. Gründungsjahr des Klosters Fulda zurückblickt und an die Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts an Fulda vor 1000 Jahren erinnert, dann bereitet sie ihren Bewohnern und Besuchern ein facettenreiches Geschenk: Events und kulturelle Glanzpunkte wechseln sich ab, erstrecken sich über das gesamte Jahr und reichen sogar noch darüber hinaus. Es gibt viele Gründe, der Barockstadt einen Besuch abzustatten.

Freunde des Musiktheaters können sich im Musical Sommer Fulda (14.06.– 04.08.2019) mit zwei Bühnenerfolgen von spotlight musicals im Schlosstheater Fulda verzaubern lassen. Den Anfang macht „Die Päpstin – Das Musical“ (14.06.–06.07. 2019) nach dem Erfolgsroman von Donna W. Cross, gefolgt von „Der Medicus – Das Musical“, der brillanten Bühnenadaption von Noah Gordons gleichnamigem Bestseller. Die Musicalstadt Fulda bietet Gruppen-Arrangements (ab 15 Personen) zum Preis ab 100 Euro pro Person an. Im Leistungspaket enthalten ist jeweils eine Hotelübernachtung mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, der Eintritt in das Musical sowie eine einstündige Stadtführung, korrespondierend zum jeweiligen Musical. Die Anreise ist in der Spielzeit täglich möglich.

Mit erstklassigen Musicaldarstellern, einem großen Orchester und aufwändiger Bühnentechnik vor der imposanten Kulisse des berühmten Barockdoms lockt im Anschluss „Bonifatius – Das Musical“ (22.-25.08.2019) als Open-Air-Event auf dem Fuldaer Domplatz – ebenfalls eine Produktion von spotlight musicals. Auch für das exklusive Highlight des Stadtjubiläums 2019 hat das Tourismus und Kongressmanagement Fulda ein attraktives Gruppen-Arrangement zum Preis ab 100 Euro zusammengestellt, das neben der Übernachtung im gebuchten Hotel und einem reichhaltigen Frühstück das Musical-Ticket inkludiert.

Wer Fulda zur Winterzeit besuchen und sich verzaubern lassen möchte, für den ist das Winter-Varieté Fulda (26.12.2019–02.01.2020) genau das Richtige. Comedy, Artistik und Magie verströmen dann im historischen Ambiente der barocken Orangerie ihren Charme und bannen in der künstlerischen Umsetzung von Dirk Denzer – Veranstalter des internationalen Varietéfestes in Schweinfurt – das Publikum als Kaleidoskop der Kunstform Varieté. Durch das an die Orangerie angeschlossene „Hotel Maritim am Schlossgarten“ ist auch für das leibliche Wohl der Gäste bestens besorgt. Das dazugehörige Gruppen-Arrangement zum Preis ab 100 Euro umfasst eine Übernachtung in einem der Partner-Hotels, Frühstücksbuffet, den Eintritt in das Varieté und die einstündige Stadtführung „Fuldas Vielfalt“.

© Tourismus und Kongressmanagement Fulda, www.tourismus-fulda.de,

© Bildrechte Fotos: Christian Tech / Tourismus und Kongressmanagement der Stadt Fulda

© Spotlight Musicals

Achte Hessische Gesundheitsspiele

Hunderte Kinder kamen in diesen Maitagen aus den Regionen Wiesbaden, Rüsselsheim, Weilburg und Friedberg, um zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Rheingauschule in Geisenheim die 8. Hessischen Gesundheitsspiele zu erleben. An so vielen Stationen wie noch nie zuvor konnten sie verschiedene Sportarten und Bewegungsformen kennen lernen. Veranstalter sind unter anderem das Hessische Kultusministerium, das Staatliche Schulamt Wiesbaden und die AOK Hessen.

