Fink Verlag/Gesundheitsmagazin „natürlich, gesund und munter“ (erscheint bundesweit alle 8 Wochen)

natürlich gesund und munter (www.gnum.de) ist die Zeitschrift für Menschen,  die eine gesunde und natürliche Lebensweise anstreben  und bereit sind, in ihre Gesundheit zu investieren. natürlich gesund und munter ist mit einer Auflage von über 120.000 verkauften Exemplaren eine der  großen Gesundheitszeitschriften in Deutschland.

Gesundinrheinmain veröffentlicht ab jetzt regelmäßig Artikel dieses Magazins, die jeweils gekennzeichnet sind.

Hier eine Reportage mit dem Buchautor und HR-Journalisten Joachim Faulstich, der mit seinen wissenschaftlichen TV-Dokumentationen bundesweit bekannt geworden ist. Das Gespräch mit Joachim Faulstich führte die Journalistin Andrea Thoma.

 

Joachim Faulstich ist Journalist, Buchautor und Regisseur wissenschaftlicher Fernsehdokumentationen. Seit den 80er-
Jahren, nach zahlreichen Reisen nach Südamerika und dem Kontakt mit den medizinischen Vorstellungen indigener
Völker, insbesondere dem Schamanismus, liegt sein Fokus auf Fragen der Komplementärmedizin, der Naturmedizin, der
Bewusstseinsforschung und der Neurobiologie. Für seine Arbeiten wurden ihm zahlreiche Preise verliehen.

 

Die magische Kraft des Bewusstseins

Joachim Faulstich ist ein Wanderer zwischen den Welten der Medizin. Mit seinen vielfach ausgezeichneten Filmen
und Büchern, die außergewöhnliche Heilungswege dokumentieren, hat er bereits vor mehr als 20 Jahren das
menschliche Bewusstsein und seine Möglichkeiten einer Heilung in den Mittelpunkt seines medialen Schaffens gestellt.
Sein Ziel: Er will aufrütteln, den Kampf der Medizinsysteme beenden helfen. Zu Gunsten eines Miteinanders
von altem, tradiertem Wissen und moderner, nachweisbarer Wissenschaft. Er plädiert für mehr Offenheit bei den
Ärzten, auch außergewöhnlichen Heilmethoden aus der Natur- und Erfahrungsmedizin Vertrauen zu schenken.
Wir treffen Joachim Faulstich an seinem Lieblingsort, dem Frankfurter Domplatz, gleich um die Ecke vom Römer, wo
in den nächsten Jahren ein Stück altes Frankfurt aus der Erde wächst. Inmitten der von modernen Hochhäusern geprägten
Innenstadt entsteht ein Quartier mit historischen Gebäuderekonstruktionen, Plätzen und engen Gässchen,
ein urbanes Miteinander von Alt und Neu. Die symbiotische Vereinigung einer modernen, architektonisch genau
berechneten Großstadt mit ihren tradierten Werten. Um diese harmonische Ergänzung, um den Dialog – genau darum
geht es auch Joachim Faulstich. Im Leben und in der Arbeit. Er ist einer aus der 68er-Generation. Weiße Haare,
Stoppelbart, Jeans und Ledertasche. Für unser Gespräch hat er sein Lieblingscafé am Dom vorgeschlagen. natürlich gesund & munter: Sie haben sich zu Beginn Ihrer Fernseharbeit hauptsächlich mit sozialkritischen Themen auseinandergesetzt. Woher kam Ihr Interesse
für alte Heiltechniken?

Joachim Faulstich:

Das waren zweifelsohne meine Reisen nach Südamerika in den 80er-Jahren, insbesondere in das Amazonas-Gebiet von Peru. Hier habe ich eine archaische Welt kennengelernt, die sich aus Mythen und überlieferten Geschichten, aus Geistern und Schamanen zusammensetzt.
Ich habe Menschen getroffen, die in der Trance Kontakt mitihren Vorfahren aufgenommen haben, um Hinweise für
wichtige Lebensfragen oder Krankheiten zu bekommen. Und ich habe mich darauf eingelassen, mehr zu erfahren.
Ich war offen, obwohl ich aus einer völlig anderen, rational definierten und orientierten Welt kam.

Können Sie Ihre damaligen Erkenntnisse im Urwald von Peru näher erläutern?

Für eine Reportage über die Shipibo-Indianer berichteteeine deutsche Ärztin von ungewöhnlichen schamanischen Heilungen an Patienten, die die Schulmedizin bereits aufgegeben hatte. Eingesetzt wurden dabei Behandlungen in Trance, im Kontakt mit anderen Ebenen der Wirklichkeit –
eine Methode, die unserer westlichen Medizin diametral entgegen steht – die aber offenbar dennoch wirkte. Mit diesen
Geschichten aus einer alten, magischen Kultur kam ich zurück nach Deutschland und begann in der europäischen
Medizingeschichte zu forschen. Ich wollte vor allem auch wissen, wo unsere westlichen Wurzeln der Heilkunst liegen
und warum sie in modernen Arztpraxen und Kliniken immer wieder als Scharlatanerie abgetan werden.
Als Sie in den 80er-Jahren Ihre ersten Fernsehdokumentationen über außergewöhnliche Heilungen machten,
wurden Sie da nicht in die esoterische Ecke gestellt? Ich berichtete damals über eine Heilerin aus Hessen. Sie hieß Grete Flach und heilte mit Kräutern, Gesprächen und auch mit Gebeten. Wenn sie mit ihren Patienten arbeitete, war sie oft in leichter Trance, ganz ähnlich wie ich das Amazonas-Gebiet von Peru. Hier habe ich eine archaische Welt kennengelernt, die sich aus Mythen und überlieferten
Geschichten, aus Geistern und Schamanen zusammensetzt. Ich habe Menschen getroffen, die in der Trance Kontakt mit
ihren Vorfahren aufgenommen haben, um Hinweise für wichtige Lebensfragen oder Krankheiten zu bekommen.
Und ich habe mich darauf eingelassen, mehr zu erfahren. Ich war offen, obwohl ich aus einer völlig anderen, rational
definierten und orientierten Welt kam.

Als Sie in den 80er-Jahren Ihre ersten Fernsehdokumentationen über außergewöhnliche Heilungen machten,
wurden Sie da nicht in die esoterische Ecke gestellt?

Ich berichtete damals über eine Heilerin aus Hessen. Sie hieß Grete Flach und heilte mit Kräutern, Gesprächen und
auch mit Gebeten. Wenn sie mit ihren Patienten arbeitete, war sie oft in leichter Trance, ganz ähnlich wie ich das bei Schamanen in Südamerika gesehen hatte. Natürlich war es damals im Fernsehen sehr ungewöhnlich, über eine solche Heilerin eine Reportage zu machen, aber meine Kollegen
wussten, dass ich ein seriöser Rechercheur und Autor bin. Das war eine gute Ausgangsposition, um diese Themen in die Medien und damit in die Gesellschaft einzuführen.

Was ist Ihr Anspruch? Welche Anstöße wollen Sie mit Ihrer Arbeit geben?

Ich möchte mithelfen, die Entweder-oder-Medizin – das Gegeneinander von Schulmedizin und Erfahrungsheilkunde
– aufzulösen und in eine Sowohl-als-auch-Medizin zu verändern. Ich möchte Bewusstsein für eine Medizin der Zuwendung schaffen, die Körper, Seele und Geist wieder als Einheit ansieht.

Sprechen Sie von einer Mind-Body-Medizin?

Genau das ist damit gemeint. Körper und Geist sind in der frühen Entwicklungsgeschichte der Menschheit immer als
Einheit gesehen worden, als Ein-Klang. Der renommierte Wissenschaftler für „Applied Neuroscience“ (Angewandte Neurobiologie), Prof. Gerald Hüther, formuliert das so: „Wir brauchen ein inneres Leitbild, das Sinn stiftet und uns einen Ort der Geborgenheit zeigt.“ Wer seine innere Haltung verändert und wieder in den Einklang und in die eigene Handlungsfähigkeit kommt, der verändert das Netzwerk von Körper und Geist insgesamt. Ob es dann am Ende zu einer tatsächlichen Heilung kommt, bleibt offen. Wir brauchen auch so etwas wie Gnade, um zu leben. Nicht im religiösen,
aber im spirituellen Sinn.

In Ihrer letzten Fernsehdokumentation „Das Geheimnis der Heilung“ beschreiben Sie einige Beispiele – aussichtslose Fälle in den Augen der Schulmedizin, die trotzdem geheilt wurden. Zum Beispiel die Geschichte des polnischen Cellisten Dominik Polonski, dem nach einer Krebserkrankung ein Viertel seines Gehirns entfernt wurde und der anschließend fast bewegungsunfähig war. Was hat er anders gemacht als andere Patienten?

Er hatte plötzlich die innere Gewissheit, dass er aus eigener Verantwortung einen stimmigen Genesungsweg gewählt hat. Diese Haltung vereint fast alle Protagonisten. Natürlich hat Dominik zunächst alle Möglichkeiten der Schulmedizin in Anspruch genommen. Er wurde mehrfach am Kopf operiert und auch bestrahlt. Aber als ihm seine Ärzte absolut keine Überlebenschance mehr gaben, da besann er sich auf seine eigenen Fähigkeiten zur Heilung. Noch in der Klinik begann er mit intensiven Imaginationen und tauchte nächtelang in heilsame Musik ein.

Der Neurowissenschaftler Prof. Gerald Hüther, den Sie in unserem Gespräch schon zitiert haben, spricht hier von der Bedeutung innerer Bilder.

Genau diese heilsamen Muster hat Dominik aktiviert. Plötzlich konnte er sein gelähmtes Bein ein wenig bewegen. Dann lernte er den Psychologen Martin Busch kennen, der auch in der Feldenkrais-Methode ausgebildet ist und sie mit Elementen der Hypnose verbindet. Bewegung, Bewusstheit
und Beziehung – das sind die drei Schlüsselbegriffe seiner Denk-und Arbeitsweise. Zwischen den beiden entwickelte sich bald ein tiefes Vertrauensverhältnis. Der Psychologe half Dominik, seine Orientierung zu ändern, weg von der Beschäftigung mit der Krankheit, hin zu inneren Bildern der Heilung. So konnten, auch durch das Zusammenspiel mit körperlichen Impulsen, die verlorenen Verknüpfungen im
Gehirn langsam wieder hergestellt werden. Ein erneuter Gehirnscan zeigte keinen Tumor mehr an. Heute kann Dominik völlig alleine laufen und macht wieder Musik.

Sie berichten auch von einer Frau mit einer schweren Schwangerschaftskomplikation. Ihrem Kind hatten die Ärzte keinerlei Überlebenschance mehr gegeben.