Die Gesundheitsspiele starteten 2012 in Wetzlar und sind seitdem jährlich ein festes Groß-Event in wechselnden Städten, im Vorjahr in Darmstadt. Das Leitmotiv lautet auch diesmal „Einfach bewegend“. Durch die spielerische Vermittlung – regionale Vereine wirken dabei tatkräftig mit – sollen gesundheitsfördernde Aktivitäten schmackhaft gemacht werden. „Wir wollen Begeisterung für regelmäßige Bewegung entfachen, ob im Verein oder mit Freunden, auch in der Schule. Und dies auf spielerische Art.

Das Angebotsspektrum ist enorm, es war gar nicht möglich, restlos alles auszuprobieren, denn der Parcours war riesig“ meint Holger Stadermann, Schulsportleiter an der Rheingauschule, einem Gymnasium mit insgesamt 950 Schülerinnen und Schülern. Seine Schule fieberte seit einem Jahr auf den Tag hin und bereitete diesen auch maßgeblich vor. An den Hessischen Gesundheitsspielen nahmen diesmal Kinder der 4. und 5. Klassen teil, und sie kamen nicht nur aus Geisenheim, sondern auch aus benachbarten Regionen. Zu den Kooperationspartnern gehören noch die Zentrale Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes (ZFS) und der Sportkreis Rheingau-Taunus sowie der Hessische Turnverband.

Judo, Klettern, Breakdance, Rudern, Bogenschießen, Zumba, Rollstuhlbasketball oder Ropeskipping – diese beispielhafte Aufzählung zeigt, dass sehr viele Bewegungsformen abgedeckt wurden. Sogar Voltigieren und das in Deutschland noch weitgehend unbekannte Kin-Ball, das besonders in Kanada beliebt ist, waren im Programm zu finden. Das angeleitete Angebot an den Spielstationen – über 200 Helferinnen und Helfer kamen zum Einsatz – war so gestaltet, dass der Einstieg sehr leicht fiel. Auch gab es kindgerechte Vorträge und Workshops, dazu eine Bewegungs- wie auch eine Ernährungswerkstatt und die Gelegenheit, bei „WheelUp!“ ungefährliche Stunts auf Rollen zu bewältigen, zum Beispiel auf dem Skateboard.

An der Station „Gesundheitswissen“ mit regionalen und landesweiten Gesundheitspartnern war eine kindgerechte Info-Messe aufgebaut. „Dieses enorme Spektrum motiviert Kinder, ihren ganz eigenen Sport zu finden, denn Bewegung ist mehr, als nur Tore zu jagen“, meint Alexander Jordan, der die Zentrale Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes (ZFS) leitet. Sein Team um Stephanie Holzhauer (ZFS) koordiniert die Veranstaltung.

„Die Hessischen Gesundheitsspiele haben sich zu einer jährlichen Großveranstaltung entwickelt, bei der Schülerinnen und Schüler sich mit Freude bewegen und aktiv sind. Bewegung mobilisiert, aktiviert und fördert die kognitive Leistungsfähigkeit – kurzum: Je mehr Bewegung Schülerinnen und Schüler haben, desto besser und individuell optimaler werden die Lernergebnisse sein. Es freut mich, dass auch in diesem Jahr fast 1.000 Kinder aus 43 Klassen an den vom Hessischen Kultusministerium, dem Staatlichen Schulamt Wiesbaden und der AOK Hessen initiierten Spielen teilnehmen. Dabei wünsche ich allen Kindern viel Spaß an der Bewegung“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, der bei dem Event persönlich vor Ort war.

Etwa 200 Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge waren als Helfer, Mentorinnen und Guides in Geisenheim aktiv. „Wir wollen, dass sich die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte und Eltern mit dem Thema Gesundheit aktiv auseinandersetzen, vor allem aber, dass sie Spaß haben und diesen Tag nicht vergessen“, so Mona Nüchter, verantwortlich für Prävention bei der AOK Hessen. Hier sind über 200.000 Kinder und Jugendliche versichert.

Die Krankenkasse setzt sich mit ihrer Initiative „Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“ seit über zehn Jahren für eine nachhaltige Gesundheitsförderung des Nachwuchses ein. Die Gesundheitsspiele des kommenden Jahres sollen in Fulda stattfinden.

 

Text: AOK Hessen

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