Sie meinen den spektakulären Fall von Ursula Mannweiler aus Frankfurt. Sie war Patientin des Gynäkologen Prof. Frank Louwen. In der 23. Schwangerschaftswoche diagnostizierte man bei ihr eine schwere Plazentainsuffizienz (eine mangelnde Versorgung des Fötus durch die ungenügende Funktion der Plazenta). Der Ultraschall zeigte keinerlei Fruchtwasser mehr, und nach Auswertung aller Untersuchungen
ging Prof. Louwen auch von einer Gehirnschädigung des Kindes aus. Ein faktisches Todesurteil – und eine Wiederholung der Ereignisse. Denn einige Jahre vorher hatte diese Patientin mit derselben Diagnose bereits ein totes Kind geboren. Auf ihren Wunsch hin bekam sie
Glucose-Infusionen. Und sie begann einen inneren Dialog mit ihrem Kind und ein heftiges, inneres Streitgespräch mit
Gott. Mira kam tatsächlich gesund zur Welt. Prof. Louwen sagte mir im Interview, dass dieses Phänomen „medizinisch
absolut nicht zu begründen“ sei. Die Neurowissenschaft hat inzwischen herausgefunden, dass ein enger, symbiotischer
Austausch von Mutter und Kind im Mutterleib Botenstoffe aus den Zellen freisetzt. Damit ist eine solche Heilung möglicherweise
zu erklären.

Das bedeutet, innere Heilung geht der äußeren voran? Oder geschieht sie parallel?

Ich glaube, dass tatsächlich die innere Haltung und die Aktivierung von persönlichen Ressourcen für einen Patienten
essenziell sind. Aber es gibt kein Patentrezept. Sie sprechen in Ihren Büchern von mehreren inneren Bewusstseinsebenen aus unserer menschlichen Vorgeschichte. Können wir heute daraus noch heilende Ressourcen beziehen? Ich zitiere hier gerne den Philosophen und Bewusstseinsforscher
Jean Gebser, einen Vertreter der Integralen Theorie, der versuchte, wissenschaftliche und spirituelle Erkenntnisse zu verbinden. Er beschreibt die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, beginnend mit dem archaischen Zustand. Unser Ich ist auf dieser Ebene noch nicht von der
Außenwelt getrennt. Dann kommt die nächste Entwicklungsstufe, die sogenannte magische Ebene. Hier nehmen wir die Außenwelt als von uns  getrennt wahr, spüren aber noch eine Verbundenheit mit allem, was um uns herum existiert.
Es folgt die mythische Ebene. Plötzlich wird uns unsere eigene Innenwelt, die man auch als Seele bezeichnen kann, bewusst. Götter und Geister existieren als Helferwesen, dieman in Gebeten anrufen kann. Am Ende erreichen wir die vierte Ebene in unserer Entwicklung, das rationale, analytischeBewusstsein. Innen- und Außenwelt existieren jetzt völlig getrennt voneinander. Die Vorstellungen früherer Entwicklungsstufen werden als Aberglaube dargestellt, Götter und Geister in die Esoterik-Ecke verbannt, und neue Mythen, wie der Glaube an die Statistik, übernehmen zunehmend die Macht. Damit sind wir endgültig im Heute angekommen.

Welche Konsequenzen haben diese Bewusstseinsentwicklungen für unseren inneren Zustand?

Die archaischen und magischen Ebenen sind in uns tief verwurzelt. Sie sind in unsere Gene implantiert. In diesen menschlichen Entwicklungsstufen schlummern deshalb unendlich viele Ressourcen. Bei einer Krankheit können wir
sie anzapfen, um möglicherweise in einen Zustand der Harmonie zurückzukommen. Das geht über magische Bilderreisen, Gebete, Träume, Rituale, Imaginationsübungen, Naturerlebnisse und vieles mehr. Es geht dabei nicht darum, in alte Entwicklungsstufen zurückzufallen, sondern in ein
neues Bewusstsein zu kommen, das alle Ebenen integriert.

Gibt es in der Zukunft eine Perspektive für eine grenzüberschreitende Medizin ?

Immer mehr Ärzte schauen über ihr naturwissenschaftliches, mechanistisches Weltbild hinaus und sind zumindest offen für andere Sichtweisen. Wenn ein so anerkannter Wissenschaftler wie Prof. Waldemar Uhl von der Uniklinik Bochum auch mit einem Heiler zusammenarbeitet, der
Krebspatienten nach konventioneller medizinischer Behandlung mit Handauflegen und geführten Meditationen begleitet, oder wenn sich der Onkologe Dr. Thomas Schmitt aus Wien mit seinen Patienten durch Trommeln auf eine schamanische Reise begibt und damit für sie eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht, dann formt sich für mich die Perspektive einer neuen Heilkunst. Diese Mind-Body-
Medizin, die alte Erfahrungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Besten des Patienten nutzt, begreift den Menschen nicht mehr als biologische Maschine, sondernimmer mehr als Körper-Geist-Wesen, in dem subtile energetische Prozesse ablaufen und in dem das Bewusstsein eine ganz entscheidende Rolle spielt. Auch die moderne Psychoneuroimmunologie sieht im menschlichen Bewusstsein eine
Kraft, die in der Lage ist, die sichtbare und messbare Realität zu formen. Ich glaube, hier liegt das Geheimnis einer
möglichen Heilung. /ath

 

 

© Gesundheitsmagazin „natürlich, gesund und munter“, Fink Verlag (www.ngum.de)

Risiken vermeiden: Wie sich „Beefdis“ und „Charity Traveler“ in fernen Ländern schützen können

Junge Menschen zieht es seit jeher in die Ferne, und Bundesfreiwilligendienst oder „Work and Travel“ bieten aktuell die Möglichkeit, andere Länder kennen zu lernen und sich dabei ehrenamtlich zu engagieren. Wer unvorbereitet aufbricht, setzt sich jedoch Risiken aus. Eine Kinderärztin und Entwicklungshelferin erklärt auf der Pressekonferenz des CRM Centrum für Reisemedizin anlässlich des 20. Forum Reisen und Gesundheit am 8. März in Berlin, wie sich jüngere und auch ältere „Charity Traveler“ schützen können. Das 20. Forum Reisen und Gesundheit findet am 8. und 9. März 2019 während der Tourismus-Börse ITB statt.

Im letzten Jahr engagierten sich mehr als 41 000 Menschen im Durchschnitt monatlich als sogenannte „Bufdis“ im Bundesfreiwilligendienst – in Deutschland, aber auch in fernen Ländern. Hinzu kommen junge Menschen, die durch „Work and Travel“ andere Länder kennen lernen sowie weltwärts-Freiwillige in Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche ältere Teilnehmer am Senior Experten Service (SES) oder am Weltdienst 30+. Die Kinderärztin Dr. med. Christa Kitz aus Würzburg hat acht Jahre in der internationalen Entwicklungshilfe und humanitären Hilfe in Afrika und Südostasien gearbeitet. „Mit der großen Zahl an Freiwilligen wächst auch die Verantwortung für die Sicherheit solcher Einsätze im Freiwilligendienst und auch in der Entwicklungshilfe. Diese können mit Risiken verbunden sein, die man sich selbst vorab bewusst machen sollte und auf die man sich vorbereiten muss“, betont die Medizinerin.

Untersuchungen des Deutschen Entwicklungsdienstes zeigen, dass jeder Entwicklungshelfer im Durchschnitt alle drei Jahre einem potenziell belastenden Ereignis ausgesetzt ist. An erster Stelle stehen dabei Verkehrsunfälle und Krankheiten, aber auch Einbrüche, Überfälle und körperliche Bedrohungen sind potenzielle Risiken bei Hilfseinsätzen im Ausland. „Wer im Freiwilligendienst international unterwegs ist, gilt als high-risk traveler“, betont Dr. Kitz: „Eine gute Vorbereitung ist wichtig und essenziell.“

Dazu gehört eine Beratung durch Profis, am besten durch Helfer, die schon einmal vor Ort waren. Ein „Bufdi“ braucht nach Einschätzung von Dr. Kitz neben einer Kranken- auch eine Zusatzunfallversicherung, und er sollte wissen, wie er im Notfall wieder nach Deutschland zurückkehren kann. „Charity Traveler sollten sich darüber hinaus mit Regeln zur Vermeidung von Verkehrsunfällen vertraut machen und sich über den Umgang mit Kriminalität und Gewalt informieren“, rät Dr. Kitz.

In vielen Ländern Afrikas ist HIV ein wichtiges Thema. Im medizinischen Bereich könne eine Nadelstichverletzung eine lebenslange Infektion nach sich ziehen. Die Ärztin rät daher, sich vor der Reise zu dem Thema zu informieren und den Serostatus durch einen HIV-Test vor Ausreise gegebenenfalls zu dokumentieren. Nur so könne man später eine Infektion als Berufskrankheit anerkannt bekommen.

Auch ein Gesundheitscheck vor der Abreise ist wichtig. Mit einem kurzen Besuch beim Hausarzt und der Auffrischung der Impfungen ist es hierbei nicht getan. „Jede Region hat eigene gesundheitliche Risiken und auch Regeln beispielsweise hinsichtlich der Lebensmittelhygiene, die eingehalten werden müssen“, erklärt Dr. Kitz. Zu einer optimalen gesund-heitlichen Vorbereitung sollten auch die vermittelnden Organisationen beitragen und die Teilnehmern damit nicht sich selbst überlassen. Derzeit gebe es hierfür keine einheitlichen Standards. „Die Organisationen müssen Verantwortung übernehmen und dafür Sorge tragen, dass Teilnehmer an den Freiwilligendiensten rechtzeitig vor Ausreise arbeits-, tropen- oder reisemedizinisch beraten und betreut werden.“ Nur so könne sichergestellt werden, dass „Charity Traveler“ alle nötigen Impfungen und die notwendigen prophylaktischen Medikamente erhalten. Neben Medikamenten könne auch eine psychologische Betreuung notwendig werden. Dr. Kitz betont: „Das Elend durch Migration und Naturkatastrophen hat zugenommen und das Erleben von Armut, Mangel oder Krisensituationen sind ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor.“ Nicht zuletzt sollten die Teilnehmer an den Freiwilligendiensten und die vermittelnden Organisationen auch den Sinn des jeweiligen Einsatzes kritisch hinterfragen. „Vieles, was aus der Motivation heraus, Gutes zu tun, geschieht, muss nicht unbedingt Hilfe für die Menschen im Einsatzland bedeuten“, gibt die Expertin zu Bedenken. Wichtig sei daher ein enger Austausch mit Vertretern der einheimischen Organisationen in den jeweiligen Partnerländern.

© Quelle: CRM

Gesunder Urlaub in Deutschland und Sri Lanka boomt

Deutschland und Sri Lanka sind die Gewinner des gesunden Tourismus.

Das ergibt die Auswertung von Fit Reisen, Spezialveranstalter für Wellness- und Gesundheitsurlaube. Laut einer Erhebung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers steigt die Zahl derer, die privates Geld für Wellness ausgeben, in Deutschland jährlich um 12 bis15 Prozent.

Sri Lanka, von Lonely Planet kürzlich zum Reiseland Nr. 1 für 2019 gekürt, ist eine der beliebtesten Destinationen für Erholung und Entspannung. Traditionelle Ayurveda-Kuren und Yoga-sind hier beheimatet und bescheren dem „Einsteigerland für Indien“ rund ums Jahr eine starke Nachfrage – mit weiter steigender Tendenz.

Vom Trend zu „Urlaub in Deutschland“ und dem Jahrhundertsommer profitieren die deutschen Wellness-Hotels. Neben der neuen Lust die Heimat kennenzulernen und der kurzen Anreise, locken moderne Wohlfühltempel mit Hightech-Anwendungen „Made in Germany“ aber auch Traditionshäuser, die das Wohlbefinden ihrer Gäste mit alternativen Heilmethoden aus der Region steigern.

In Sri Lanka können Gesundheitsreisende Sonne, Exotik, Herzlichkeit und ein Kennenlernen der Jahrtausendealten Heillehren erwarten. Deutschland bietet Erholungssuchenden das sichere Gefühl eines unkomplizierten Aufenthalts in Hotels auf hohem Niveau mit fachkundigem Personal und erfahrenden Therapeuten. Neben den Zugpferden gibt es auch Geheimtipps, die für Wellness weniger bekannt sind, inzwischen aber erstklassige Angebote machen. Länder wie Litauen, Bulgarien, Portugal oder Costa Rica sind im Kommen.

Quelle © fitreisen.de

© Foto: FIT Reisen

Stadt-Apotheke Seligenstadt

Thorsten Thieme, Inhaber und Apotheker, Stadt Apotheke Seligenstadt

 

Über uns:

Bei uns steht der Kunde und seine Gesundheit im Mittelpunkt. Durch unser gut ausgebildetes und kundenfreundliches Personal können wir ein hohes Maß an pharmazeutischer Kompetenz garantieren.

Anders als bei einer großen Versandapotheke steht hinter der onlineapotheke-seligenstadt.de eine traditionsreiche Apotheke mit nunmehr über 210-jährigem Bestehen. Die Stadt-Apotheke Seligenstadt ist die älteste Apotheke im Kreis Offenbach. Beratung und Service zeichnen uns aus, sowohl in der Apotheke direkt, als auch bei Nutzung unseres Online-Shops.

Ihre Vorteile im Überblick:
– Kompetente Betreuung durch unsere(n) Apotheker(in)
– Bestellen Sie bequem zu jeder Tageszeit
– Einfache Abwicklung & schnelle Lieferung Ihrer Waren
– Diskrete Lieferung – wir behandeln Ihre Daten stets vertraulich
– Transparente Preisgestaltung

Unsere Termine in 2019

 Knochendichtemessung
Osteoporose bleibt häufig unerkannt. Da es keine
typischen Beschwerden gibt, werden viele Betroffene
erst durch einen Knochenbruch aufmerksam.
Nutzen Sie daher die Möglichkeiten für eine
Knochendichtemessung. Mittels Ultraschall wird
damit Ihr Osteoporose-Risiko an der Ferse bestimmt.
 13.-16.5.2019,
8:30-17:30 Uhr,
Termine nach
Vereinbarung,
Unkostenbeitrag 10 EUR
Stadt-Apotheke
Seligenstadt
 Frau Khadija Ameziane,
PKA Stadt-Apotheke
Seligenstadt
 Juni  Beratung rund um die häusliche Versorgung
Im täglichen Kontakt mit Pflegebedürftigen und
deren Angehörigen stellen wir regelmäßig fest, dass
gerade in der häuslichen Versorgung viele Frage um
Ansprüche und Möglichkeiten offen bleiben. Wir
können Sie hierbei unterstützen. Es wird z.B. auch
Vertreter der Firma Seni vor Ort sein, um Ihnen
die verschiedenen Pflegehilfsmittel dieser Firma
vorzustellen.
 5.6.2019,
9-18 Uhr
 Stadt-Apotheke
Seligenstadt
 Frau Opitz,
Venenfachberaterin
Stadt-Apotheke Seligenstadt
 Juli Sommerpause
 August Blutzucker Mess-Aktion / Diabetes Info-Tag
Sie erhalten Informationen zum Thema Diabetes
Welche Arten gibt es? Wie erkennt man Diabetes?
Was kann man mit der Ernährung zur Senkung
beitragen? Was ist bei der Ernährung zu beachten?
Welche Folgeerkrankungen können auftreten?
Wie pflege ich diabetische Haut richtig?
Wie gehe ich richtig mit dem Blutzuckermessgerät
um?
 22.8.2019,
9-18 Uhr
 Stadt-Apotheke  Seligenstadt Frau Bettina Klein,
PTA Stadt-Apotheke
Seligenstadt
 September Antroposophische Arzneimittel für Kinder; Vortrag
Krankes Kind – was nun?
Kinder leiden besonders häufig unter Infektions-
krankheiten – dies dient auch der Schulung des
Immunsystems. Der Vortrag gibt Ihnen eine
Einführung in die antroposophische Medizin als  Alternative zu Homöopathie und Phytotherapie.
 6.9.2019,
19 Uhr,
Vortrag;
Bitte anmelden,
begrenzte Plätze!
 Stadt-Apotheke  Seligenstadt Frau Tanja Steinebach, Dipl.
Pharm., Apothekerin mit
Weiterbildung in Ernährungs-
beratung, Homöopathie &
Naturheilkunde
November Belsana Venenmessaktion
Müde und schwere Beine? Ein Venentest in der  Apotheke ist eine gute Möglichkeit, mittels
Infrarotlicht schnell und schmerzfrei  Ihre Beingesundheit zu überprüfen.
 7.-11.10.2019,
Mo 9-18 Uhr,
Di / Fr / Sa 9-13:30 Uhr,
Do 13:30-18 Uhr,
Termine nach  Vereinbarung
 Stadt-Apotheke  Seligenstadt Frau Gabriela Opitz,  Venenberaterin
Stadt-Apotheke Seligenstadt
 Dezember Weihnachtsaktionen, Adventskalender für
Kinder, Weihnachtszimmer
 2.-24.12.2019 Stadt-Apotheke  Seligenstadt

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
www.facebook.com/stadtapothekeseligenstadt

 

© Text, Foto und Logo: Stadt Apotheke Seligenstadt

Textzeile zum Foto: Thorsten Thieme, Inhaber und Apotheker, Stadt Apotheke Seligenstadt

MEDIAN bestätigt Spitzenplätze bei FOCUS TOP-Rehakliniken 2019

Auch MEDIAN-Kliniken aus der Region vertreten.

Für die Bewertung wurden vom unabhängigen Institut Muinich Inquire Media (MINQ) unter anderem mehr als 3.500 führende deutsche Ärzte aus den jeweiligen Fachbereichen um ihre Einschätzung der Reha-Kliniken gebeten. Als weitere Experten kontaktierten die Meinungsforscher die Sozialdienste von über 500 Akut-Einrichtungen sowie Patientenverbände und Selbsthilfegruppen.

Folgenden MEDIAN-Kliniken platzierten sich in den FOCUS-TOP-Kategorien:

Orthopädie: MEDIAN Klinik Hoppegarten, MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden, MEDIAN Frankenparkklinik Bad Kissingen

Psyche: MEDIAN Klinik Waren, MEDIAN Klinik Schweriner See, MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin Bad Pyrmont, MEDIAN Klinik Münchwies, MEDIAN Klinik Berus, MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim

Neurologie: MEDIAN Klinik Grünheide, MEDIAN Klinik Bad Sülze, MEDIAN Klinik Gyhum, MEDIAN Klinik NRZ Magdeburg, MEDIAN Reha-Zentrum Bernkastel-Kues

Sucht: MEDIAN Klinik Schweriner See, MEDIAN Klinik Mecklenburg, MEDIAN Klinik Richelsdorf, MEDIAN Klinik Dormagen, MEDIAN Kinik Tönisstein, MEDIAN Kliniken Daun-Altburg, MEDIAN Kliniken Daun-Thommener Höhe, MEDIAN Klinik Münchwies, MEDIAN Klinik Wilhelmsheim, MEDIAN Klinik Römhild

Krebs: MEDIAN Klinik Kalbe, MEDIAN Reha-Zentrum Bad Berka Ilmtal-Klinik, MEDIAN Reha-Zentrum Bad Berka Adelsberg-Klinik

Herz: MEDIAN Klinik Moselschleife, MEDIAN Reha-Zentrum Bad Berka Adelsberg-Klinik, MEDIAN Klinik am Südpark Bad Nauheim

Rheuma (NEU): MEDIAN Fontana-Klinik Bad Liebenwerda, MEDIAN Klaus-Miehlke-Klinik Wiesbaden

Text©MEDIAN

©Foto 123rfm

Barmer – Infizierte Zecken breiten sich auch in Hessen aus!

BARMER-Hotline gibt Tipps gegen Zeckenplage

Exakt 583 Menschen sind in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im vergangenen Jahr an FSME erkrankt. Die meisten Fälle wurden in Baden-Württemberg und Bayern gezählt. Aber mit 25 Betroffenen belegt Hessen bereits Platz 3. Von den 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städte sind neun FSME-Risikogebiet. Übertragen wird die Krankheit durch Zecken, die jetzt wieder aktiver werden. „Zecken sind Überlebenskünstler, die auch längere kalte Phasen gut überstehen können. Daher sollte sich jeder, der jetzt die Natur wieder mehr genießen will, vor ihnen schützen“, rät Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der BARMER in Hessen. Was Spaziergänger, Freizeitsportler, Gärtner und Eltern beachten sollten, können sie bei einer eigens zum Thema „Zeckenschutz“ von der BARMER eingerichteten Hotline erfahren.
Kostenlose BARMER-Hotline: 0800 84 84 111 für alle Interessierten

Beim BARMER-Teledoktor bekommen Interessierte vielfältige Hinweise, wie Zecken den Menschen gefährden, und Empfehlungen für zeckensichere Kleidung. Sie erfahren, wie man eine Zecke sicher entfernen kann, wenn sie sich trotz aller Vorsicht auf der Haut verbissen hat und welche Körperstellen man besonders gezielt nach den winzigen ungebetenen Gästen absuchen sollte. Außerdem weist der Teledoktor auf Symptome hin, die auf eine Infektion mit FSME-Viren hindeuten können. „Achten sollte man zunächst auf allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber oder Kopfschmerzen, die etwa sieben bis 14 Tage nach der Infektion durch einen Zeckenstich auftreten können“, so Sudhoff. Wer in Risikogebieten lebt, sollte sich daher möglichst mit einer Schutzimpfung wappnen, die von den Krankenkassen bezahlt werde. BARMER-Versicherte könnten sich auch impfen lassen, wenn sie Urlaub in einem Risikogebiet machen wollen.

Die kostenlose BARMER-Hotline steht allen Interessierten offen unter: 0800 84 84 111.

© Quelle und Logo: BEK

Klinikum Aschaffenburg

Prof. Oliver Bähr ist der neue Chefarzt

Mit vielfältiger Erfahrung an die Spitze der Neurologischen Klinik

Professor Dr. Oliver Bähr ist Nachfolger von Professor Schneider und hat seit Februar 2019 die Leitung der Neurologischen Klinik im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau übernommen.

Professor Bähr war zuvor am Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt tätig. Dort war er zuletzt Oberarzt an der Klinik für Neurologie und leitender Oberarzt am Senckenbergischen Institut für Neuroonkologie.

Studiert hat Professor Bähr in Tübingen und anschließend sechs Jahre in der Neurologischen Klinik der Universitätsklink Tübingen gearbeitet, bevor er 2008 an die Uniklinik Frankfurt wechselte.  Von dort bringt er besondere Expertise aus den Bereichen der vaskulären Neurologie, der Neuroimmunologie und insbesondere der Neuroonkologie mit.

„In allen drei strategisch wichtigen Bereichen für die Neurologische Klinik haben Sie eine hohe fachliche Expertise“, freute sich Klinikums-Geschäftsführerin Katrin Reiser in ihrer Rede bei der offiziellen Begrüßung von Professor Bähr.

Mit dem Wechsel von Professor Schneider auf Professor Bähr ist der Generationswechsel der Chefärzte am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau abgeschlossen. In den vergangen drei  Jahren hat das Klinikum insgesamt sieben Chefärzte in den Ruhestand verabschiedet und viele neue, hochqualifizierte Nachfolger gewinnen können.

Klinikum Aschaffenburg ©

Jedes 8. Lebensmittel,das wir kaufen, werfen wir weg.

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.
Du kannst das ändern.

Rezepte für beste Reste: Kartoffel-Gemüsepuffer

Das brauchst du für 12 Puffer: 200 g Kartoffel,
300 g Gemüse (was da ist), 1 Ei, 1 EL Mehl, Pfeffer, Salz
Kartoffeln und Gemüse putzen, schälen und reiben. Mit Ei, Mehl
und Gewürzen vermischen und abschmecken. Falls die Masse zu
„nass“ ist, etwas mehr Mehl untermischen. Aus der Masse flache
Puffer formen und in einer Pfanne in Fett beidseitig goldbraun
braten. Dazu schmeckt Kräuterquark oder ein Joghurtdip!

© Text und Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Foto© Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Nein zum Wegwerfen: gemeinsam für weniger Lebensmittelabfälle in Großküchen Riedstadt

Für den bewussten Umgang mit Lebensmitteln

Abfallmengen im Food-Service-Markt reduzieren und Lebensmittelverschwendung entgegenwirken – was derzeit immer stärker als Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, beschäftigt Transgourmet seit Jahren. Als Lebensmittelgroßhändler für Kunden aus Gastronomie, Hotellerie, Betriebsverpflegung und sozialen Einrichtungen kennt das Unternehmen den Küchenalltag und dessen Herausforderungen, insbesondere wenn es um Wareneinsatz und Lebensmittelabfälle geht. Gemeinsam mit United Against Waste e.V., einer Initiative für die Food-Branche, entwickelt und berät Transgourmet als Gründungs- und Vorstandsmitglied Kunden bei der Umsetzung von praxistauglichen Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Dies kommt allen zugute: Weniger Müll entlastet die Umwelt, die Betriebe sparen Geld und der respektvolle Umgang mit der Ressource „Lebensmittel“ wird nachhaltig gestärkt.

Jahr für Jahr landen in Deutschland rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – davon entfallen ca. 17 Prozent, was 1,9 Millionen Tonnen entspricht, auf Großverbraucher1. Somit produzieren sie nach den Privathaushalten (61 Prozent) und zusammen mit dem Handel die zweitgrößte Menge an Lebensmittel-abfällen. Zu viel – findet Transgourmet vor dem Hintergrund des eigenen Nachhaltigkeitsanspruches. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied und aktives Mitglied von United Against Waste e.V. Gemeinsam arbeiten sie seit der Gründung des Vereins im Jahr 2011 an praxistauglichen Lösungen, um Lebensmittelabfälle im Außer-Haus-Markt zu reduzieren. Der Schwierigkeit von Großbetrieben, das Entsorgen von Lebensmitteln zum Beispiel aus Hygienegründen nicht komplett vermeiden zu können, begegnet das Unternehmen mit Lösungsansätzen, die sich an den individuellen Bedürfnissen von Großküchen orientieren. Mit einem doppelten Nutzen – für die Umwelt und eine höhere Kosteneffizienz in den Betrieben.
1 Quelle: BMELV/Universität Stuttgart, 2012

Praktische Hilfe zur Umsetzung

„Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass viele Betriebe den Anspruch haben, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Häufig liegt die Schwierigkeit jedoch in der Umsetzung auf nahezu allen Ebenen. Es gilt im ersten Schritt herauszufinden, wo und wodurch die Menge an Abfall entsteht. Unsere Lösungsansätze zielen darauf ab, messbar weniger Müll zu produzieren und so Ressourcen einzusparen“, erklärt Thomas Bartelt, Projektleiter Beratung & Konzept bei Transgourmet. Dabei geht es nicht nur um den Umgang mit Lebensmitteln, sondern auch um wichtige Faktoren wie Energieaufwand, Wasserverbrauch und personelle Ressourcen.

Den Einkauf bedarfsgerecht zu planen, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Vermeidung von Lebensmittelresten. Der Planungsaufwand kann jedoch enorm sein. Mithilfe des „MenüManagers“ bietet Transgourmet seinen Kunden die Möglichkeit, sich in diesem Prozess IT-basiert unterstützen zu lassen. Durch mehr als 10.000 im System hinterlegte, auf individuelle Bedarfe abgestimmte Rezepte wird der Verpflegungsaufwand im Vorfeld kalkuliert, sodass bereits beim Einkauf keine zu großen Mengen bestellt werden. Ein integriertes Controlling Tool ermöglicht zudem eine permanente Übersicht des Verhältnisses von Bedarf und Verbrauch und damit eine tagesaktuelle Budgetverfolgung.

Einen ersten Einblick in das Thema bieten die Seminar- und Workshop-Angebote, die sich an Betriebsleiter, Küchenleiter und Köche richten. Bei den meist halbtägigen Veranstaltungen profitieren sie von der jahrelangen Erfahrung des Großhändlers und können ganz konkrete Ansatzpunkte für ihre Einrichtungen entwickeln. Das Seminar „Abfallmanagement – Lebensmittelabfälle vermeiden und Geld sparen“ wird beispielsweise in Kooperation mit United Against Waste e.V. angeboten und beschäftigt sich zum Beispiel mit den zentralen Fragen, an welchen Stellen im Prozess besonders viele Abfälle entstehen, in welchem Ausmaß Einsparungen zu erwarten und wie diese organisatorisch und kommunikativ zu realisieren sind. Erfahrene Projektleiter unterstützen die Teilnehmer ganz individuell und begleiten sie bei der erfolgreichen Implementierung neuer Prozesse.

Unternehmen wie die DIAKO Service Nordfriesland nutzen die Tools von Transgourmet und ziehen eine positive Bilanz: „Wir nutzen den MenüManager seit mehr als zwei Jahren. Dadurch haben wir maximale Planungssicherheit und können sicherstellen, dass wir nicht mehr Lebensmittel als nötig bestellen und dass alles weiterverarbeitet wird. Jetzt wissen wir exakt, wie viel Mayonnaise oder Matjes bestellt werden muss. Diese zielgenaue Kalkulation war vorher nicht möglich“, stellt Betriebsleiterin Anja Wolf zufrieden fest und fügt

hinzu: „Innerhalb von zwölf Monaten konnten wir unseren Nassmüll um 30 Prozent reduzieren. Das entspricht einer Kostenersparnis von über 20.000 Euro pro Jahr.“
Auch beim Unternehmen Airbus Helicopters hat sich das Küchenteam der Betriebskantine der Abfallreduktion verpflichtet. Catering-Leiter Helmut Schüle hat mit seinem Team im letzten Jahr ein Transgourmet Inhouse-Seminar zum Thema „Abfallmanagement“ besucht. „Das Seminar hat sehr dabei geholfen, meine Mitarbeiter für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren und ihren Blick im Küchenalltag zu schärfen. Wir dokumentieren sehr genau, wie viel wir entsorgen, und überprüfen regelmäßig, ob wir unsere Zielwerte einhalten. Wenn zu viel Essen übrig bleibt, besprechen wir sofort im Team, was die Gründe für die jeweilige Überproduktion sein könnten. Geht beispielsweise das Mittagsgeschäft runter, muss auch weniger nachproduziert werden.“

Nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Ressourceneffizienz und Klimaschutz bilden ebenso wie verantwortungsvoll hergestellte Produkte, eine hohe Arbeitgeberattraktivität und gesellschaftliches Engagement die Schwerpunkte der Transgourmet Nachhaltigkeitsstrategie. Ziel ist es, das nachhaltigste Unternehmen der Branche zu werden. Dass dieses Engagement nicht an der eigenen Haustür endet, versteht sich von selbst. „Für uns bedeutet nachhaltig zu agieren auch, Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Der Dialog mit unseren Kunden und der Wissenstransfer durch unsere Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, potenziert sich der Erfolg der Maßnahmen zugunsten von Lebensmittelwertschätzung, nachhaltiger Landwirtschaft oder eines kleineren CO2-Fussabdrucks“, bestätigt Melanie Prengel, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Transgourmet.

Über United Against Waste e.V.

„Gemeinsam gegen Verschwendung“ lautet das Motto des 2012 gegründeten Vereins, der sich unter Geschäftsführer Torsten von Borstel gegen die Verschwendung von Lebensmitteln insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung einsetzt. Mit dem Ziel, langfristig Lebensmittelabfälle bestmöglich zu reduzieren, bietet die Initiative verschiedene praxisorientierte Lösungen an, die Einrichtungen bei der Umsetzung behilflich sein sollen. Hierzu gehören unter anderem das „Abfall-Analyse-Tool“, bei dem Quantität, Qualität sowie Ursachen anfallender Lebensmittelabfälle ausgewertet und damit greifbar gemacht werden, oder die Aktion „Genießen ohne Reste“, bei der 2016 zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Betriebsrestaurants und Kantinen das Thema Lebensmittelverschwendung an die Tischgäste herangetragen wurde. Als Gründungsmitglied und mit Manfred Hofer, Geschäftsführer Transgourmet Deutschland, im Vorstand des Vereins hat Transgourmet den Anspruch, diese Grundsätze im eigenen Betrieb wie auch bei seinen Kunden nachhaltig zu verankern.

Text © Transgourmet Deutschland

Foto © Transgourmet Deutschland